BVPK Demo gegen Einschränkungen

Dieses Thema im Forum "BVPK: Mitteilungen & Fragen" wurde erstellt von Black Cat Flashlight, 4. Nov. 2014.

  1. Also noch mal ganz langsam:
    Es gibt zwei "Standard-Regeln", die von vielen Gemeinden und Orten übernommen werden

    1.)KEINE EInschränkung.
    Man kann am 31.12. ab 00:00:01 Uhr Feuerwerk abbrennen, der letzte Effekt muss am 01.01. um 23:59:59 Uhr beendet sein. Dies sind die klassichen 48 Stunden, die sich aus dem Gesetz ergeben (Verbot vom 02.01. bis 30.12.)
    2.) Einschränkung 31.12 ab 18:00:00 Uhr bis einschliesslich 01.01 00:59:59 Uhr.
    Hier wird aber REINE Knallwirkung eingeschränkt. Dies ist kein bundeseinheitliches Gesetz sondern eine Einschränkung, um ruhebedürftige Bürger auch in der Silvesternacht die Nachtruhe zu ermöglichen. Weshalb ja der Hinweis auf "reine Knallwirkung" bezogen ist.

    Zudem gibt es noch andere Gesetze:
    Die Nachtruhe vor allem: Hier ist ab 22:00 Uhr die Nachtruhe einzuhalten, diese endet am darauffolgenden Tag um 07:00 oder 08:00 Uhr.

    Da wir aber an Silvester ja um Mitternacht Feuerwerk abbrennen ist an diesem Tag die Nachtruhe ausser Kraft gesetzt.

    Daraus ergibt sich
    a.) am 31.12. ab Mitternacht kann jeder ballern so viel er will bis einschliesslich Mitternacht am 01.01. des nächsten jahres.
    b.) was er wo ballern darf wird durch Einschränkungen "eingedämmt"
    1. In der Nacht 30.12 auf 31.12 durch die GELTENDE Nachtruhe. Da Mitternacht "nach 22:00 Uhr" ist kann man erst ab 07:00 oder 08:00 Uhr mit der Knallerei beginnen, bzw. mit Effekten die Lärm machen. Wer einen geräuschlosen Vulkan, ein Bodeneffekt ohne Geräusche oder ein römisches Licht anmachen will darf das tun - es stört die Nachtruhe NICHT.
    2. in der Nacht vom 01.01. auf dem 02.01 gilt analog zu 1.) gleiches, allerdings ist da um 23:59 Uhr Schluss
    3. In der Silvesternacht ist die Nachtruhe aufgehoben. Ergo kann man auch noch um 3:30 Uhr am 01.01. wild ballern.
    4. Es sei denn es gelten die 18:00 - 01:00 Uhr Regeln (oder abgewandelte Formen davon)
    Dann ist es verboten reine Knallwirkung (Salutbatterie ohne Effekte, 1-Schussbombetten ohne Effekt, Chinaknaller, Frösche, Ladycracker, etc) ausserhalb der erlaubten Zeit abzubrennen.

    Sollte nun eine Gemeinde den Abbrand von Raketen, Vulkanen und Batteriefeuerwerk MIT Effektwirkung einschränken wollen kollidiert Landesgesetz bzw. Gemeindeverordnung mit Bundesgesetz. Wer da den kürzeren zieht? Die Gemeinde, der Landkreis, der Ort.
    ABER - ob man sich den Stress antun will mit aufgebrachten Nachbarn zu prügeln, da diese den feingeistigen Unterschied von Flashbang zu Chinaknaller nicht erkennen können - dass muss jeder selbst wissen.

    Es tut mir leid dass Du entweder nicht in der Lage warst meinen kürzeren Ausführungen zu folgen oder Du Dich DUMM gestellt hattest.
    In beiden Fällen solltest Du Dir professionelle Hilfe suchen. Immerhin hat hier einer (ich) versucht unwissenden Personen die nichts falsches machen wollten relevante Informationen zukommen zu lassen.
     
  2. Sorry,

    das Thema des TS und die Diskussion hängen zusammen.
    Es handelt sich ja eben NICHT um ein Totalverbot, lediglich um ein Verbot von Artikeln mit reiner Knallwirkung. Daher könnte er verstanden haben dass eine Demonstration gegen ein Verbot welches nicht existiert keine Demonstration sinnvoll macht.
    Und eine Demonstration gegen eine (sinnvolle?) Einschränkung, dass Menschen die eben nicht zwingend die ganze Silvesternacht durch Knaller geweckt werden sollte auch als sinnfrei erkannt werden. Denn dieser fehlt dann jedwede Zustimmung - von einigen ganz hartgesottenen Knallerfans (die halt einfach woanders feiern sollten - wenn sie sich schlau anstellen) abgesehen.
     
    Minos und derVolk gefällt das.
  3. Boris,

    es ist dann aber immer noch gültig!
    Es geht ja nicht darum dass kaum ein Polizist in Nürnberg "Jagd auf den lautesten Knallerboy" :) macht, wenn Du am 31.12 morgens um 3 einige Kanonis zündest. Aber wirst Du erwischt ist es ein Verstoss gegen die Nachtruhe.
    Das ist bei Dir in Nürnberg am 01.01. morgens um 3:00 Uhr anders. In Bremen hingegen bist Du nach 01:00 Uhr ebenfalls "dran".
     
  4. Du kannst ja was anderes knallen :rolleyes: Muss ja kein Chinaknaller sein.... ein Hessenböller oder eine Hamburgerin.... wenn die Lunte zu kurz ist, tsja, dass wäre dann doof, ebenso wenns Pulver zu feucht wird :)
     
  5. Gehört zwar nicht zum thema,aber ich helfe gern, ich bestelle in Oldenburg bei der Pyrostation,da giebts gute sachen zwar nicht Bremen aber in der nähe,Ausserdem soll diese Woche der erste Bremer Online-Shop für Premium Arikel in Bremen eröffnet werden die haben in der Neustadt einen Verkauf,der schon 2Jahre existiert allerdings nur Posten von Weco im Angebot hatte,mitlerweile spezialisieren sie sich auf Seltene Artikel aller Firmen,bei Facebook kann mann diese Leute unter: Feuerwerk Sonderposten finden!,ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!
     
  6. Ist bei den 48-Stunden-böllern-Städten die Nachtruhe vom 30.12. auf den 31.12. (0 Uhr bis 6 Uhr) und vom 01.01. auf den 02.01. (22 Uhr bis 24 Uhr) aufgehoben?
    Ebenso die Ruhezeiten von 13 Uhr bis 15 Uhr?

    Auf der Recklinghäuser Ordnungsamtsseite z.B. lese ich, das die Silvesternacht zum 01.01. von der Nachtruhe ausgenommen ist.
    Da steht nichts von weiteren Ausnahmen der Nachtruhe oder Mittagsruhe.

    Was steht denn bei euch auf den Seiten der Ordnungsämter?
     
  7. Hier ist nur die Nachtruhe in der Nacht vom 31.12. auf den 1.1. aufgehoben. Explizit für Dortmund wurde mir das auch mal vom Ordnungsamt bestätigt. Die Mittagsruhe gibt es (nicht nur bezogen auf Silvester) längst nicht mehr überall. Viele Städte und Gemeinden haben sie mittlerweile generell aufgehoben.



    Edit: dass jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen kochen darf, nervt irgendwie. Jedes Jahr gibt es viele Unklarheiten sowie Fragen, ob es in Stadt X Einschränkungen gibt. Mir wäre da eine bundesweit einheitliche und eindeutige Regelung lieber, selbst wenn diese gewisse zeitliche Einschränkungen nach sich zöge (z. B. von 31. 12. 16:00 Uhr bis 1.1. 22:00 Uhr). Es wären dann alle Unklarheiten beseitigt und es gäbe auch niemanden mehr, der stark benachteiligt ist, weil seine Stadt Artikel mit reiner Knallwirkung sehr stark einschränkt (31. 12. 22:30 - 1.1. 1:00 Uhr war das Extremste, das ich mitbekommen habe und das ist für die Betroffenen wirklich sehr ärgerlich).
     
  8. Danke, hier in RE gibts die Mittagsruhe von 13-15 Uhr noch.
    Wobei sich die Kleingärtner in meiner Reihenhaussiedlung sich da auch nicht dran halten.
     
  9. Die Föderalismusreform sah u. a. auch eine Anpassung der Abbrennzeiten für Silvesterfeuerwerk vor, aber man konnte sich länderseitig nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Das ist fast immer so, die jeweiligen Landesregierungen sind stets sehr bedacht darauf, möglichst viel Spielraum zu haben, was in einigen Fällen gut, in anderen eben nicht so gut ist.

    Ehrlich gesagt könnte ich mit einer bundesweit einheitlichen Regelung von 16:00 Uhr am 31.12. bis 22:00 Uhr am 1.1. gut leben. Da ich selbst im Silvesterverkauf stehe, komme ich am Silvestertag sowieso nicht vor Vier zum Zünden, meist wird es eher später, und an Neujahr tun mir oft die Füße weh, da bleibe ich lieber in der Butze und räume evtl. noch vorhandene Reste in die Kartons zurück, außerdem sind unsere Silvesterparties immer recht turbulent, da gibs nachher einiges zu tun... :)

    Ansonsten sind Einschränkungen, die sich auf Sachen mit reiner Knallwirkung beziehen, bei Kat.2-Artikeln meiner Meinung nach relativ sinnfrei, es gibt in dieser Kategorie schlichtweg keine Knallartikel, die auch nur annhähernd so laut sind wie Batterien oder Einzelschüsser mit Zerlegern, die Flashbangs vielleicht ausgenommen, aber auch da kann man sich wegen des grünen Aufstiegeffekts darüber streiten, ob das tatsächlich reine Knallartikel sind. Aktuelle Bodenknaller hört man vielleicht in der Straße bzw. im Haus, vor dem sie gezündet wurden, eine Batt hört man im ganzen Viertel.
     
  10. Das wurde vor längerer Zeit schon mal diskutiert. Es war vom Gesetzgeber sicher nicht gewollt, dass ein Flashbangs oder Salutbatterien (die haben auch meist kleine Feuertöpfe oder andere Effekte neben dem Knall) abgebrannt werden dürfen, während popelige China Böller in der Zeit verboten sind. Aber das Gesetz stammt aus einer Zeit, als es noch keine Flashbangs, nicht einmal mit dem heutigen vergleichbares Batteriefeuerwerk gab und auch die meisten Raketen mehr oder weniger ruhige Effekte hatten. Ich will keine schlafenden Hunde wecken....;) (Die weckt man m. E. viel eher, wenn zu Zeiten, an denen Feuerwerk mit ausschließlich Knallwirkung verboten ist, massenweise lautes Batteriefeuerwerk, Flashbangs, Bombenraketen etc. gezündet wird unter dem Vorwand: "Knallen ja nicht nur." Damit handelt man gegen den (ursprünglichen) Sinn und Zweck der Norm (teleologische Auslegung sollte man im Zweifel immer beachten!). Man kann dafür wohl nicht direkt belangt werden, jedoch steht zu befürchten, dass der Gesetzgeber irgendwann diese durch die rasante Entwicklung auf dem Feuerwerksmarkt enstandene Lücke entdeckt und radikal schließt. Z. B. dass Städte sämtliches Kat. 2-Feuerwerk zeitlich einschränken können. Davon wären dann auch Fontänen, Vulkane, RöLis, Schüttraketen (+ heutige leise Batterien) und was sonst noch nicht viel Krach macht, betroffen, deren Einschränkung der Gesetzgeber ursprünglich ja nicht wollte. Daher finde ich auch "Ratschläge", dass man Batterien, Flashbangs etc. ruhig zünden kann, bedenklich.)
     
  11. Ich weiß, was du meinst, habe aber die Erfahrung gemacht, daß vorauseilender Gehorsam nichts bringt. Einschränkungen im Feuerwerksbereich fußen fast ausschließlich auf Beschwerden, die es immer gibt, egal ob ein Ladykracher oder Cobra 6 gezündet wird (im übertragenen Sinn gesprochen), da bestraft man sich letzten Endes nur selbst. Im Zweifelsfall werden dann halt aus nichtigen Vorkommnissen rechtliche Sachzwänge abgeleitet, um das gewünschte Resultat zu erreichen, das meist von Anfang an vorgezeichnet ist, so geschehen vor Jahren mit der Paintball/Airsoft-Szene... ...und was hat man sich da seitens der Anhänger dieser Disziplinen nicht verbogen, um sich nur möglichst leise an den berühmten schlafenden Hunden vorbeizuschleichen, geholfen hat es letztendlich nichts; als Paintball/Airsoft-Spieler muß man fürs ernsthafte Betreiben seines Hobbys (also abseits vom üblichen Peng-Peng auf den hiesigen Plätzen) ins europäische Ausland gehen. Bestimmten politischen Kreisen ist die Sache halt ein Dorn im Auge, da beißt man als Otto Normal so oder so auf Granit, und die geben keine Ruhe, bis sie erreicht haben, was sie wollen.

    Ähnlich sieht es im Feuerwerksbereich aus, was man immer wieder mitkriegt, wenn man mal einen Blick hinter die Kulissen wirft. Du weißt doch selbst, wie es läuft - in einer Stadt mit 500.000 Einwohnern können sich 499.999 davon so gut betragen, wie sie wollen, darüber wird kaum berichtet oder gesprochen, aber der eine faule Apfel, der mit einem illegalen Blitzböller einen Briefkasten sprengt, wird zum Fanal für den Untergang des Abendlandes hochstilisiert, so jedenfalls kommt es in der Berichterstattung manchmal rüber. Sicher spielt da der Wunsch der Medien nach Sensationen eine Rolle, aber nicht selten steckt auch Methode dahinter, und zwar eine ziemlich perfide - hau' den Leuten die Negativschlagzeilen nur lange genug um die Ohren, bis die öffentliche Stimmung kippt, dann reite mit deinen simplen Verbotsforderungen in die Arena und du bekommst Beifall. Einfach, aber effektiv.

    Ich bin kein Freund von Kopf-durch-die-Wand, schon allein aus Rücksicht auf meine Mitmenschen. Es gibt aber Grenzen, deren Überschreitung ich nicht akzeptieren kann und will, da hört bei mir jegliches Verständnis auf. Dazu gehört vor allem das Ausnutzen meiner grundsätzlichen Bereitschaft, mich an bestehende Gesetze zu halten, um mir Quark unterzujubeln, der nichts weiter ist als das Gassiführen einer politischen Agenda mit dem Ziel, das eigene Klientel zufriedenzustellen.
     
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  12. Die ausgewogene Mischung macht es - einerseits stimme ich Dir zu. "Brav sein" bringt nichts, weil die Gegenseite so wieso ALLE Feuerwerksartikel als zu verbietendes Teufelswerk hochstilisieren. Ergo kann man - im legalen Rahmen - tun was man will.

    Andererseits stellt sich halt auch die Frage nach dem "ich will meine Nachbarschaft ärgern".

    ich finde ja, wer die Möglichkeit hat friedlich 500m weiter zu gehen, ggf. in die Nähe einer vielbefahrenen Strasse (nicht zu nah!) und dort oder im angrenzenden Gewerbegebiet zu zündeln sollte dies tun und eben nicht darauf bestehen 500 Flashbang morgend um 4:00 Uhr am 01.01 zu zünden.

    Wenn aber die Gegebenheiten nix zulassen, d.h. man kann entweder aufhören oder halt sich Ärger zuziehen, dann bin ich fürs Ärger-zuziehen. Warum? Weil ich mich nicht vor diesen Leuten in den Dreck werfe. Es bringt nix. Egal was man tut, solange man nicht mit "dem Mist" aufhört, das Geld der NPD (oder wem auch immer) spendet und in den Chor der "Brot-statt-Böller (gemeint sind jedwede ptG) einstimmt, die werden NIE zufrieden sein.

    Diese Bedenkenträger, Beschwerdeführer oder vulgo "Feuerwerksfeinde" sind da wie die ISIS im Umgang mit "Ungläubigen". Entweder man konvertiert oder man "stirbt". Und da ich nicht konvertiere "sterbe" ich halt.

    Eine Demo dafür, dass man in der Silvesternacht rund um die Uhr reine Knaller zünden kann halte ich aber für kontraproduktiv.
     
  13. Das ist kein vorauseilender Gehorsam. Aber man muss auch nicht mit aller Gewalt Gesetzesänderungen provozieren, die sehr wahrscheinlich eine Verschlechterung bedeuten. Der Gesetzgeber wollte Gemeinden ermöglichen, Feuerwerkskörper die den meisten Lärm verursachen, zeitlich einzuschränken. Vor 1998 waren das reine Bodenknallkörper. Dem reinen Wortlaut nach fallen viele heutigen Artikel nicht darunter, die erheblich lauter sind als Böller, Kanonenschläge & Co. Werden nun in Zeiten, in denen eine Beschränkung gilt, haufenweise laute Batterien, Bomenrohre etc. abgebrannt, eine ungewollt sich ergebene (scheinbare? s.u.!) Gesetzeslücke ausnutzend, wird sich Gemeinden beklagen und der Gesetzgeber reagieren (zumal die Stimmung gegenüber Feuerwerk seit Jahren ziemlich negativ ist). Eine adäquate Vorschrift wäre heute viel schwieriger zu formulieren und da Feuerwerk keine starke Lobby hat, eh nur eine Lästige Nbensächlichkeit ist, wird man nicht groß differenzieren, sondern mit dem Holzhammer draufschlagen und Gemeinden ermöglichen Feuerwerk komplett einzuschränken. Das jedenfalls meine Befürchtung.

    Dürfte man hier FW "mit ausschließlich Knallwirkung" erst ab 18:00 abbrennen und ich zünde um 12 Uhr ein paar TK XXL (Ham ja auch Mini-Feuertöpfe :rolleyes:), könnte man mich vermutlich(?) nicht belangen. Ich müsste mich aber nicht wundern, wenn ich demnächst vor 18:00 Uhr gar nichts mehr darf. Wobei noch fraglich ist, ob ich, sollte es hart auf hart komme, wirklich nichts zu befürchten habe. Einem Bürger mit einigermaßen gesunden Menschenverstand kann abverlangt werden (und wir es in manchen Fällen auch), dass er sich auch über den Sinn und Zweck einer Norm Gedanken macht. Wie das in dem Fall ein Richter sehen würde, ist ungewiss.

    Vorauseilender Gehorsam wäre, wenn ich meine Aktivitäten auf die Stunde um Mitternacht beschränken würde. Das wäre das Wunschdenkens unseres Ordnungsamtes, bzw. zumindest eines Mitarbeiters, der mir das vor Jahren mal schwarz auf weiß geschrieben hat (Begründung: Rücksicht auf die Mitbürger). Ich hatte nur angefragt, ob es hier Einschränkungen gibt. Ich denke aber nicht daran, mich freiwillig so einzuschränken, sondern bewege mich im (eindeutigen) gesetzlichen Rahmen, - wobei ich niemandes Nerven über Gebühr strapazieren, nicht 6 Stunden lang an der gleichen Stelle vor Häusern ununterbrochen Kanonenschläge zünde o.ä.
     
  14. Adnan und Minos,

    ich persönlich will ja eben nicht meine Nachbarn über Gebühr strapazieren und denke, daß mein gesunder Menschenverstand durchaus funktioniert. Alles, was Lärm und Dreck macht, ist vielen Leuten ein Dorn im Auge, das weiß ich schon aus meiner Zeit als ehrenamtlicher Mitarbeiter eines Veranstaltungsbüros für Straßenfeste. Insofern sehe ich zu, die Belastung für mein Umfeld so gering wie möglich zu halten.

    Das ändert aber leider nichts am bereits genannten Grundsatzproblem, daß die Beschwerdeführer fast immer auf ein Komplettverbot aus sind und da auch keine Kompromisse machen. Der Kompromiß kommt dann vom Gesetzgeber in Form von Einschränkungen, was aber nichts am letztendlichen Ziel ändert.

    Schauen wir uns doch mal an, was Wikipedia zum Stichwort vorauseilender Gehorsam zu sagen hat:

    "Als vorauseilenden Gehorsam bezeichnet man die freiwillige Vorwegnahme vermuteten erwünschten Verhaltens im Rahmen gruppendynamischer Prozesse (Gruppenzwang) Eine Gehorsamsleistung wird dann nicht als Resultat von gesellschaftlich-sozialem Druck erbracht, sondern aus Überzeugung oder um diesem Druck von vornherein zu entgehen."

    Genau das liegt bei Teilen unserer Selbstbeschränkung vor, wir glauben, durch besonderes Wohlverhalten beim Zündeln dem Gesetzgeber klarmachen zu können, daß weitere Einschränkungen nicht notwendig sind. Im Hintergrund arbeiten die Feuerwerksgegner aber weiterhin an Verbotsforderungen, egal ob wir uns nun kasteien oder nicht, insofern sehe ich zwar zu, den Leuten nicht unnötig auf die Nerven zu fallen, aber mehr auch nicht. Wir haben auch Rechte, und die möchte ich doch bitteschön wahrnehmen können, ohne mich ständig erklären zu müssen.

    Dennoch bin ich der Überzeugung, daß man nicht zwanghaft jede Lücke ausnutzen muß, die das Gesetz bietet. Ein kleiner Einzelschüsser mit ein paar Sternchen als Effekt, der viel lauter knallt als die in der Kat.2 tatsächlich erhältlichen Artikel mit reinem Knalleffekt fällt zwar theoretisch nicht unter die Einschränkung, damit unterläuft man aber praktisch gesehen den ursprünglichen Zweck des Lärmschutzes zu bestimmten Zeiten. Das ist kontraproduktiv und riecht nach billiger Provo, was okay ist für einen 14-Jährigen mit erhöhtem Testosteronspiegel, aber erwachsene Menschen sollten klug genug sein, sich nicht auf diese Stufe zu stellen, und wenn schon nicht auf Basis einer konformen Rechtsauffassung, dann doch zumindest aus sozialer Überzeugung heraus.
     
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  15. @Mondfeuer: dann verstehe ich nicht, worüber wir so lang diskutiert haben, denn ich stimme in allen Punkten, die Du eben formuliert hast, mit Dir überein.
     
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  16. Punkt 1, im Großen:
    Eine Demo bewirkt leider herzlich wenig.
    Wir nichtkommerzielle F2 Silvesterzünder haben keine Lobby zur Durchsetzung für uns positiver Änderungen.
    Wo kein Geld und/oder kein Verband hinter steckt, geht politisch kaum was.
    Mit viel Glück würden wir wahrgenommen werden.

    Punkt 2, im Kleinen:
    Ich schmeisse mich nicht in den Dreck, schaue aber, wo ich verantwortungsvoll zünden kann.
    Zum Glück wohne ich in einer nur einseitig bebauten Straße, da haben wir um Mitternacht ordentlich Platz auch für Fächer.

    Ein paar Fußminuten entfernt gibts hier kleinere unbewohnte Industriegebiete, in denen wir tagsüber böllern können.

    Sollten aber selbsternannte Sherrifs versuchen, mir falsche Verbote zu erklären (was im Fernsehen gesagt wird muss ja wahr sein) und aufzudrängen, ziehe ich mein Ding rechtlich korrekt durch.
    Da kamen schonmal Weisheiten wie "erst ab 18Uhr bis 1Uhr darf man".
    Ne hier gibts diese Einschränkung nicht.
    Sollte das hier mal so kommen, bin sicherlich nicht ich daran "schuld".

    Viele Grüße an meine keifende Nachbarin; kann sein, das ich beim Aufräumen einen Karton vergesse wegzuräumen.
    Ist eine Batterie von Lesli.

    Na wer ahnt, welche es wird?
     
  17. @mondf3uer
    "Genau das liegt bei Teilen unserer Selbstbeschränkung vor, wir glauben, durch besonderes Wohlverhalten beim Zündeln dem Gesetzgeber klarmachen zu können, daß weitere Einschränkungen nicht notwendig sind. "

    Könnte den Gesetzgeber im Umkehrschluß aber auch dazu veranlassen die geforderten Gesetzesänderungen erst recht durchzuführen. Denen die sich eh schon vorrauseilend so verhalten schadet es ja nicht und die "alles-verbieten"-Fraktion ist dann auch zufrieden. Zwei Fliegen mit einer Klappe.......:cool:
     
  18. Gesunder Menschenverstand bei Dir :) Nicht wahr.... hihi...
    Ernsthaft - Du hast vollumfänglich recht. 100% Zustimmung.
    Einerseits maßhalten - weil man kein Vollpfosten ist, andererseits aber keine "falsche Zurückhaltung", da eine Selbstkastration eh nix bringt. 1. weil bei 999.999 korrekten Zündlern trotzdem nur der 1 Idiot wahrgenommen wird, 2. weil selbst bei 1.000.000 korrekt handelnden Menschen unsere Feinde es für falsch halten und mit gefakten Argumenten ihre Lobbyarbeit betreiben.

    Einzig im Punkt "Beschränkungen die mich nicht stören" möchte ich anmerken - obwohl auch ich als Sklave brutalster Pyrotechniker/Silvestershopbetreiber (mit der 9schwänzigen Katze getrieben, damit der Ferrari noch ein Geschwisterlein bekommt :) ) schuften muss am "heiligen Tag", viele Normalzündler müssen das nicht. Und denen wird die Tour ganz schon verhagelt wenn sie am 31.12. vormittags (sagen wir 10:00 Uhr) nicht ihre erste Tour mit Chinaknallern drehen können ohne von wütenden Bürgern/gerufenen Ordnungshütern gejagt zu werden.
    Ausser in einigen der wenigen "Lufthol-Pausen", wo man einen Knaller zünden kann, komm ich vor 14:30/15:00 Uhr auch nicht dazu was zu zünden. Aber ich möchte es nciht missen wenn andere fröhlich zündelnd die erforderliche/richtige Geräuschkullisse erzeugen - legal.

    Und darum geht es mir auch bei der "Flashbang ist kein reiner Knaller"-Information. Wenn einem einer was anderes erzählen will kann man legal argumentieren. Das macht den Spass ungetrübt - man ist im Recht, egal was die wütende Nachbarin K oder der zeternde Fussgänger F einem erzählen will.
     
  19. Minos,

    vielleicht haben wir ein wenig aneinander vorbeigeredet, das kommt schon mal vor.

    Adnan,

    wie gesagt, wir machen ja auch einen Silvesterverkauf, daher kenne ich das "Problem", obwohl es das für mich eigentlich nicht ist. Das Verkaufen macht Spaß, bei uns im Laden gehts ja auch nicht so derbe zu wie bei dir, also paßt das schon.

    Auch wenn ich Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gehe, bin ich insgesamt ein eher versöhnlicher Typ. Anfeindungen von Leuten, denen mein Gezündel an Silvester nicht paßt, ärgern mich maßlos, das kann schlimmstenfalls soweit gehen, daß mir das schöne Fest komplett verleidet wird. Ich kann einfach nicht verstehen, daß manche Leute es nicht auf die Reihe kriegen, wenigstens einmal im Jahr ihr egomanisches Gezeter zu schlucken und den Feuerwerksfreunden ihren zu Spaß lassen.

    So... zurück zum Thema Proteste gegen Feuerwerks-Einschränkungen in Bremen und anderswo. Hier ist es m. E. wichtig, auch die Normalzündler anzusprechen, denn von denen ist längst nicht jeder mit solchen neuen Regeln einverstanden, allerdings oft zu faul, dagegen Position beziehen. Da kommen die schon von mir genannten Unterschriftenaktionen gerade recht, denn dazu braucht es keine Anstrengung, sondern nur eine Unterschrift. Finde 10 bis 20 Gleichgesinnte, gebt eurer Aktion gegen die Verbotsunkultur einen griffigen Namen und schwärmt mit Klemmbrettern in die Innenstadt aus, wo dann soviel Unterschriften wie möglich gesammelt werden. Man kann auch Flugblätter drucken lassen bzw. eine Vorlage dafür gestalten und günstig ein paar tausend Mal kopieren und diese zusätzlich zur Unterschriftenaktion verteilen. Der Text eines solchen Flugblatts sollte sachlich, fundiert und so kompakt wie möglich sein, damit der Leser nach wenigen Sätzen weiß, was Sache ist.

    Die Blätter mit den Unterschriften werden zur Sicherheit kopiert und die Originale dann dem Stadtrat/Senat übergeben, entweder per Post oder, was sicherer ist, persönlich, am besten beim Innensenator. Dazu kann man ein Begleitschreiben beigeben, das den Sachverhalt und die Motivation für die Aktion darstellt. Gut wäre auch, mit der lokalen Presse Kontakt aufzunehmen, da schnappt man sich einfach ein paar Zeitungen, guckt ins Impressum und ruft dort mal an oder geht hin. Zumindest eine Randnotiz sollte denen die Sache wert sein. Auch Leserbriefe sind ein Mittel, die Öffentlichkeit zu erreichen, hier sollte man allerdings aus rein persönlicher Sicht schreiben, nach allzu großem Aktionismus klingende Briefe werden meist nicht veröffentlicht.

    Bei allen Aktionen, die man macht, ist es wichtig, immer gelassen zu bleiben und sich keinesfalls provozieren zu lassen, auch wenn es knüppeldick kommt.
     
    DoppelBlitz, Knaller! und sukopyro05 gefällt das.
  20. Diese Fehlinformationen in den Medien, Feuerwerk sei ab 18:00 Uhr erlaubt, sind einfach nicht totzukriegen. Erst letztes Jahr wieder auf einem Radiosender gehört. :mad:

    EDIT: auf der Seite der ARD (Morgenmagazin) ist der gleiche Unfug zu lesen: KLICK (zweiter Kasten)

    Seit Jahren wird das hier kritisiert, machen kann man dagegen offenbar nichts?! Und da dies Fehlinformation seit zig Jahren den Leuten eingehämmert wird, halten sehr viele sie für einen Fakt. :( Man muss sich nur mal etwas im Internet umschauen (habe ich vorhin gemacht), z. B. auf allgemeinen Plattformen zu denen zu allem Möglichen Fragen gestellt werden. Da sind die häufigsten Antworten, dass man Silvester ab 18:00 Uhr zünden darf (meist heißt es dann noch bis 1.00 Uhr). Teilweise wird das mit Links auf Zeitungsartikel oder sonstige Websites "untermauert", in denen das steht.

    Man kann höchstens die betreffenden Medien anschreiben und die entsprechenden Gesetzestexte zitieren. Aber ob das was hilft... :dontthinkso:
     
  21. Danke für den Link, beim Lesen sträuben sich mir die Nackenhaare.

    "behördliche Zulassung (BAM-PI+PII)" ist schon ein Brüller.
    BAM-F2 darf man dann wohl nicht? :eek:

    Gruß, Tom
     
  22. Wobei ich bis 1:00 (oder meinetwegen bis 2:00) überhaupt nicht verkehrt finde,
    alles hat ein Ende und auch ich will in der Silvesternacht irgendwann auch mal schlafen. ;)

    Gerne könnte man den Deal so drehen, das in der Nacht zum 1. irgendwann Schluss ist aber dafür 2 "komplette" Tage (6:00 bis 1:00 + 6:00 bis 22:00) feuerfrei... (ggf. mit den genannten ländlichen Ausnahmen):blintzel:

    Aber diese Fehlinfos, die so massiv und konsequent kommen das jeder glaubt das sei tatsächlich sind komplett daneben. Ich glaube sogar das hat Methode...:mad:
     
  23. Zu diesem " im Fernseh ham se gesacht von 18 bis 01 Uhr darf man" ...

    Ich denke auch, das da System hinter steckt.
    Wiederhole irgendwas nur oft genug, dann wird es "Gesetz".

    Alternativ muss ein uniformierter Schreiberling sein Käseblättchen irgendwie vollbekommen
    Da wird dann was abgeschrieben und ein wenig umformuliert und schon hat man eine Nachricht, in der suggeriert wird, es sei so Gesetz

    Da es in der Zeitung stand, muss es ja auch richtig sein.
    Quark.
     
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