Akiko

Feistel Unterteil Euro Star Rakete Bern

Heute im Wald gefunden , Unterteil einer Feistel Rakete der Euro Star Serie

Schlagworte:
Feistel Unterteil Euro Star Rakete Bern
Akiko, 10. Feb. 2014
    • Bewertung:
      5/5,
      Bilsom
      Ein bisschen Allzweckreiniger und ne alte Zahnbürste wirken Wunder....;)
    • Bewertung:
      5/5,
      aggROBerlin
      Meine Güte, wurde bei euch das letzte Mal vor 15 bis 20 Jahren Silvester gefeiert? Was du alles altes ausgräbst :D
    • Akiko
      Dieses Teil hab ich übrings dort auch gefunden , wurde dann auch Fachmännisch vom KMRD abgeholt..
      [​IMG]
      Britische Stab-Brandbombe aus dem 2. Weltkrieg
    • Bewertung:
      5/5,
      leski
      Alter Schwede ist ja krass!
    • Bilsom
      Sehr gut Max! ...viele erkennen ja so ein Teil gar nicht...es wird ob seiner Form vielfach für ein Maschinenteil gehalten...;)

      update...jetzt sehe ich...Du hast sogar eine seltene Variante mit Sprengladung (Verschluss-Schraube im Fallgewicht) gefunden! ...also Obacht und die Leute vom Räumdienst Informieren!;)

      Ist ja sogar eigentlich ein auch ein Pyrotechnisches Gerät:
      Oben ein Anzündhütchen für die Anfeuerung der Thermitladung, welche beim brennen die Magnesium-Alu-Hülle ("Elektron") zum schmelzen und verbrennen bringt. Die selten verbaute Sprengladung aus Sprenkapsel nebst ein paar Gramm Tetryl diente eigentlich nur zur Verunsicherung und Einschüchterung der Löschmannschaften. Ein Mist-Ding!

      update_II...Der Sicherungsstift ob drinnen oder draußen ist nicht das Problem! Aber das kann man nie genau wissen! Also Fachmann informieren uns nicht sinnlos damit herum hantieren!:)
    • Bewertung:
      5/5,
      Kubimichl
      Max, hör mal, Du hast erkannt, was Du gefunden hast. Ein Vorteil, den Du gegenüber vielen anderen hast. Aber warum nimmst Du die in die Hand. Du weißt nicht, was der Grund für das Versagen ist. Ich kenne mich mit Munition, glaube ich, ganz gut aus, habe mehr Genehmigungen, als viele andere, darf verbotene Munition sammeln, aber das hätte ich mich nicht getraut.

      Es ist gut, das Du den KMRD hast kommen lassen. Aber lass die bitte künftig liegen.

      Ich kenne die nur als Brandbombe, von der Sprengfähigkeit wusste ich bisher nicht. Das kann einem schon zum Verhängnis werden.

      Also bitte: Pass auf Dich auf.
    • Akiko
      Der KMRD (Kampfmittelräumdienst) hat das Teil ja schon abgeholt :)

      MfG Max
    • Akiko
      Der Sicherrungssplint der sich eigentlich beim Abwurf ausklingt war noch drinne , von daher relativ problemlos gewesen..

      MfG Max
    • Kubimichl
      Okay, freut mich, dass Du weißt, worauf Du acht geben musst. Grüße Michl
    • Bilsom
      Auf Deinem Bild ist der Sicherungsstift übrigens draußen = Entsichert!
    • Akiko
      Unten der am Zünder ist aber noch drinne, normalerweise wird dort noch das Leitwerk eingeklingt (was sich nach einiger zeit löst) und wenn das abreiß entsicherrt sich der Zünder.

      Hat mir so auch einer von den beiden vom KMRD bestätigt :)

      MfG Max
    • Bilsom
      nee....die Brandbomben sind im Flugzeug im stabilen Bündel gelagert (darum Sechseckig). Beim Abwurf wird die "Umschlingung" des Bündels gelöst und die Bömbchen trennen sich. Jeder Sicherungsstift ist Feder-belastet und ist gesichert wenn er durch die Nachbarbombe eingedrückt wird. Wenn die Nachbarbombe also fehlt, geht die Sicherung automatisch durch die Federkraft in die "Entsichert" Position! Der Sicherungsstift geht übrigens durch ein Loch im Leitwerksblech, welches ja einfach eine Sechseckige Konservendose ist.
      Oben ist übrigens dort wo der "Knubbel" (= (An) -Zünderkörper) aus Messing raus guckt (...auf Deinem Bild ist links, oben und rechts der Teil der "Bombe" welcher im freien Fall und beim Aufschlag unten ist.) und unten ist da wo das schwere Gewicht ist.
      Wenn Dir das die Jungs vom Krampfmittelräumdienst erzählt haben dann, wollten sie dich einfach von diesem quatsch verschonen!!! ;)

      Ach so... lies einfach mal hier im Wiki unter Technische Beschreibung....:)
    • Bewertung:
      5/5,
      Raketenwerfer
      Hehe. so eine Brandbombe habe ich mal beim Umgraben in einem Schrebergarten gefunden. Lag nur gut 20cm tief. Habe mir schon gedacht, das es eine Art Bombe oder ähnliches ist, aber dennoch hielt ich es für unwahrscheinlich. Habe das Teil dann einfach 6 Meter weiter weg auf den Asphalt geworfen. :D
      Ist nix passiert. Später erfuhr ich dann, das es eine Brandbombe war. Am Tag danach habe ich keine 3 Meter weiter im selben Garten noch eine Bombenspindel gefunden. :)
    • CannonCracker
      Hu, 'ne Stabbrandsonne mit Zerleger? oO

      Meine Oma erzählte mal, dass man die Dinger des Öfteren noch rechtzeitig auf die Straße werfen konnte. Daher wohl später noch der Sprengsatz. Bevor die Bränder kamen, wurden Luftminien abgeworfen um die Dächer abzudecken. Die Minien waren ja echt brutale Teile.
    • Kubimichl
      Ja, und dann kamen Sprengbomben, um alles kurz und klein zu schlagen. Kleinholz brennt halt besser... Da stecke System dahinter.

      Also ich kenne auch die Geschichten, dass die Brandbomben mit unter noch genommen und in die Pegnitz (Fluß durch u.a. Lauf und Nürnberg) geworfen wurden.
    • Bewertung:
      4/5,
      Adnan Meschuggi
      Hallo,

      der kleine Exkurs zum Luftkrieg:
      1.) Luftminen - diese decken die Häuser ab
      2.) Sprengbomben, die die Wasserleitungen und die Infrastruktur zerstören
      3.) Brandbomben, diese - recht einfachen Konstrukte - entzünden die durch die Luftminen zugänglichen Dachstühle der Häuser
      4.) Sprengbomben um die Feuerwehr, die die Brände versucht zu löschen zu liquidieren
      5.) Brand- und Sprengbomben (am nächsten Tag) um die Feuer weiter anzuheizen, Stadtteile die noch nicht zerstört sind "aufzuweichen" und anzuzünden

      Die Idee dahinter war, möglichst viele Menschen umzubringen. Vornehmlich Frauen, Kinder und alte Leute. Weil - so die fehlerhafte Idee, die Soldaten dann mutlos werden

      Das war in der zweiten Phase des Luftkrieges.

      Am Ende kamen dann die Groundshells... die Earthquake-Bombs, welche mit Überschall in die Erde eindrangen und seismisch Häuserblocks zerstören oder beschädigen sollten.

      Der Feuersturm, ausgelöst durch die Brandbomben war das echte Problem.
      Die Leute sind entweder verbrannt, erstickt oder starben beim Versuch diese Dinge aus den Häusern zu bringe.
      Napalm, in Frontgebieten schon zum Einsatz gekommen wurde nur noch sehr lokal verwendet.

      Die Perfektion dieser Angriffsmethode kann man an Pforzheim oder Stettin sehen...

      "round a clock" war hilfreich um die überforderten und übermüdeten Feuerwehreinheiten zu überlasten

      In Korea dann war es einfacher (ich hoffe wir stimmen überein dass diese schwere "Arbeit" möglichst leicht gemacht werden sollte)
      Dank des tollen Napalms konnte man viel einfacher und wirkungsvoller Städte und Dörfer abfackeln (inkl. der bösen Koreaner).
      Ideen für den Senfgaseinsatz gab es auch - leider sorgte man sich vor den deutschen Nervengiften (Sarin, Tabun) welche bei Gasbombenangriffen zum Einsatz gekommen wären. Aber 1000 Bomber die Lost einsetzen bedeuten in einer Stadt wie Berlin mehr Tote als die sonstigen Luftangriffe zusammen (ca. 450-500.000).

      Was viele aber auch nicht wissen, Stalingrad hatte nach den japanischen Städten die höchsten Verluste durch Luftangriffe. In Vorbereitung auf die Einnahme bombardierte die Luftwaffe intensiv (und mit kurzen Wegen) die Stadt, etwas 50-60.000 Tote waren zu beklagen (Stalin verbot die Evakuierung)

      Übrigens die höchste Opferzahl hatte Tokio, 18qkm Fläche verbrannte in einem Angriff, 120-150.000 Menschen, nein Japaner starben.

      Weil - der Sieger hat immer recht und ist gut. Daher sind verbrannte Holländer schlecht, verbrannte Japaner hingegen "notwendig, richtig und moralisch einwandfrei".

      Soviel zum Exkurs "Luftkrieg"

      Kleiner Nachtrag: Im 1. Irakkrieg konnten die USA (Sieger!) glücklicherweise etwa 90-120.000 Iraker, die aus Quwait flüchten wollten mittels Luftangriffen terminieren (ich hoffe auch hier ist es okay die moralisch-überlegenen Begrifflichkeiten zu verwenden. Immerhin waren das republikanische Garden und die haben doch sicher den Tod verdient... man denke nur an die armen toten Babies aus den Brutkästen.... nicht wahr?

      Im übrigen, so nen Dreck sollte ausschliesslich qualifiziertes Fachpersonal anfassen. Also nix Foto mit Teil in der Hand.

      PPS: Krieg ist scheisse... da braucht man keine "Held hält Bombe"-Fotos von. Ist jedenfalls meine Meinung.
    • Kubimichl
      Dieses perfide vorgehen wurde speziell entwickelt von Sir Arthur Harris, genannt Bomber-Harris. Zu seinen Ehren wurde in London ein Denkmal aufgestellt. Ich hoffe, dies nie sehen zu müssen.

      Ich kenne Mitglieder in diesem Forum, die in einem Gebiet von Nürnberg wohnen, das in mitten schöner, grüner Hügel liegt. Viele Bäume. Was kaum einer weiß: vor dem II. WK war das Land flach. Die Hügel entstanden aus dem Schutt der Nürnberger Innenstadt, die es ebenfalls richtig übel erwischt hat.

      Ich stimme auch in dem Punkt zu, dass die Geschichte der Gewinner schreibt. Deshalb: auch wenn ich es eigentlich nicht sagen darf, aber ich zähle auch diese gezielte Vernichtung von Zivilisten zu den Kriegsverbrechen.

      Im großen und ganzen Teile ich da Deine Meinung.

      Allerdings sehe ich den Heldenpunkt etwas anders. Sicher war es nicht die Absicht von Max, als solcher da zu stehen. Ich erkenne in diesem Bild eher dokumentarischen Charakter.
    • Akiko
      [​IMG]
      [​IMG]

      Falls diese Stabbrandbombe entsichert wäre hätte man mich bestimmt nicht mit der Bombe ein Foto machen lassen und ich glaube der KMRD wäre mit der Bombe in der Hand auch keine 200 Meter zum Wagen gelaufen (aus dem groben Gestrüpp raus).

      MfG Max
    • Adnan Meschuggi
      Naja, dokumentarisch oder nicht - für m ich ein klares No-Go. Vorallem wenn er sich auskennt.

      Ansonsten, Harris war nur einer von vielen. Auch in Deutschland experimentierte man mit "flächiger Zerstörung" von Städten... in Warschau erstmals versucht. Zwar ein legitimes Ziel (da verteidigte "Festung") aber trotzdem war die Intension der Luftwaffe auf "Zerstörung" aus.

      Allerdings waren die US-Amerikaner und vorallem die Briten die einzigen die auf schwere Langstreckenbomber ("Bomber kommen immer Durch"-Idee) setzten.

      Die Briten versuchten anfangs tagsüber "irgendwas" zu treffen und scheiterten kläglich. AUch die US-Amerikaner waren zwar dank "Norden-Bombsight" bemüht, bei 800m Distanz zum Ziel aus 20.000 Fuss Höhe war das aber ebenfalls seltenst erfolgreich.

      Der Luftkrieg war ein Kriegsverbrechen, von allen Seiten. Aber während Rotterdam böse Nazis harmlose Holländer schlachten sieht sind Pforzheim, Heilbronn, Swinemünde eben notwendige Korrektive im Bevölkerungsmaß der Nazis. Besonders Pforzheim sticht da heraus. Das Problem ist, Neonazis versuchen die NS-Verbrechen zu verharmlosen mit Realtivierungen. Ich finde ja, wenn zwei Verbrecher sind wird der eine Verbrecher nicht "besser". Störend ist, dass sich die USA und Großbritannien für Area-Bombing feiern lassen. Dresden war übrigens zwar infam, aber in seiner Schadauswirkung weniger schlimm als Swinemünde oder Stettin. Letztere beiden kennt nur kein Aas.

      Ach ja - während in Kriegsfilmen der böse Nazi per se wehrlose US-Helden ermorden will (bspw. am Fallschirm) sind die US-Boys immer ehrenhaft. Interessanterweise verbot der dicke Goehring derartiges, die US-HQs BEFAHLEN den Abschuss gegnerischer Piloten am Fallschirm. Geschichte bekommt mitunter mehr als nur ein Geschmäckle. Die Hinterlassenschaften des Krieges werden uns noch lange verfolgen - auch in der Ost- und Nordsee (Giftgasmunition versenkt in Schiffen, diese ist nun verrostet und vergiftet die Meere).

      Trümmerberge gibt es in der Nähe vieler Städte... Monte Scherbelino bei Stuttgart (Da steht heute ein Windrad darauf...)
    • Bilsom
      Doch, da das Ding auch im entsicherten Zustand Handhabungs-Sicher ist.
      Entsichert bedeutet in DIESEM Fall, bloß das der Weg des Schlagbolzens in Richtung des Zündhütchens frei ist! Da dieser Zünder und das innere der "Bombe" nicht wasserdicht ist, funktioniert dort bis auf die Sprengkapsel und das Tetryl gar nichts mehr! Das Zündhütchen ist hinüber, und selbst wenn: Die Anfeuerung für das Thermit ist hinüber, das Thermit auch...! Man kann damit durch ein Gebüsch laufen und von mir auch sonst wohin ! Glaube mir einfach mal! ....;)
      Wir reden hier nicht von einer gelaufenen deutschen 8,8 Granate und auch nicht von einer alten verrosteten russischen Handgranate! Kenner werden wissen was ich meine.
      ...wenn Du lieber Max in 10 Jahren Deine Krampfmittelräum-Ausbildung abgeschlossen hast, dann weißt Du es auch....:joh:
      Übrigens...: ...der Pickel da links (-von Ihm aus!) neben seinem rechten Daumen, ist der Sicherungsstift!
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    Hinzugefügt von:
    Akiko
    Datum:
    10. Feb. 2014
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    20
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