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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sichere (?) Schutzkleidung


Pyro
10.01.2001, 10:56
Hallo Pyros,

mich interessiert, in welchem Outfit (neudeutsch für "Kleidung" ) Ihr Eure Feuerwerke abbrennt. Natürlich dürfte zu unterscheiden sein, ob der Verantwortliche unter einem Dach ca. 100m entfernt vom Abbrennplatz an seinem Zündpult steht, oder ob er das Feuerwerk von Hand zündet. Mich interessiert vor allem letzteres.

Kopf-/Gesichtsschutz: Ich selber trage den typischen Waldarbeiterhelm der Fa. Peltor. Dieser ähnelt einem guten Bauarbeiterhelm (orange), hat aber ein Visier und Gehörschutz-MickyMäuse. Das mitgelieferte Kunststoffgitter-Visier (zu weich, sehr starke Lichtadsorption) habe ich gegen ein Drahtgitter-Visier (Aufpreis) ausgetauscht. Dieses ist deutlich angenehmer zu tragen und adsorbiert fast kein Licht... Plexiglas-Visiere halte ich für völlig ungeeignet, sie beschlagen und bei einem Unfall könnte sich die Hitze darunter stauen. Da ich selber eine Brille aus Kunststoff trage, verwende ich nur sehr selten eine Labormaske/Brille.
Die MickyMäuse tausche ich dieses Jahr noch gegen Elektronische aus - man ist mit den Normalen zwar gut gegen das Klingeln der Alurohre und Schläge von Saluts geschützt, dafür hört man jedoch von seiner Umwelt nichts mehr. Ich halte es für unbedingt erforderlich, daß man seine Helfer oder die Feuerwehr oder sonstwen während des Abbrennens wahrnehmen und verstehen kann.
Der Helm selbst ist noch mit Reflektoren beklebt.

Kleidung: Als Kleidung habe ich bisher immer einen Mix aus Jeans/Baumwoll-Overall oder -Latzhose und/oder Lederjacke getragen. Darüber je nach Abbrennplatz noch eine Warnweste. Mir schwebt aber die neue Ausrüstung der Feuerwehren vor - die schwarzen Mäntel mit silbernen Reflektoren aus Nomex/Keffla (?) sind hitzebeständig und bieten nach Fachaussagen einen sehr guten Körper-Splitterschutz. Da das Material nicht feuerresistent ist, gehört auf die Schulter noch ein Lederschutz - sonst ist die Jacke sehr schnell von Funken völlig zerfressen.
Eine Ausrüstung mit Sommerjacke, Wintermantel und Hose kostet deutlich über 1000.- DM - kennt jemand preiswerte Bezugsmöglichkeiten?

Handschuhe/Schuhe: Eigentlich möchte ich meine Hände beim Abbrennen frei haben - es ist häufig noch eine Schutzkappe abzuziehen oder sonstwie zu "Frickeln". Normale Arbeitshandschuhe sind mir zu grob, deshalb trage ich helle, dünnledrige Schutzhandschuhe (mit hohem Schaft) für Flex-Arbeiten aus dem Baumarkt. Dies ist meiner Meinung nach ein guter Kompromiß zwischen Schutz und Feingefühl.
Meine Füße ziert eine Art kräftiger Bergstiefel mit Stahlkappen - gegen umfallende Racks o.ä....

Gruß und Schuß
Markus

[Editted by Pyro on 10.01.01 12:14]

Manuel
10.01.2001, 12:05
Pyro wrote:
Hallo Pyros,

mich interessiert, in welchem Outfit (neudeutsch für "Kleidung" ) Ihr Eure Feuerwerke abbrennt. Natürlich dürfte zu unterscheiden sein, ob der Verantwortliche unter einem Dach ca. 100m entfernt vom Abbrennplatz an seinem Zündpult steht, oder ob er das Feuerwerk von Hand zündet. Mich interessiert vor allem letzteres.

Gruß und Schuß
Markus

[Editted by Pyro on 10.01.01 12:14]

Hallo Markus,
ich hatte zuerst auch einen Holzfällerhelm getragen, bin aber auf einen komplett geschlossenen Feuerwerhrhelm umgestiegen ( kann man sich vorstellen wie einen Motorradhelm).
Hab also hinten einen Nackenschutz aus Leder
und vorne ein Visier aus beschlagsfreiem Plexiglas. Das läßt sich bis unterhalb vom Kinn schließen. Zusätzlich hat der Helm ein Zweites goldbedampftes Visier, sieht witzig aus, ist aber fürs Feuerwerk zu dunkel. Außerdem ist eine Nachtleuchtfarbe in den Kunststoff eingearbeitet, leuchtet schön grün.
Probleme bereitet nun ein bißchen der Gehörschutz. Schwedenschutz unmöglich, Oropax oder ähnliches verändert zu sehr das Hörempfinden. Ein bekannter Hörgeräte-akkustiker machte mir daraufhin einen speziell auf mein Ohr angepassten Gehörschutz
der mit verschiedenen Filtern versehen werden kann. Dieser dämmt 15 DbA in meiner ausführung. Da der Helm ja auch noch über den Ohren sitzt reicht das völlig aus. Durch diesen Gehörschutz wird das Hörempfinden nicht verändert sodaß man noch sehr gut seine Umwelt wahrnimmt. Kostet aber um die 400,- DM. heißt gleub ich ER 15( mit 25 DbA ER 25)
Bei einer Feuerwehr besorgte ich mir einen alten Feuerwehr-Mantel( 25 DM ). Mit den üblichen Reflektoren usw., der ist bis 800 Grad Feuerfest. Hält aber ohne Probleme aus, wenn ein Stern oder ähnliches auf ihn fällt. hab ihn 2 Jahre und noch kein Brandloch.
Da drunter trage ich nur noch einen normalen Baumwoll-Overall, da der Mantel mir bis an dier Knie reicht.
Festes Schuhwerk mit Stahlkappen versteht sich ja hoffentlich von selbst.
Was Handschuhe angeht hab ich die gleichen Probleme wie du. hab auch noch nicht das gelbe vom Ei gefunden.

Gruß Manuel

[Editted by Manuel on 10.01.01 13:10]

Pyrodance
10.01.2001, 12:36
manuel wrote:
Hallo Markus,
ich hatte zuerst auch einen Holzfällerhelm getragen, bin aber auf einen komplett geschlossenen Feuerwerhrhelm umgestiegen ( kann man sich vorstellen wie einen Motorradhelm).
Hab also hinten einen Nackenschutz aus Leder
und vorne ein Visier aus beschlagsfreiem Plexiglas. Das läßt sich bis unterhalb vom Kinn schließen. Zusätzlich hat der Helm ein Zweites goldbedampftes Visier, sieht witzig aus, ist aber fürs Feuerwerk zu dunkel. Außerdem ist eine Nachtleuchtfarbe in den Kunststoff eingearbeitet, leuchtet schön grün.


[Editted by Manuel on 10.01.01 13:10]


Hallo Markus,
wir verwenden ausschließlich die Feuerwehrhelme von Draeger. Man sieht zwar aus wie Lord Helmchen, aber der Schutz ist optimal. Frontvisier aus klarem Spezialkunststoff (der verträgt auch mal direktes Feuer)und einen Nackenschutz aus Kevlar. Die Helme leuchten im Dunkeln, so dass man ständig die Personen auf dem Abbrandplatz im Auge hat.
Als Gehörschutz habe ich mir eine angepasste Plastik machen lassen, die sehr gut dämpft, aber normale Gespräche verständlich durchlässt. Als Schutzkleidung tragen wir ausschliesslich Artikel aus dem Feuerwehrbedarf ( Pullover, Weste, Mantel) feste Arbeitsschuhe sind ja wohl selbstverständlich. Für die Hände...das überlasse ich jedem selbst. Ich persönlich trage aus Gefühlsgründen keine Handschuhe bzw. wenn ich selbst zünde welche aus kevlargewebe. Sind fest,aber trotzdem so geschmeidig wie dünne Baumwollhandschuhe, wiegen fast nichts.

Gruß Thomas

Pyro
10.01.2001, 12:54
manuel wußte:Bei einer Feuerwehr besorgte ich mir einen alten Feuerwehr-Mantel( 25 DM ). Mit den üblichen Reflektoren usw., der ist bis 800 Grad Feuerfest. Hält aber ohne Probleme aus, wenn ein Stern oder ähnliches auf ihn fällt. hab ihn 2 Jahre und noch kein Brandloch.Hallo Manuel,
ist das schon die neuere Ausrüstung der Feuerwehren? Also Kevlar/Kefflar (? :)), schwarz, mit silbernen Reflektoren (halt die Teile, die man ständig im Fernsehen sieht)? Mir ist vor allem auch der Splitterschutz dieses Materials wichtig. Und wo bekomme ich gebrauchte Ausrüstung? Einfach bei der Freiwilligen "um die Ecke" fragen oder gibt es zentrale Stellen?

Danke,
Gruß und Schuß

Markus

Manuel
10.01.2001, 14:14
[Hallo Manuel,
ist das schon die neuere Ausrüstung der Feuerwehren? Also Kevlar/Kefflar (? :)), schwarz, mit silbernen Reflektoren (halt die Teile, die man ständig im Fernsehen sieht)? Mir ist vor allem auch der Splitterschutz dieses Materials wichtig. Und wo bekomme ich gebrauchte Ausrüstung? Einfach bei der Freiwilligen "um die Ecke" fragen oder gibt es zentrale Stellen?

Danke,
Gruß und Schuß

Markus
[/quote]
ja, das ist die neuere Ausrüstung.
der Mantel hat einen Anteil Kevlar Gewebe, der splitterschutz sollte zumindest bei Kunststoff- und Holzsplittern ausreichen.
Bei Metall ist da auch kein halten mehr.

Hatte bei unseren örtlichen Feuerwerhren gefragt, bin aber nicht fündig geworden.
aber ein Versuch ist es wert, möglich ist alles. Berufsfeuerwehren habenwohl eher einen Fundus. Hab meíne Kleidung von der Feuerwehr Hamburg

Balduin
11.01.2001, 00:32
HiHo

http://www.rlvapen.se/abainfo.html
da kann man sich eine Sonderanfertigung machen lassen,leider steht nicht dabei wás das kostet :)
Naja in Sachen Sicherheit sollte man halt nicht sparen :)
So ein Schutzanzug für Bombenentschärfer wäre da sicher ideal,da kommt sicher nix durch,schade das die kein Gewicht usw dazuschreiben)

Pyromike
26.01.2001, 00:38
In Sachen Reflexstreifen, Beschriftung habe ich hier eine gute Adresse: http://www.pacoweb.de

Hab' mir da ein paar Reflex-Schriftzüge für mich und meinen Kollegen machen lassen. Man soll sich ja gegenseitig im Dunkeln sehen und nicht einander über den Haufen rennen. :D

Feurige Grüße
Michael

Pyromaus
26.01.2001, 09:27
Hallo Pyros,

habe Eure Diskussion zum Thema Sicherheitskleidung verfolgt. Wie Pyrodance bereits geschrieben hat, verwenden wir als Schutzkleidung ausschließlich die, welche auch die Feuerwehrleute zum Einsatz tragen.

Zur Frage der Herkunft:
Da mein Vater bei der Feuerwehr ist, haben wir die Möglichkeit, über einen befreundeten Lieferanten unsere Schutzausrüstung mitzubestellen. Das Angebot enhält dicke Pullover und Westen aus Baumwolle, Schutzhosen und Jacken aus Kevlar, Arbeitshandschuhe aus Kevlargewebe, sowie Helme als Voll- und Teilschutz. Wir persönlich bevorzugen die Drägerhelme mit einem Kevlarnackenschutz; so ist eine Rundumsicherheit gewährleistet. Es gibt auch sehr gute Nachbauten der Drägerhelme, die nicht ganz so teuer sind wie das Original (steht halt kein Name darauf), aber ansonsten die gleiche Sicherheit bieten.
Bei Interesse an dieser Schutzkleidung könnt Ihr Euch gerne mit uns in Verbindung setzen und die Preise abfragen.

Für eine gute Schutzkleidung sollte eigentlich kein Preis zu hoch sein.

Viele Grüße
Anja

Jogge
07.03.2001, 20:08
Hast du es mal mit Feuerwehrhandschuhen probiert? Sind aus Leder ziemlich stabil

feierdeifi
07.07.2002, 15:40
werte kollegen der zunft,
zum thema schutzbekleidung möchte ich auch gerne etwas beitragen.

1. ich benutze sehr dünne schweisserhandschuhe. lange stulpe und sehr "gefühlsecht"! gute ware gibt es in berufsbekleidungsläden, baumarktware ist eher schlecht, da meist einheitsgrösse.

2. helm. ich arbeite meist mit einem BGS-einsatzhelm. vorteilhaft sind das schlag- und splitterfeste visir und der gepolsterte nackenschutz. alternativ habe ich eine replika eines jet-helms. ist vom gehörschutz her besser, durch das getönte visir manchmal allerdings eine idee zu dunkel.

3. bezugsadresse für feuerwehrbedarf: www.massong.com

4. S3-Sicherheitsschuhe sollten selbstverständlich sein.

beste grüsse und allezeit gut schuss!

feierdeifi

Fietje
28.10.2004, 23:55
Hi Pyro,

ich weiß, es ist ne weile her mir dem beitrag, aber frag mal bei der Fa. Geilenkothen nach.

Diese Firma stellt Schutzkleidungen, unter anderem für THW, DRK und Feuerwehr.

Mfg
Fietje

Rocketboy25
13.11.2004, 22:09
Nur so als Tip am Rande, es gibt ,bei Gloria glaub ich, für den alten Feuerwehrhelm ( Wehrmachtsform) einen sogenannten Schalkragen aus Nomex. Dieser kann anstelle des Nackenleders angebracht werden und läst sich unter dem Kinn schliessen . Läßt nur das Gesicht frei. Wäre vielleicht ne Alternative zu "Ganzkopfhelmen".

Jochen

Sancho
14.11.2004, 18:49
...bevor ihr die Sachen teuer bei Herstellern kauft, schaut doch einfach erstmal bei **** oder googlet n bissel rum, da findet man meist Schnäppchen...

Pyrol
15.11.2004, 07:19
Dräger-Helm und Nomex-Feuerwehrmantel hab ich vom Flohmarkt in Amsterdam (von diesem Militär-Klamottenhändler).
In NY gibts nen Laden der Feuerwehr, der verkauft neben Flaggen und Shirts auch gebrauchte Feuerwehr-Kleidung.

Grüßle
Pyrol

bergfried
16.11.2004, 17:36
Meine Schutzbekleidung

Der Helm ist von der Fa. Petzl mit der Bezeichnung ECRIN ST CLIP mit einer EX-Geschützten Kopflampe DUO ATEX LED 5.Mit zwei Lichtarten:eine Halogenlampe und 5 Leds.
Als Augenschutz habe ich zur Zeit eine Uvex Skyper Brille,aber die werde ich gegen ein Schutzvisier austauschen.

Als Oberbekleidung trage ich eine Nomex III Jacke und Latzhose die aus 94% Nomex,5% Kevlar,1% Stahlfaser gefertigt sind.Von HB-Schutzbekleidung.

Meine Füsse stecken fest in Ledersteifel mit Stahlkappe und meine Hände habe ich hinter dünnen Lederhandschuhe versteckt.

Mfg Bergfried

TSpyro
16.11.2004, 20:17
Mein Favorit :D :

http://cgi.****.de/ws/****ISAPI.dll?ViewItem&category=1209&item=3760508293&rd=1#****photohosting

pyrowal
16.11.2004, 22:41
Damit möcht' ich dich ja gern mal beim Aufbau sehen ;)

Sancho
17.11.2004, 07:36
...oder im Regen *fg*

tirsales
03.02.2006, 21:06
Um den alten Thread mit einer neuen Frage mal wieder aufzuleben:

1. Wie wichtig ist ein Splitterschutz?
2. Flammschutzhaube unter Peltor-Helm (Forstschutzhelm mit Stahlgittervisier und Micky-Mäusen, darunter Schutzbrille) sinnvoll?
3. Helmlampe sinnvoll?
4. Reicht ein normaler Kapsel-Gehörschutz (Peltor Optima I) oder bräuchte es einen aktiven?

Grüsse und Danke

Sebastian

300mm Bombe
03.02.2006, 23:12
siehe auch HIER http://www.feuerwerk-forum.de/showthread.php?t=1733&page=2&pp=15&highlight=kleidung

tirsales
03.02.2006, 23:42
Schon gelesen ... Der aktive Gehörschutz ist umstritten, zu den beiden anderen Fragen finde ich nicht besonders viel.
Meine Interpretation: Ist nicht notwenig. Liege ich damit dann richtig?

Raini
04.02.2006, 10:59
...naja, ich leb ja nun seit 15 Jahren von der (Gelegenheits-) Feuerwerkerei und mir hat noch nicht ein Mal irgendjemand irgendetwas wichtiges während dem Feuerwerk zugerufen. Ich glaub noch nicht mal was unwichtiges. Vieleicht liegts ja nur daran, daß ich die gewöhnlichen Maikäfer an meinem Forsthelm habe und hab's einfach nicht gehört.... :suspect:
Für die kränkelnde deutsche Birnenkonjunktur hingegen .....wäre es schon von Vorteil wenn Du dir.......ja...... :p
meint Raini

P.S.: Gegen Ende des Finales lupfe ich schon manchmal meine "Maikäfer etwas. Weniger um die herunterregnenden 300er Blackshells besser zu hören sondern um dem Jubel des Volkes zu lauschen.
Ja, auch Gelegenheitsfeuerwerker sind gelegentlich etwas eitel........

stefan-1
04.02.2006, 11:00
Rein von der Schutzwirkung kann man Kapseln für Pistolenschützen mit besonders guter Wirkung gegen Knall benutzen. Trägt man einen Helm wie den F1 (für Laien: wie ein Rollerfahrer-Jethelm), kann man Stöpsel verwenden, die locker 30 dB erreichen.

Ist man dagegen auf Sprache angewiesen, muß man sich entscheiden, ob man Hilfsmittel (Funk) einsetzen will (Ohrhörer unter Kapseln bzw. Helmlautsprecher über den Stöpseln) oder aber weniger Schutz inkaufnimmt.

Ein paar interessante Infos findet man bei SonicShop (http://www.sonicshop.de/).

baMargera
04.02.2006, 11:16
Der PELTOR Tactical Gehörschutz ist ganz gut.. Blendet halt bei jedem Schuss kurz aus..

Lg

Thorin
04.02.2006, 11:31
....wir reden aber schon noch über Feuerwerk? ;) ? ;) ?

IMHO kein Bedarf für Splitterschutzwesten und Gegenschallanlagen - in der "heißen" Phase hat ja wohl niemand etwas in der "gefährlichen" Zone kleiner oder großer Mörser verloren - oder?

Noch geht es hier um Feuerwerk, nicht um Minenräumung. ;) ;)

Mag ja sein, das der Aufwand für Events mit großen Kalibern gerechtfertigt ist - bei den Kölner Lichtern habe ich noch nicht mit gearbeitet ;) auch nicht auf Steffes Olligs Schuten ;) - Und wenn, wäre ich als Helfer (Deppen zum Schleppen und Narren zum Karren) zu einer Zeit da die Schutzkleidung Sinn machen würde wahrscheinlich eh nicht mehr auf dem Abbrenner sondern irgendwo beim Schlagbaum bewachen.....


Für den normalen Pyroalltag muss es aber IMHO kein Astronautenhelm mit Piff und Paff Verstärkung sein.

Ein gutes Modell aus dem Baumarkt - müssen ja nicht grade die doppelt gefalteten Plastiktüten zu 4 €uro sein - reicht absolut.

Gegen eine niedergehende 200mm Blackshell hilft auch ein Astronautenhelm nicht - denn die schlägt wohl selbst eine 45mm Bohle glatte durch.

Helmlampe ist Pflicht - und ungemein praktisch - ich empfehle die Teile von PETZL - die passen nämlich auf Helm oder Stirn - ohne Umbau - ohne Probs.

Visier kann - muss aber nicht - eine gute Schutzbrille (die nicht beschlägt) reicht auch völlig. Stahlgittervisiere sind - na ich weiß nicht - Statussymbole oder sowas? (Mein Maserati fährt zweihundertzehn.......) k.A.

Splitterschutz - halte ich persönlich für völlig oversized - ich habe mir vor Jahren mal eine "original australische Wachstuchjacke" gekauft - da würde ich wetten, das die auch einen direkten Beschuß mit KL 4 Rölis aus nächster Nähe wegsteckt - ohne 15 Kilo zu wiegen - schützt gleichzeitig auch vor monsunartigen Regengüssen - und liegt daher meist im Auto parat - da bleibt sie aber auch oft - bis unmittelbar vor Start.

Micky Mäuse nur wenn es die Nähe erfordert - wenn ich 50 und mehr Meter entfernt bin, braucht es bei normalen "kleinen" Events keinen Gehörschutz


Alles nur meine Meinung.....

tirsales
04.02.2006, 14:05
Warum Stahldrahtgitter? Ganz einfach: Die andere Version mit Kunststoffvisier ist nicht besonders lichtdurchlässig und Plexiglas (oÄ) Visiere mag ich nicht ;-)
Warum überhaupt Visier? Hmm .. Die Schutzbrille schützt meine Augen ... und mein Gesicht sind mit Verbrennungen nicht besonders gut aus ;-)
Wie ich auf die Frage betreffend Splitterschutz gekommen bin? Tjo ... in mehreren Threads wurde jetzt schon die Slplitterschutzwirkung / Stabilität der Feuerwehrmäntel hoch gelobt. Ich dachte mir dass hätte vielleicht einen Grund ;)

Thorin
04.02.2006, 17:20
Warum Stahldrahtgitter? Ganz einfach: Die andere Version mit Kunststoffvisier ist nicht besonders lichtdurchlässig und Plexiglas (oÄ) Visiere mag ich nicht ;-)
Warum überhaupt Visier? Hmm .. Die Schutzbrille schützt meine Augen ... und mein Gesicht sind mit Verbrennungen nicht besonders gut aus ;-)
Wie ich auf die Frage betreffend Splitterschutz gekommen bin? Tjo ... in mehreren Threads wurde jetzt schon die Slplitterschutzwirkung / Stabilität der Feuerwehrmäntel hoch gelobt. Ich dachte mir dass hätte vielleicht einen Grund ;)

;) ich versteh das ja schon - aber mal grundsätzlich folgendes:

(bei dir steht eventuell bald Helfer..... ) ich bin 45 Jahre alt und schiesse mehr oder weniger fett Feuerwerk seit ca. 30 Jahren - zwar immer nur als Hobby - aber gemessen an dem was in Belgien und (früher) NL erlaubt war und ist, waren das schon z.T. dickere Feuerwerke und insgesamt vielleicht 300 - 400 Stück.

Seit zwei Jahren bin ich auch schon mal als Helfer bei professionellen FWs dabei, und habe in diesen zwei Jahren mehr gelernt als in den 28 Jahren vorher - diesem Forum und Carsten sei Dank ;) ;)

Splitterschutzwesten, Visier, Helm, Feuerwehrklamotten, ;) ABC Schutzanzüge und Druckausgleichskammern habe ich in 30 Jahren noch nicht gebraucht.

Im Sommer - wenns Wetter gut ist, habe ich als "Schutzkleidung" gerne eine kurze Jeans und ein Baumwoll T-Shirt, dazu gemütliche, strapazierfähige Schuhe über handelsüblicher Unterwäsche. Mitunter verzichte ich auf Unterhemd, niemals aber auf Socken. :) :)

Klimatischee Einflüsse sind da schon deutlich wichtiger ;) kein T-Shirt im Regen - keine Turnschuhe in der nassen Wiese... und sowas - dafür habe ich (normaly) eben meine Schlechtwetterklamotten immer schön im Reservetäschen. Und wenn nicht, gibts eben Seifenfüsse.......

Das gilt IMHO als völlig ausreichend, bis irgendwas am Abbrenner "heiß" ist.


DANN latscht der zuständige Pyro schon mal in Schutzkleidung über den Abbrenner - da war ich dann - ebenfalls in Schutzkleidung auch schon ein paar mal bei.

Wobei diese Schutzkleidung dann durchaus auch schon mal nur der Helm nebst Strinlampe war - wenn z.B. eine Leitung überprüft werden musste.....

Wer bei solchen Arbeiten die Rübe nicht über einen Mörser hängt, der braucht IMHO auch kein Visier - und wenn es dir einen in das Gesicht hämmern würde, nützt im Zweifel auch das Stahldrahtvisier nicht wirklich....;)

Die fette, steife Schutzkleidung überlasse ich gerne den Jungs von der Feuerwehr - und die tragen das Zeugs auch nur, weil die steifen starren Klamotten bei denen verhindern, das die nach dem Komasaufen unter die Theke rutschen.

Ich habe bei einem normalen KL 2 oder KL 4 Event (ich sag mal bis zur Größe "fettes Kirmesfeuerwerk" weil meine Erfahrungen nicht weiter reichen ! ) auch noch nie einen Pyro in so einem Aufzug gesehen - Warum sollte ein Helfer sich also so ausstaffieren? (nur damit die Anderen was zum Grinsen haben? )

Selbst eine Schutzbrille würde ich nicht immer brauchen - je nachdem wo du stehst, passiert einfach manchmal folgendes: (fast) alles was du hoch schiesst, kommt auch wieder runtergerieselt - und dann kann es schon mal passieren, das dir Asche oder sonstwas ins Auge gelangt, und du das FW nicht mehr sehen kannst.

Schade sowas!

Dagegen hilft eine Schutzbrille - Ich arbeite doch nicht stundenlang an einem Feuerwerk mit, um mir in den entscheidenden Momenten die Asche aus den Augen zu reiben ;) ;)
Gute Dienste leistet mir da meine Fahrradbrille - würde ich sie nicht meistens vergessen.....

Ein Visier wäre IMHO da auch schon oversized - mag mancher aber anders sehen. Was heisses, oder glühendes habe ich in 30 Jahren noch nicht ab bekommen - wenn man auf Sicherheitsabstände und die sonstigen Vorschriften achtet, ist das auch nicht zu erwarten.

Etwas anders sieht es aus bei Handzündung - das gebe ich gerne zu - aber wann kommt das noch vor.... ;)

tirsales
04.02.2006, 18:01
Ich hätt das Zeug auch nicht vorm Aufbau angezogen - Saune mach ich lieber mit Ofen und so ;-)
Aber auf jeden Fall Danke für das ausführliche Statement :-)
Dann schlepp ich einfach (wie ursprünglich geplant bevor ich mich hab verunsichern lassen) Handschuhe, Helm und Schutzbrille mit, zieh anständige Klamotten und Schuhe an und lass 2+1 gerade sein ;-)

PyroTec
05.02.2006, 22:14
Viel Spass mit einem Visier wenn sich mal aus irgendeinem Zufall was drunter verirren sollte.

tirsales
06.02.2006, 00:06
Tja, das ist einer der Gründe für Draht und gegen Voll .. Andererseits wurde das schon ziemlich besprochen - und ich persönlich halte (ohne Erfahrung) die Wahrscheinlichkeit, dass etwas gegen das Gesicht, aber nicht unter das Visier fliegen würde für größer als die, dass es unter das Visier kommt, aber das ist anscheinend eines der Streitthemen ... Ich probiers mal aus (und kann schlimmstenfalls das Visier wegklappen)

sukopyro05
06.02.2006, 00:51
Hallo Markus! PYRO-:)
Also der Bauarbeiterhelm von Peltor,mit dem Gitter ist genial als Gesichts und Gehörschutz,trage ihn oft auf der Arbeit.Silvester 05 verwendete ich einen Einfachen gelben Bauarbeiter Helm,und Plastikschutzbrille mit Ohrenstöbsel.Meine Erfahrung damit war die Brille schlägt leicht an,und man sieht im dunkeln schlecht.Da ich Klasse 2 mit Zündlichter zünde,hatte ich das Vorteil,bei einer Kopflampe über dem Helm,sehe ich genau im dunkeln die Lizze,und kann so besser arbeiten.(Zusammen gefaßt! Helm,Brille,Lampe ist ja Standard.Deine erste Idee mit dem Peltorhelm begrüße ich,dachte schon mal drüber nach,aber werde mir auch noch einen zulegen.Warnweste muß auch vorhanden sein,wenn man als Helfer an einer Hauptstraße sich bewegt,und legt zb T2 Bengalische Fackeln,am Rande vom Abrennplatz aus.Meine Klamotten sind zum größten teil Feuerfest.Aber suche noch Orginal Arbeitsbekleidung für Pyrotechniker,roter Arbeitsanzug mit Reißverschluss,Stiefel,und Arbeitsschuhe mit Stahlkappe habe ich noch,da ich ja auch schon für Konzerte Aufbau bei Events gearbeitet hatte im Bereich Bühne,Ton und Licht,wie du auf meiner HP gesehen hast.Da ich weiter vor habe als Helfer zu arbeiten bei Höhenfeuerwerken,ist es einfach ein muß mir die richtigen Sachen zu besorgen,was ich als nächstes angehen werde.

Gruß Markus:)

stefan.t
07.02.2006, 15:07
Also das feuerwehrwesen bietet siecher die beste ausrüstung für pyrotechniker! Sehr zu empfehlen sind nomex- hosen ( das sind feuerfeste hosen, die im winter sher warm halten, wasserfest sind und natürlich hitzebeständig!
Die Firma bietet auch dazugehörige Mäntel die auch sher empfehelnswert sind!
zum design: beide kleidungsstücke sind blau mit glben und silbernen reflektorstreifen:
Der vorteil der Nomex Hose:
Im sommer bei etwas höheren temperaturen kann man mit dir hose und einem t-shirt aufbauen!
Zum Helm: ich würde auch auf feuerwehrhelme zurückgreifen!
Sehr empfehelnswert vom Halt und der Passform sind der Draeger Gallet Helm oder ein Helm der Firma rosenbauer!
Beide haben versteckte und ausziehbare Visiere, die nicht anlaufen und äusserst stossfest sind!
lg stefan