Handhabung & Technik Feuchtigkeit im Lager

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von PIKE, 14. Sep. 2011.

Schlagworte:
  1. Hallo Pyros,

    ich habe ein Problem und guter Rat ist gefragt.
    Und zwar geht es um die Luftfeuchtigkeit in meinem angemieteten Bunker.
    Bei dem Bunker handelt es sich um einen älteren Munitionsbunker, welcher ebenerdig und mit Erde überschüttet ist. Er hat eine Größe von 180m² und mehrere Lüftungsschächte, welche für eine Zirkulation der Luft sorgen sollen.

    Nun lagere ich schon einige Monate in diesem Bunker und jedes mal wenn ich Material herausgeholt habe, fühlten sich die Kartongs leicht klamm und kühl an. Anfänglich machte ich mir nicht viel daraus, weil mir von dem Vermieter gesagt wurde das das völlig normal wäre. Etwas stuzig nahm ich es dann auch hin.

    Als ich dann bei einem Feuerwek einige Singelshots mit Silberkomet schiessen wollte, Explodierte einer...
    Schön und gut kann ja mal vorkommen. Als ich ein Feuerwerk dannach eine 49s Cakebox geschossen hatte Explodierte sie ebenfalls nach ca 3/4 der Brenndauer. Was für ein Zufall...
    Mittlerweile habe ich den Hersteller der Singelshots gewechselt (ebenfalls Silberkomet) und bei einem Feuerwerk schiessen wollen - könnt ihr euch denken was passiert ist? Zwei der insgesamt 15 explodierten im Fächer. :shocked: Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen.
    Nun habe ich gehört, das diese Silber-Magnesium Sätze empfindlich auf feuchtigkeit reagieren können.

    Nach gesprächen mit dem Vermieter, das der Bunker evtl. zu feucht sei, bekam ich als Antwort: "Wir lagern doch auch in so einem Bunker (Baugleich, aber ein anderer) und hatten noch nie Probleme." Er wollte die Schuld auf die Hersteller schieben und sagte es wären minderwertige Produkte.
    Als ich ihm dann sagte das es Produkte von ihm waren (Importeur) sagte er mir, dass es nicht sein könne, sowas wäre noch nicht vorgekommen.

    Meiner Meinung nach kann es schonmal passieren das PtG`s nicht ordnungsgemäß funktionieren, aber nicht im dieser Häufigkeit!

    Bei meinem letzen Lagerbesuch hatte ich eine große Bauplane mitgebracht und über die Paletten gespannt, sowie einen chemischen Luftentfeuchter und ein Hygrometer welche ebenfalls mit unter die Plane gelegt wurden.
    Als ich Heute (ca. 3 Wochen später) in den Bunker kam stellte ich fest, das der Luftentfeuchter bereits seine Tablette verbraucht hatte und sich ca ein halber Liter Wasser in dem Auffangbegälter befand.
    Das Hygrometer zeigte einen Wert von 84% Luftfeuchte an!

    Als ich das sah war mir klar das das viel zu viel ist.

    Als ich den Vermieter das Hygrometer gezeigte, sagte er auch das wäre normal, was eigentlich schon eine frechheit ist. :mad:

    Das der Wert normal sein solkann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Was sagt Ihr dazu?
    Hat einer schonmal ähnliche Probleme gehabt?
    Was sollte ich am besten gegen die Feuchtigleit tun?

    Schonmal danke für eure Antworten.

    LIeben Gruss PIKE
     
  2. Ich hab keine Ahnung was Luftfeuchtigkeitsregelung bei Feuerwerksbunkern angeht! Aber da bei meiner Schwester die halbe Wohnung verschimmelt war hatten wir nen Sachverständigen da und er meinte für Möbel und andere aus Oragnischem Material hergestelten Sachen sind Luftfeuchtigkeiten von bis zu 60-65 % noch in Ordnung! Bei allem was darüber liegt steigt die Schimmelgefaht und die gefahr das Feuchtigkeit in Möbel und ähnliches eindringt! Also kann ich mir nicht vorstellen das 84 % gut sind für gelagertes Feuerwerk!
     
    PIKE gefällt das.
  3. Es muss nicht zwingend der Grund sein, dass der Bunker feucht ist.
    Wir hatten in den letzten Wochen bzw. Monaten generell eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
    Unterirdische und erdübergekte Bunker sind oftmals einige Grad kälter als die Außentemperatur. Die PtG`s haben auch Bunkertemperatur. Werden die PtG`n nun dem Bunker entnommen und der warmen, feuchten Außenluft ausgesetzt, kondensiert die Feuchtigkeit an den Kartons.

    Jedenfalls kenne ich diesen Effekt. Wäre auch bei Dir EINE Möglichkeit.

    LG

    Berserker
     
    PIKE gefällt das.
  4. Möbel und andere aus Oragnischem Material hergestelten Sachen sind Luftfeuchtigkeiten von bis zu 60-65 % noch in Ordnung! Bei allem was darüber liegt steigt die Schimmelgefaht und die gefahr das Feuchtigkeit in Möbel und ähnliches eindringt! Also kann ich mir nicht vorstellen das 84 % gut sind für gelagertes Feuerwerk![/QUOTE]

    Ich hatte noch gar nicht erwähnt, das sich in der Inneseite der Abschussröhren bei einer Batterie leichter Schimmel gebildet hat.War aber bis jetzt nur bei einer der Fall. ( dunkle Fäden)


    @BerserkerFW: Ja da hast du Recht ! wenn es im Bunker kühler ist und Draussen wärmer, kondensiert die Feuchtigkeit an den Kartongs. Aber die Kartons fühlen sich auch schon leicht feucht im Bunker an.
    Meine Sorge ist es das evtl. die pyrotecchn. Sätze verändert werden, oder die papprohre der Cakes zu sehr aufweichen und die Belastung des Abschusses nicht mehr richtig Standhalten können.

    Gruss
     
  5. 1. sind 85% Luftfeuchte auf die Dauer zu viel
    2. Maßnahmen: einfachste und billigste - Luftkanäle frei machen! Die Bunker sind meist so konstruiert, daß die Lüftung ausreicht um den Kasten trocken zu halten. Die alten Militärs waren ja auch nicht doof.....

    Sollten die Kanäle frei sein und trotzdem nicht ausreichen bzw. wie bei mir wegen der Diebstahlsicherung blödsinnigerweise so eingeengt sein daß der Luftdurchsatz nicht mehr ausreicht - Zwangslüftung installieren. Also einen ordentlich Rohrventilator einbauen.

    Teuerste Variante ist ein Bau - Luftentfeuchter. Die Teile funktionieren gut und so um die 2.000 € bekommt man schon was professionelles. Falls das Amt allerdings so eine Kiste in Ex-geschützer Ausführung sehen will, darfst Du Deinen Bausparer schon für die Anschaffung schlachten. Außerdem zieht so ein Ding auch gut Strom. Ist also auch dauerhaft gut für die Unterbringung überschäumender Gewinne geeignet...:p

    Eine Möglichkeit wäre dann noch das trocken heizen. Die hohe (relative!) Luftfeuchtigkeit entsteht ja durch das Temperaturgefälle - außen warm und drinnen kalt. Im Winter wirst Du keine Probleme haben!
    Falls Du sozusagen auf der Sonnenseite des Lebens wohnst, kannst Du Dir mit ein paar Solarpaneelen und einigen Heizkörpern die Bude im Sommer so hoch heizen, daß die Luftfeuchte unter 60% kommt und im Winter kannst Du Dir sogar noch einen Luftbefeuchter reinstellen :p
    Wenn Du Dir die Sonnenfänger nicht gerade im deutschen Baumarkt kaufst, könnte die Anschaffung vergleichbar mit dem (nicht Exgeschützten) Lufttrockner sein und die Betriebskosten für die paar Watt der Steuerung sind minimal.
    meint Raini
     
    fire und PIKE gefällt das.
  6. Hallo PIKE!
    Bei einer Fläche von 180 qm ist ein Entfeuchter mit einer Tablette definitiv zu wenig! Ich weiß nicht für wieviel der qm der Entfeuchter ausgelegt ist, aber ich denke Du solltest auf jeden Fall mehrere Entfeuchter mit 1kg Trockenmittel aufstellen, die sind für ca. 80 qm/Stück ausgelegt. Wenn das Ding in 3 Wo. nur 1/2 Liter Flüssigkeit rausholt ist das nicht grad viel. Das Problem ist sicherlich die Grundfeuchte. Um das Ding trocken zu legen, werden chemische Entfeuchter sicherlich nicht ausreichen, um die Feuchtigkeit dann konstant zu halten schon, aber dann mehrere. Ich habe nebenbei noch einen kleinen Aufbewahrungscontainer im Außenbereich stehen, hier habe ich einen Entfeuchter für 80 qm drin und allein dort fallen pro Monat bestimmt 2 liter Wasser an. Das sich im Bunker gelagerte Ptg leicht klamm anfühlen ist normal und sollte nicht zu einer Beeinträchtigung führen. Schimmel ist natürlich gar nicht gut, da ist es definitiv zu feucht! Ich hatte einmal angeschimmelte Raketen, besonders die Treiber -> Tolle Feuertöpfe:whistling:
    Gruß und gut Schuß
    Rippenbruch
     
    PIKE gefällt das.
  7. Feuchte...

    .....warme Luft, welche in den kälteren Bunker strömt ist auch ein Problem....

    Eigentlich wäre eine gesteuerte Lüftung das energetisch kostengünstige. Das heißt der Bunker wird nur (zwangs-) belüftet wenn die Luft draußen trockener (nach der Wasserbeladung!) ist als drinnen.
    Ich habe auch ein Feuchteproblem in meinem Hinterhof-Mietgegenstand. Mit den Chemischen Luftentfeuchtern auf Calciumchlorid-Basis habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Diese senken in der meist kühlen Bunkerluft die Feuchtigkeit nicht unter 75% relativer Feuchte.
    Man sollte auch bedenken das man sich durch falsches Lüften im Sommer ruckzuck die Feuchtigkeit in den Keller/Bunker holen kann!

    Wenn man im Sommer z.B. Luft mit 25°C mit 50% relativer Feuchte (bedeuten 10g Wasser in 1 Kg Luft!) in seinen 15°C kalten Bunker strömen lässt und ihn mit dieser Luft schafft, um 2°C auf 17°C zu erwärmen, hat man nachher eine relative Luftfeuchtigkeit von über 80% im Bunker!
    Man sollte sich beim Nachdenken über Feuchtigkeit immer das Mollier_h,x-Diagramm vor Augen führen!!!
    Hier herunterladen (am besten das für den passenden Temperatur und Luftdruckbereich!) und ausdrucken und in den Bunker hängen und nur Lüften wenn es nach dem Diagramm sinnvoll ist!

    Ansonsten kann ich Raini nur beipflichten! Ich habe mir für meine feuchten Mietgegenstand einen Entfeuchter aus einer mobilen Klimaanlage, für 25 Euro in der Bucht geschossen, gebaut....funzt Tadellos, frisst aber Strom! Die Idee mit solarer Wärme die Bude im Sommer trocken zu heizen ist goldrichtig.....wenn man dann im Herbst/Winter mit kalter (und trockener) Luft lüftet, kann man eine Menge Wasser aus dem Bunker schaffen!:blintzel::joh:
     
    PIKE gefällt das.
  8. Zu allen Kostenintensiven Varianten wie Bauentfeuchter, die es auch mit Hygrometer gibt, dass sie alleine anspringen oder elektrischen Heizungen, gibt es auch noch eine günstige Alternative.
    Ist zwar mehr Fummelei, kommt aber den Ptgßs zu gute. Die dinger heißen Müllsäcke :D
    Also nicht gerade dass dünnste Zeug wie den gelben Sack nehmen, da kann man ja fast durch athmen, sondern richtig feste, derbe, dicke Müllsäcke.
    Ich bekommen meinen Bunker mit den chemischen Entfeuchtern auch nicht unter ca. 70-72% rel Luftfeuchte, aber die Säcke helfen ganz gut. Einfach den ganzen Karton in so einen Sack, und ab ins Regal.
    Da funzen sogar noch 3 Jahre alte Bomben.
    Das einzigste was überhaupt nicht lange da liegen will, sind Ptg´s auf NC Basis oder Dinge wie Bengale mit Strontium, außer man will sie als Entfeuchter ;)

    Appropos Entfeuchter, also elektrisch. Einem Bekannten ist so ein Ding schon mal aus heiterem Himmel im Keller in Flammen aufgegangen. Zum Glück hat er es im Schlaf trotzdem bemerkt.
    Also ich könnte nicht ruhig schlafen, wenn so ein Teil bei mir im Bunker stände.

    Lesestoff über das Thema gibts noch hier
     
    PIKE gefällt das.
  9. Per eMail von flashpoint:

     
    PIKE gefällt das.
  10. Wie stehen die Chancen den Vermieter dazu zu bringen Luftentfeuchter oder sonstwas zu installieren damit die Sachen trockener lagern? Bzw umgekehrt, wie stehen die Chancen auf Mietminderung?
     
  11. Zitat:
    Appropos Entfeuchter, also elektrisch. Einem Bekannten ist so ein Ding schon mal aus heiterem Himmel im Keller in Flammen aufgegangen.

    Richtig! Entfeuchter aus Plastik für den Wohn- undHobbybereich haben in einem Feuerwerkslager nix verloren!
    Mein Luftentfeuchter besteht aus Metall und ist in einem separaten Raum. Die paar Kabelisolierungen sind von der Ansaugung und der Ausblasöffnung nochmal extra durch Bleche getrennt.
    Die ganzen chemischen Entfeuchter konkurrieren nur mit der hygroskopischen Pyrotechnik. Könnte gut sein, daß sich so bei ungefähr 70% ein Gleichgewicht einstellt. In sehr kleinen Räumen mag das gehen. Mein Bunker hat 300 qm und im Sommer fallen an schwülen heißen Tagen schon einige Eimer Wasser an. Die kriegst Du nie über Kalziumchlorid weg.

    Daß der Entfeuchter ein Hygrostat hat ist übrigens im Sinne der Energiekosteneinsparung seeeehr von Vorteil...

    Die Nummer mit Sack und Folie habe ich auch schon praktiziert. Palette schön dicht eingeschrumpft und ein Säckchen Blaugel mit rein. Für Silvesterware geht das recht gut und für ein Jahr bleibt das auch top trocken. Um professionell zu Arbeiten macht man sich aber mit ein und auspacken kaputt und bei jedem öffnen schließt man auch wieder feucht Luft mit ein. Macht also wenig Sinn.
    meint Raini
     
    PIKE gefällt das.
  12. @ Raini

    Tja solch Luxus hab ich eben nicht. Mir waren bisher die knapp 2.000 EUR allein für den Stromanschluß zu schade. Da kann ich lange Säcke von Kaufen. Und wer nicht so oft an die Ware muss wie du, muss eben abwägen zwischen Komfort mit Licht und Entfeuchter oder Stromerzeuger und Plastiktüten.

    Zur Vollständigkeit sei aber auch noch gesagt, das die Foliensäcke je nach Stärke auch eine gewisse Durchlässigkeit haben. Also auf ewig gehts auch nicht, irgendwann sollte der Krempel schon gen Himmel ;)
     
  13. Hallo Pyros,

    erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!
    Ich werde beim nächsten Besuch erstmal die Lüftungsschächte kontrollieren, vielleicht sind sie ja zugewachsen oder mit Laub bedekt. Die bunkeranlage befindet sich nähmlich in einem Wald und auf dem Bunker selber wachsen Bäume. Wenn es das Problem lösen würde, wäre es natürlich top. Wenn nicht muss ich mir was einfallen lassen.Die Plastiktütenmethode finde ich recht interessant, weil sie kostengünstig und schnell realisierbar ist.

    Nun habe ich die feuchtigkeit schon in den Kartongs und muss sie irgenwie herausbekommen. Was haltet Ihr davon sie an einen sonnigen Tag geöffnet trocknen zu lassen?

    Eine andere Überlegung wäre, den bereich in dem meine Paletten stehen, mit Trockenbauplatten für Feuchträume zu verkleiden und in diesen "extra Raum" ein paar Luftentfeuchter zu stellen.

    Teure Maßnahmen kommen bei mir nicht in Frage, zumindest nicht allein finanziert. Sollte sich nicht der Vermieter daum kümmern?


    Viele Grüße PIKE
     
  14. Hallo liebe Freunde,

    was mich mal sehr dabei Interessieren würde ist was die Perfekte Luftfeuchtigkeit für Feuerwerk ist und was das Minimum und Maximum wäre.

    Habe heute schon etwas gelesen und gehört das 45-50% Optimal wären. Ich habe in meinem Keller ca. 70-75% wie seht ihr die Lage ?


    Möchte natürlich nicht mit meiner Frage dazwischen funken aber wenn mal kurz Zeit ist, kann man sie ja evtl. schnell beantworten :)


    Liebe Grüße
     
  15. Ich habe ja auch teilweise das Problem mit Feuchtigkeit im Keller. Deswegen hab ich meine meisten Sachen die dort Lagern in Druckverschlussbeutel (Zip Tüten) gepackt.
    Die sind Durchsichtig also sieht man was drin ist und man kann schnell was entnehmen oder hinzu packen. Also eine Edelvariante der Müllsackgeschichte.
    Und die Druckverschlussbeutel gibt es in zig verschiedenen Größen.
     
  16. Optimal wären unter 40% relative Luftfeuchtigkeit, wobei nach meinen Erfahrungen noch niedrigere Werte die Eigenschaften eines PtG erheblich verbessern können (z. B. Ch-Böller).
    Am besten ist ein zentralgeheizter Keller mit der Möglichkeit, bei kalter Witterung durch die dann kurzzeitig geöffneten Fenster die Feuchtigkeit restlos nach Draußen zu entsorgen.
    Honn i scho gmocht[​IMG]
    LG,
    GB
     
  17. Ich weiss zwar nicht - wie Dein Bunker aufgebaut ist ... der Wald kann aber mit ein Problem bei Dir sein.

    Damit die Lüftungsschächte korrekt funktionieren - benötigen diese einen bestimmte "Luftströmung", um den sogenannten Naturzug überhaupt erzeugen zu können.

    Die Bäume sind mit den Jahren ein paar Meter gewachsen und der Wind/die Luftströmung geht über die Bäume hinweg und nicht mehr mit der benötigen Stärke an der Oberkante des Lüftungsschachtes vorbei - und daher entsteht auch ggf. keine Sogwirkung - um die feuchte Luft aus dem Bunker zu ziehen.

    Also den Lüftungsschacht vielleicht versuchen nach oben zu verlängern ... oder versuchen den Wind wieder etwas runter an den Bunker zu bekommen ... gibt Brennholz für den Winter ;)
     
    PIKE gefällt das.
  18. Ich möchte diesen Beitrag mal wieder nach vorne holen, da ich derzeit genau vor dem gleichen "Problem" stehe wie der Autor damals.

    Ich habe ca. die selbe Ausgangslage. Bunker im Wald, Erdüberschüttet, ohne Strom
    Allerdings habe ich das Dach bereits freigelegt und neu abgedichtet. - Es dringt also KEIN Wasser mehr ein.

    Die Feuchte die im Inneren an den Wänden entsteht ist alles Kondensat.
    Also die "warme" Aussenluft (derzeit ca. 65%rLF) die über die Lüftungs- und Druckentlastungs-Öffnungen ins innere strömt
    bringt die Feuchte rein und kondensiert an den "kalten" Wänden.

    Ein Fachmann einer Firma die sich mit Gebäudeabdichtung befasst hat mir nun gesagt, es wäre genau kontraproduktiv
    die Luft innen zu Heizen, da dann noch mehr Kondensat entsteht.
    Man müsse man dafür sorgen, dass die Wände nicht mehr so kalt sind.
    Da die aber zwischen 70 - 100cm dick sind, ist das allerdings nur mit einer Innenisolation realisierbar.

    Was meint ihr zu dieser Aussage?
     
  19. Das Problem haben auch viele Kellerbesitzer. Warme Aussenluft wird duch Dauerlüften ins Gebäude gelassen, trifft auf die kalten Kellerwände und es entsteht Kondenswasser.
    Die Aussage mit der Innendämmung hat schon ihre Berechtigung. Vor allem ist diese einfacher und billiger zu realisieren wie die Aussendämmung. Am billigsten und effektivsten wäre es natürlich den Luftzuzug zu unterbinden.
     
  20. Wir kennen das Problem auch.
    Bei hoher Luftfeuchte und kühlem Bunker, so wie gerade beim Witterungswechsel, wird bei offener Lüftung oder lange offenstehernder Türe eine große Menge Wasser in Form von Dampf in den Bunker eingetragen. Dieses kondensiert an den kalten Bunkerwänden und an allen sonstigen kalten Gegenständen.
    Hat man viel Pappe im Bunker ist der Effekt weniger stark als in einem leeren Bunker. Die Pappe fungiert also als Feuchtepuffer.

    Ich glaube nicht, dass man mit einer Isolierung des Innenraums das Problem in den Griff bekommt. Dann müsste irgendwo auch eine Dampfsperre verbaut sein, damit die Isolierung trocken bleibt. Dann aber kann auch der Beton keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen / abgeben, bzw wird die Isolierung bei geschlossenem Bunker die gleiche Temperatur haben wie der Beton. Öffnet man dann die Türe, kondensiert genauso Feuchtigkeit an der Isolierung wie zuvor am Beton.

    Wir öffnen bei schwüler Witterung die Bunkertüre nur wirklich so lange wie unbedingt nötig und auch die Lüftung bleibt weitgehend geschlossen.
     
    Feuerwerker.ch gefällt das.
  21. Ich habe als 1. Massnahme genau das jetzt auch in Angriff genommen..
    Bisher lief die Lüftung (12V von Solarpanel) permanent.
    Jetzt kommt ein Temperaturregler dran damit nur noch Frischluft rein geht wenn es draussen kälter (trockener) ist als im Bunker.
    Ich hoffe damit das "Problem" weitestgehend in den griff zu bekommen...
     
  22. Ich denke dein Hauptproblem ist die Luftzirkulation. Vielleicht kannst du mit einer Nebelmaschine mal austesten, ob der Luftstrom wirklich günstig liegt oder nicht.

    Wenn der ungünstig ist, dann musst du aktiv / elektrisch lüften. Falls du Interesse hast, könnte ich dir sowas hier besorgen:
    http://www.feuerwerk-forum.de/showthread.php?t=47039

    Sowas dann mit Innen / Außensensoren schalten. Also wenn die Differenz zu groß ist, lüften. Wenn außen mehr Luftfeuchtigkeit ist, gar nicht lüften.

    Vielleicht zusätzlich mit einer thermische Solaranlage.

    Bei Regen / Nebel chemische Luftentfeuchter. Alles was selbst vom Satz her Feuchtigkeit zieht, in einen gebrauchten luftdichten Feuerschutzschrank mit einen frischen chemischen Luftentfeuchter.

    Wenn es ex-geschützt sein muss, ist das kaum umzusetzen. Oder vielleicht offenes Pulver und 1.1 getrennt lagern und damit die Behörden überzeugen, dass kein ex-schutz notwendig ist.

    Alternativ zur Pappe könntest du auch mit Katzenstreu was machen. Also ein Regal mit Europaletten. Dazwischen Mischbehälter für Zement mit Katzenstreu. Bei Hitze ab und zu mal mit der Ameise raus fahren und wieder trocknen lassen.
     
  23. Wohl eher nicht.. das würde die Luft Temperatur innen erhöhen, und somit noch stärker Niederschlagen an den Wänden..
    Solange das Bauteil (Wände, Decken, Boden) nicht erwärmt, resp. von der kalten Erde entkoppelt (Innen- oder Aussenisolation) wird, besteht dieses Problem Bauphysikalisch immer.

    Wie du in meinem 1. Beitrag hättest lesen können habe ich keinen 220V Netzstrom um einen effizienten Luftentfeuchter zu betreiben.
     
  24. Hm ja das mit dem Strom habe ich gelesen. Ist halt problematisch ohne Strom auszukommen.
     
  25. Hallo Kollegen,


    Das ist eine gute und einfache Massnahme. Noch besser waere es nicht nur die Temperatur, sondern auch die relative Luftfeuchte innen und aussen in die Regelung mit einzubeziehen. Aus den beiden Messwerten kann der Regler die absolute (!) Luftfeuchte recht gut schaetzen. Also, nur dann lueften, wenn die absolute (!) Luftfeuchte draussen geringer ist als drinnen.

    Interessiert mich sehr wie sich das auswirkt! Evt einen Temperatur & Feute Logger reinhaengen. Hab gerade nachgesehen, kosten nicht mehr die Welt:
    https://www.sensorshop24.de/datenlogger/datenlogger-fuer-luftfeuchte-temperatur-mit-display/a-95939/?ReferrerID=7.00


    SG
    Roland
     
  1. Wir verwenden Cookies, um die technisch notwendigen Funktionen der Forum-Software zur Verfügung zu stellen und registrierte Benutzer angemeldet zu halten. Wir verwenden dagegen keine Cookies zu Statistik- oder Marketingzwecken. So analysieren wir weder die Seitennutzung noch das Suchverhalten der Benutzer und bieten auch keine personalisierte Werbung an. Wenn du dich weiterhin auf dieser Website aufhältst, akzeptierst du den Einsatz der essenziellen Cookies, ohne die das Forum technisch nicht richtig funktioniert.
    Als angemeldeter Benutzer kannst du diesen Hinweis dauerhaft ausblenden.
    Information ausblenden