Bestimmung Datenschutz im Fw-Forum

Dieses Thema im Forum "Gesetze und Bestimmungen" wurde erstellt von Dobi, 22. Okt. 2018.

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  1. Evtl. ist das hier doch ganz intressant und Punkt 3 könnte genau hier doch zutreffen (es war ja eine Versammlung):
    Quelle: Fotos und Videos ohne Einwilligung veröffentlichen

    Ausnahmen vom Einwilligungserfordernis
    § 23 Abs. 1 KUG sieht jedoch einige Ausnahmen vor, in denen die Veröffentlichung von Aufnahmen auch ohne Einwilligung der abgebildeten Person(en) zulässig ist. Das ist der Fall bei:

    1. Bildnissen aus dem Bereich der Zeitgeschichte,
    2. Bildern, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen,
    3. Bildern von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben und
    4. Bildnissen, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
     
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  2. O.K. Mann sollte auch weiterlesen:

    Die Veranstaltung muss allerdings in der Öffentlichkeit stattfinden. Rein private Veranstaltungen sind nicht erfasst.

    Also doch nix.
     
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  3. Es gibt immer verschieden Charaktere, das sieht man ja auch hier im Forum. Mir wurde hier ja auch schon mit Strafanzeige gedroht, weil ich meine Meinung dargestellt hab.
    Daher wundert es mich nicht, dass da jemand dabei war, der gleich die ganz große Keule schwingt. Die Frage ist halt immer, was dahinter steckt. Manche wollen auch einfach nur sofort richtig einschüchtern, ziehen aber nie Konsequenzen.

    Ich verstehe vollkommen die Leute, die nicht im Internet auftauchen wollen. Umgekehrt muss man aber auch irgendwie berücksichtigen, dass der Filmende nicht beliebig alles rausschneiden oder maskieren kann. Der Aufwand dafür steigt irgendwann unverhältnismäßig an.

    Als einzige zuverlässige Lösung sehe ich eigentlich nur, dass der Veranstalter unmissverständlich klar macht, dass die Anwesenden gefilmt werden und dass sie wenn sie das nicht wollen fernbleiben müssen. Alternativ muss man das Filmen bzw. die Veröffentlichung komplett verbieten.
    Der Filmende kann ja gar nicht von jedem Einzelnen, der mal im Bild landet das Einverständnis einholen. Das ist schlicht nicht praktikabel. Daher sollte das der Veranstalter pauschal machen.
    Wenn man da keine sinnvolle Lösung findet, dann ist das am Ende zum Nachteil aller, denn dann macht sich keiner mehr die Mühe zu Filmen und die Ergebnisse zu teilen.
     
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  4. Wie gehen Menschen mit solch Sorgen eigentlich mit den ganzen Kameras, Dashcams und Bodycams in der Öffentlichkeit um?
    Wenn ihr zufällig durch eine Presseaufnahme/TV oder sonstiges lauft landet ihr doch sogar ohne gefragt zu werden im TV.
     
  5. #55 666, 24. Okt. 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. Okt. 2018
    Bei all den Regeln und Diskussionen stellt sich mir immer wieder die Frage was und wer hier eigentlich geschützt werden soll?

    Ich sehe in 90% der Fälle eigentlich nur einen bedenklichen Hintergrund. Da werden zweifelhafte oder z.T. verbrecherische Aktionen/Leute geschützt. Herzlichen Glückwunsch. Auch sollte man sich die Frage stellen, ist das was ich tue wirklich korrekt, wenn es keiner wissen darf? Hier wird durch eine Keule wieder mal zweifelhaftes geschützt. Die DSGVO hat jedenfalls nicht erreicht, dass ich keine 150 Spam Mails mehr am Tag bekomme, was ich für abschaffungswürdig halten würde. Stattdessen wird seriösen Firmen das normale Geschäfft erschwert. Auch schaft es dieses Land nicht ausländischen Firmen zu untersagen mit einer Deutschen gefakten Nummer bei mir anzurufen, wo ich zu 99% Betrug unterstelle. Stattdessen wird der letze unwesentliche Pups intern behandelt ohne Sinn und Verstand. Das sich hier immer ein par unglückliche finden, die das toll finden ist klar, aber der Bezug zum normalen Leben, der Realität geht komplett verloren. Die Polizei kann nicht vernünftig arbeiten, Verbrecher werden geschützt. Ich hätte vor dem filmen des Diebstahls halt um Erlaubnis fragen müssen. In meinem eigenen Laden! Und wenn ich eine Kamera auf Kleinartikel unter ein Euro richte ist das unverhältnissmässig, die darf ich mir ruhig klauen lassen, bevor ich den armen Kunden damit belästige gefilmt zu werden wie er einen Lutscher kauft/klaut! Und wenn ich einen erwischt habe (innerhalb von 3 Tagen, weil länger darf man nicht aufzeichnen!) darf ich den Beweis nicht mal der Polizei geben ohne Anordnung. WOW welch ein Fortschritt! Auch darf die Polizei mir ohne Anwalt nach einer erfolgreichen Ermittlung nicht mitteilen, wer mich den nun beklaut hat! Darf man das dann noch zivilisiert und zielführend nennen? Da sagen die einen richtig so, aber das sind auch die gleichen die "Frechheit" schreien, wenn der Lutscher teurer wird und ihn dann doch lieber klauen.

    Carsten
     
  6. Was für Sorgen ?

    Aufnahmen von "Kameras, Dashcams und Bodycams" von Autofahrern,Polizei und Co werden wohl neuerdings unzensiert ins Internet gestellt? :confused:
    Also ganz ehrlich wenn ich von weitem mal in meinem Leben ein Kamerateam sehe,was wohl bei mir 1x im Leben vorkommen wird oder auch nicht..?..Dann mache ich einen Bogen drum rum wenn ich nicht gefilmt werden will?:confused::confused:
    Irgendwie geht das Filmen auf einer Veranstaltung an Deinem Post vorbei.
     
  7. Dashcam Videos im Internet gibt es wahrscheinlich Millionen...
     
  8. Mit unkenntlich gemachten Gesichtern und Kennzeichen.Zumindest in Deutschland ist das meiner Kenntnis nach Pflicht.
     
  9. ..... und sind in Deutschland nicht zulässig.
     
  10. Und dennoch fahren wir 2 Stück spazieren und sie werden immer häufiger als Beweismittel zugelassen.
    Auch nach einer Verkehrskontrolle liefen sie weiter.
    Nachbars Corvette hat sie bereits vom Werk aus verbaut.
    Solang kein Kläger interessiert es keine Sau wer etwas wo hochläd oder filmt.
    Zur Auswahl-Zeit für die Dashcam habe ich reichlich (viele in DE aufgenommene) Beispielvideos gesichtet, die Zensierten bewegten sich im Prozentbereich.
     
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  11. Einmal ganz ehrlich: ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die wie Dobi sich die Mühe machen, auf Veranstaltungen zu filmen, ihre Freizeit opfern, um das Video zu schneiden und ins Internet hoch zu laden, damit andere Menschen die aus Zeit- oder anderen Gründen an der Veranstaltung nicht teilnehmen könnten, wenigstens ein Videoclip ansehen können. Hut ab!!!

    Wenn ich dann lese, dass es Teilnehmer gibt, die nichts Besseres zu tun haben, diese Menschen mit Rechtsmitteln zu drohen, weil ihr ach so geheimes Gesicht oder ihr belangloses Kennzeichen auf dem Video sichtbar ist, was KEINEN, aber wirklich KEINEN interessiert, platzt mir der Kragen. Warum bleiben solche Leute nicht einfach daheim oder kleben ihr tolles Kennzeichen einfach ab? Es wird sie niemand vermissen.

    Ich fände es schade, wenn sozial veranlagte Menschen aus Frust ihre absolut ehrenvolle Arbeit einstellen würden, wegen einiger weniger Schulmeistern. Die DSGVO ist aus meiner Sicht Pisse und handwerklich maximal schlecht gemacht. Vereine und kleine Gruppen wie freie Fotografen haben die Probleme und Großkonzerne juckt es nicht.


    Viele Grüße

    Jennifer

    PS: ihr dürft mich gerne auf allen Feruerwerken und Resteschießen filmen.
     
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  12. War das zufällig son Typ mit Deutschlandhut und sächsischem Dialekt?

    "Sie haben mich ins Gesicht gefilmt!... "

    Immer diese Hutbürger. ;)

    Spaß beiseite. Kannst ja nochmal fragen obs ok wär, wenn das nochmal anonymisiert hochgeladen wird. Ich denke dann wird keiner was sagen. Die DSGVO ist nicht gerade einfach. Soweit ich weiß haättest du schon vorm Zeitpunkt der Aufnahme fragrn müssen. Aber wo kommen wir da hin?!
     
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  13. Uff, harter Tobak...

    "Wer nichts zu verbergen hat, hat bereits alles verloren", lautet zumindest meine Devise.

    Das beziehe ich aber keinesfalls auf das "Zündelevent", sondern auf staatliche Überwachung.
     
  14. #64 Jenny, 24. Okt. 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. Okt. 2018
    Hallo Carsten,
    Da kann ich Dir ganz konkret Auskunft geben ich bin in einem Verein, in dem drei Leute (von 100) nicht gefilmt werden wollen :

    Der Erste will nicht, weil er auf dem Film/Foto immer viiiel dicker/unvorteilhafter aussieht als in Echt.
    Der Zweite hatte Bedenken, dass sein Chef sieht, was er macht, wenn er offiziell Homeoffice macht.
    Der Dritte will generell nicht gefilmt werden, ohne Angabe von Gründen. Ich habe den Eindruck, dass er selbst nicht weiß, warum er das nicht will.

    Zum Glück gibt es noch die anderen 97%, sonst wären wir in der Öffentlichkeit unsichtbar und irgendwann wohl auch nich mehr da. Neulich hatten wir ein Fest und es haben sich Zuschauer zu uns gesellt. Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich sie nicht weiter schicke, denn von den Leuten hatte ich ja keine Genehmigung...


    @Mathau: ich habe durchaus private Sachen die nicht in die Öffentlichkeit gehören. Aber ich stehen zu meinen Hobbies, zu meinen Interessen und zu meiner Meinung. Ich verliere damit nichts, ganz im Gegenteil.

    Viele Grüße

    Jennifer
     
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  15. Zu Beginn des Treffens hat der Fotograf ein Gruppenbild von fast allen Teilnehmern gemacht. Das werden wir nun wahrscheinlich niemals zu sehen bekommen. Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut.
     
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  16. Das ist nicht ganz korrekt, für das Gruppenfoto wurde die Frage nach dem Datenschutz gestellt also ist es wohl Quasi Safe. Und wenn da jetzt jemand nicht erkannt werden möchte wird da halt ein verpixeltes Gesicht drauf sein, na und? ;)
     
  17. Wer da nicht zu sehen sein will, der stellt sich doch erst gar nicht da hin.:rolleyes:
     
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  18. #68 666, 25. Okt. 2018
    Zuletzt bearbeitet: 25. Okt. 2018
    Welch weltbewegendes Argument ... ich schiebs in die Schublade komisches Ego.

    Das ist genau das was ich meinte, wieso soll der Chef für etwas zahlen, was er nicht bekommt.
    Gut das es die DSGVO gibt, da kann mann solches Treiben vertuschen.
    In anderen Ländern klären die ratz fatz Verbrechen auf mit Kameras auf der Autobahn und an den Grenzen, ja das ist schlecht, für die Verbrecher, sowas geht auf keinen Fall.

    Klar macht jeder mal was "komisches" wovon keiner was wissen soll, aber wir haben es hier geschafft diese Tätigkeiten ganz ungeniert durchzuführen, man muss sich gar nicht mehr die Mühe machen "aufzupassen". Das Ziel dieser Entwicklung ist sehr gefährlich.
    Aber Hauptsache die drei Idioten fühlen sich wohl.

    Ja dann wissen wir ja jetzt für welche Menge an Leuten mit welchen Argumenten hier sehr viel mehr Leuten Stress gemacht wird, unnötig Kosten generiert werden und auch Vereine oder sinnvolle Einrichtungen dicht machen.

    Für Erinnerungsfotos aus dem Kindergarten muss man sein Einverständnis geben. Bei dem Sankt Martin Zug darf man keine Fotos machen von kleinen glücklichen Kindern die Stolz Ihre Laternen tragen, könnte ja ein nicht eigenes auf dem Bild sein. Fürs Familienalbum, herje, ja das geht gar nicht.

    Was ist das für ein Schwachsinn. Und auf der anderen Seite postet jeder noch so erdenklichen Müll freizügig in den sozialen Medien.
    Habt ihr euch nie gefragt, wieso dieser soziale Medien Kram GRATIS ist? Weil der Zuckerberg so ein Menschenfreund ist und er seine Millionen mit anonymen Spenden gemacht hat? weil all die Technik kein Geld kostet?
    Das alles geht, aber ein Foto oder ein Film von einer Freizeitveranstaltung ne, dass kann man nicht zulassen.

    Hier läuft was gewaltig schief.

    Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt ist genau da, was das Wort schon sagt. Den "komischen" Kram sollte man im privaten Bereich lassen und da habe ich auch nichts dagegen, wenn das geschützt wird.

    Und wie erwähnt die aus meiner Sicht wichtigeren Probleme werden nicht behoben. Im Gegenteil, es wird ein weiteres Werkzeug für kriminelle geliefert.

    Danke für das anschauliche Beispiel, bestätigt meine Sichtweise.

    Carsten
     
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  19. So kann ich dem sogar zustimmen ;)
     
  20. Die Gesetzeslage ist wie sie ist, manche finden sie gut, andere lehnen dies ab.

    Für Dobi tut es mir leid, ich hoffe ihm entsteht dadurch kein Ärger.
    Grundsätzlich sollte man als Veranstalter dieser Aktionen eine rechtlich abgesicherte Formulierung finden, so man denn die Filmerei unterstützt. Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

    Problematisch ist natürlich wenn "gefilmte Personen" eigentlich im Homeoffice arbeiten oder sonstwie beim "Lügen" erwischt werden. Doch dies ist deren Problem... einfach einen Tag Urlaub nehmen und schon ist das Problem erledigt.

    Persönlich lehne ich Aufnahmen von meiner Person - ohne Rückfrage - ab. Juristisch dagegen vorgehen täte ich aber nur, wenn ich das Filmmaterial in respektloser oder böswillig unterstellender Weise mißbräuchlich verwendet sehen würde (Klassiker: Jemand hebt den Arm in einer Auf-und-Abbewegung, politische "Aktivisten" gestalten daraus den Hitlergruß (weil sie nur ein Bild daraus zeigen), ansonsten - wer auf öffentliche Veranstaltungen geht muss damit rechnen sein Gesicht im Internet zu finden.

    Daher - wünsche ich Dobi alles Gute, die hier anklingende Hetze gegen diejenigen, die sich nicht im Internet finden wollen halte ich für unberechtigt.
     
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  21. Dann lebst Du in einer irrationalen Welt. Heute gibt jeder so viele Daten an Dritte weiter - da muss man sich schon fragen wieso Dein Auto auf einer Feuerwerks-Veranstaltung ein Problem sein soll.
    Die Idee, dass man - so man daran teilhaben will (als Aktiver oder Zuschauer) - zustimmt dass ein Bild veröffentlicht wird ist sehr gut. Juristisch kann man gegen Verleumdung/Falschdarstellung immer noch vorgehen.

    Das Problem hier ist, dass viele Leute halt illegale Handlungen ausüben und natürlich besorgt sind die daraus resultierenden Konsequenzen könnten ihnen Probleme machen. Klassiker: Die vielen "Angeber-Bilder" in denen unterm Weihnachtsbaum 300kg Feuerwerk aufgebaut werden... wer solche Fotos macht sollte sie halt nicht veröffentlichen.
     
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