News [Austria] PENNY und Hofer verzichten auf Verkauf von Feuerwerk

Dieses Thema im Forum "Termine, Neuigkeiten" wurde erstellt von Jürgen, 13. Apr. 2021.

  1. #176 Edgar Kracher, 12. Mai 2021
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2021
    Den Punkt das man bei Feuerwerk nicht von Brauchtum sprechen kann, verstehe ich noch nicht ganz. Wer entscheidet das denn, ob es Brauchtum ist oder nicht? Wer in unseren Breitengraden seit 20, 30, 40 Jahren auf der Welt ist, für den gehört Feuerwerk zu Silvester wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Dabei ist es egal ob nur zugeschaut wird oder selbst gezündet wird. Ja sogar der Feuerwerkkritiker konnte sich dem nicht entziehen. Aus mir unerklärlichen Gründen fängt man jedoch seit zwei, drei Jahren damit an zu argumentieren, dass Feuerwerk nicht zu unserer Kultur oder Gewohnheit gehört. Woher kommt das?
     
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  2. Silvesterfeuerwerk ist genauso Brauchtum wie Bleigießen, Anstoßen mit Sekt, usw.. Man behauptet einfach, dass es kein Brauchtum ist, um Feuerwerk gesamt in Frage zu stellen. Die zweite untergriffige Angriffsstrategie ist, dass man auch einfach behauptet, dass es nicht mehr zeitgemäß ist (was immer das heißen mag!)
     
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  3. genauso ist es !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
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  4. Ich denke, dass man Das ganz einfach beantworten kann. Bez. Feuerwerk wird immer
    argumentiert, dass man mit Krach machen die bösen Geister vertreiben will um nur1 Beispiel anzuführen das heidnischer Brauch ist.
    Wer glaubt noch an Geister. Das Problem ist aber nicht das Feuerwerk an sich, sondern die Menge und Häuffigkeit. Es kracht ja nicht nur zu Silvester sondern bis auf das letzte Jahr auch unterm Jahr mehrmals wöchentlich.
    Als ich 1967 damit anfing, war Feuerwerk was wirklich Besonderes. Als einige der 4 oder 5 Firmen in Österreich machten wir im Jahr vielleicht 10 oder 15 Feuerwerken. Hauptsächlich zu Volksfesten und ähnlichem und ein paar für die "gehobene Gesellschaft".
    Ich erinnere mich noch, als wir nach einem FF-Fest Feuerwerk anschließend im Festzelt auf die Bühne mußten und minutenlang beklatscht wurden. Auch "durften" wir bei Gehobenem anschließend bei der Prominenz sitzen und vornehm speisen, so wie z. B. bei einem Fritz Muliar oder einem Peter Nidetzky. Und heute..? Nicht heute sondern schon vor gut 20 Jahren wurden wir beim Aufbau mit einer Schrotflinte bedroht (schei ss Feuerwerk) oder vor ca. 10 Jahren von Anrainern derart beschimpft, dass es schon peinlich war.Letztendlich erreichten die dann auch, dass sogar bei enem FF-Fest, das eigentlich der Allgemeinheit dienen sollte, das Feuerwerk abgeschafft wurde. DAS gab es aber schon ca. 50 Jahre, war also wie oben angeführt eigentlich schon lange "Brauch".

    Rückblickend auf fast 55 Jahre Feuerwerkserfahrung meine ich, dass die goldene Zeit lange vorbei ist und es seit Jahren stetig bergab geht. Man braucht sich ja bei uns in Österreich nur die Ideen der zust. Behörden so ansehen, welche Auflagen die immer wieder "erfinden" um uns das Feuerwerksleben bei Veranstaltungen schwer zu machen. Und diese Ideen schlagen dann früher oder später nach "unten" durch.
     
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  5. Ich denke, dass man Das ganz einfach beantworten kann. Bez. Feuerwerk wird immer
    argumentiert, dass man mit Krach machen die bösen Geister vertreiben will um nur1 Beispiel anzuführen das heidnischer Brauch ist.
    Wer glaubt noch an Geister. Das Problem ist aber nicht das Feuerwerk an sich, sondern die Menge und Häuffigkeit. Es kracht ja nicht nur zu Silvester sondern bis auf das letzte Jahr auch unterm Jahr mehrmals wöchentlich.
    Als ich 1967 damit anfing, war Feuerwerk was wirklich Besonderes. Als einige der 4 oder 5 Firmen in Österreich machten wir im Jahr vielleicht 10 oder 15 Feuerwerken. Hauptsächlich zu Volksfesten und ähnlichem und ein paar für die "gehobene Gesellschaft".
    Ich erinnere mich noch, als wir nach einem FF-Fest Feuerwerk anschließend im Festzelt auf die Bühne mußten und minutenlang beklatscht wurden. Auch "durften" wir bei Gehobenem anschließend bei der Prominenz sitzen und vornehm speisen, so wie z. B. bei einem Fritz Muliar oder einem Peter Nidetzky. Und heute..? Nicht heute sondern schon vor gut 20 Jahren wurden wir beim Aufbau mit einer Schrotflinte bedroht (******* Feuerwerk) oder vor ca. 10 Jahren von Anrainern derart beschimpft, dass es schon peinlich war.Letztendlich erreichten die dann auch, dass sogar bei enem FF-Fest, das eigentlich der Allgemeinheit dienen sollte, das Feuerwerk abgeschafft wurde. DAS gab es aber schon ca. 50 Jahre, war also wie oben angeführt eigentlich schon lange "Brauch".

    Rückblickend auf fast 55 Jahre Feuerwerkserfahrung meine ich, dass die goldene Zeit lange vorbei ist und es seit Jahren stetig bergab geht. Man braucht sich ja bei uns in Österreich nur die Ideen der zust. Behörden so ansehen, welche Auflagen die immer wieder "erfinden" um uns das Feuerwerksleben bei Veranstaltungen schwer zu machen. Und diese Ideen schlagen dann früher oder später nach "unten" durch.
     

  6. Bist gleich wieder über ein neues Verbot gestolpert. Bleigießen ist verboten. Mit Blei, weil das giftig ist.

    Jetzt nur mit Wachs o. Ä.

    Wenn Das so weitergeht, dann dürfen wir zu Silvester zwar schießen, aber nur mehr mit Styroporkugeln.
     
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  7. also nur weil der Brauch neu ist heißt es ja nicht das es keiner ist, Feuerwerk kenne ich seit meiner Kindheit als Brauch zum Neujahr, so wie Knallbonons ziehen mit den Kindern oder das Tischfeuerwerk anzünden das einem alles um die Ohren fliegt, die Kinder sind jedes Jahr schwer begeistert, so sehr das sie ihre anderen Hobbys völlig vergessen

    Bleigießen fehlt uns jetzt schon - selbst meine Kollegin die auf alles und jenes mit Bio und Umwelt achtet, hat den Wachs-Mist letztes Silvester in den Müll geworfen und die Enkeltochter war schwer enttäuscht über das Ergebnis, da sieht man ja in den Wolken mehr

    Feuerwerk heißt für mich das alte Jahr verabschieden - ohne ist es wie eine stumme Demo am 01. Mai ohne das es einer mitbekommt, damit ja keiner gestört wird oder Männertag ohne ein Bier oder Weihnachten ohne Geschenke oder Weihnachtsfeiertag ohne Festessen
     
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  8. Wobei es ja auch Zinngießen gibt. Ich selbst habe weder jemals Wachs- noch Zinngießen gemacht, kann mir aber vorstellen, dass Zinngießen besser funktioniert. Hier als Beispiel:
    Zinngießen
     

  9. genau Zinngießen.... über diesen Umstieg lasse ich mit mir reden
     
  10. Einfach Angelblei kaufen, dann kann man ganz normal Bleigießen...
     
  11. Wobei Zinn sogar den Vorteil hat einen niedrigeren Schmelzpunkt zu haben. Ob das in der Praxis ins Gewicht fällt weiß ich(mangels Erfahrung) aber nicht.
     
  12. ist halt a bisserl teurer
     
  13. Vorteil wäre aber das man es für das nächste Jahr dann wieder wegpacken könnte.
     
  14. Wird da bei mir vom Feuerwerk was unterdrückt oder lese ich da gar nichts davon?

    Da ist doch ein Riesenunterschied ob ich einen Reisighauffen anzünde oder pyrotechnische Sätze.

    Wie man sieht, und ich bin da durchwegs auch auf unserer Seite, scheitern die meisten Versuche kläglich, irgendwelche Gemeinsamkeiten zu finden. Feuerwerk bei uns hat weder langjährige Tradition noch ist das wirklicher Brauchtum.
    Wenn DAS nämlich so wäre, dann wäre die ganze Diskussion hier unnötig.
     

  15. Zitat aus Wikipedia. Übersicht über Brauchformen. U.a.:
     

  16. Zitat aus Wikipedia. Übersicht über Brauchformen. U.a.:
    Neujahrsfeuer (Überformung des Wintersonnwendfeuers, heute weltweit durch Feuerwerk bzw. durch den Weihnachtsbaum ersetzt)


    Eben, das meine ich ja:....
    heute weltweit durch Feuerwerk bzw. durch den Weihnachtsbaum ersetzt).

    "heute und ersetzt" Wenn "heute" Was geschieht, wird das erst in 100 Jahren altes Brauchtum!
     
  17. ich sehe das so... es ist kein neues Brauchtum.. es unterliegt immer einen stetigen Wandel und Anpassung an neue Zeiten... ein gleitender Übergang... also nicht auf einmal etwas neues
     
  18. #194 Edgar Kracher, 12. Mai 2021
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2021
    Brauch
    /Braúch/

    Substantiv, maskulin [der]
    1. [aus früherer Zeit] überkommene, innerhalb einer Gemeinschaft fest gewordene und in bestimmten Formen ausgebildete Gewohnheit

      Finde da jetzt nix, was eine zeitliche Anforderung ausmacht. Deshalb nochmal die Frage wer entscheidet darüber was Brauchtum ist?
     
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  19. Da die alten Germanen schon Feuerräder die Berge runtergerollt haben um Wotan in den Rauhnächten zu besänftigen und man das also schon als Vorläufer des Feuerwerks bezeichnen kann, sehe ich das definitiv Brauchtum an. Punkt.
    Diskussion zwecklos. ;)
     
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  21. Feuerwerk ist, für viele ein Brauch.
    Feuerwerk bringt Freude.
    Feuerwerk setzt Höhepunkte auf Festivitäten und bei Konzerten.
    Feuerwerk schafft Arbeitsplätze.
    Feuerwerk ist sicher, kontrolliert und weniger umweltschädlich als man denken mag.

    Das alles sind Pro Argumente.
    Natürlich kann und sollte man über weniger Plastik usw. genauso nachdenken wie über neue Effekte...aber da tut sich ja schon einiges.

    Habe ich mich schon mal kurz informiert...als Verein hat man da wesentlich bessere Chancen Gehör zu finden.
    @BVPK @VPI
     
  22. und genau so ist es !!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  23. Das Problem beim Wachsgießen ist halt. das es oben schwimmt. Das kann gar nicht so wie Blei funktionieren. Irgendwo hatte ich aber schon mal gelesen, das es hilft, etwas Spülmittel ins Wasser zu geben, um die Oberflächenspannung zu zerstören, dann soll es besser gehen. Hab' das aber noch nie selber ausprobiert, also ohne Gewähr.
    Ansonsten hilft wirklich nur auf Zinn umsteigen, sein Blei anderswo herzubekommen oder mit Wachs halt keine kompakten Figuren, sondern flache "Rohrschach-Tests" zu interpretieren. :D


    mBeim Fasching wird auch der Winter ausgetrieben und mit Halloween ist sogar ein ganz neues Brauchtum bei uns salonfähig geworden, bei dem es nur um böse Geister, Untote und Monster geht. Da sehe ich jetzt keinen Grund. Den hintergrund muss man heute ja nicht mehr so bierernst sehen.

    Die ältesten Katakogseiten, die ich hier gefunden habe sind jedenfalls schon von vor dem Krieg, da gab es definitiv schon Raketen und Tischfeuerwerk. Vermutlich sogar schon um die Jahrhundertwende, mit der Industrialisierung. Für mich erfüllt das alle Ansprüche an ein altes Brauchtum. Das sich das ganze natürlich vom Geisteraustreiben zu einem Massenmarkt der Spaßgesellschaft entwickelt hat ist auch nichts anderes als bei Weihnachten und Ostern, die von christlichen Festen mit heidnischen Ursprungstraditionen zu Geschenk-und Konsumparty geworden sind. Da beschwert sich ja auch keiner über die Müllberge.
     
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