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Foto & Video Bokeh bei Crop-Kamera

Dieses Thema im Forum "Foto- und Video" wurde erstellt von Clef, 27. Juli 2019.

  1. #1 Clef, 27. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2019
    * Editiert von Pyro: Beitrag kopiert aus diesem Thema: *
    Sonstiges - [OT] Andere Hobbys


    Frage an die Fotografen:

    für mehr Bokeh und Wisch im Hintergrund bei Portraits... Bei ner Crop Cam

    85mm 1.8 (eigentlich 127.5mm)
    oder
    50mm 1.4 (eigentlich 75mm)

    kosten beide das gleiche ca.

    Will mehr Freistellen können.

    Fotos mit 50mm 1.8: www.instagram.com/clefbielefeld

    Also, Frage ist: was würdet ihr kaufen?
     
    Saul.Goodman gefällt das.
  2. @Clef
    Sehr schöne Aufnahmen!
     
    Clef und Giga-Knall gefällt das.
  3. Mit Vollformat auf jeden Fall das 85er, bei crop musst Du wissen ob das von der Entfernung noch okay ist. Habe das Sigma Art 85/1.4 an VF für Pferdeportraits, ein Traum. Aber Dichtefilter gleich mitnehmen! Jetz geht nichts mehr ohne wenn ich draußen mit offenener Blende knipsen will...
     
  4. jau. sehr schön. ich weiss es gerade nich. ich glaub mit nem 50er kriegt man das nich so buttrich...
     
  5. Das 85/1,8er von Nikon hat ein Kumpel an der D7500 (also crop), ist an der Nahgrenze auch genial. Und ich gebe zu das 1,4er Art ist halt ein riesen Klotz der die zierliche Df ganz schön schwer macht...mal ganz vom Aufpreis für das1,4er.
    Für Portraits ist natürlich VF schon nochmal besser, aber das 85 1,8er wirst Du nicht bereuen! Seit ich das Sigma habe ist es das Bereitschaftsobjektiv und immer an der Knipse. Das 24-70 2,8er Nikkor liegt fast nur im Schrank...
     
  6. Aber komprimiert das 85er an Crop nich doch etwas stark das Gesicht? Ich bin da recht skeptisch...
     
  7. Ich würde das mal im Fotoladen testen. Ich bin mittlerweile echt wieder auf dem Festbrennweiten-Trip, die Zooms stellen mich nicht mehr zufrieden.
    Ich würde mir überlegen etwas mehr zu investieren und sowohl 50/1,4 als auch 85/1,8 zu holen. Glas ist eine gute Investition und überlebt viele Kameras. Ich habe vorgestern erst mein fast 30 Jahre altes 300/4er Nikkor verwendet für Stoppelfeld-Galoppbilder....wunderschöne Bilder!
     
  8. Vielleicht mal für diejenigen welche zwar immer wieder den Begriff Bokeh hören aber nicht genau wissen was das ist:

    Im Prinzip bezeichnet man mit Bokeh die Art wie die Tiefenunschärfe (also der Bereich des Bildes welcher nicht im Fokus liegt und unscharf ist) sich darstellt. Dazu muss erstmal die Optik so ausgelegt sein das der Hintergrund unscharf ist. Das ist bei großer Blendenöffnung, großer Brennweite und möglichst nahen Fokuspunkt der Fall.

    Heißt folgendes um möglichst unscharfen Hintergrund (viel Tiefenunschärfe) zu bekommen:
    1. Große Brennweite (echte Brennweite, nicht die auf Kleinbild bezogene)

    2. Kleine Blendenzahl (f)

    3. Objekt nah an der Kamera

    1 erklärt warum es mit kleinen Sensoren wie in Handys nicht geht. Habe ich mit z.B. 85mm Brennweite an Kleinbildformat einen idealen Ausschnitt für Portraits in vielleicht 3-5m Abstand so müsste man bei 50mm und Handysensor dazu vielleicht 15m oder weiter weg. Dann wäre aber wegen 3. keine Tiefenunschärfe mehr da. Deshalb gibt es mit Handys nur bei ganz nahen Aufnahmen echte Tiefenunschärfe. Das mittlerweile mit einer zweiten, defokussierten Kamera dieser Effekt digital erzeugt wird ist was Anderes.

    Bokeh nun bezeichnet diese Unschärfe. Und wie die erscheint, besonders wie punktförmige Lichtquellen sich darstellen, ist von Objektiv zu Objektiv sehr unterschiedlich. Gute Portraitobjektive (meist 85er, aber auch 50er und 105er) sind speziell auf ein schönes Bokeh hin konstruiert. Bei vielen Teleobjektiven wird es oft einfach nur verwaschen im Hintergrund. Weitwinkel sind eben wegen 1. generell ungeeignet freizustellen (freistellen nennt man das Motiv durch unscharfen Vordergrund und Hintergrund hervorzuheben).

    Demnach fällt die Wahl für Portraitfotos also auf 50-105mm Brennweite bei maximaler Blendenzahl von 1,8. Und ein DX-Sensor sollte es sein, nicht kleiner. Bei großen Motiven wie eben Pferden ist Vollformat ein echter Vorteil (vermutlich der einzig wirklich relevante mittlerweile).
     
  9. Vlt. gibt's ja einen Foto Stammtisch bei dir in der Nähe. Dort gibt's meistens eine Person mit dem gesuchten Objektiv.
    Btw. hatte ich anfangs an meiner 1100D damals auch ein 50er 1.8 und bin dann auf das 85er 1.8 umgestiegen. Die 50mm waren mir an der Kamera einfach zu weitwinkelig. Heutzutage nehme ich am liebsten mein 70-200 F4 IS mit, wenn ich Portraits draußen mache. Das ist mir flexibler und auch schon bei F4 ausreichend scharf. Der IS hilft mir dazu nochmal. In zwischen Fotografiere ich aber solche Sachen ausschließlich mit KB
     
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  11. #13 Clef, 2. Aug. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 2. Aug. 2019
    Oh das is aber schon kräftig im Freistellen :D Vielleicht sollte ich mir wirklich das 85mm holen.
    Hatte geshen das Handies mittlerweile auch schon nich ganz schlecht darin sind.
     
  12. An crop wäre das 135er zu heftig, da musst ja ewig weit weg vom Motiv. Probiere einfach mal das 85/1.8 und das 50/1.4 aus...
     
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  13. Hier nochmal ein Pferdeportrait mit dem 135er an VF. Die Freistellung ist heftigst, da ist es egal wo Du Fotos machst....es gibt keinen Hintergrund mehr, nur das Motiv. Ich liebe das ja...
    Die Schärfe im Fokusbereich ist abartig, dieses Glas ist wirklich oberste Spitzenklasse. Finde es für diese Leistung richtig preiswert...

     
  14. Kommt immer darauf an, was man genau vorhat;)
    Das Bild ist mit einer Canon 7D2 mit 300/4.0 entstanden, Entfernung knapp über 1,5 Meter.
    Natürlich funktioniert das nur bei entsprechend kleinen Objekten gut. Hat gegenüber einem Makro-Objektiv den Vorteil, dass man ein ganzes Stück weiter weg ist (Meter anstatt Zentimeter).

    Aber generell stimme ich dir zu, 135mm an Crop ist oft schon zu viel.
     
  15. Ich würde das 50mm (~75mm Crop) bevorzugen. Zumal 70-75mm dem menschlichen Auge entsprechen. Für Portraits würde ich nicht über 145mm gehen. Und vor allem mit Graufilter abblenden.

    Das Problem ist die Offenblende. Bei Altglas meist nicht zu gebrauchen. Viele CAs oder matschiges Bild. Im mittleren Blendenbereich sind Altgläser aber oft gut zu gebrauchen und günstige Alternativen.
     
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  16. Ja, mit dem Tele an der Nahgrenze kann man auch gut freistellen, auch wenn das Bokeh meist nicht an Portaitobjektive rankommt. Offene Blende trennt bei lichtstarken Objektiven die Spreu von Weizen. Und da merkt man warum ein 50/1.4 Sigma Art eben fast 1 k€ kostet. Wenn man sich sicher ist das man beim Hobby bleibt würde ich im Profibereich schauen. Sigma ist mit der Art-Serie zur Zeit ganz vorne wie ich finde. Ansonsten das 50/1.4 vom Kamerahersteller (ca. 400 Euro) oder das 85/1.8 im ähnlichen Preissegment. Drunter würde ich nicht gehen, lieber was gebrauchtes.
     
  17. Also wenn 50 1.4 und nicht das aktuelle Sigma, dann wenigstens den Vorgänger. Selbst das ist besser als da Canon. Das 1.4 von Canon ist offen ziemlich weich. Da kann man auch entweder zu Altglas greifen für den gleichen Look oder abblenden für eine bessere Schärfe. Dann kann man aber auch wieder gleich zum 1.8 STM greifen und Geld sparen...
     
  18. So, hab eben das Nikkor 85 1.8 für 475€ geordert. Gegenlichtblende is dabei.

    Gestern noch geguckt das 50 1.4 zu 1.8
    minimalst ist, im dunkeln hast du dann
    statt 1/30 eben 1/50 aber hab da kein
    Grund für.

    Wollte ja mehr Freistellung und die gibs effektiver eher durch grössere Brennweite.
     
  19. Jup, 85/1.8 stellt besser frei als 50/1.4
    Sehr gute Wahl, wirst nichts bereuen.
     
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  20. Besorg Dir noch ein ND Filter, würde so 2-3 Blendenstufen nehmen. Jedenfalls wenn Du draußen knipsen willst...
     
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  21. Hatte ich bei Krolop und Gerst gesehen:

    tatsächlich weniger Licht aber selbe Freistellung.
     
  22. #24 sureshot, 5. Aug. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 5. Aug. 2019
    Vielen Dank für diese ausführliche, und auch für absolute Laien (wie mich) verständliche Erklärung!

    Habe mal kurz über dieses Thema geschaut, weil mir die Überschrift schon völlig unverständlich war. Und auch die anderen Beiträge waren für mich nahezu unverständlicher Fachjargon.

    Ich kenne mich null mit sowas aus, und mache nur mit dem Handy Bilder. Nach dem Motto wenn es scharf ist, passt es. Eine richtige Kamera mit ihren unzähligen Knöpfen und Einstellmöglichkeiten würde mich hoffnungslos überfordern... bin hier bekennender Muggel.

    Was mir jetzt noch fehlt... was ist eine Crop Kamera?

    Danke nochmals!
     
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  23. Freut mich wenn es Dir eine Hilfe ist!
    Crop bezeichnet den Faktor um den sich der Bildausschnitt bei einer Kamera gegenüber einer Vollformatkamera (also einer Kamera mit einem Bildsensor so groß wie ein klassischer Kleinbildfilm) aufgrund des kleineren Sensors verkleinert. Das kann man sich so vorstellen das bei einem Objektiv bestimmter Brennweite in der Abbildungsebene ein Bild erzeugt wird was einen von der Brennweite abhängigen Maßstab hat. Nehme ich nun einen kleineren Ausschnitt davon ist das genauso als würde ich den großen Ausschnitt nehmen aber ein Objektiv mit mehr Brennweite (was sozusagen näher ranholt). Crop sagt Dir dabei wieviel größer die Brennweite bei Kleinbildsensor wäre die ein identischen Bildausschnitt wie Dein Sensor erzeugt. Dabei muss das Objektiv natürlich so konstruiert sein das es in dem größten geforderten Bereich sauber abbildet, einen Teil davon zu nehmen ist kein Problem. Sprich Kleinbildobjektive gehen an crop, umgekehrt nicht.
    Bei Sigma tragen die Objektive für crop-Sensoren die Bezeichnung DC, DG ist Vollformat. Nikon nennt die kleinen Sensoren DX, Vollformat FX.

    Generell stehen die kleinen Sensoren den großen nicht mehr so viel nach, für Tierfotografen welche sowieso meist genug Licht haben, kann der crop ein großer Vorteil sein, die kleinen Defizite im low-light Bereich spielen da keine Rolle.

    Vollformat braucht man im Prinzip wenn man eben maximale Freistellung will, ansonsten reicht ein crop-Sensor. Im Profibereich kommt man halt aufgrund der Produktphilosophie nicht um Vollformat herum. Man kann jedoch bei vielen Kameras auch nur einen Teilbereich des Sensors nutzen um zum einem quasi zu vergrößern aber vor allem kann man die Bildrate erhöhen was für Sportfotografen zusammen mit Autofokus und Lichtempfindlichkeit extrem wichtig ist.
     
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