Sicherheit Erlaubnis nach §7 SprengG mit Auflage Anlage 1 SprengVwV

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von Silvesterfreund, 17. Mai 2016.

  1. Hallo,

    habe nun meine Erlaubnis nach §7 SprengG erhalten.

    Die Erlaubnis wurde unter Anderem mit folgender Auflage erteilt:

    In dieser Anlage1 steht unter Anderem folgendes:

    Wenn man sich aber nun die Gebrauchsanweisung einer KAT3 Batterie anschaut (z.B. Nico Jumbo) steht hier, dass ein Sicherheitsabstand von 25 Metern einzuhalten ist.

    Das überschneidet sich aber mit der SprengVwV.

    Wie ist also die SprengVwV anzuwenden? Wann gilt diese?

    Und kann man gegen diese Auflage vorgehen? Denn die SprengVwV ist meines Wissens nach ja nur ein Leitfaden für die Behörde und die für den Verbraucher/Gewerbetreibenden.

    Grüße,

    Silvesterfreund
     
  2. Ich denke, dass die Verwaltungsvorschrift einen höheren Stellenwert hat, als ein Sicherheitsabstand, der auf einer Kat 3 Batterie (hier reichen ja theoretisch auch 15m Sicherheitsabstand) aufgedruckt ist, weil du sonst den 7er vielleicht nicht bekommen hättest.

    Die Verwaltungsvorschrift ist wohl jedes Mal anzuwenden, wenn du ein Feuerwerk mit Kategorie 3 abbrennst.
     
  3. Das mit den theoretischen 15m Sicherheitsabstand habe ich auch schon irgendwo gelesen, kann es aber nicht mehr finden. Wo steht das geschrieben?

    Und dann stellt sich nur noch die Frage, ob die SprengVwV (Anlage 1) einfach so als Auflage mit auf die Erlaubnis gedruckt werden darf, oder ob man hier Einspruch einlegen kann.
     
  4. Den Sicherheitsabstand findest du in der 1. SprengV Anlage 3 Abschnitt II.

    Das weiß ich nicht, ob du dagegen vorgehen kannst.
     
  5. Das Lustige an der Geschichte ist ja, wenn ich mir den Schutzabstand für Klasse 4 bei einem 50mm Kaliber ausrechne komme ich nur auf 40 Meter (800 x Kaliber in mm).

    Laut SprengVwV sind es 50 Meter bei geradem Abschuss, aber auch nur bei einer Steighöhe von 30 Metern.

    Das Problem liegt wahrscheinlich einfach daran, dass die SprengVwV 1987 veröffentlicht wurde, und damals die Klasse III ja nicht die heute Kategorie F3 war, da gab es doch auch unterschiede oder?
     
  6. Grundsätzlich richten sich unsere GAA nach den BAM Richtlinien. SprengVwV ist nur noch iin Teilbereichen für die wirksam, da einige Normen schlicht überholt sind.

    Eine nützliche: Abbrennzeiten in MESZ-Ländern (Mai-Juli = 23.00 Uhr).

    Im Grunde hat der Hersteller für eine entsprechende Deklarierung des Gegenstandes zu sorgen. Das ist auch manchmal so, dass die aufgedruckten Schutzabstände manchmal höher sind als die in der BAM-Richtlinie notwendigen und die zählen verbindlich nebst der BAM Richtlinie - die ist aber nur für F4 ausgelegt, aber wegweisend.

    Beim ausrechnen des Schutzabstandes bei F4 >= 50 mm ist übrigen sowohl das Kaliber als auch die Steighöhe maßgeblich - immer der höhere Wert gilt als Berechnungsgrundlage.

    Deswegen ist es sehr praktisch von manchen Herstellern Cal. 48 oder 49 mm Boxen zu haben. Selbst die 2" Bomben haben meist 48 oder 49 mm, fallen also nicht unter die Neigungswinkel- und Schutzabstandsregelung. Da kannst du im Prinzip von den 50 m ausgehen (wohlgemerkt: Minimalschutzabstand....)
     
    Pyro Rob gefällt das.
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