Bestimmung 3. SprengÄndV, vollständiges Verbot von Silvesterfeuerwerk ermöglicht

Dieses Thema im Forum "Gesetze und Bestimmungen" wurde erstellt von Nemo Tenetur, 19. Nov. 2019.

  1. Verbot hin oder her... am 31.12. wird trotzdem traditionell geböllert was das Zeug hält.
     
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  2. #302 Pariah, 29. Nov. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 29. Nov. 2019
    Es ist sowieso utopisch. Der Verkauf wird ja nicht eingeschränkt. Die Polizei ist ansich schon total ausgelastet an Silvester, wenn jetzt auch noch Bürger die 110 anrufen, weil Person XY feuerwerk zündet, da bricht ja das ganze System zusammen. Keine ahnung wie das kommunen oder Städte regeln wollen, falls sie sich für ein totalverbot entscheiden.
    Ich habe durch mein Arbeitsplatz häufig mit Polizeibeamten zu tun, die erzählen die kleineren Polizeireviere sind wegen der Besetzung ansich schon oft am Limit. Falls die an Silvester auch noch das Dorf vor Feuerwerk bewahren müssen, da können sie gleich kapitulieren.
     
  3. Selbst wenn das irgendwann im Bundesrat beschlossen wird: die Änderung sagt ja nur, dass die Kommunen eine allgemeines Verbot theoretisch veranlassen dürfen.

    Aber müssen tun sie es ja nicht.

    Und wollen denke ich auch nicht (z.b. wegen der extrem hohen Personalkosten).
     
  4. Kein generelles, sie können aber die Zeiten extrem einschränken. Wobei selbst das in kleineren Städten nur sehr schwer durch Polizei zu kontrollieren ist.
     
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  5. Ah okay. Danke für die Erläuterung!

    Ist echt total utopisch, dass überall ein Polizist rumsteht. Die knallen doch bestimmt auch gerne an Silvester ;)
     
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  6. Ich meine sie können schon ein generelles verhängen, ich denke aber der erste Schritt wäre eher eine starke zeitliche Einschränkung. Wobei es bestimmt einzelne Kommunen gibt, die von Grünen unterwandert sind und es verbieten werden.
     
  7. Heute die Antwort erhalten, ich veröffentliche es mal hier, meine das verstößt so in dem Format gegen keine Datenschutzrechte - wenn doch bitte anschreiben.

    Sehr geehrter Herr xxxxxxx!
    Entschuldigen Sie bitte, dass ich erst heute auf Ihre Mail antworte.
    Das Bürgermeisteramt der Stadt [..... ] zeitnah abzuarbeiten.
    Sie fragen nach dem Stand der Dinge hinsichtlich des Feuerwerkes in Zeven. Zurzeit gibt es keine Bestrebungen, dieses zu den bestehenden Märkten einzustellen. Konkrete Anfragen bzw. Anträge liegen den Gremien der Stadt nicht vor. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Vorgaben zur Immissionseinwirkung von Feuerwerken, die Grundlage für ein Feuerwerk sind, werden von der Samtgemeindeverwaltung zusammen mit dem durchführenden Unternehmen besprochen, geplant und auch beachtet.
    Feuerwerk gehört zum Brauchtum zu bestimmten Zeiten im Jahr (Silvester) und auch unsere eigenen Veranstaltungen werden nach dem jetzigen Stand der Dinge weiter ein Feuerwerk durchführen.
    Ob sich zu dieser Frage eine Diskussion in den Räten der Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinden erheben wird, kann ich mit heutigem Tag nicht abschätzen.
    Gruß
    xxxxxxx

    So, ich für mein Teil kann sagen das es hier zumindest gut aussieht und mich freut das der Herr allg. doch positiv dafür ist.
     
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  8. Es spielt doch überhaupt keine Rolle ob dann geltendes Recht (erst einmal) sanktionslos gebrochen würde. Fakt ist, kommt diese Änderung durch wird in kurzer Zeit Feuerwerk an Silvester für "jedermann" Geschichte sein.
    Warum? Weil eben 99% der Leute sich an die Gesetze halten. Damit wäre der "Schutz" den die Wildzündler am Anfang noch hätten dann weg... es würden nur noch einige wenige - zumeist eh schon kriminell handelnde "F4-Böller überall hinwerfenden Gestalten" wild schiessen.

    Es mag manchem nicht eingehen, 99% der Leute zünden dann was, wenn sie es dürfen. Sie verstossen NICHT gegen Gesetze, schon gar nicht wenn hohe Geldstrafen (so wie in fast allen Orten mit lokalen Abbrennverboten) drohen.

    Einfach weg gehen von den Hardcore-Zündlern, denk an die vielen Millionen Väter und Mütter, die um Mitternacht mit den Kindern ein paar Sachen zünden (heute) - und morgen dann nicht mehr, weil es V E R B O T E N sein würde.

    Nur weil etwas - erst einmal nicht sanktioniert wird heißt dies nicht dass es später nicht unangenehm (hart) wird. Denk mal an "Handy am Steuer". Früher eine verbotene Handlung ohne Auswirkung - heute 1 Punkt (von 8) in der StVO...

    Und nein - ich unterstelle (erst einmal) niemandem, dass er mit illegalen Artikeln wild umherballert. Jedoch sind diejenigen die heute so (kriminell) handeln dann diejenigen die auch in Zukunft so handeln werden - dort ist eh "alles egal".
     
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  9. Und trotzdem machen es sehr viele.

    Berin: Polizeigewerkschaft kapitualiert: Dieselfahrverbot nicht kontrollierbar

    Illegal hin und wieder einen Knaller zu zünden ist wohl genauso schwer kontrollierbar.
     
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  10. Es gibt auch ein Video, wo jemand fp3 oder so zündet und nur Sekunden später fährt eine Streife dran vorbei. Diese verbote lassen sich nicht durchsetzt und Schränken nur die falschen ein.
     
  11. Richtig - die "falschen" = die gesetzestreuen Bürger ´= 99,x % derer die Feuerwerk zünden...
    Deshalb ist dieser Vorstoss so hinterhältig und infam.
     
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  12. Morgen um 13:30 tagt der Ausschuss für Innere Angelegenheiten. Punkt 2 auf der Tagesordnung ist der vom Land Berlin eingereichte Entwurf zur Änderung der 1. SprengV. Der Innenausschuss ist federführend in der Sache, beratend sind auch der Umweltausschuss sowie der Wirtschaftsausschuss zuständig. Diese tagen am 5.12.
    Leider sind die Tagungen der Ausschüsse nicht öffentlich, auch ein Protokoll wird nicht an die Öffentlichkeit gegeben.

    Eventuell geht der Entwurf dann bereits am 20.12. bei der nächsten Sitzung des Bundesrats in die nächste Runde.
     
  13. Ich stimme auch zu, dass eine solche Gesetzesänderung alles andere als erfreulich ist. Jedoch geht es ja in der vorgeschlagenen Änderung nur darum (zumindest wie ich das verstanden habe) eine bestehende Verbotsmöglichkeit, nämlich jene für Knallkörper mit ausschließlicher Knallwirkung, auf andere Arten von Feuerwerk auszubreiten. Das hört sich natürlich nicht toll an, ist aber für mich kein Grund zur Annahme, alles Feuerwerk wäre bald verboten. Ich glaube, die Änderung soll einfach nur bewirken, dass Batterien & co. eben auch zeitlich beschränkt werden dürfen - eine Entwicklung, die der Konformität wegen irgendwo logisch ist. Denn in der Zeit, in der die Gesetze entstanden sind, gab es nun mal hauptsächlich Knallkörper und leise Artikel (Schüttraketen, leises Leuchtfeuerwerk). Damals machte der Zusatz "mit ausschließlicher Knallwirkung" insofern Sinn, dass von den anderen Artikeln keine Lärmbelästigung ausging. Diese wollte man eben etwas einschränken.

    Nun ist es aber nicht von der Hand zu weisen, dass wir heute mehr dürfen als je zuvor (mal ganz ehrlich, würdet ihr die heutigen Artikel gegen die von früher tauschen?). Es mag sein, dass die Böller damals besser waren, aber vielleicht trägt zu diesem Gefühl auch bei, dass man jeden einzelnen Böller durch den höheren Preis (viele hier waren da eben auch noch jung und hatten wenig Geld zur Verfügung) viel mehr genossen hat. Die Batterien die wir eben heute haben, sind nun mal lauter und verursachen mehr Lärm als je zuvor ein reiner Knallkörper - da kann ich die Intention hinter der Gesetzesänderung nachvollziehen (auch wenn ich sie trotzdem nicht befürworte).

    Eventuell könnten wir das ganze ja auch als Chance sehen, als Kompromiss der für uns noch okay ist, wenn die Gegenseite ihn eben so auch anerkennt. Denn wenn in einigen Gebieten die Zeiten nun eben auch für Batterien eingeschränkt sind und dafür die Gegenseite beschwichtigt ist, kann ich damit leben. Für die Meisten reicht denke ich die Zeit von z.B. 18-1 Uhr, alle anderen müssen sich dann eben einen Platz suchen, an dem es keine Einschränkungen gibt. Von denen gibt es ja auch jetzt genug.

    Nur in einigen Städten wird ja überhaupt von der Einschränkung für Knallkörper Gebrauch gemacht und ich sehe nichts was mich veranlasst, an eine Änderung dessen zu glauben.

    Ich befürworte allerdings unter den richtigen Bedingungen Verbotszonen (in denen es in der Gesetzesänderung per se ja eigentlich nicht geht).
    Denn wenn an einigen Stellen Silvester ausartet und es zu kriegsähnlichen Zuständen kommt und Mensch und Besitz in Gefahr geraten, dann hört der Spaß und die Tradition (denn sowas gab es früher nicht) für mich auf. Das mag der ein oder andere natürlich anders sehen, aber in engen Gassen, in der Nähe von Fachwerk oder Reet und in Zonen, in denen ein normaler Tag schon brenzlig ist (da denke ich mal an einige Gegenden in Berlin, Hamburg und Köln) hat Feuerwerk, auch zu Silvester, nichts zu suchen.

    Zum Schluss möchte ich noch ein mal versichern, dass ich die eventuell Gesetzesänderung nicht gut finde. Denn sie ist eben der erste Schritt auf dem Weg dazu, uns das weg zu nehmen was uns Spaß macht. Wenn es aber dabei bleibt und es so ausgelegt wird wie es gedacht ist (und das ist ebene meiner Meinung nach das Gesetz der Feuerwerkskörper vor 25 Jahren an die Feuerwerkskörper von heute anzupassen) dann kann ich damit leben, genauso wie viele andere von euch sicherlich aus.
     
  14. Du hast schon recht, ganz klar. Aber wenn die Änderung so kommt wie geplant, dann wird man sie auch dazu benutzen können, das Abbrennen ganz einzuschränken bzw. zu verbieten. Und irgend eine Stadt oder Landkreis wird anfangen...

    Wenn ein Gesetz etwas ermöglicht, dann kommt früher oder später jemand, der es bis an die Grenze ausnutzt.
     
  15. Die Kollegen vom PK sagen mal schön danke.
    Sollen die jetzt auch noch nach Knallern fahnden?
    Wenn die Kommune solche Feuerwerksverbotszonen erlässt, dann ist es Aufgabe der Kommune diese Verbote und Beschränkungen zu kontrollieren.
    Dies macht üblicherweise das Ordnungsamt. Die Polizei ganz sicher nicht, die haben an Silvester durchaus Arbeit genug.
    Es gibt Weihnachten und Silvester jede Menge "Häusliche Gewalt", Mann schlägt Frau, Frau schlägt Mann, beide schlagen ihre Kinder, da ist jedes Jahr ne Steigerung drin, dazu die üblichen normalen KVs bei Alkohol, VUs, Raub und Diebstahlsdelikte, Trunkenheitsfahrten unterbinden, Suizidankündigungen bearbeiten.
    Dazu die üblichen brennenden Weihnachtsbäume, Adventskränze, weil Echtkerzen so schön sind, dann ist die Hütte halt weg. Schönheit muss leiden.
    Mülleimerbrände, zu jedem Brand muss erstmal eine Streife mindestens.
    Der Laden brummt jedes Jahr an Weihnachten und Silvester, trotz Verstärkung durch BePos sind die Kommissariate an der Grenze des machbaren. Mit den ganz normalen polizeilichen Aufgaben.
    Und dann noch Feuerwerksverbote kontrollieren? :D
     
  16. Das ist doch schon lange möglich. Daher gibt es in einigen Städten ja auch schon Sonderregelungen für die Zeiten.

    Da wo nichts gesondert geregelt ist, darf 48 Stunden gezündet werden (31.12. 00:00 - 01.01. 23:59). Gibt aber eben Städte die es auf den 01.01. beschränkt haben oder 31.12. ab 18 Uhr bis 01.01. 06:00 Uhr oder so was.
     
  17. nein, solche Beschränkungen sind bisher nur für PtG mit ausschließlichem Knalleffekt (a.k.a. Böller) möglich. Darum geht es bei dieser Änderung, es zu ermöglichen, sämtliche PtG einzuschränken.
     
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  18. Wie du schon sagst, das Feuerwerk hat sich weiterentwickelt, warum soll dann auf Krampf eine veraltete Reglung erhalten bleiben? Sind wir mal ehrlich, in Deutschland ist mit der Beschränkung auf F2 schon genug Einschränkung da! In den Nachbarländern zünden die ganz andere Kaliber in F3 sogar unter dem Jahr problemlos. Warum sollen wir uns da noch mehr einschränken lassen? Die 48 Stunden wird man das noch aushalten können. Ist ja für uns in Deutschland ohnehin die einzige Möglichkeit Feuerwerk genehmigungsfrei abbrennen zu können. Also kann ich dir absolut nicht zustimmen...
     
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  19. Warum eine alte Regelung meiner Meinung nach erhalten blieben soll? Ganz einfach: Eine jede Änderung am Sprengstoffgesetz macht den Ausruf "weil es im Sprengstoffgesetz steht" haltlos. Denn die Änderung zeigt, dass es möglich ist und gemacht wird, sollen also weitere Einschränkungen kommen (bzw. ein vollständiges Verbot) so ist die Hemmschwelle gesenkt ein Gesetz zu ändern. Andererseits sollte man trotzdem darüber nachdenken, ob so etwas nicht doch irgendwo auch von Vorteil ist. (Dazu schreibe ich gleich mehr)

    Zu deinem Argument mit der Einschränkung: Also erstens, darfst du weiterhin die 48 Stunden durchzünden. Aber eben eventuell nicht mehr in den Brennpunkten und Ballungsgebieten unserer Großstädte, sondern eben außer Ortes. Oh ein Wunder, das erinnern mich ja fast an die Regelung in Österreich - wo ja auch nur außerhalb des Ortes gezündet werden darf (außer der Bürgermeister erteilt eine entsprechende Ausnahme). Auch das zünden unter dem Jahr macht fast niemand - einfach weil es trotz Erlaubnis nicht gerne gesehen ist und sich kaum jemand den Stress antun möchte.

    Der Vergleich mit Polen und anderen osteuropäischen Ländern ist meiner Meinung nach so oder so hinfällig. In diesen Ländern ist fast alles weniger stark geregelt. Der Staat hat das Land nicht so sehr unter "Kontrolle" wie hier. Da ist die laschere Regelung für Feuerwerk nur eines von vielen Gesetzen, bei denen das zutrifft. Ob das unbedingt ein Vorteil ist? Ich glaube nicht. Unsere Infrastruktur ist weitaus besser, genauso unser Gesundheitssystem. Unsere Behörden agieren weit aus durchsichtiger und Korruption bzw. unfaire Behandlung ist kaum vorhanden. Es geht uns wirtschaftlich viel besser. Polen & co. liegen da einfach ein ganzes Stück zurück. Da sollte man eher in den Vergleich gehen mit Ländern, die uns ähnlicher sind. Wenn wir nach Frankreich schauen, in die Niederlande oder in die nordischen Länder so sehen wir, dass wir mit unseren Regelungen noch ganz gut dran sind. (Wenn jetzt als Gegenbeispiel die Schweiz genommen werden sollte -> hier ist zwar vieles erlaubt, aber es gibt auch viele Einschränkungen)

    Zum Thema einschränken lassen: Es ist ja nicht so, als würden wir gefragt werden. Es wird gemacht, ob es uns passt oder nicht. Auch das Abstimmen bei möglichst vielen Umfragen bringt da gar nichts. Die Meinung über Feuerwerk wird eh über Zeitung & Fernsehen erzeugt. Und die interessieren sich nicht wirklich dafür, die Umfragen einfließen zu lassen. Sie wollen Geld verdienen, das wird gemacht in dem sie dem Thema zustimmen, was gerade "in Mode" ist. Und weil die DUH nun man gerade laut schreit und niemand dazwischen ruft, so wird dem zugestimmt. Da können wir eben nur hoffen, dass ein Kompromiss gefunden wird. Sonst wird es über kurz oder lang ganz verboten.

    Stell dir folgendes Szenario vor: Es ist das Jahr 2030, der Klimawandel wird immer schlimmer (ob Feuerwerk nun CO2 erzeugt oder nicht, interessiert den Normalbürger eben nicht). Nun setzen sich die Feuerwerksgegner schon seit über 10 Jahren für ein Verbot oder eine Einschränkung ein, die Meinung der allgemeinen Bürger ist mittlerweile höchst negativ. Die wenigsten machen noch Feuerwerk, aber weiterhin die wegen denen die Sicherheitsbedenken aufkommen (Die 99% die vernünftig damit umgehen, machen kein Feuerwerk mehr. Es ist nur das eine % der Chaoten übrig) . Sollte ein Verbot vorgeschlagen werden, würde der große Teil der Bevölkerung zustimmen - man hat ja seit Jahren nur negatives gehört. Die Situation hat sich zugespitzt und in den Problembezirken kommt es alljährlich zu kriegsähnlichen Zuständen und Außeinandersetzungen mit Polizei und Feuerwehr. Dann entsteht ein Großbrand in einer dieser Regionen - der nicht gelöscht werden kann, weil ein Vorankommen für Einsatzkräfte fast unmöglich ist. Mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit, würde innerhalb von kürzester Zeit ein vollständiges Verbot kommen. Der "normale" Bürger macht eh schon lange kein Feuerwerk mehr, das Argument der "Tradition" ist dadurch eh schon Tod. Auch in anderen Ländern um uns herum gab es mittlerweile Einschränkungen, durch den geist der Zeit sind Lasershows eh schon viel beliebter als Feuerwerk. Durch die vielen Millionen € Sachschaden und die vielen verletzten und
    Toten wurde das Feuerwerk nun endgültig verboten. Wir als Splittergruppe der Feuerwerksbegeisterten konnten da eh nicht viel ausrichten.

    Szenario 2: Es kommt zu einem Umschwung der Meinung. Eventuell weil der VPI es ja doch noch schafft, eine Studie öffentlich zu machen, die Aufmerksamkeit bekommt. Die DUH wendet sich einem anderen Thema zu, die Medien sind wieder eher positiv gestimmt. Auch eine Einschränkung könnte helfen. Wenn es in den Ballungsgebieten verboten ist, dann kommt es zu wesentlich weniger Bränden und Ausschreitungen. Das eine % der Chaoten macht jetzt weniger Feuerwerk, die 99% jener, die vernünftig handeln, macht weiterhin Feuerwerk und es wird als Brauch beibehalten, da die Leute kein Verbot mehr fordern. Auch die Feinstaubwerte gehen zurück, da in den extrem dichten Gebieten jetzt einfach kein Feuerwerk mehr Geschossen wird (oder wesentlich weniger).

    Szenario 2 hört sich für mich deutlich besser an - zu mal es mich zumindest nicht betrifft wenn es Einschränkungen gibt. In dem Dorf, in dem ich Silvester feiere hat niemand etwas gegen Feuerwerk. Zu mal ich Tagsüber eh außerhalb des Ortes zünde. Für jene von uns, die in den betroffenen Städten feiern ist es natürlich blöd und ich kann das definitiv Nachvollziehen. Auch weiß ja niemand, wie es denn wirklich kommen wird. Eventuell hat in 1 oder 2 Jahren eh keiner mehr Lust auf die Debatte, auch wenn es keine Einschränkungen gibt. Genauso kann es passieren, dass es jetzt Einschränkungen gibt, es aber trotzdem zu einem kompletten Verbot kommt. Im Endeffekt ist es ja eh egal - es kommt, wie es kommt. Eine so kleine Gruppe wie wir, kann da nicht viel Ausrichten. Selbst bei der Dieseldebatte - eine viel größere Einschränkung bei viel viel mehr Menschen konnten selbst mächtige Unternehmen wie VW nicht wirklich etwas tun. Oder haben es nicht, um ihr Image nicht weiter zu Zerstören. Und in dem Moment wo Aldi, Lidl und co. kein Feuerwerk mehr verkaufen - weil es ihnen zu Umweltschädlich ist, stehen wir eh schon auf verlorenem Posten. (Aber auch hier kann man eine andere Sichtweise haben. Denn dadurch kommt es ja eventuell wieder zu den "bescheidenen" tagen von früher, wo das Feuerwerk mehr kostete und weniger gezündet wurde)

    Am Ende bleibt mir eigentlich nur zu sagen: Wir können da nicht wirklich was machen. Aber zu Argumentieren, wir "hätten ja eh schon so viele Einschränkungen" ist sinnlos. Es war zeitlich schon immer so, nur haben wir jetzt viel mehr Artikel die man früher nicht hatte. Eben Batterien und Raketen mit Zerleger. Gab es früher so einfach nicht. Und mehr Zeit zu vollen, angesichts der aktuellen Entwicklung kommt mir so oder so recht unglaubwürdig rüber. Wir sind es ja nun mal leider nicht, die die Entscheidungen treffen (und vielleicht ist das ja auch gut so). Deswegen würde ich mir da auch keinen Kopf machen und Silvester einfach so genießen, wie es ist. Ob nun Einschränkungen kommen oder nicht, wenn man zu viel darüber nachdenkt, verdirbt einem das nur den Spaß..
     
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  20. #320 ViSa, 3. Dez. 2019 um 13:40 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 3. Dez. 2019 um 20:10 Uhr
    Das liegt schlichtweg daran das da kaum FWK gezündet wird ...

    Ich bin öfters mal in PL, habe dort noch nie einen Knall oder überhaupt FWK unterjährig erlebt, obwohl es erlaubt ist.
    Ich weiß das klingt extrem provokant ... aber vielleicht haben die Leute dort einfach mehr Anstand und gehen ihren Mitmenschen damit nicht auf den Wecker obwohl sie es dürfen? Wenn jedes (etwas lockere?) Gesetz bis zum "geht nicht mehr" ausgereizt wird, wird dem irgendwann ein Riegel vorgeschoben. Vielleicht sollte der Deutsche auch einfach mal seine Mentalität ändern ... ?!?!???

    Das nur vorab ... Fortsetzung folgt heute Abend ..
     
  21. Ich würde zwar nicht sagen, weil wenig gezündet wird sind die Gesetze so, wie sie sind, sondern eher: "Weil wenig gezündet wird, wurden die Gesetze noch nicht verschärft" aber das kommt ja fast aufs Gleiche hinaus. Ansonsten stimme ich dir aber zu und finde es nicht Provokant. Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Menschen hier in Deutschland schon seit geraumer Zeit immer respektloser werden und ihren Anstand verlieren. Früher war das nicht so, da hatte man auch z.B. noch Respekt vor der Polizei und es gab keine Gebiete wo sie sich nur mit einer ganzen Hundertschaft hineinwagen...
    Und es kann gut sein, dass das in Polen anders ist, eventuell auch wegen der ich nenne sie mal "konservativen" Politik... Bei uns in einem "geschichtlich vorbelasteten" Land ist sowas eben schwieriger und trifft eher auf Widerstand.. Sowohl vor dem Kontext des 2. WK als auch vor den 60er/70er Jahren in denen Deutschland ja häufig als "Polizeistaat" bezeichnet wurde wird man mit einer konservativen Politik schnell in die rechte Ecke gerückt... (Denn mal ehrlich, ich habe schon Leute gehört, für die die CDU eine rechte Partei ist...)
    Das wird dann aber sicherlich schon zu politisch und gehört hier natürlich nicht wirklich hin...
     
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  22. Sorry das ist alles Blödsinn...Pyromunition kann man auch ganzjährig kaufen, trotzdem ballert nicht jeder damit rum. Mit Feuerwerk wäre das meiner Meinung nach auch nicht anders.
     
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  23. Ich kann und möchte deinen ausschweifenden Fantasien nicht folgen und bin bei der Mitte deines Beitrages ausgesstiegen, Sorry. Gesetze werden nicht aufgrund persönlicher Fantasien beschlossen ;-)In deine persönliche Glaskugel werde ich nicht blicken...
     
  24. Dann glaubst du wohl auch, dass man Holz schweißen kann...
     
  25. Zu glauben, deutsche Behörden wären korrupt, oder vor deutschen Gerichten gehe es unfair zu grenzt für mich an Verschwörungstheorien... Wer das behauptet, hat wohl noch nie gehört wie in anderen Ländern dieser Welt (z.B. auch in manchen Ländern Osteuropas) Existenzen zerstört werden und Leute weggesperrt werden, weil sie etwas Regierungsfeindliches gesagt haben, sie Homosexuell sind etc.
    Holz kann man übrigens wirklich schweißen:

    https://www.youtube.com/watch?v=VH9qMwnFTYU
     
    Strobe und Jenny gefällt das.
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