Handhabung & Technik El Fueradoro - Funkzündanlage mit Interface

Dieses Thema im Forum "Effekte, Feuerwerkskörper, Technik, Hilfsmittel" wurde erstellt von jordanatic, 15. Jan. 2015.

  1. #1 jordanatic, 15. Jan. 2015
    Zuletzt bearbeitet: 15. Jan. 2015
    Funkzündanlage „El Fueradoro“ – open source mit herzlicher Einladung zum Nachbauen oder Mitbestellen ;)


    Wir (Felix, der hier sicher auch noch auftauchen wird, und ich) möchten Euch an dieser Stelle gerne unsere selbst entwickelte Funkzündanlage mit PC-Interface vorstellen. Ich schreibe zwar im weiteren Text „wir“ und „uns“ – die Lorbeeren gebühren aber allein Felix, der für die ganze Entwicklung verantwortlich zeichnet.


    Das Projekt hört nicht nur auf den schicken Namen „El Fueradoro“, sondern auch auf @pyroblas geniale Freeware PyroIgnition Control. Somit ist es möglich, Musikfeuerwerke komplett über den Laptop gesteuert ablaufen zu lassen. Nach vielen Änderungen und Firmwareoptimierungen hat El Fueradoro beim diesjährigen Silvesterfeuerwerk seine Feuertaufe mit Bravour bestanden. Erlebnisbericht folgt noch, Video gibt es schon einmal hier (die Pause war meine Schuld, nicht die der Anlage :cry:):


    [vimeo="F.I.R.E. - Feuerwerk im Röthelheimpark 2014/15"]116115628[/vimeo]


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    Das PC-Interface, Anschluss bequem über USB (Adapter für serielle Schnittstelle notwendig)...


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    ...zeigt die zuletzt gesendeten Befehle an bzw. bei Einschalten einer Zündbox deren Kennung.


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    16 Kanäle, Schlüsselschalter, Kontroll-LEDs der einzelnen Kanäle und Status-LEDs


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    Antenne Marke Eigenbau, dafür mit dem Netzwerkanalysator optimiert :)


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    Gut geschützt vor Regen und Feuerwerks-Niederschlag ;)


    Ein paar Rahmendaten:

    • Zündmodule im Alukoffer mit 16 Kanälen
    • [font=&quot]PC-Interface zum Senden der Zündbefehle bzw. Zuweisen von Slave-/Unique-IDs an die Zündboxen[/font]
    • Das Zuweisen der Boxnummern ((Unique/Slave) funktioniert innerhalb weniger Sekunden über das Interface und Funk unter Verwendung der Freeware Puttytel oder über die serielle Schnittstelle
    • Über dieses Programm kann am PC auch bequem die Anzahl der angeschlossenen Boxen, deren Nummern, Batteriespannung und Scharfschaltung (j/n) abgefragt werden
    • Firmware wird über ein SVN-Repository frei zu r Verfügung gestellt, so dass auch jederzeit Updates von jedem bequem geladen und installiert werden können
    • Jeder Zündbefehl wird 5x gesendet, Zündung trotzdem genau gleichzeitig (siehe weiter unten)
    • Aktuelle Selbstbaukosten: Interface ca. 27€, Zündbox (inkl. Koffer!) ca. 73€ (wenn Platinen selbst geätzt werden)
    • Durch Vergabe der gleichen Slave-IDs können mehrere Boxen auf den gleichen Befehl hin zünden
    • Minimaler Abstand zwischen zwei Zündungen liegt bei 100ms. Kann laut Felix aber durch einfache Änderung der Bitrate für die Befehlsübertragung auch problemlos auf 50ms reduziert werden
    • Baupläne, Teilelisten und Quellcodes werden frei zur Verfügung stehen, können also auch als Basis für eigene Projekte dienen.
    • Auf Wunsch werden wir uns auch um eine Sammelbestellung von Platinen kümmern (natürlich mit Weitergabe der Preise 1zu1 – ohne Gewinninteresse). Wir lassen uns hierzu Angebote zu fertig geätzten und auch fertig bestückten Platinen machen.
    • Evtl. wird auch eine Sammelbestellung für die einzelnen Komponenten zwecks Mengenrabatt möglich sein.
    [​IMG]
    Über Puttytel lassen sich allerlei Infos der angeschalteten Boxen abfragen und diesen auch die Unique-/Slave-IDs zuweisen.

    Zunächst zum Senden der Befehle (genaues Muster wird Felix sicherlich noch erklären, verwendet wird CRC16): Dieser wird mit einem „Loop-Count“ versehen, d.h. der Befehl erhält zusätzlich zu den Daten Boxnummer, Slavenummer und Checksumme noch eine Nummerierung. Erkennt die Box nun den ersten Befehl direkt, ist sie so programmiert, dass sie die noch anstehende Zeit für 4 weitere Befehle abwartet bis zur Auslösung. Erkennt sie erst den dritten Befehl, wartet sie noch zwei weitere Sendesequenzen ab, erkennt sie erst den letzten Befehl, so wird direkt ausgelöst.

    Die Boxen werden mit handelsüblichen 12V-Blei-Gel-Akkus betrieben, zur einfacheren Pflege und Tausch sind diese gleich außerhalb des eigentlichen Gehäuses verblieben und mit entsprechenden Anschlusssteckern gegen Verpolung gesichert.


    Nochmals kurz zu den oben genannten Preisen: Diese hat Felix meines Wissens nach aus Reicheltpreisen errechnet. Statt den dort aufgerufenen 1,10€ pro MOSFET hat er heute eine Bezugsquelle aufgetan, die diese für 0,30€/Stck. im 50er Beutel versendet. Somit würde sich sicherlich auch für die einzelnen Komponenten eine Sammelbestellung lohnen. Nur 150 Alukoffer würde ich ungern nach Haus liefern lassen und weiterversenden... ;)


    Dies nur als erste kleine Einleitung, sind auf Eure Fragen gespannt – besonders hinsichtlich Interesse an einer Sammelbestellung.


    Fragen und Feuer frei ;)
    Marc
     
  2. Hallo Mark,

    finde euer Projekt ziemlich interessant und wäre an weiteren technischen Details und Infos interessiert. Die von dir genannten Preise wecken schonmal reges interesse(o;

    Hab mir den Thread mal angepinnt und bin gespannt auf weitere Details.

    Beste Grüsse

    INEXCESS
     
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  3. Hallo Marc...schönes Projekt, wäre interessiert
    Jetzt gleich ein paar Fragen:

    1. Wie viele Boxen kann das Interface ansteuern?
    2. Showprogrammierung läuft über PyroIgnition Control?
    3. Bei PyroIgnition Control werden die Boxen direkt aus dem Programm angelernt, wie kommen euer Interface und PyroIgnition Control zusammen?
    4. Ich besitze bereits zwei RF32 mit dem Interface von Pyrobla, kann ich diese mit euren Boxen erweitern, oder falls nicht, wäre ein "Mischbetrieb" beider Anlagen möglich ohne das sich beide Anlagen funktechnisch stören?

    Übrigens schönes Feuerwerk von euch! Ein Abbrennplan wäre nett, welcher Artikel wurde bei ca 5:50 verwendet (Goldlanzen)

    Gruß Bluesky
     
  4. Hallo zusammen! Wie von Marc angekündigt habe ich mich als Erbauer des Systems jetzt hier auch mal angemeldet und hoffe, euch das Ding ein wenig schmackhaft machen und alle Fragen zufriedenstellend beantworten zu können.

    Das System ist aktuell auf bis zu 30 Boxen ausgelegt.

    Die Zahl der angesteuerten Boxen während einer Show ist aber defacto nicht limitiert, sondern jede Box, die im zulässigen Slave-Bereich von 1-30 liegt (mehrere dürfen sich eine Slave-ID teilen) und die Befehlsstruktur versteht, kann angesprochen werden, weil die Kommunikation während der Show nur unidirektional verläuft.

    Verwaltet werden können in der Software aktuell bis zu 30.

    Ja. Wir verwenden das Standardprotokol (255, Slave, Kanal, CRC8-Maxim) zum Übertragen des Zündkommandos an das PC-Interface via virtuellem COM-Port. Im Transmitter wird es dann für die Funkübertragung umgewandelt und insgesamt fünfmal direkt hintereinander per Funk gesendet.

    Das Interface wird einfach per USB-RS232-Adapter am Rechner angeschlossen, überprüft die von PyroIgnitionControl gesendeten Befehle und leitet sie weiter.

    Ich weiß leider nicht, welche Trägerfrequenz (433 MHz/868 MHz/2,4 GHz?), welche Art der Funkübertragung (FSK?) und welche Funk-Parameter (Frequenzhub, falls FSK?, CRC?) bei der RF32 verwendet werden. Ausschließen würde ich es nicht, dass man sie zusammenbringen könnte, ein Parallelbetrieb wäre, sofern es nicht komplett unterschiedliche Frequenzbänder sind, wohl nicht ganz einfach umzusetzen.

    Das ist Marcs Metier, aber er hat in der Hobbyfeuerwerkergruppe auf Facebook mal die angehängte Graphik gepostet. Vielleicht hilft die dir weiter.

    FIRE2015.jpg
     
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  5. Danke, leider hatte ich zwei Zündboxen (Boden und Pos.3 für Fächerbatterien) vertauscht, so dass der Plan nicht mehr gepasst hat, Felix hat ihn ja schon gepostet. Darum gibt es auch eine Spalte mit der Theorie und ganz rechts dann die Praxis... :shocked:

    Der von Dir gesuchte Effekt ist die Jorge Orient, da hatten wir eine 8er Front. Bunte Fontäne (ca. 15sec.) und anschließend wirklich tolle Kometen für 2,49€. Ist mein absoluter P-/L-Sieger :)
     
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  6. Besteht vielleicht auch die Möglichkeit das man sie im Handbetrieb steuern könnte per Fernbedienung oder so, vielleicht könnt ihr sowas noch einbauen
     
  7. Hallöchen,

    sehr interessantes Projekt, aber wo kann man die Baupläne runterladen?

    Gruß Andreas
     
  8. Felix ist gerade dran, die noch mit in die Anleitung zu kopieren. :)
     
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  9. Danke für die schnelle Antwort. Wie ist eigentlich die Reichweite der Funkübertragung?

    Gruß Andreas
     
  10. 130 Meter hatten wir schon mal erfolgreich getestet, wir werden das demnächst bei trockenem Wetter nochmal genauer testen.
     
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  11. Für alle Interessierten hier der Link zum SVN-Repository

    Um die Dateien auf den Rechner ziehen zu können, sollte man sich einen SVN-Client, für Windows empfehle ich das kostenlose TortoiseSVN, installieren. Dann kann man sich einen Ordner auf der Festplatte anlegen und nach Rechtsklick darauf "SVNCheckout" wählen. Url of repository ist: http://el-fueradoro.googlecode.com/svn/trunk/

    Im Hauptverzeichnis des neuen Ordners findet man dann alle Quell- und Headerdateien für die Firmware, im Unterordner "Hexfiles" im Ordner "Anleitung" gibt es ein PDF, das den bisherigen Stand der Dokumentation wiedergibt. Was das Nutzerhandbuch im ersten Teil angeht, ist es halbwegs vollständig, alles andere ist noch sehr roh und die Bilder einfach mal reinkopiert, um die allgemeine Neugier ein wenig zu stillen.
     
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  12. Tolle Anleitung - GROßES LOB
    Mit welcher Software habt Ihr die Platinen und Schaltplan gezeichnet? Wenn es Eagle war, könntet Ihr die Dateien BITTE mit hochladen?

    Gruß Andreas
     
  13. #13 zuendlER84, 16. Jan. 2015
    Zuletzt bearbeitet: 16. Jan. 2015
    Für alle, die nicht gleich das ganze Repository ziehen wollen, hier auch ein Direktlink zum Handbuch.

    Ja, Schaltplan und Layout wurden mit EAGLE gezeichnet. Werde das SVN demnächst ein wenig übersichtlicher gestalten und sie im Zuge dessen auf jeden Fall hinzufügen.

    Edit: Sind jetzt online!

    Edit 2: Handbuch sollte jetzt wieder korrekt verlinkt sein.
     
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  14. Sieht sehr interessant aus! Wäre sehr an einer Sammelbestellung interessiert, wenn die Einkaufsliste und die Bauanleitung fertig sind.
     
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  15. Ich finde noch nichts...

    Gruß Andreas
     
  16. Wenn du ein SVN-Update ausführst, sollte es einen Ordner Schematics_and_Layouts geben.
     
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  17. OK, danke
     
  18. #18 Firepower, 17. Jan. 2015
    Zuletzt bearbeitet: 18. Jan. 2015
    Hallo !
    Super Projekt und danke für die umfangreiche Doku.
    Als Zündanlagenbastler möchte ich einfach noch ein paar Denkanstöße liefern.
    Könnte man die Puttytel Software nicht durch eine erweiterung der Pyro Ingnition Control ersetzen das würde Hardware sparen und in der Praxis auch das Handling am Abbrenner vereinfachen (zwischen zwei Softwaren hin und her springen) . Die Slave ID könnte man auch mit DPI switch einstellen.
    Funktionen wie : Funk Signslstärke , anzahl der aktiven Slaves und feedback vom Zünderdurchgang (die Pyro. Software müsste eine Prüfmod. Funktion haben die die Kanäle automatisch durchsteppen die Durchgänge am Slave prüft und in der Cuelist farblich als ok oder nok markiert ) müssten von der Pyro Ingnition Control übernommen werden.
    Ob das so umsetzbar ist , keine Ahnung bin kein Programmierer.
    Aber vieleicht hilft uns der Yannic weiter:D.
    Noch etwas wenn das auf einem raspberry pi mit einem TFT Monitor laufen würde benötigt man nicht einmal einen Laptop und könnte auch Hadware Tasten verbauen für zB: Software scharfschalten, Show start usw. Aber ob die Pyro Ingnition Control auf Linux zum laufen gebracht werden kann weiß ich nicht. Zu diesem Thema gibt es schon einen Thread und auch noch eine Kurzbeschreibung meiner Anlage auf Text 21u.22
    http://www.feuerwerk-forum.de/showthread.php?t=44284
    Hoffe meine Ideen sind nicht zu abwegig :D
    MFG @Firepower
     
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  19. Guten Abend,

    ich hab mir gerade mal den Thread durchgelesen und ich muss sagen: ich verstehe nicht so viel von pyro ignition control und so weiter aber es hört sich doch alles recht gut umgesetzt an ;) und wenn wir schonmal dabei sind, sag ich hier gleichmal, dass ich eventuell (je nach Preis und späterem Aufwand) an einer Sammelbestellung interessiert bin.

    Schönen Tag noch
    Felix
     
  20. Danke erst einmal für das Lob! Konstruktive Vorschläge sind immer willkommen.

    Alles zusammen mit einer einzigen Software handhaben zu können, wäre auch meine Wunschvorstellung. Ich bin allerdings bislang im Bereich GUI-Programmierung noch völlig außen vor. Allzu schwer stelle ich mir die Einbindung aber nicht vor, wenn die Oberfläche schon steht, denn die ganzen Funktionen sind ja in der Firmware implementiert und Puttytel stellt lediglich in einem Fenster den Datenstrom über die serielle Schnittstelle dar. Das könnte Pyro Ignition Control sicher auch.

    Wo siehst du eine mögliche Hardwareeinsparung?

    Einstellung per DIP-Switch war meine erste Idee, allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir die Plätze am Controller ausgehen. Durch die zwei IDs im Bereich von 0-30 bräuchte man alleine 10 Controllerpins oder Porterweiterungen. Mit der Softwarevariante ist man meiner Meinung nach deutlich flexibler.

    Eine Rückmeldung der Durchgangsprüfung an den Controller fände ich auch reizvoll, dafür bräuchte man irgendwo noch einen Multiplexer und wahrscheinlich auch einen Differenzverstärker. Damit müsste man wahrscheinlich auch auf ein größeres Controllerexemplar umsteigen, damit die Pins reichen, was die Platine ist für meine bisherige Fertigungsmethode in reiner Handarbeit zu komplex machen würde. Wenn die Resonanz wirklich so groß wird, könnte man überlegen, komplett auf SMD-Bauteile umzustellen und so wieder Platz auf der Eurokarte zu gewinnen.

    Wie oben schon geschrieben, eine GUI, die alle Funktionen vereint, egal auf welchem System, wäre eine tolle Sache. Vielleicht nehme ich das irgendwann mal in Angriff, aber da würde einiges an Zeit ins Land gehen.
     
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  21. Hallo !
    zur Hardware einsparung : Man würde nur einen preisgünstigen USB Funk Transceiver benötigen und keine LCD Anzeige der mir Slaves usw. anzeigt .

    Die Durchgangsprüfung würde so funktionieren: Die Pyro Ingnition Control steuert in einem virtuellen Prüfmodus einen Kanal am Slave an und bekommt eine Rückmeldung vom Zustand des Zünders .(Die Zündsoftware bekommt einfach nur "1" Zünder OK oder "0" Zünder nOK vom Slave gesendet und makiert dieses Ergebnis auf einer Cuelist . Dann wird automatisch der nächste Kanal geprüft) . Für diese Funktion würde man nur einen Eingang am Slave Mikrokontroller benötigen. Ich habe einen Optokoppler der in der Zuleitung für den Prüfstrom hängt .In dem das die einzelnen Kanäle durchgeschaltet werden fließt wenn der Zünder OK ist ein Strom von ca. 10mA und der Opto schaltet den MC Eingang auf 1 pullup. (mit einigen Vorwiederständen usw.).
    Wie gesagt das nur als kleine Anregung
     
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  22. Hi,

    ja so habe ich es in meiner Anlage gemacht.

    http://www.feuerwerk-forum.de/showthread.php?t=44322

    Gruß Andreas
     
  23. Baut bitte ein Zusatz-Modul für KFE und RF32

    Ich habe mich ja schon geäußert und finde das Projekt super, möchte an dieser Stelle aber folgendes loswerden.

    Ich finde es sehr schade, dass jeder seine eigene Anlage baut und sich die fachlich kompetenten Forianer nicht zusammenfinden um eine gute Zündanlage für alle Interessierten zu entwickeln. Der Preis sollte pro Modul dann natürlich nicht höher als die der China Anlagen sein, sonst macht's ja keinen Sinn. Es ist doch die Minderzahl an Leuten, die sich Geräte wie Skydirector, Explo etc. leisten können oder wollen, wegen einem oder vielleicht zwei Feuerwerken im Jahr.

    Erst stellt El Fueradoro sein Projekt vor und nun Pyro-Safe-Guard. Wer sollte jetzt welches System bevorzugen? Welches kann mehr? Welches Kostet mehr?
    Es ist doch schon mal Klasse, dass die Anlage von El Fueradoro die Software PyroIgnitionControl mit einbezieht. Da diese vielen bekannt ist, welche mit dem verbreiteten Funkinterface vom Forianer Pyrobla arbeitet. Doch genau hier ist der Knackpunkt. Leute welche die Software PyroIgnitionControl kennen, arbeiten bereits mit dieser weil sie auch schon eine Zündanlage wie RF32 oder KFE mit Funkinterface besitzen. Jetzt alles wieder verwerfen und umsteigen tut wohl auch kaum einer, zumal wenn ein bekanntes System funktioniert.

    Kaum einer will das Geld für 10 KFE oder 10 RF32 anlegen um am Abbrenner flexibler zu sein. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: Weniger Kabelsalat, weniger Fehlerquellen durch falsch angeklemmte Kabel, schnellerer Aufbau, flexibler Aufbau des Abrenners, Paletten können vorher fertig komplettiert sein usw. Fazit: Weniger Aufbau- und Vorbereitungsstreß. Und ich glaube, davon kann jeder der schon ein größeres Feuerwerk geschossen hat ein Lied singen.

    Ich hätte es super gefunden, wenn ein schlankes und preiswertes 16-20 Kanal Modul entwickelt wird, welches mit einer bereits vorhandenen RF32 oder Kingdom KFE und dem Funkinterface arbeitet um das bestehende System zu erweitern. Da würde ich gleich 10 Stück kaufen/bauen, wenn es diese gäbe.

    Gruß Bluesky
     
  24. Hier nochmal ein Kommentar von mir.

    Ich hab ja gestern schonmal mein Interesse bekundet und um so mehr Kommentare von anderen Usern kommen, muss ich sagen, ich komm nichtmehr mit :) wie wäre es also wenn jemand mal ein Video macht, in dem erklärt wird, wie das system (hardware) funktioniert (ab besten so, dass es jeder versteht, der keine Ahnung von Technik hat, also z.B. ich). Oder wenn irgendwann mal eine Sammelbestellung zustande kommt dass jemand ausführlich erklärt wie man das System dann aufbaut (ist das überhaupt möglich, dass einem zu erklären, der nicht wirklich viel bis keine Ahnung von so einer Technik hat ???)
     
  25. #25 jordanatic, 18. Jan. 2015
    Zuletzt bearbeitet: 18. Jan. 2015
    Ich kann Dich schon verstehen, allerdings erkennt man die fachlich versierten Forianer ja erst, wenn sie mit entsprechender Technik oder Entwicklung hier aktiv werden.

    Grundsätzlich wird es die perfekte Lösung, die alle drei Kriterien (Preis-Funktion-Aufwand) in perfekte Relationen setzt, NIE geben können. Die gewerblichen Lösungen bieten mehr oder weniger Funktionsumfang, im Vergleich zu den Selbstbauten niedrige Kosten, aber hohen Aufwand.

    Du schreibst, der Preis solle nicht höher als bei China-Ablagen sein. Wie kommt man aber auf "den Preis"? Wenn ich mir mal vor Augen führe, wie viel Arbeit Felix bislang in dieses Projekt gesteckt hat, so fällt die Aufwand-Kalkulation sicher nicht zu Gunsten der Selbstbauten aus...

    Jeder möchte einen anderen Funktionsumfang, man kann aber (zumindest aus meiner laienhaften Sicht) nicht einfach Funktionen je nach Wunsch beim Selbstbau weglassen, da sich diese Dinge nicht nur auf der Platine, sondern auch in der Programmierung befinden.

    Eines vielleicht einmal ganz deutlich: "Wir" sind hier nicht angetreten, um bestehenden Firmen die Geschäftsmöglichkeiten abzugraben. Wenn jemand nicht löten kann/will bzw. den zeitlichen Aufwand scheut, dann muss er zur fertigen Lösung greifen.

    Wer sich eine fertige Anlage gekauft, hat dies vermutlich aus obigen Gründe getan und es gibt für die entsprechenden Anlagen auch bereits Interfaces. Jede nutzt jedoch ihre eigenen Übertragungsarten. Wenn man das bestehende System erweitern will, so muss man sich die passenden Gerätschaften kaufen. Wie soll es denn funktionieren, bestehende Technik einfach zu kopieren, ohne dafür Probleme zu bekommen?

    Wer umsteigen möchte, kann ja sein Equipment gebraucht verkaufen und wird sicherlich für das Geld dann mindestens die gleiche Menge Kanäle im Selbstbau hinbekommen.

    Ja, das war auch für mich ein Hauptkriterium. Ich habe ebenfalls mit (zwei) Kingdom begonnen und wollte dann schnell mehr. Dann muss ich aber eben in den sauren Apfel beißen und das bestehende System ändern.

    Zumal es auch den handelnden Firmen gegenüber schlicht unfair wäre. Schließlich ermöglichen diese (natürlich mit eigener Gewinnerzielungsabsicht) dem "einfachen" Silvesterzündler auch ein gewisses Maß an Professionalität.

    Dieses Interface gibt es aber nur deshalb, weil sich jemand (war das Stephan Stotz?)
    dahinter geklemmt hat und es mit Einsatz entsprechender Mittel entwickelt hat: zeitlicher Aufwand, Geld für Entwicklung, Gehäuse, Aufbau, Garantie, Vertriebsweg, etc.

    Und sicherlich war auch einer der Hauptpunkte, dass dann auf Anschlusskäufe für die unterstützten Module gehofft wird. Das möchten wir einfach nicht torpedieren.

    Ich hoffe, die Antwort wirkt jetzt nicht zu barsch im Ton, ich freue mich, wenn aus den aktuellen Diskussionen tatsächlich ein größeres Projekt entsteht. Ich übernehme dann auch gerne die Logistik mit Bestellung, Einkauf, Weiterleitung, etc. - bei der technischen Seite kann ich leider nicht helfen.
     
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