Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Löcher in Batts
Hallo,
habe heute eine Feuerwerks-Lieferung bekommen und da ist mir folgendes aufgefallen:
Die obere Folie (mit der die Pappröhren verschlossen sind) der Sant Angelo (Salute) hat bei der ersten Reihe pro Rohr je ein kleines Loch. Bei der Queens Garden (Crackling Palm, auch von Nico) ist so ein Loch auch vorhanden, hier aber immer nur bei einem Rohr.
Habe von den Batts je 6 Stück, alle haben diese Löcher, sehen aus wie mit einer Stricknadel gestochen.
Hat das schonmal jemand gehabt? Welchen grund haben diese Löcher?
Auf jeden Fall alles seeehhr mysteriös ;-)
doc_deckier
28.11.2006, 20:19
hmm Sollbruchstelle :) oder damit sich keine feuchte sammeln kann ?
Von wem kam die Lieferung? Hatte selber schon mal solche Löcher drin. Hatte damals die Vermutung, dass es so eine Art Markierung war.
Gruß
Rocket
glock-shooter
28.11.2006, 20:50
Die Löcher sind mir auch aufgefallen. Haben meine Steam Hammer und meine Tadsch Mahal (Colourful Diamonds) auch!
Was die Löcher sollen oder ob sie überhaupt einen Sinn haben, kann ich aber nicht beurteilen!
Auf jeden Fall würde ich mir darüber keine Gedanken machen!
Wird schon alles in Ordnung sein! ;)
CoolBomb
28.11.2006, 20:59
....
vll das der Effektsatz nicht erstickt :D
*sry*
mondfeuer
28.11.2006, 21:46
Eine Sollbruchstelle scheidet meines Erachtens als Erklärung für die Löcher aus, eine Bombette mit SP-Pressling als Ausstoßladung braucht sowas nicht, um lediglich ein Stück Papier oder Plastikfolie zu durchstoßen.
Entweder handelt es sich hier um die Folgen einer Art Qualitätsprüfung (also eine Stichprobe im wahrsten Sinne des Wortes), ob die Rohre wirklich befüllt sind (man sticht mit einer langen, dicken Nadel rein, wenn sie nur bis zu einem gewissen Punkt eingeführt werden kann, ist eine Bombette drin und das Rohr somit i. O.), oder die Löcher sind bei der Lagerung oder Lieferung entstanden, in den Schiffscontainern und Großkartons in LKWs werden die Sachen teils sehr beengt reingestopft und nicht sehr pfleglich behandelt.
ich weiß ja nicht ob es hilft.... aber wir hatten einige Batterien, die uns mehrfach beim ersten Schuß am Boden zerlegt haben - diese Batts hatten kein Löchlein im ersten Schuß.
Seitdem wir also in diese Batts ein Loch mit einer Nadel in den ersten Schuss pieksen, ist das nicht mehr passiert (obwohl gleiche Charge) wir haben vermutet, das sich manche Batts vielleicht doch schwer tun, den ersten Schuß durch die intakte Deckfolie zu stanzen....
B4deMeister
28.11.2006, 22:27
Wäre es gefährlich wenn man die Deckfolie ganz entfernt?
Wäre es gefährlich wenn man die Deckfolie ganz entfernt?
Nein - machen wir mittlerweile eigentlich meistens - spart Aufräumarbeit....
und hinterher das ganze Brett in einen Plastiksack, der vor Mistwetter schützt, und kurz vor dem FW einfach aufgerissen wird.
B4deMeister
28.11.2006, 22:35
Achso,na dann :D
Dankeschön...
Was wohl passiert wenn man Böller in der Batterie reinsteckt :rolleyes:
Nein - machen wir mittlerweile eigentlich meistens - spart Aufräumarbeit....
und hinterher das ganze Brett in einen Plastiksack, der vor Mistwetter schützt, und kurz vor dem FW einfach aufgerissen wird.
Was wohl passiert wenn man Böller in der Batterie reinsteckt :rolleyes:
;) dann musst du eben wieder mehr aufräumen..... ;)
B4deMeister
28.11.2006, 22:40
Es gibts doch ein Gesetz,dass Läden Verpackungen usw alles normalerweise entsorgen müssten...vielleicht sollte ich mal mit nen Hänger Feuerwerkreste vorbei kommen :D
Aufräumen muss ich zum Glück nicht mehr,weil ich so clever bin (man glaubt es kaum) und nicht mehr vor der Haustür zünde :D
Naja ok vielleicht höchstens 30 Böller,aber nicht wie 2000 mit Kerze und dann gib ihn...
Naja nächstes morgen musste ich dann raus und Straße fegen (Hauptstraße!!)
Es waren ungefäht 2 kleine schwarze Mülltonnen :rolleyes:
;) dann musst du eben wieder mehr aufräumen..... ;)
glock-shooter
28.11.2006, 22:41
Die Theorie von Thorin ist gar nicht mal so dumm, wäre ich im Moment nicht drauf gekommen. Ich denke da zum Beispiel an Paketklebeband, wenn man das intakte Band mit bloßer Hand abreißen will, ist es selbst bei größtem Kraftaufwand so gut wie nicht möglich, aber wenn das Klebeband an einer kleinen Stelle beschädigt wird (durch ein Loch oder einen Schnitt), kann man es ganz leicht abreißen!
Also ist es wirklich gut möglich, dass sich der Wiederstand beim durchschlagen der Abdeckfolie durch so ein Loch erheblich verringert! Wenn der erste Schuss der Batt dann erstmal ein größeres Loch in die Folie gerissen hat, ist der Weg für die anderen Schüsse dann natürlich auch frei!
Ergibt irgendwie Sinn! :)
mondfeuer
28.11.2006, 22:43
ich weiß ja nicht ob es hilft.... aber wir hatten einige Batterien, die uns mehrfach beim ersten Schuß am Boden zerlegt haben - diese Batts hatten kein Löchlein im ersten Schuß.
Seitdem wir also in diese Batts ein Loch mit einer Nadel in den ersten Schuss pieksen, ist das nicht mehr passiert (obwohl gleiche Charge) wir haben vermutet, das sich manche Batts vielleicht doch schwer tun, den ersten Schuß durch die intakte Deckfolie zu stanzen....
Interessant.
Das waren aber bestimmt Batterien mit dickerem Papier wie z. B. die alte Diamond-Serie, denn daß eine Bombette mit dem üblichen roten China-Transparentpapier Probleme kriegt, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Newstyle
28.11.2006, 22:52
Jetzt hab i trotzdem nochmal ne Frage. Bringts eigentlich was wenn man bei den Batts vor dem zünden dieses rote Papier entfernen würde??:suspect:
Mir kommts nämlich manchmal so vor als würde es stören bzw. die Ladung beim Austritt behindern sei es in der Flugbahn und im Aufstieg.
Werd auf jaden Fall es, wenns das Wetter zulässt mal austesten. Was denkt ihr darüber?
Gruß
Interessant.
Das waren aber bestimmt Batterien mit dickerem Papier wie z. B. die alte Diamond-Serie, denn daß eine Bombette mit dem üblichen roten China-Transparentpapier Probleme kriegt, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. das waren alles so kleine 16 oder 20 Schüsser, und wie gesagt nicht sehr viele davon - vielleicht 4 - 5 von ein paar hundert....... Queens Garden / Grand Canyon oder Joker, wenn ich das richtig erinnere...
Ich hätte es auch nicht gedacht, das es passieren kann, aber sonst will mir kein Grund einfallen weshalb eine Batt mit dem ersten Schuß im Rohr platzt.
KANN sogar sein, das die Batts zusätzlich noch mit Folie eingewickelt waren, wenigstens einige....
Aber seit wir sie einpieksen, ist sowas nie wieder passiert.
@newstyle
bis auf die geschilderten MÖGLICHEN Ausnahmen, glaube ich nicht, das es etwas ausmacht. Der Gasdruck und die Temperatur beim Ausstoß zerstören die Abdeckung normalerweis sicher, bevor die Bombette die Öffnung passiert.
Wir entfernen den Dreck mittlerweile, aber nur um uns die Müllsammelei zu ersparen.
Auf den Effekt konnte ich noch keinen Einfluß erkennen.
Matchbox
29.11.2006, 06:25
Die Löcher befinden sich in der Folie, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Wer schonmal gesehen hat wie die Biester bei entsprechender Witterung anfangen zu schwitzen kann das glaube ich nachvollziehen. :) Die Theorie daß die Bombetten mit den Löchern leichter aus dem Rohr kommen halte ich für eher unwahrscheinlich - wenn sich die Bombette von dem dünnen Papier stoppen lässt hat der Chinese gepennt und nur drei Krümelchen SP ins Rohr geladen..
Hallo,
der schlaue und umsichtige User wird vielleicht schon bemerkt haben dass dies nur bei Cakes zu finden ist die von Vulcan gefertigt sind. Die Folie ist beim ersten Schuss bzw. allen Rohren der ersten Salve durchstochen.
Zumindest bilde ich mir das ein und widerlegt wurde es auch noch nicht...
Die Löcher befinden sich in der Folie, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Wer schonmal gesehen hat wie die Biester bei entsprechender Witterung anfangen zu schwitzen kann das glaube ich nachvollziehen. Die Theorie daß die Bombetten mit den Löchern leichter aus dem Rohr kommen halte ich für eher unwahrscheinlich - wenn sich die Bombette von dem dünnen Papier stoppen lässt hat der Chinese gepennt und nur drei Krümelchen SP ins Rohr geladen..
Aber warum dann nur ein Loch pro Batterie aber 5 Löcher für die Salvenbatterien? Feuchtigkeit zieht meiner Meinung nach auch genug durchs Papier nach draußen.
Pyrodaemmi
29.11.2006, 16:38
Dieses Loch (Löcher) haben eigendlich nur Batterien die komplett mit Plastikfolie eingewickelt sind. Wie die Diamond-Batterien z.B. Die anderen können auch so genug Feuchtigkeit austauschen. Ist wirklich, wie Matchbox schon schrieb, bei entsprechender Witterung extrem was da im Innern so an Feuchtigkeit kondensiert...
Kleines Beispiel, ein Kl.II-Feuerwerk im September von mir. Ich schon Wochen vorher alles schön in diese bequemen Pappe-Obstkisten vom Dicounter eurer Wahl eingeklebt, verleitet und verzündert. Alles noch schön in Folie gepackt, schön dicht, es könnte ja regnen....
Gesagt getan, auf dem Abbrenner aufgebaut. Im schönsten Sonnenschein. Die Sonne heizte die Batts auf, beim abkühlen dann in der Dämmerung bemerkte ich mit Erschrecken das die Folieabdeckungen innen richtig tropfnass waren!! Da das Wetter trocken war habe ich die Folie schnell entfernt....die Batts waren aussen teilweise richtig feucht geworden! Sie hatten aber noch zwei Stunden Zeit zum trocknen.
Meine Ahnung sagt mir das bei diesem "Desaster" im Sommer, wo bei einem Kl.II -Feuerwerk reihenweise Keller 10-Schussbombetten versagten bzw zerlegten, das gleiche Problem im Spiel war. Alles schön eingepackt, und dann 30 Grad beim Aufbau. Nachts schön kühl, Kondenswasser vorprogrammiert...
Ich vermute wirklich, das die Feuchtigkeit beim kondensieren, da sie nicht entweichen konnte, die SP-Ausschussladungen klamm machte, so das sie nur sehr langsam abbrannten (und vieleicht auch den Lehmverschluss am Boden aufweichten), die Bombette aber durchzündete. Da sie aber im Rohr blieb, zerlegte sie kurz darauf die gesamte Batterie. Ein Test mit Zündversagern (ganz versagt bzw nach ein paar Schuss stehengeblieben) ergab kurz darauf eben diesen Effekt! Die Batterien waren alle beim Abbau leicht feucht..
Fazit: nur noch locker abdecken bzw, Lüftungsöffnungen reinstechen!
Auf jeden Fall hat wohl jede Kl.II-Batterie genug Power um locker, ohne das was passiert, auch drei oder 4 Folieabdeckungen zu durchschießen. Da würde ich mir keine Sorgen machen:-))
***pyrodaemmi***
Hört sich beides ganz logisch an, aber ich denke mal eher die Löcher sind wirklich als Zerreishilfe gedacht, da bei den Batterien, dei Schuss für Schuss abgeben nur das erste Rohr ein Loch hat, bei der Salute aber die ganze erste Salve. Das macht bei Entlüftungslöchern keinen Sinn, die würde man eher in die Mitte der Batt stechen...
Matchbox
29.11.2006, 18:35
Hört sich beides ganz logisch an, aber ich denke mal eher die Löcher sind wirklich als Zerreishilfe gedacht, da bei den Batterien, dei Schuss für Schuss abgeben nur das erste Rohr ein Loch hat, bei der Salute aber die ganze erste Salve. Das macht bei Entlüftungslöchern keinen Sinn, die würde man eher in die Mitte der Batt stechen...
Ahja... Also hat nur der erste Schuß bzw. die erste Salve nicht genug Power um das unglaublich stabile Papier zu durchstossen. Oder reisst der erste Schuß gleich die ganze Abdeckung weg? Okay...... ???
Ich finde es manchmal wirklich ziemlich erstaunlich wie sehr die Power selbst einer 'kleinen' SP-Treibladung unterschätzt wird.
ich weiss nicht welche erklärung nun wirklich stimmt.
ich finde beide gut, und lasse mich auch erstmal gerne auf beide ein -> bis ich bei einer der beiden möglichkeiten vom gegenteil überzeugt bin :joh:
*edit*: bezweifle in keinster weise die kräfte die bei der verbrennung von sp frei werden können.
Pyrodaemmi
29.11.2006, 19:21
Nun, an alle die nicht glauben was eine kleine Prise Schwarzpulver so für Energie hat...
Ich bin mal Vorderladerschütze gewesen. Dort misst man die Menge an SP, was benötigt wird, nicht nach Gramm sondern nach grain. 1 g ≈ 15 grain. Daran erkennt man, da man je nach Waffe nur wenige grain benötigt, wie wenig diese Masse an Treibladungspulver in g ist. Gut, Treibladungsschwarzpulver für Waffen ist feinkörniger und brennt schneller ab, jedoch treibt es ein kleines Geschoss mit immenser Geschwindigkeit aus dem Lauf. Mit tödlicher Geschwindigkeit, wenn man sie als Waffe gegen Lebewesen nutzt....
Ein Bombettenrohr einer Batterie ist im Prinzip nichts anderes, das könnt ihr ruhig glauben:-)) Nur nicht so schnell...
Das bisschen Papier über der Bombette wird schon durch den vorrauseilenden Druckanstieg in kleine Fetzchen gerissen, da hat sich die Bombette noch keine 2cm an das Rohrende angenähert....
***pyrodaemmi***
Skyburner
29.11.2006, 22:10
Aber komisch isses schon, daß es meist die Rohre sind die als erstes zünden, bei denen man die Löcher findet... ???
http://img237.imageshack.us/img237/345/bdaz1.jpg
mondfeuer
29.11.2006, 22:33
Kleines Beispiel, ein Kl.II-Feuerwerk im September von mir. Ich schon Wochen vorher alles schön in diese bequemen Pappe-Obstkisten vom Dicounter eurer Wahl eingeklebt, verleitet und verzündert. Alles noch schön in Folie gepackt, schön dicht, es könnte ja regnen....
Gesagt getan, auf dem Abbrenner aufgebaut. Im schönsten Sonnenschein. Die Sonne heizte die Batts auf, beim abkühlen dann in der Dämmerung bemerkte ich mit Erschrecken das die Folieabdeckungen innen richtig tropfnass waren!! Eine ähnliche Methode zur Kondenswassergewinnung steht in einem Survival-Buch mit dem Titel "Leben wie Robinson", das ich mal gelesen habe... :)
Zuviel Plastik ist bei starken Temparaturschwankungen wohl nicht so gut... ich hatte mal ein ähnliches Problem mit einer Verleitung zwischen mehreren Rak-Gerüsten, die ich zuerst mit Packpapier und dann mit mehreren Lagen dünner Frischhaltefolie umwickelte. Der Aufbau stand ca. 4 Std. in der Sonne, in der Abendkühle fing es aus der Verleitung dann zu tröpfeln an, die Litzen waren unbrauchbar geworden, wir mußten per Hand zünden.
Seitdem wird nur noch Packpapier verwendet.
Meine Ahnung sagt mir das bei diesem "Desaster" im Sommer, wo bei einem Kl.II -Feuerwerk reihenweise Keller 10-Schussbombetten versagten bzw zerlegten, das gleiche Problem im Spiel war. Alles schön eingepackt, und dann 30 Grad beim Aufbau. Nachts schön kühl, Kondenswasser vorprogrammiert...
Ich vermute wirklich, das die Feuchtigkeit beim kondensieren, da sie nicht entweichen konnte, die SP-Ausschussladungen klamm machte, so das sie nur sehr langsam abbrannten (und vieleicht auch den Lehmverschluss am Boden aufweichten), die Bombette aber durchzündete. Da sie aber im Rohr blieb, zerlegte sie kurz darauf die gesamte Batterie. Ein Test mit Zündversagern (ganz versagt bzw nach ein paar Schuss stehengeblieben) ergab kurz darauf eben diesen Effekt! Die Batterien waren alle beim Abbau leicht feucht..
Fazit: nur noch locker abdecken bzw, Lüftungsöffnungen reinstechen! In Bombetten-Batts neuerer Bauart werden normalerweise Zylinder-Bombetten mit einem ca. 0,2 - 0,4 cm dicken SP-Pressling als Austoßladung am unteren Ende verwendet, in den ein etwa 2 cm langes Stück doppelter China-Zündschnur eingebacken ist. Der SP-Satz für die Presslinge ist mit Dextrin bzw. künstlichen Bindemitteln versetzt und sehr hart, ein Aufweichen halte ich für nicht sehr wahrscheinlich, zumindest nicht innerhalb eines Tages und einer Nacht.
Bei den Rohren allerdings gibt es zwischen den Herstellern ziemliche Unterschiede. Die Hersteller für Keller- und Nico bzw. Diamond-Batts verwenden gerne plan gerollte Papphülsen, die mit nur wenig Leim hergestellt werden und daher Wasser anziehen und speichern wie ein Schwamm. Durch die Herstellungsart des einfachen Rollens von Karton + Verleimung im Gegensatz zur klassischen "auf-Stoß"-Rollmethode der Herstellung von Papphülsen (wie z. B. bei Küchenrollen) entsteht im Inneren ein schlampiger Abschluß mit z. T. recht weit hervorstehenden Papierenden. Bei Eindringen von Feuchtigkeit wickelt sich ein Teil der Röhre innen ab und trägt damit zum Verkeilen einer Bombette bei, sowas habe ich schon bei mehreren Batts beobachtet, z. B. der Golden Rain. Die Folge ist ein Zerlegen einiger Bombetten in der Batterie, gefolgt von mehreren Durchzündern. Wenn zwei gleichzeitig platzen, zerlegt es das Gerät meist ziemlich schnell. Trotzdem, ziemlich lumpig, das Zeug... mit besseren Röhren mit ordentlich Verleimung würde sowas nicht passieren.
Jau, ich schätze, ein paar Löcher in den Batts und Plastikabdeckungen können nicht schaden... das hilft auch gegen Batts, die in großen Mengen gekauft werden und daher manchmal schon auf Reisen geschickt werden, wenn sie eigentlich noch im Trockenraum stehen sollten...
@Pyrodaemmi:
Ich hatte noch nie eine Batterie, die wegen Kondenswasser stehen geblieben ist. Und wenn du mal an einem Atlantikstrand über 3 Tage aufgebaut hast, Batterien fest eingetütet dann weißt du auch wieviel Restfeuchtigkeit in den Dingern noch drin ist.
Schau dir einfach mal eine Cake an die diese Löcher hat. Du wirst schnell feststellen, dass das nur bei Cakes der Fall ist die von Vulcan produziert wurden.
Nochmal zur Wasser-Theorie: Aus welchem Grund sollten bei den "Einzelschussbatterien" nur jeweils der erste Schuss (und der letzte) gelocht sein und bei den Salvenbatterien à la Salute die ganze erste Reihe?
Weiter könnten die Batterien während Transport oder Lagerung durch die Löcher auch Feuchtigkeit aufnehmen statt sie abzugeben, oder?
Und als nächsten Schritt wage ich sogar zu behaupten, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Cake sich nach dem einpacken gar nicht mehr wirklich verändert. Vielmehr verdunstet die vorhandene Feuchtigkeit und schlägt sich bei Abkühlung an der kältesten Stelle (in dem Fall wohl Folie) nieder. Wenns nämlich wieder wärmer wird ist das Wasser in der Folie wieder verschwunden (Die chinesische Pappe und der Ton/Lehmstopfen können einiges an Wasser speichern/abgeben).
Die Sollbruchstellentheorie: Volle Zustimmung zu Pyrodaemmi's Post. Selbst die kleisten Kaliber gehen locker durch Plastikfolie in doppelter "Gefrierbeutelstärke"
Ich glaube weiter an die "Vulcan-Theorie", denn bei Cakes von Weco, Keller, Nico etc. findet man die Geschichte nicht.
Einfach mal die Augen aufhalten und bei "löcherigen" Cakes einen Blick auf das Herstellersymbol werfen...
@mondfeuer
Deinen Ausführungen kann ich leider nicht folgen. Die Ausstoßladung besteht aus losem Feuerwerksschwarzpulver. Die an der Bombette festgepreßte Schicht dient der Anfeuerung.
Das die Rohre vielleicht teilweise schlecht geleimt sind, stimme ich zu. Allerdings klingt deine Aussage fast so, als wenn die Röhren besser wären, wenn sie wie Klopapierrollen gemacht wären. Dem ist nicht so. Parallelgewickelte halten mehr Druck aus, als spiralförmig gewickelte.
Ansonsten tendiere ich auch dazu, dass die Löcher wegen des Kondenswassers da sind.
Vielleicht wurden die Batts extra in einem wärmeren Raum gelagert, dass sie Feuchtigkeit abgeben können.
Als Sollbruchstelle ist es eher unwahrscheinlich, kann aber nicht Schaden.
mondfeuer
01.12.2006, 14:40
@mondfeuer
Deinen Ausführungen kann ich leider nicht folgen. Die Ausstoßladung besteht aus losem Feuerwerksschwarzpulver. Die an der Bombette festgepreßte Schicht dient der Anfeuerung.
Das die Rohre vielleicht teilweise schlecht geleimt sind, stimme ich zu. Allerdings klingt deine Aussage fast so, als wenn die Röhren besser wären, wenn sie wie Klopapierrollen gemacht wären. Dem ist nicht so. Parallelgewickelte halten mehr Druck aus, als spiralförmig gewickelte.
Ansonsten tendiere ich auch dazu, dass die Löcher wegen des Kondenswassers da sind.
Vielleicht wurden die Batts extra in einem wärmeren Raum gelagert, dass sie Feuchtigkeit abgeben können.
Als Sollbruchstelle ist es eher unwahrscheinlich, kann aber nicht Schaden. Ich hab mich da vielleicht etwas falsch ausgedrückt... die normale plane Rollung ist an sich nicht schlechter wie die Stoß-Rollung (wenn genügend Umsicht bei der Herstellung herrscht), aber die Machart der meisten China-Rohre ist eben nicht sehr wertig, weshalb die Röhren oft ungeleimte Stellen haben und fast nie wirklich rund sind - ein bißchen Verzug (z. B. durch Feuchtigkeit), und schon kann es passieren, daß eine Bombette nicht mehr rauskommt. Zudem ist die Abschnittkante im Inneren der Rohre oft nicht diagonal geschnitten, was eine zusätzliche Barriere darstellt - im Normalfall (ohne Feuchtigkeit) ist das kein Problem, aber wenn Kondenswasser ins Spiel kommt, sieht das schon anders aus.
Bei einer Golden Rain beobachtete ich, wie eindringende Feuchtigkeit die Wicklungen der Rohre zuerst aufquellen ließ, danach wickelten sich die inneren drei, vier Lagen auf und verstopften so das Rohr, die Folge waren Fehl- bzw. Durchzünder, und das nicht zu knapp.
Was die Ausstoßladung betrifft, konnte ich in den noch intakten Rohren der auf diese Weise hochgegangenen Batts keinen losen SP-Satz entdecken, die Bombetten trugen allesamt lediglich den SP-Pressling mit einer zusätzlichen Schicht gekörntem Ausstoß-SP (auch gepreßt bzw. auf den Pressling geklebt). Der Preß-Satz über der Kornpulver-Schicht ist natürlich die Anfeuerung für den Verzögerer, aber beide Komponenten sind untrennbar verbunden und liegen nicht als Pulver in den Rohren, jedenfalls nicht bei den vier Batts von Keller und Diamond/Nico, bei denen ich das Feuchtigkeits-/Verzugsproblem hatte. Mag sein, daß das bei größeren Batts anders ist, ich würde ja gerne mal reinschauen, aber... weißt ja Bescheid! :)
Kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß bei den normalen 0815-Batts die Ausstoßladung lose drinliegt, die wären damit ja kaum transportfähig bzw. sicher in der Handhabung.
@mondfeuer:
die Ausstoßladung besteht bei sämtlichen mir bekannten Batterien aus gekörntem losem SP. Dieses befindet sich unter der Bombette und zwar abgetrennt durch eine gelochte Pappscheibe um verrutschen zu verhindern. Was man an den Bombetten an gekörntem Pulver aufgebracht hat dient lediglich der besseren Anfeuerung durch eine Vergrößerung der Oberfläche.
Pyrodaemmi
01.12.2006, 19:02
@Mondfeuer: der angegossene SP-Masseklecks an der unteren Bombettenseite ist in der Tat lediglich eine Anfeuerung und nebenbei der Aufstiegseffékt als kleiner Komet bzw Farbsatz. Ausstoßladung sollte immer lose gekörntes Sp sein. Deine Version klingt aber als hätte der Hersteller das Sp vergessen? Dürfte nie vorkommen, aber wer weiß wie das Zeugs in Fernost zusammengetüdelt wird...
In dieser Variante würde die durchgehende Visco den Aufstiegseffekt und die Bombette zünden, die Bombette aber mangesl Druck im Rohr steckenbleiben und die Batterie zerlegen....
@PyroTec: so wie du das begründest klingt das schon einleuchtend...logisch betrachtet kann ja nicht mehr Wasser unter der Folie kondensieren als schon vorher drinn war...es ist aber trotzdem erschreckend was da für relative Mengen an der Folie abperlen...
Das mit dem Loch klingt auch logisch, da kann wahrscheinlich wirklich kaum Feuchtigkeit raus oder rein...
Warum nun allerdings Vulcan Löcher reinstanzt.....??
..........man braucht gar nicht illegal zu delaborieren ;) ..... man kann einfach mal eine Batt schütteln, dann kann man zwar nicht hören das es gekörntes SP ist - aber das da irgendwas feinkörnuiges raschelt schon.
Die gelochten Pappscheiberl liegen nach einem Feuerwerk immer reichlich in der Wiese
Je nachdem ob ein Pressling oder eine Bombette verschossen werden, beim Pressling habe ich je nachdem wieviel und was an Oberfläche schon im Rohr angefeuert wird, einen Aufstiegseffekt, bei der Bombette eben nicht.
Eine aufgeklebte oder sonstwie auf oder angebrachte Ausstoßladung habe ich eigentlich auch noch nie gesehen - auch nicht bei Keller oder Diamond Batts (habe grade noch mal geraschelt...;) ;) )
Wenn man im Profibereich so eine Batt mal mit einem E-Zünder versieht, weiß man ja, wie man es halten muß, damit das Zeugs nicht rausrieselt.....
mondfeuer
01.12.2006, 19:14
Danke für die Infos.
Ich kann euch aber versichern, daß in den Rohren der Golden Rain unter den Bombetten kein loses SP enthalten war. Ich achtete nämlich beim Einsammeln der zerlegten Batts darauf, die Dinger nicht zu kippen, um den Austritt des SP zu verhindern, beim Entsorgen purzelten einige der Bombetten heraus und ich konnte aus Neugier nicht umhin, die Dinger mal näher zu untersuchen - die Röhren waren unten mit Gips verschlossen, darauf ruhten die Bombetten ohne ein Körnchen SP - selbst wenn es bei der Zerlegung verbrannt wäre, hätte man zumindest Schmauchspuren sehen müssen.
Damit will ich jetzt nicht auf meiner Version ohne loses SP beharren, aber im Fall o. g. Batterie war jedenfalls nix dergleichen drin. Ein Produktionsfehler scheidet m. E. aus, da die ersten zwei Rohre normal zündeten und die Bombetten auch auswarfen.
Andererseits... wenn ich es so bedenke, könnte das Fehlen des Ausstoß-SPs die Zerlegung erklären, das hätte dann nichts mit Feuchtigkeit zu tun gehabt.
Ahh, ein Erkenntnisprozeß bahnt sich an...
Gute Diskussion, das. Ich lerne gern dazu! :)
Bei den Salvenbatterien hat man ja verschiedene Reihen und verschieden Schüsse
da läuft eine rote Lunte von Schuß 1 zu Schuß 2 dann zu Schuß 3 usw.
Die Schüsse einer Salve sind dann untereinander mit Stoppine verleitet.
Die ist ja bekanntlich ziemlich flott - eine feste Ausstoßladung würde wahrscheinlich ziemlich häufig nicht anfeuern.
Auch wäre eine sehr viel exaktere Fertigung notwendig als bei der Methode SP rein, Stoppine durchs Löchlein stechen, mit Nassklebeband fixieren, fertig.
Außerdem habe ich zur Sicherheit nochmal einige PdGs geschüttelt ;) die rascheln alle....
Hattest bestimmt eine wirklich fehlerhafte....
uups - beinahe vergessen -
Pappmörser die von innen ein bisserl ausfransen, das macht soviel ich weiss gar nichts - wiederverwendbare Pappmörser reinigen sich ja so quasi selbst bei jedem Schuß - während man die anderen Stinkrohre mühselig sauber machen muss......
Pyrodaemmi
02.12.2006, 09:49
@Mondfeuer: könnte es sein das du einer optischen Täuschung unterlegen bist? Hast du die Visco gesehen die durch die Rohre gezogen ist und durch die Ausstoßladung geht? Wenn ja, dann hat wirklich das SP gefehlt, wenn nein, die Ausstoßladung liegt von oben betrachtet unter einer Pappscheibe mit einem sehr kleinen Loch in der Mitte (zum durchzünden der Bombette). Wen man das nicht weiß kann man annehmen das kein SP drinn ist? Wenn diese Variante, wie von dir beschrieben, wirklich so wäre dann ist das eigendlich physikalisch unmöglich denn fest gepresstes SP brennt wesentlich langsamer ab wie lose gekörntes und könnte wohl nie den augenblicklichen Schub liefern mit dem die Bombette hochgeballert wird.
Es gibt bestimmte Römische Lichter, wo in der Tat kein Ausstoßpulver unter den Leuchtkugeln ist und diese nur durch den eigenen Verbrennungsdruck nach oben ausgestossen werden. Dies bezog sich aber nur auf sehr hochwertige RL, welche in europäischen Firmen gebaut wurden, solche mit Fontäneneffekt. (also keine größeren Kaliber, nur sehr kleine mit kleinen Leuchtkugeln bzw Presslingen und wenig Schuss.)
Ein Beispiel dafür war z.B. die Vulkan-Fontäne aus Silberhütte (Vorwende-DDR und Nachwende-Nico-Variante), wo ein sehr hart gepresster Stern (Tablettenform) in den Goldfunkensatz der Fontäne mit eingepresst war. Die RL von Weco und Nico aus westdeutscher Produktion funktionierten auch dementsprechend. Allerdings haben die Leuchtsatzgusstücke an den Unterseiten der Bombetten keinesfalls diesen Verbrennungsschub um genügend Gase schnell freiztusetzen das genügend Druck im Mörserchen aufgebaut wird um die Bombette sicher auf Höhe zu bringen...
Wenn man im Profibereich so eine Batt mal mit einem E-Zünder versieht, weiß man ja, wie man es halten muß, damit das Zeugs nicht rausrieselt.....
Wie denn? Gibts da mehr wie Loch rein, Zünder durch, Klebeband drüber? Ich selber bastle die Zünder (wenn überhaupt Zünder) nur an die Zündschnur dran, mehr darf ich ja leider als Scheinloser nicht. Aber so aus reiner Neugier, was gibt es denn da noch so an Patentrezepten?
Warum nun allerdings Vulcan Löcher reinstanzt.....??
Vielleicht hat das ja weder etwas mit der Feuchtigkeit noch einer Zerreißhilfe zu tun.... Wer seine Tageszeitung aufmerksam betrachtet stellt fest, daß die am unteren Rand auch immer kleine Löcher hat. An denen wird die fertig gedruckte Zeitung in der Druckerei von einem Automaten eingehängt und zum Trocknen spazieren gefahren bzw. zum Verpacken transportiert. Vielleicht gibt es bei Vulcan ja auch eine Maschine oder Vollautomaten, der die Batterie aufnimmt und transportiert und dabei zwangsläufig die Löcher reinmacht..... who knows?
Pyro-Wolf
.... interessant, aber ich glaube nicht das man die Batts so aufhängen könnte, ohne das sie runterfallen...
Ich traue ja meinem eigenen Erklärungsversuch ja auch nicht, habe ich ja schon geschrieben.
Kleiner Test - Selbst eine popelige Koboldbombette kommt problemlos durch doppelt umwickelte Frischhaltefolie, und die ist imho stabiler als die Schutzfolien der Batts.
Danke für die Infos.
Ich kann euch aber versichern, daß in den Rohren der Golden Rain unter den Bombetten kein loses SP enthalten war........
... Ein Produktionsfehler scheidet m. E. aus, da die ersten zwei Rohre normal zündeten und die Bombetten auch auswarfen....
Andererseits... wenn ich es so bedenke, könnte das Fehlen des Ausstoß-SPs die Zerlegung erklären, das hätte dann nichts mit Feuchtigkeit zu tun gehabt.
Ahh, ein Erkenntnisprozeß bahnt sich an...
Gute Diskussion, das. Ich lerne gern dazu! :)
Deinen Beschreibungen zufolge hat anscheinend der Chinese wirklich teilweise das Pulver / Ausstossladung vergessen. Das würde auch erklären warum es den Cake zerlegt hat. Ich nehme mal an dass mittels einer Vorrichtung alle Rohre gleichzeitig gefüllt werden. Vielleicht war da was verstopft?
Vielleicht hat das ja weder etwas mit der Feuchtigkeit noch einer Zerreißhilfe zu tun.... Wer seine Tageszeitung aufmerksam betrachtet stellt fest, daß die am unteren Rand auch immer kleine Löcher hat. An denen wird die fertig gedruckte Zeitung in der Druckerei von einem Automaten eingehängt und zum Trocknen spazieren gefahren bzw. zum Verpacken transportiert. Vielleicht gibt es bei Vulcan ja auch eine Maschine oder Vollautomaten, der die Batterie aufnimmt und transportiert und dabei zwangsläufig die Löcher reinmacht..... who knows?
dann wären aber in allen Batts gleich viele Löcher drin, oder? Und ein Handlingsystem welches an der Schutzfolie/Schutzpapier angreift halte ich für... naja... aufwändig.
Wenn ich Zeit habe schreib ich mal ne Email an den Hersteller und frage warum die das machen :D :rolleyes: :suspect:
mondfeuer
04.12.2006, 19:13
Nachdem ich bezügl. meines damaligen Problems mit der sich zerlegenden Golden Rain nochmal gründlich nachgedacht und versucht habe, mich genau zu erinnern, stimme ich den Ansichten Thorins und PyroTecs zu, wonach ein teilweises Fehlen der Ausstoßladung (Produktionsfehler) und nicht eindringende Feuchtigkeit das Problem auslöste.
Ich kann mich an zwei der von mir entsorgten Rohre erinnern, da lag rote Litze ÜBER den Lochscheiben, die von Außen mit einer Feuerleitung aus einem Verbund von grüner Visco und China-Lunte (eingepackt in Kreppband) verleitet waren. Die Lochscheiben lagen direkt auf dem Gipspropf auf. In diesen Rohren fehlte also offenbar das SP, was einige der Bombetten zündete, aber nicht auswarf und so zur Zerlegung führte.
Tjaja, immer gut, wenn man gewisse Sicherheitsabstände einhält, seinerzeit ist bis auf ein paar verdutzte Gesichter und ein etwas demoliertes Abschußgestell zum Glück nichts passiert.
Leider hört man von Rückläufern bzw. Beschwerden wg. Fehlfunktionen von den Herstellern und Importeuren nicht viel, würde mich doch schwer wundern, wenn ich der Einzige gewesen wäre, der dieses Problem hatte.
@Pyrodaemmi, die kleinen SP-"Chips" sind also Gußstücke, keine Presslinge? Ich kann mich an die Dinger nur noch dunkel erinnern... was ich für eine eingearbeitete Ausstoßladung aus granuliertem SP an der Unterseite der Gußstücke hielt, war offenbar nur der Aufstiegseffekt der Bombette... hätte mir eigentlich klar sein müssen, daß solche SP-Jetons die Bombetten nie hochtreiben könnten.
Interessante Info über die Silberhütte-RöLis - von den Vulkan-Fontänen habe ich noch ein paar Stück hier, einige davon sind im Alter aber offenbar etwas wunderlich geworden, manchmal stoßen sie die ersten beiden Sterne zusammen aus, da ist wohl die Pressung des Satzes ermüdet.
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Ach ja, weil wir gerade beim Thema Batterien sind, fällt mir was ein - gibt es eigentlich Infos bzw. Filmmaterial aus chin. Feuerwerksfabriken über die Herstellung? Vielleicht ist ja mal was im Fernsehen gekommen und jemand hat es aufgezeichnet + online gestellt, ich würde wirklich gern mehr über den Herstellungsprozeß erfahren.
Pyrodaemmi
04.12.2006, 20:30
Ja, es ist größtenteils eine Masse, welche flüssig aufgespritzt wird. Abschliesend wird nochmal etwas loses SP aufgestreut, zum sicheren Zünden des Satzes. Es gibt aber auch gepresste Sätze.
Die Reibekuppen unserer deutschen Reibekracher wurden auch , bis auf die letzten Jahre, per Hand aufgespritzt. Muss eine ***** Arbeit sein, vor allem wenn man die Menge an Batteriefeuerwerk sieht was China jedes Jahr verlässt...
Kann aber auch sein das die Chineses das jetzt doch maschinell gelöst haben, ich persönlich denke aber das dies immer noch Handarbeit ist.
mondfeuer
04.12.2006, 20:57
Kann aber auch sein das die Chineses das jetzt doch maschinell gelöst haben, ich persönlich denke aber das dies immer noch Handarbeit ist. Muß es sein, denn ich habe bei einer meiner drei Monster Kings aus der aktuellen Produktion im unteren Bereich ein Stück Tesafilm mit einem schwarzen Fingerabdruck entdeckt, der die bedruckte Außenhülle hält... ist bestimmt ein chinesischer Fingerabdruck oder zeugt von Kinderarbeit, denn er ist schon ziemlich winzig... :D ;)
pyroflower
06.12.2006, 19:40
Ich finde es manchmal wirklich ziemlich erstaunlich wie sehr die Power selbst einer 'kleinen' SP-Treibladung unterschätzt wird.
...ja so ist es, Schwarzpulver hat zwar mit ca. 500 m/sec eine im Vergleich zu brisanten Sprengstoffen ( 5000 m/sec und mehr) eine relativ geringe Detonationsgeschwindigkeit, aber dafür ein sehr grosses Schwadenvolumen (Zahl leider nicht im Kopf ;) ) das für den Schub sorgt. Als Schwadenvolumen bezeichnet man das Volumen der Verbrennungsgase.
pyroflower
06.12.2006, 19:52
Kann aber auch sein das die Chineses das jetzt doch maschinell gelöst haben, ich persönlich denke aber das dies immer noch Handarbeit ist.
...ich denke, dass das halbmaschinell gelöst wird, indem gleich ganz viele der Bombetten an einem grossen Brett befestigt in eine Art Brei mit dem SP getaucht werden. Selbst für die Chinesen ist es zu aufwendig, jeden einzeln zu tauchen....