Kenny

Comet Diamant-Gewehrschlag

Heute möchte ich euch ein weiteres seltenes Stück aus der deutschen Feuerwerksgeschichte präsentieren; dieses Mal aus dem Hause Comet, den Diamant Gewehrschlag. Die Bezeichnung "Diamant" stammt jedoch nicht von Comet selbst, sondern von den Gebrüdern Bock, einer damaligen pyrotechnischen Fabrik mit Sitz in Trappenkamp, Schleswig Holstein. 1968 übernahm Comet schließlich Gebrüder Bock und deren Produkte samt Bezeichnungen. So begann die Feuerwerksproduktion für den Konsumerbereich. In den 60er Jahren noch von den insolventen Gebrüdern Bock selbst produziert verlagerten Comet ihren Produktionsstandort 1971 nach Bremerhaven. Vermutlich als Hommage wurden aber in der ersten Hälfte der 70er Jahre weiterhin die Produkte aus der Produktpalette der Gebrüder Bock produziert bis Mitte der 70er Jahre Comet eigenständige Produktnamen entwickelte. Bei Wunderkerzen war die Bezeichnung Diamant noch bis in die 80er Jahre hinein zu finden. Meinen Gewehrschlag würde ich Anfang der 1970er verorten, ob er noch in Trappenkamp oder schon in Bremerhaven gefertigt wurde kann ich leider nicht genau sagen, schätzen würde ich aber aufgrund der neueren BAM-Nummer das er schon aus dem Werk aus Bremerhaven stammt. Zusammenfassend kann man sagen das es sich hier um ein wirklich schönes Stück aus einer Zeit handelt, in der Kooperationen mit anderen Herstellern noch üblicher waren als heute. Im Comet Katalog von 1969 ist die komplette Produktpalette zu finden, der Gewehrschlag ist hier nur ein Beispiel von vielen anderen Artikeln. Im Übrigen finde ich den Namen "Gewehrschlag" für einen deutschen Kanonenschlag sehr schön. Suggiert auf jeden Fall einen lautstarken Knall und hätte mich damals sicherlich zum Kauf angeregt. Aus dem Gewehrschlag wurde übrigens später der viel bekanntere Thunder Cracker A. Diamant Gewehrschlag Art.-Nr: 30 BAM-PII-0809 Datierung: Anfang 1970er Jahre.

Comet Diamant-Gewehrschlag
Kenny, 12. Aug. 2021
    • Bewertung:
      5/5,
      Gipsbombe
      Ist wohl der Vorgänger des Kanoni A auch von Comet aber mit etwas neuerem Warenzeichen.
      Wahnsinn dass man so etwas nochmal sehen darf.
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    • Bewertung:
      5/5,
      Rumo
      Ein wunderschöner Knaller und dazu so interessante Hintergrundinfos, Dankeschön.
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    • etea138
      So ein Gewehrschlag macht schon was her, davon gibt es glaube ich noch deutlich ältere Exemplare aus den 50er Jahren. Allerdings habe ich davon noch keine Bilder hier gesehen.
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    • Bewertung:
      5/5,
      Potafeu
      Sehr schön erklärt das mit der Bezeichnung "Diamant"! Das wusste ich auch noch nicht obwohl ich die Wunderkerzen immer hatte.
      Wahnsinn was die für eine qualitatitve Verarbeitung haben, die sehen einfach perfekt aus.
      Foto sehr schön dargestellt!
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      5/5,
      Klaus3009
      Schönes Stück
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    • Bewertung:
      5/5,
      Rykersfire
      Hat jemand noch in Erinnerung was diese damals gekostet hatten? Die gab es sicherlich damals eher einzelnd zu kaufen und noch nicht in Blistern etc oder?
    • Kenny
      @Rykersfire
      Im Katalog sind diese als 50er-Umkartons mit 6,25M gelistet, also ein Einzelpreis von ungefähr 20 Pfennig.
      Im Laden wurden diese dann wohl größtenteils einzeln verkauft, wie es früher üblich war.
      Blister gab es zu dieser Zeit noch nicht, die kamen erst in den 70ern auf und feierten in den 80ern ihren Durchbruch als Sicherheitsverpackung.
      Sortimente gab es aber auch, der Gewehrschlag war zum Beispiel im Allerlei Knallerei enthalten.
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    • Rykersfire
      6.25M war zur damaliger Zeit bestimmt schon teuer-nach den Kriegsjahren -die verdienten doch alle nicht viel damals kannste mit einer Funke D Böller 4er Packung heute bestimmt gleichsetzen....ich rufe auf Funke D Böller 4er Pack knallt so richtig - Heute nur für 12,99€! Kaufen sie gleich 80 Stück und sie bekommen es im Schinken bezahlen sie nur 122€ kommt ran kommt ran:)
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  • Album:
    Sammelsurium alter pyrotechnischer Erzeugnisse
    Hinzugefügt von:
    Kenny
    Datum:
    12. Aug. 2021
    Aufrufe:
    575
    Anzahl der Kommentare:
    8

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