Sonstiges Die Welt der Wunderkerzen

Dieses Thema im Forum "Pyrotechnik allgemein, Erfahrungen, Tipps" wurde erstellt von Papyrus, 23. Mai 2006.

  1. Wunderkerzen

    (Erster Teil)


    Tschinn, Bumm, Krach, Feuer und schon steht PAPYRUS als Neuling in dieser Runde da.

    Nach dieser Einleitung lassen Sie uns zum Thema kommen:

    „Die Welt der Wunderkerzen“.

    Geständnis: Ich habe von 1946 !! bis 1954 !! Millionen von Wunderkerzen erzeugt.

    Man hat öfter von Bränden durch Wunderkerzen gehört. Im Zuge der Modernisierung bei der Herstellung und durch Arbeiten im Sicherheitsbereich wurde eine EU-Norm beim CEN ausgearbeitet. Beim CEN wurden EU-Normen für diverse Feuerwerkstypen erarbeitet. Diese sind aber noch nicht in Kraft! Zurzeit wird in Brüssel an einer „Europäischen Richtlinie“ gebastelt. Erst wenn diese Richtlinie existiert, können die Normen, (nach einer weiteren Bearbeitung zur Angleichung an die Anforderungen der Richtlinie!) für verbindlich erklärt werden.

    Deutschland hat die EU-Entwürfe als Normen (DIN EN 14035-XX) veröffentlicht. Eine Verpflichtung, Feuerwerkskörper nach diesen Normen herzustellen, besteht nicht! Noch gelten die Vorschriften des Sprengstoffgesetzes, die in einigen Punkten mit den Normen nicht übereinstimmen.

    Geregelt wurden im Detail: Abbrandgeschwindigkeit, Durchbiegung der Drähte beim Abbrand, Satzmassen, verbotene Mischungen und Substanzen, mechanische Festigkeit (Rütteltest), Handgrifflänge, Art der Verpackung und deren Inhalt sowie die Beschriftung der Verpackung (incl. Schriftgröße), Vorschriften für die Zulassungsprüfung (Typ Test), Prüfanweisungen für die Qualitätssicherung (Batch Test), Fehlerkatalog, Qualitätsgrenzlagen (AQL), Stichprobenpläne, u.v.a.m.

    Darauf folgen gut erklärte Hinweise zur Handhabung.

    Zeitungsartikel und auch das Fernsehen bringen zur Weihnachtszeit in den Rubriken: „Gut beraten“ oder „Wie mache ich das“?, etc, groß angelegte Aufklärungsschriften zur Brandverhütung. Diese beinhalten Tipps wie Wasser bereitstellen, Abstand halten von brennbaren Papier- und Plastikstücken im angegebenem Bereich, Christbaum nicht in zu warmen Räumen lassen (es fallen die Nadeln ab weil Zweige zu schnell verdorren), neuerdings Wasserschalen am Boden unter dem Baumabschnitt, sodass der Christbaum sich lange grün erhält, oder Anzünden der Wunderkerzen möglichst unter Erwachsenen Aufsicht.
    Ja, dann dürfte fast nichts passieren.

    Was den Hauptanteil der Mischung für Wunderkerzen betrifft, wäre das Bariumnitrat zu erwähnen. An sich sind lösliche Bariumverbindungen (wasserlösliche und magensäurelösliche) ein Magen- und im weiteren Sinne ein Blutgift. Bitte um etwas Ruhe.
    Zur Beruhigung: Bis heute sind keine ernstlichen Vergiftungen bekannt.

    Im europäischen Raume sind von 1900 bis heute gut 10 Milliarden Wunderkerzen erzeugt worden, wenn nicht erklecklich mehr. Dazu werden nicht die in China und neuerdings in Indien erzeugten gerechnet. Wenn Sie dieser Summe die äußerst wenigen Fälle an leichten Übelkeiten gegenüberstellen, dann ist die Giftwirkung mikroskopisch klein?
    Ja, aber zu bedenken: Das Angreifen der und das Entzünden, birgt infolge der glatten Außenhaut und der äußerst schwer löslichen Wunderkerzenmasse keine Gefahren. Die Gefahren lauern, beim Aufnehmen durch den Mund. Das kommt dann vor, wenn, kleinere Kinder nach dem Einkaufen auf dem Kindersitz in die Einkaufssachen greifen und an den Säckchen mit dem bunten Aufdruck lutschen oder nuckeln.

    Großer Schreck der Aufsichtsperson. Hilfe, WAS TUN?

    Bitte jetzt genau aufpassen: Glaubersalz oder Natriumsulfat, eine Chemikalie, in jeder Apotheke als Lösung (flüssig) vorhanden, neutralisiert die Bariumverbindung zu unlöslichem Bariumsulfat, welches total ungiftig ist. Jedoch hat es Nebenwirkungen. Nach der Einnahme von 2-3 Esslöffel Glaubersalzlösung hat das Kleinchen nämlich ein schönes Abführen, sonst nichts.

    Sonstige Möglichkeiten:
    Arzt aufsuchen oder Informationseinholung bei der Vergiftungszentrale (in Österreich: 0043-1-406-43-43-0. In Deutschland gibt es die jeweiligen Bundeslandzentralen. Die Telefonnummer erfahren Sie z. B. aus dem Internet.)

    Papyrus hat diese Kenntnisse weil er:
    a.) Die Ausbildung eines Ing. Chem. absolvierte;​
    b.) Während zweier Sitzungen des CEN-Ausschusses neben Lutz Kegler (Weco) saß und​
    c.) in Österreich als Fachmann beim Beraten des Chemikaliengesetzes mitwirkte und Leute aus der Vergiftungszentrale bat am Ausschuss teilzunehmen.​

    Zahlen kenne ich in Österreich wenige, doch waren es meiner Information nach 2 Fälle, in denen gelutscht wurde. Hilfe war in weiniger als 10 Minuten da. Entweder konnte infolge der Schwerlöslichkeit der harten Wunderkerzenmasse nicht viel aus dem Magen ins Blut übergehen oder das Natriumsulfat hatte große Wirkung, weil sehr viel Flüssigkeit eingegeben wurde und die Kleinen darauf erbrachen.

    Neues Thema: Haben die Wunderkerzen silberne oder goldene Funken.

    Den Lichtwirkungen nach hat ein Strahler oder lichtaussendender Körper, je nach Temperatur des Körpers beim Verbrennen, eine für den jeweiligen Temperaturbereich spezifische Farbe, die aber noch zusätzlich je nach bestimmten enthaltenen Metallsalzen spezifisch beeinflusst wird.

    Das wären die Farben: Rosa, Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Lila, Violett, und wenn die Wellenlängen aller Farben enthalten sind entsteht Weiß. Wiewohl Rot und Grün, sich überschneidend Gelb ergibt (siehe Scheinwerferkegel). Orange und Violett ergibt wiederum Weiß. Üblicherweise ergeben sich diese Farben mit Hilfe von Prismen oder mit Hilfe zweier überschneidend angeordneter, polierter Aluspiegel.
    Funken können nicht im eigentlichen Sinne gefärbt werden, da deren Farbe erst, abhängig nur von der Temperatur, beim Verbrennen und Abstrahlen entsteht.

    Von Gold-, oder Silberfarbe, kann keine Rede sein. Von Gold- oder Silberfarbe sprechen wir nicht objektiv sondern nur subjektiv, beeinflusst durch Erzählungen und Tradition (speziell bei Funken bezeichnen wir alles, was hell leuchtete als silberfarben und das Pendant als goldfarben) Zudem verkauften sich Bezeichnungen wie Magnesium-Wunderkerzen, Elektrische Funkensprüher, Goldfontänen oder Goldregen viel besser.

    Bleiben wir doch, schlage ich vor, bei den lieblichen Schmeicheleien, den romantischen Farben. Ich schlucke ja auch Maigrün, Rosenrot, Himmelblau, Stahlgrün, Bronzerot, die Anlauffarben bei der Stahlhärtung und das schönste Dunkelblau als Stahlbau. Diese Farbenbezeichnungen sagen nichts aus über die Strahlwirkung. Stahlblau ist wunderschön, aber es hat keine Leuchtkraft und trotzdem kann man nicht sagen, es wäre eine müde Farbe.

    Alles subjektiv, alles individuell. Wenn Sie später Farbempfindungen mit romantischen Farben bezeichnen wollen, tun Sie es. Es lockert das strukturelle Scharfdenken viel besser auf, auch um den Lesenden Stimmung zu vermitteln.

    Im Gegenteil, Wunderkerzen, dieser Artikel ist milliardenfach oder weiß Gott wie viele male erzeugt worden. Der Bedarf und die Verwendung reißt jedoch nicht ab. Es muss darin liegen, dass wir uns dieses in der Kindheit erlebte erste Wunder eines sprühenden Etwas, das da am Christbaum hing so verzauberte, dass wir uns den Effekt als Kindheitserinnerung bis heute ins hohe Alter mitgenommen haben.

    Wunderkerzen sind aber auch die kleinsten und billigsten Feuerwerkskörper und wenn das Traumschiff mit den Eisbomben oder Torten beim Abschiedsdiner Batterien von Wunderkerzen brennen lässt, möchte man am liebsten sofort eine Schiffskarte ordern. Es können aber auch zwei sein.

    Damit möchte ich den ersten Teil über Wunderkerzen beenden.

    Fortsetzung folgt nächste Woche.

    Euer Papyrus





    Wunderkerzen
    (Zweiter Teil)



    Geehrte Freunde machen Sie einige Proben selbst, dann werden Sie Mechanismus und Effekte besser verstehen:


    1.)

    Abbrennen einer Wunderkerze (WK) bei Tage aber nicht im Sonnenlicht. Sie werden nur gelbe Funken sehen oder wenn Sie wollen, Goldene, von Silbernen ganz zu schweigen.


    2.)

    Spannen Sie eine WK so ein, daß sie von oben herunterhängt. Fotoapparat auf Stativ geben, je nach Type auf 80-40 cm Entfernung von der WK schieben, dann manuell auf Spitze scharf einstellen. besser sollte der Einstellpunkt 15cm höher als die Spitze sein. Dies deswegen, da immer bis zur Aufnahme etwas dazwischen kommt.

    Wenn man die automatische Scharfeinstellung nicht abschalten kann, dann kleben Sie mit einem winzigen Klebstofftupfer eine runde Papierscheibe ca.10 cm im Durchmesser auf die Wunderkerze, parallel zum Fotoapparat (Postit) und ziehen Sie diese Scheibe oder das Postit leicht weg und dann Auslösen.(Vorauslösung beachten ). Das geht aber nur zu zweit und noch etwas: Eine oder mehrer Generalproben wie beim Film. Dann haben Sie Mut und Wiederholbarkeit und techn. ausgereifte Aufnahmen par excellance.

    Halt!! ,Verschnaufpause! Na, Na, wir sind noch nicht fertig.

    Mein Photo soll Ihnen nur eine Richtung vorgeben. Alles selber machen .Ein Hinweis noch: Ich machte Serienbilder 2,5-3 Bilder/sec. ca. 1/10 sec. Verschlusszeit. Allerdings, wie Sie sehen, musste ich nicht Bild 1 + 5, oder Bild 2 + 3 zusammen kopieren. Glück!

    Haaaaalt! Pardon wir sind noch nicht fertig.

    Stativ mit WK stand auf einer schwarzmatt lackierten Eisenplatte, die man unter Kohle / Koksöfen legte, je 50 mal 50 cm (ca. Maße). Links und im Hintergrund des Stativs stand wieder je eine solche, Diese Platten bildeten also eine Winkelecke. Dann 5 Flaschen mit je 1l Wasser und einen Zerstäuber, wie für Blumen. Das genügt um das Glosen oder kleine Brände von Stoffen sofort und zuverlässig zu unterbinden. Einen Blecheimer (schwarz gestrichen) mindestens in der größten Höhe einer WK, wenn sie ausgebrannt, also noch heiß in den Wassereimer geworfen wird und dabei mindestens daumenbreit unter Wasser steht.
    Ich arbeite an sich dabei in einem Zimmer das als Dunkelkammer und als heller Raum für indirektes Licht verwendbar ist. Das brauche ich für Aufnahmen mit hundert bis tausenden von Fotos. Aber es müßten auch sehr gute Fotos mit der schwarzen Ecke allein genügen.

    Noch etwas Wichtiges: Bei allen Pyroaufnahmen immer ein UV-Schutzglas verwenden. Spritzt etwas oder fliegt brennendes Pyrozeug direkt auf den Fotoapparat, dann kostet es im Extremfall ein paar Euro für den Filter, aber nicht eine neue Linse. Halten Sie meine Vorsicht nicht für übermäßige Ängstlichkeit. Ein Betriebsinhaber der TÜV, Arbeitsinspektorat, Bauaufsicht, Finanzamt, Sozial- und Gesundheitsdienst über 50 Arbeitsjahre am Buckel hat und dabei keinen einzigen Arbeitsunfall, der kann nicht mehr anders. (Also Nasenbluten, Finger verbrannt, Schnitte mit scharfen Messern, das haben wir vergessen, das sind ja Kinderkrankheiten in Pirio).


    3.)

    Wem kein solches Einzelbild auf Anhieb gelingen sollte oder wer keine Ausrüstung hat, dem soll mein Fotobild dienen um nachstehendes zu verstehen.

    Die „ kalte Spitze “ hat nur zarte Umrisshelligkeit. Ab 30 mm beginnt eine dunkelrote Zone mit hellroten runden durchbrochenem Abbrand (ca. 25mm), dann grellweiße Reaktionszone (was sich dort abspielt, wird ohne Filter nicht aufzuklären sein). Von der weißen Zone fliegen grellweiße Strahlen weg, die sich auch ausbündeln, spratzen, die aber immer weiß bleiben. Das ist körniges Aluminium und wird zum Ende der Flugbahnnicht gelber oder dunkler. Weiße oder „silberne“ Strahlen sind also nur vom Aluminium. Eisen wird nie diese Helligkeit haben.

    Oberhalb dieser weißen Zone kommt eine leicht orange 5 mm Zone, die wir Anheizzone nennen. Diese ist notwendig um die weiße WK-Zone zu initialisieren. Vergessen wir nicht, das Oxydationsmittel ist Bariumnitrat: Alle Nitrate brauchen eine Temperatur von über 300°- 400° C. um den Sauerstoff abzuspalten. Das wäre Rotglut, die weiße Glut ist eine Thermitreaktion. Das Bariumnitrat wird nur bis zum Bariumoxyd BaO aufgespalten.

    Von den 6 O-Sauerstoffatomen des Ba(NO³ )² werden maximal 5 O-Atome frei. Zum Verdampfen des BaO reicht die Temperatur nicht aus, da zu kurze Einwirkungszeit und zu geringe Masse. Daher verschlackt das BaO mit Aluminiumoxyd (Al²O³) welches 3 O-Atome verbraucht hat. Bleiben heiße 2 O –Atome zum Verbrennen des Dextrins. Das Eisen will aber auch noch einige wenn auch wenige O-Atome.
    Sehen Sie liebe Freunde das spielt sich in der weißen Reaktionszone ab. Eine Heidenstreiterei. Dadurch sind die unteren und die oberen Enden der weiß-hellroten Reaktion ausgezackt wie die Zahnblätter einer groben Säge auch unregelmäßig. Vergößern Sie mit Lupe am Bildschirm diese Zone. Ein astronomisches Erlebnis im Kleinen. Diese Grenzzone hat Ausbuchtungen die aussehen, als würde man dort das Klammerzeichen zweimal übereinander setzen. Das sind zwei Rundungen. Ein Zeichen, dass dort ein Verschmelzungsprozeß verschiedener Stoffe zu einer Schlacke stattfindet. Keine Angst: Die Bariumatome purzeln dabei nicht in der Luft herum, sie verschlacken.

    Alle Endprodukte von Nitratverbrennungen sind alkalisch. Wenn man das Wasser worin die heißen WK’s geworfen wurden mit Lackmus rot behandelt, stellt man Blaufärbung fest. Genau :ein ph-Wert von 11,5-12. Nun ist aber das Bariumoxyd ein rasantes Mittel um Luftkohlensäure aufzunehmen. Es karbonisiert. Eventuelle Ba-Oxydteilchen, die theoretisch mitgerissen werden könnten, karbonisieren sehr schnell.

    Wie kann man als Laie feststellen ob eine Wunderkerze korrekt abbrannte?

    Sehen Sie sich das untere Foto an: Die abgebrannte Wunderkerze soll im kalten Zustand an der Luft, ein mattgraues Aussehen haben. Die Oberfläche ist nicht glatt, sie soll von der Seite betrachtet ein grob sägezahnartiges Gefüge besitzen. Wenn nicht, dann die WK etwas drehen. Dieses Sägezahngefüge muss nicht immer ringsherum gleich sein. Es ist aber leicht zu finden. Die Oberfläche kann verstreut mit kleinen runden Kratern versehen sein, an deren unteren Boden sich eine ganz kleine runde Kugel wie ein Meteorit vorfindet. Dieser Effekt stammt von den kleinen hellroten Löchern in der dunkleren Masse zwischen der weißen Reaktionszone und dem unteren Teil, zur Spitze gesehen. Was Papyrus nicht alles sieht, der hat ja ein Lupenauge. Nein, Papyrus weiß, wohin man schauen soll und weis, was steht zwischen den Zeilen. Nun zwischen den Zeilen sollte stehen, es gibt sehr viele Alusorten für Pyrotechnik. Man muß manchmal mischen. Wie? Das verrät nicht einmal ein Billionär.

    Sodann Eisen ist nicht Eisen. Papyrus hatte aus Metallbetrieben (1946 gab’s ja nichts im normalen Sinne) Gusseisen aus Spanabfall gesammelt. Genau, Papyrus Mutter** hat geschätzt einen Waggon Gusseisenpulver händisch gesiebt. Weiters wurde gesiebt Spanabfälle von Gussstahlbetrieben und Eisenpulver das in Schutzgasatmosphäre auf rotierende Eisentrommel versprüht wurde. Das war ein Mischeisen, das Sie heute nicht mehr* kaufen können. Grauguss, weißer Stahlguss, reines Eisenpulver. Heute hat man Betriebe, die Eisenpulver in genormter Form herstellen, was Wunder, wenn man waggonweise einkauft. Später waren schon mehrere Helfer vor Ort. **

    Abschließend: Papyrus arbeitet an einer WK-Untersuchung im Sinne einer Doktorarbeit, an WK, die unscheinbar aussehen, aber ganz groß wirken und wenn man die Dimensionen kennt, große Bewunderung auslösen.

    Den Funkeneffekt der damaligen Wunderkerzen werden Sie vermutlich auch nie wieder sehen. Bei sehr guten Wunderkerzen soll man keine Flamme sehen. Die Funkenstrahlen scheinen gleichsam aus einem idealen zentralen Punkt zu kommen. Dazu gehört ein starkes Prasselgeräusch. Das belebt den Strahleneffekt um vieles mehr.

    Mein Ratgeber in den Anfängen meiner WK-Produktion in Wien 1946 war der Obermeister Rudolf Halada von der Siriusfeuerwerkerei. Dort erzeugte man trotz Krieges Millionen von Wunderkerzen, so nebenbei zur Signalmunition. Diese Produktion ging waggonweise in den Export nach Indien. Diese Wunderkerzen waren fast weiß wie Silberschnee mit einer vollkommen glatten Außenhaut. Das Eisen hatte plättchenartige grobe Struktur und die Funken waren in sehr viele, stark verästelte aber zarte Funken von einer Pracht, wie wenn von einer großen Monstranz ein himmlisches Strahlenbündel in die Welt fliegen würde.


    Foto mit brennender WK wurde mit „Polar“ WK von Weco gemacht.

    [​IMG]


    Foto mit abgebrannter WK wurde mit „Polar“ WK von Weco gemacht.

    [​IMG]



    Rudolf Halada meinte noch sinngemäß in kleineren Räumen sollte man nur 1 - 2 WK abbrennen und eventuell lüften wenn eine Person es als störend empfindet.

    Seit Jahrhunderten gilt: „Was een sin Uhl, isn andern sin Nachtigall.“


    Nicht streiten!
    Euer Papyrus




    PS: Papyrus arbeitet wie schon gesagt an einer sehr großen WK-Dokumentation und hat ca. 200 Wunderkerzenetiketten bzw. -packungen. Sollten Sie alte Etiketten oder Packungen besitzen, könnten Sie mir diese per E-Mail über das Forum anbieten.


    Die Druckversion dieser beiden Beiträge und die Fotos finden Sie nachstehend:

    WK_brennend_01.jpg

    WK_abgebr_01.jpg
     

    Anhänge:

  2. Herzlich willkommen

    Herzlich willkommen im FEUERWERK Forum, lieber Papyrus. Schön, dass Du den Weg hierhin gefunden hast und vielen Dank für Deine sehr informativen und unterhaltsamen Ausführungen bezgl. der Wunderkerzen.
    Ich hoffe, dass Du uns noch häufiger Anekdoten und Wissen aus Deiner reichen Lebenserfahrung zum Besten gibst!

    @anderen: dieser Text bezieht sich auf unser Wunderkerzen im Detail-Thema

    Gruß und Schuss
    Markus von FEUERWERK.net
     
  3. Sollten mich die Affen lausen wenn Papyrus NICHT mein Lehrherr war !!
     
  4. SUPER, gerade vor ein paar Tagen überlegte ich, eine Diskussion zur Geschichte der Wunderkerzen aufzumachen, und schon meldet sich jemand zu Wort, der sicherlich auch dazu einige Geschichten zu erzählen hat! :)

    Mich würde interessieren, wo die ersten Wunderkerzen herkamen, wann der Name Wunderkerze erstmalig aufkam, wie sich die Wunderkerzen von den allersten Exemplaren bis zur jetzigen (offenbar schon seit Jahrzehnten stabilen?) Variante entwickelt haben, ob es Patente gab, etc. etc.

    Ganz ähnliche Fotos habe ich übrigens vor ein paar Wochen mit Digicam in Macro-Einstellung geschossen, auch mit Serienbildfunktion, aber mit Glasplatte als Linsenschutz!

    Zum Gefahrenpotential des Bariumnitrats: Von der LD50 her einspricht eine Wunderkerze etwa einem gehäuften Teelöffel Speisesalz (10x niedriger, statt 3g/kg 0.3g/kg). Wobei natürlich vorsichtiger Umgang nie schaden kann.

    An Patenten fand ich als älteste Referenz:

    AT000000087239B, "Verfahren zur Herstellung von sogenannten Wunderkerzen oder ähnlichen pyrotechnischen Erzeugnissen.", Oscar Recht, Cham, Bayern, 09.10.1920
    (Vortauchen der Drähte in nicht-pyrotechnische Massen wie Kaolin)

    DE000000410047A "Verfahren zur Herstellung von Wunderkerzen", Firma Geka Werke Offenbach, Dr. Gottlieb Krebs, Hans Grünewald, Worbis, 21.04.1922
    (Pressen statt Tauchen)

    In Meyers Konversationslexikon von 1889 findet sich der Begriff "Wunderkerze" noch nicht. Als einzige pyrotechnische Verwendung von Bariumnitrat wird die "Bereitung gewisser Sorten phosphorfreier Zündhölzer" angegeben.

    Unter "Weihnachtsbaum" findet man dort: "In Jon Arnasons "Isländischen Volkssagen" wird von einer heiligen Eberesche berichtet, die in der Julnacht auf allen Zweigen voller Lichter strahlt, die kein Wind zu löschen vermag." Dies würde ja gut zu Wunderkerzen passen.

    Wunderkerzen könnten also so etwa um die Jahrhundertwende aufgekommen sein? Mal sehen, was sich noch ausgraben läßt!
     
  5. Willkommen Papyros und vielen Dank für den schönen Wunderkerzenbeitrag.Meine Frage geht aber an Vesuvio bezüglich seiner Antwort und zwar betreffend des GEKA Werke Offenbach Patents.Diese Firma ist mir als Hersteller von Knallkapseln in den Kriegsjahren bekannt.Eine Internetrecherche diesbezüglich erbrachte aber keinerlei Info außer Seiten über Zwangsarbeitergreuel.Das genannte Patent ist der erste Hinweis über weitere pyrotechnische Produktion.Hat irgend jemand weitere Info über die GEKA Werke und deren pyrotechnische Produktion.Für einen Artikel an dem ich seit langer Zeit arbeite wäre ich über jede zusätzliche Info dankbar.
     
  6. Hallo Ihr Lieben !

    Endlich ein Beitrag der auch uns Frauen interessiert .
    Meine schönsten Kindheitserinnerungen sind die Sternspritzer am Christbaum. Da macht man sich doch überhaupt keine Vorstellung , was da dahintersteckt !!

    Eure Bombenlili
     
  7. Geschichte der Wunderkerzen

    Ich habe noch ein wenig weiter gegraben. WECO ist ja sozusagen auf Wunderkerzen gebaut:

    > Im Oktober 1948 gründete Hermann Weber zusammen mit einem Teilhaber die Firma
    > "PYRO-CHEMIE" und wählte für das neugegründete Unternehmen das Firmenlogo
    > WECO (Weber & Co). Auf einem genügend großen Grundstück am Rande von Eitorf
    > wurden provisorische Aufbauten errichtet, in denen zunächst ausschließlich
    > Wunderkerzen hergestellt wurden. Die ersten Wunderkerzen verließen das Werk
    > bereits zum Weihnachtsfest desselben Jahres.

    Das ließe hoffen, dass man vielleicht in Eitorf weiß, wer das Wunder ursprünglich in die Kerzen gepackt hat. Aus dem sehr lesenswerten Artikel Eisenpulver für goldene Sterne, ThyssenKrupp-Magazin 1/2004, S. 12-20 geht jedoch hervor, dass dem nicht so ist:

    > "Für mich ist die Wunderkerze eines der kompliziertesten Systeme, das ich
    > kenne", stellt Alef, der Fachmann, fest.
    ...
    > Die sich wer ausgedacht hat? Da streikt des Pyrotechnikers Auskunftslaune.
    > Das wisse keiner, sagt Alef. Selbst sein Vorgesetzter Lutz Kegler,
    > der Leiter der Weco-Forschung und -Entwicklung, der im Februar nach
    > 35 Jahren und 32 Wochen in Ruhestand geht und zu den Experten seines
    > Fachs zählt -- er weiß es auch nicht. Seit dem neunzehnten Jahrhundert
    > seien Wunderkerzen bekannt, weiß er zu berichten. Mit dem Einsatz von
    > Erdalkalimetallen sei vermutlich auch die Wunderkerze zum Leben erwacht.
    ...
    > So bleibt sie am Ende doch geheimnisvoll, die wunderliche Kerze, deren
    > Erfinder wir noch nicht einmal kennen.

    Dies hält mich natürlich nicht davon ab, noch weiter zu graben. Weitere Patentrecherchen fördern neben GEKA zumindest einige frühe (vermutliche) Produktionsstandorte zu Tage:

    1909: Franz Jacob Welter, Vereinigte Wunderkerzen-Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg.

    1910: August Weinrich, Clemens Weinrich, Worbis.

    Hierzu findet sich noch hier:
    > Wer weiß schon, dass bereits 1840 eine Christbaumschmuckfabrik der
    > Gebrüder Weinrich über 400 Mitarbeiter hatte und mehr als 500
    > verschiedene Erzeugnisse exportierte. Heute ist das Gebäude
    > Sitz der Fa. Tectron

    Das alte Firmengebäude kann man hier bewundern; zwischen den Gebrüdern Weinrich und Tectron war es offenbar die Heimat des Robotron-Werkes Worbis.

    Ein Produkt der Gebrüder Weinrich ist hier zu sehen: "Novelty Matches Silver Rain".

    Diese beiden Patente enthalten Verbesserungen, erheben aber nicht Anspruch auf die Erfindung der Wunderkerze selbst.

    Das älteste Patent zum Thema, das ich finden konnte, ist: AT000000035606B, "Verfahren zur Herstellung eines funkensprühenden Leuchtstabes", Franz Jacob Welter, Vereinigte Wunderkerzen-Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, 1907.

    Hier liegt kein Patenttext vor; insofern bleibt offen, ob hierin eine weitere Verbesserung, oder doch die Erfindung der Wunderkerze selbst enthalten ist.

    Ansonsten wäre es vielleicht interessant, mal die verschiedenen Namen für Wunderkerzen zusammenzutragen, ich fange an mit:

    D: Wunderkerzen, Sternwerfer
    AT: Sternspucker, Sternsprüher, Sternensprüher, Sternenspritzer, Sternspritzer
    USA: sparklers, electric sparklers
     
    Akiko gefällt das.
  8. Die Wunderkerzen!

    Hallo Papyrus-:)!
    Auch von meiner Seite Herzlich Willkommen unter den Feuerwerksbegeisterten zu sein,und mein persönlichen Dank für den netten lieben Vortrag der sehr Lehrreich war über die Welt der Wunderkerzen.Du hast damit bei mir Türen geöffnet,wo Kindheitserinnerungen wach werden,zu Zeiten wo meine Eltern mir mit 9Jahren zu Silvester Wunderkerzen gaben.Über den Illuminativen Effekt war bereits als Kind in dem alter die Freude so groß,das ich noch heute mit 43 Jahr gerne zurück denke an diese schöne Kindheit.Wir haben später als ich 14J alt war oft vor Weihnachten in der Adventszeit Wunderkerzen gekauft und sie abends dann abgebrannt,da wir mit jeden Tag warteten auf den 31.Dezember Silvester,wo wir dann auch andere Sachen wie Gold und Silberegen und Satelitten Kl1 uns kauften.Wunderkerzen gabs schon in einem kleinen Tante Emma-Laden bei mir um die Ecke,den es heute leider nicht mehr gibt.Knaller,Luftheuler von FEISTEL KL 2 kaufte uns die Mutter oder der Vater,mit dem Versprechen das sie dabei wären in der Silvesternacht,da man ja noch keine 18J alt war.Die Knaller mit Reibzündung,Silberschwärmer von MOOG/NICO,hatte die Tante Emma aber nur vom 27 Dezember bis 31.Wunderkerzen konnten wir noch bis nach Fastnacht bei ihr kaufen und das Päckchen für 20 Pfennige zu der Zeit.Ich denke es muß so 1972 bis73 gewesen sein,und Tante Emma Fr Dünwald hieß die ältere Frau war sehr streng und erzählte immer meiner Mutter,das ich mein Taschengeld für Feuerwerk bei ihr umsetzen würde.Auch heute haben die Wunderkerzen noch ihren Platz,da ich sie gerne mal mitnehme bei Geburtstagen zusammen mit den Eissternen,und finden immer wieder Begeisterung.

    Zitat: Lass unsere Träume der Kindheit auch heute im Herzen lebendig bleiben,über einst die kleinen und schönsten Effekte bei Kleinfeuerwerk!-! (Mit dem Funken im Blut)

    Es leben die Wunderkerzen!-:)

    Bis auf bald
    beste Grüße

    Suko-:)
     
  9. Ein paar weitere Infos zum Thema "Erfindung der Wunderkerzen", diesmal aus England (BBC):

    > One clue is the first recorded use of aluminium in fireworks, in
    > 1894 - the very material that tends to give sparklers their brilliant
    > brightness.
    > Nearly 25 years earlier, in 1870, Octavius Hunt - a name later to become
    > synonymous with sparklers - set up a match making company in Bristol
    > (which was eventually bought by Bryant and May).
    > Barry Sturman notes in the Fireworks Journal that it was not until 1936,
    > after Hunt's death, that the firm purchased an early sparkler formula
    > from a German company.
    > "The technique of manufacturing the sparklers was refined at Octavius
    > Hunt Ltd to produce sparklers recognised as the best in the world,"
    > he wrote.
    > So there's no easy answer to who invented sparklers.

    Übersetzung:
    > Ein Anhaltspunkt ist die erste dokumentierte Verwendung von Aluminium zu
    > Feuerwerkszwecken im Jahre 1894 - Aluminium, also das Material, das dazu
    > tendiert, Wunderkerzen ihre leuchtende Helligkeit zu geben.
    > Fast 25 Jahre früher, im Jahre 1870, gründetete Octavius Hunt - ein Name,
    > der später synonym zu Wunderkerzen werden sollte - eine Streichholzfabrik
    > in Bristol (due letztendlich von Bryant und May gekauft wurde).
    > Barry Sturman merkt im Fireworks Journal an, daß erst nach 1936, nach dem
    > Tod von Hunt, diese Firma eine frühe Wunderkerzen-Rezeptur von einer
    > deutschen Firma gekauft hat.
    > "Die Technik der Produktion der Wunderkerzen wurde in der Octavius
    > Hunt Ltd. verfeinert, um letztlich die Wunderkerzen zu produzieren,
    > die als die besten der Welt gelten," schrieb er.
    > Es gibt also keine einfache Antwort auf die Frage, wer die Wunderkerze erfand.

    Also nichts Neues, abgesehen davon, das die Wunderkerze jedenfalls nicht aus Großbritannien zu kommen scheint. Interessant wäre, was denn eigentlich die "erste dokumentierte Verwendung von Aluminium zu Feuerwerkszwecken im Jahre 1894" war. Die zunehmende Verfügbarkeit von Strom und damit von Aluminium dürfte jedenfalls eine Rolle spielen. Vielleicht liegt der Ursprung an einem Ort, an dem sich Aluminium- und Zündwarenproduktion überlappten?
     
  10. Zum Thema "Franz Jacob Welter, Vereinigte Wunderkerzen-Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung" gibt's im Album noch einen Informationsschnipsel von Hanabi:

    > Die Firma Kuhlmann war ursprünglich in Hamburg ansässig, wo sie Anfang der 30er Jahre
    > den 1914 gegründeten Hersteller "Vereinigte Wunderkerzenfabrik J.F. Welter" übernahm.
    > 1962 wurde nach Kiel-Altenholz (damals noch Kiel-Dietrichsdorf) umgezogen und auf 8 ha
    > Betriebsfläche weitergeführt. 1968 wurde das Werk an Weco verkauft...

    Wobei das das Gründungsdatum (1914) und das Ausstellungsdatum das weiter oben erwähnten Patentes (1909) im Widerspruch zueinander stehen. Das "Vereinigte" im Firmennamen deutet darauf hin, das dies Firma aus einem Zusammenschluß enstanden sein könnte? Von wem?

    Dies bedeutet auch, das WECO formell der Rechteinhaber der ältesten Wunderkerzen-Patente, die ich bislang finden konnte, sein müsste.
     
  11. Hallo!

    Ja, das Gründungsdatum ist schon wieder überholt. Inzwischen weiß ich, das die Firma Welter schon 1906 existierte; ein genaues Gründungsdatum fehlt mir aber noch.

    stay green
    Alex

    Übrigens, hier im "fränkischen" sagt man auch Sternspeiher
     
  12. > Ansonsten wäre es vielleicht interessant, mal die verschiedenen Namen für Wunderkerzen zusammenzutragen, ich fange an mit:

    Ich mache mal selber weiter... jemand in der Familie wollte unbedingt einen dieser 10-Sprachen-Übersetzer vom PLUS, 50.000 Wörter pro Sprache, mal sehen:

    D: Wunderkerzen, Sternwerfer, Sternspeier
    AT: Sternspucker, Sternsprüher, Sternensprüher, Sternenspritzer, Sternspritzer
    Englisch: sparklers, electric sparklers
    Französisch: L'Allumette japonaise
    Spanisch: Fuego artificial
    Italienisch: Ogetto Scintillante
    Türkisch: Maytap
    Polnisch: PoŁysk
    Portugiesisch: Diamante
    Schwedisch: Tomtebloss
    Dänisch: Stjernekaster
     
    Silberhütte gefällt das.
  13. Die Geschichte der Wunderkerzen

    Im Auftrag von Papyrus veröffentliche ich hier sein neues Werk
    Die Geschichte der Wunderkerzen.

    Vielen herzlichen Dank, Papyrus!
     

    Anhänge:

    crazyharry gefällt das.
  14. Was hat sich in letzter Zeit bei euren Nachforschungen ergeben??

    Habe mir die Mühe gemacht und das Patent was Vesuvio angegeben hat auszuheben.

    Patentschrift AT35606 von den Vereinigten Wunderkerzen-Fabriken über ein Verfahren zur Herstellung eines funkensprühenden Leuchtstabes.
    Habe es als pdf falls jemand interesse hat, kann ich ihm es gerne bei email senden.

    Jedoch muss ich Vesuvio ein bischen entäuschen, da es einem wieder nicht weiter bringt.

    F.J. Welter beschreibt:
    Die Erfindung betrifft jene bekannten, unter den Begriff der Fackeln fallenden Feuerwerkskörper, welche aus einem Metallpulver versetzten Funkenfeuersatze (Brillantsatz) bestehen, der in teigartigem Zustande in Gestalt von Stiften geformt oder auf einem unverbrennlichen Kern aufgetragen werden. Derartige Feuerwerksskörper dienen namentlich dazu, an Christbäumen angehängt und außer den üblichen Lichtern abgebrannt zu werden.
    Diese Fackeln zeigen jedoch in den bisherigen Ausführungen häufig einen unregelmäßigen Brand, ebenso zieht die Masse leicht Feuchtigkeit an und tritt dadurch die Oxydation des Metallgehaltes ein.
    Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Funken sprühenden Leuchtstabes, dadurch gekennzeichnet, daß eine in bekannter Weise zu Stiften geformte oder auf einem Kern aufgetragene Metallpulver enthaltende Feuerwerksmasse unter Zuhilfenahme eines Bindemittels mit einer dünnen Metallschicht (Blattmetall oder Metallpulver) überzogen wird, zum Zweck, die Gleichmäßigkeit des Brandes zu erhöhen und den der Lichtwirkung nachteiligen Einfluß des Bindemittels aufzuheben.
     
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