Handhabung & Technik Feuchtigkeit im Lager

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von PIKE, 14. Sep. 2011.

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  1. Ich finde das ist schon mal ein guter Ansatz. Bei uns ist es jedoch in den Sommermonaten im Bunker zu 95% kälter als draußen. Somit würde deine Zwangsbelüftung im Sommer gar nicht laufen.
    Ich bin ebenfalls der Meinung dass es besser wäre wenn man die Luftfeuchte, oder vielleicht noch besser den Taupunkt, als Einschaltkriterium verwenden würde.
    Wenn allerdings die Grundfeuchte schon niedrig ist muss man meiner Meinung nach gar nicht lüften.

    Kannst ja mal berichten ob es ohne Lüftung besser wird.
     
  2. #27 Feuerwerker.ch, 3. Juni 2017
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juni 2017
    Das problem an den "Hygrothermostaten" ist, dass diese mit 230V versogt werden müssen...
    Da ich aber nur 12V habe und nicht auch noch einen DC-AC Wandler installieren will
    (wegen der NIN-Installationsvorschriften) muss ich auf normale Bimetal-Thermostaten zurückgreiffen.
    Aber wo möglich könnte ich mit 2Stk. ( 1x innen 1x aussen) eine etwas effizientere Schaltung realisien, als wenn ich nur die Aussentemperatur auswerte...

    Habe hier einen tollen Rechner gefunden..
    Solange die Aussentemperatur (Zuluft) kleiner ist als die Innentemperatur (Abluft) funktioniert das mit dem trocknen immer,
    selbst wenn aussen die Rel. Feuchte höher ist als innen..

    http://www.hygrothermik.de/rechner/lueftungsrechner2n.php


    Die Lösung für die Schaltung gibt es fertig zu kaufen, als Bausatz!
    https://www.conrad.de/de/temperatur...ponents-194360-12-vdc-5-bis-100-c-194360.html

    Ergänzt mit 2 "richtigen" Temp. Fühler läuft die Lüftung dann nur noch, wenn T1<T2!
    Das scheint mir viel einfacher als selbst eine Schaltung zu entfernen...
     
  3. Hatte früher auch Feuchtigkeit festgestellt im Bunker. Luftschornsteine zumachen im Sommer!!! Luftentfeuchter läuft per Zeitschaltuhr 6-8 Stunden. Einige haben auch Autos in den Bunkern stehen und gute Erfahrung mit Heizungen gemacht, da warme Luft mehr Feuchtigkeit bindet und der Entfeuchter dann besser arbeitet. Strom sollte natürlich vorhanden sein.
     
  4. Ein Raspberry oder Arduino zur Steuerung keine Lösung?
    Da sollte es auch mit der RLF klappen. :)
     
  5. Dann lieber den ESP7 + Sim-Karte.

    Bin gerade die LiFePO mit dem ESP8266 am ausprobieren. Echt geile Sache! Läuft ohne DeepSleep jetzt schon 5 Stunden :D.
     
  6. Klar, das ist billiger und einfacher als ein 20 EURO Modul das schon das macht was er haben will ....
     
  7. Genau, es ist billiger und nicht so eingeschränkt. ;)

    Einen UNO Nachbau bekommt man unter 10€ .. Sensor keine 5€.
    Mir ging es aber eher um die Möglichkeit ua die RLF mit einbeziehen zu können..
     
  8. Ich hab mal schematisch dargestellt was mein Ziel ist...
    Den Anhang Schema.pdf betrachten

    Ich bin kein Tüftler oder Programmierer, daher mach im mir nicht den Aufwand und programmiere ein Arduino oder dergleichen.

    Die einfache Differenzschaltung hat sich in der Gebäudetechnik bereits bewährt und ist günstig zu bekommen...
     
  9. ESP8266 + DHT22 + DeepSleep + LiFePO + ThinkSpeak / Mathlab:
    https://thingspeak.com/channels/282668

    Läuft ewig und tut seinen Dienst. Gestern angefangen, das zu bauen, kein Problem.

    Generell könntest du das Gleiche mit dem A7 machen und eine SIM-Karte rein stecken.

    Ich bezweifle, dass du so eine Lösung für 20€ bekommst ;).

    Und das Teil lief gestern ohne Deep-Sleep für 8h mit einer LiFePO. Wenn du den Check nur ab und zu mal ausführst, kommst du damit 1 Jahr.

    Source und Verkabelung kann ich dir schicken.

    Der Taster und die drei Kabel sind überflüssig und nur zum programmieren.

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  10. und was macht das Ding genau??

    Bitte etwas beschreiben, aber so das ich es verstehe..:p
     
  11. Etwas Vergleichbares nutze ich bei uns im Keller, ca. 170 m², Flussnähe. Der Keller ist nicht komplett in der Erde, er sitzt leicht im Hang, eine Wand ist fast frei. So habe ich es aktuell gelöst:

    Ich nutze drei ESP8266 (günstiger 5V Microcontroller mit WLAN) mit HDC1080 (der Sensor selbst) als Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren. Vorher hatte ich die DHT 11/22 als Sensoren, die haben nach ein paar Monaten versagt und falsche Werte bis zu 0% Luftfeuchtigkeit angezeigt.

    Zwei ESP8266 erfassen über den Sensor die Daten der kältesten Wand und die Temperatur/Luftfeuchtigkeit außen, ein weiterer ESP ist in der Mitte des Kellers zur Kontrolle. Die Daten werden zu Thingspeak hoch geladen und dort der Taupunkt berechnet. Ein vierter ESP8266 ruft die benötigten Daten wieder ab und steuert zwei Lüfter und die Lüfterklappe.

    Je nach Bausubstanz und Wetterlage reichen die Lüfter nicht aus, da die Wetterlage das Lüften einfach nicht zulässt - teilweise tagelang. Im Winter kein Problem, aktuell schon. Die Luftfeuchtigkeit steigt im Keller innerhalb von Stunden wieder auf inakzeptable Werte an, da das Grundproblem mit der Bausubstanz nicht behoben ist. Wir haben bei Bedarf zusätzlich einen Luftentfeuchter mit 400 W in Betrieb, der z.B. jetzt im Sommer 2 Stunden am Tag läuft, im Winter monatelang gar nicht. Zielwert sind +/- 60% Luftfeuchtigkeit, das klappt mittlerweile ganz gut. Ein Luftentfeuchter im Automatikbetrieb wäre auch möglich, kam für uns aber nicht in Frage. Die Lösung mit den Lüftern braucht nur ein Bruchteil der Energie und es riecht nicht mehr so moderig im Keller.

    Das ist fast richtig, wichtig ist innen die kälteste Wand ->klick mich. Aber so ähnlich (Arduino und zwei Sensoren) habe ich auch angefangen, ist zumindest bei uns im Keller nicht effektiv genug gewesen, besonders nicht im Sommer. Die Steuerung über den Taupunkt ist besser, da die Lüfter öfter/länger laufen. Aber selbst dann geht es bei uns wie gesagt auch nicht komplett ohne Luftentfeuchter. Damals hatte ich auch noch keine Lüftungsklappe, die ist wichtig, wie auch der schon erwähnte Schornstein, dessen Klappe zu sein sollte.

    Ausprobieren mit den Lüftern und der Differenzschaltung, ein Gefühl dafür bekommen, ob es etwas bringt und den eigenen Ansprüchen genügt (Datenlogger kaufen), ggf. weitere Schritte unternehmen. So was wie das hier lässt sich vielleicht auch mit 12V bestellen oder umbauen: http://www.taupunkt-lueftung.de/

    Viel Erfolg!

    Hier ist noch ein ganz simpler Taupunkt-Rechner, einfach mal mit rumspielen:
    http://www.architekt-schiller.de/ba...bmitButtonName=Fenster+auf+oder+zu?&taup=&m=#
     
  12. 3,3V nicht 5V :).

    Der ESP8266 ist ein Mikrocontroller mit WLAN. Damit kann man beliebige Sensoren abfragen (Luftfreuchtigkeit, Temperatur, Kohlenmonoxid, Gas etc.) und dann per WLAN ins Internet schicken. Dort nimmt dann eine spezielle Seite (z.B. Thingspeak.com) die Daten an und zeichnet Graphen / Statistiken. Auf diese Daten kann man dann wieder andere Sachen automatisieren. Z.B. einen Alarm bei bestimmten Werten etc.

    Der ESP8266 kann auch Kontakte schalten. Also die Lüftersteuerung für den Bunker z.B.

    Die Programmierung ist sehr einfach. Ich kann dir gerne mal ein Beispiel schicken.

    Man klemmt dafür einfach den Sensor an den ESP, programmiert ein kleines Progrämmchen welches die Daten ausliest und dann einen Motor für die Lüftung schaltet.

    Was für Bunker noch besser wäre, der A7. Das ist einer der vielen Nachfolger von dem ESP8266. Der A7 hat GPRS, eine Kamera, mehrere GPIOS (zum Lesen von Sensoren oder schalten von Ausgängen). Das Teil kostet ca. 10 €.

    Theoretisch könntest du damit eine All-In-One Lösung bauen, die langfristig mit sehr wenig Strom auskommt.

    Sowas dann in ein Alu-Druckguss Gehäuse und dann ist der Brandschutz auch gesichert.

    Die Behörde muss dir aber sowas erlauben. Sonst klappt es nur mit ex-geschützen fertigen Sachen.

    Da aber sehr geringe Spannungen verwendet werden, gehe ich mal davon aus, dass sowas eher als eine Solaranlage genehmigt wird.
     
  13. So lange man es nicht mit nem Lithium-Akku mit Strom versorgt, sollte das ganze hoffentlich unproblematisch sein
     
  14. Ich benutze LiFePo dafür. Die sind ungefährlich. Zumindest nicht so gefährlich wie LiPo's.
     
  15. Streng genommen, ja. Ich verwende die NodeMCU und versorge sie per Micro-USB mit 5V. ;)
     
  16. Dat is aber nicht so doll. Weil über den Spannungswandler nochmal Strom verloren geht.

    Der hier läuft seit Samstag Abend mit einer 700mah LiFePO. Bin schwer begeistert von der Kombination :).
     
  17. Deine Begeisterung merkt man. Die lange Laufzeit per Akku hat ihren Reiz, aber die paar mA sind Peanuts.
     
  18. Achtung, ( weil ich es gerade auf dem Bild gesehen habe) die DHT22 Sensoren sind anscheinend nur bedingt für Feuchtigkeit geeignet ( obwohl sie zum messen davon gemacht sind) ? Anscheinend korrodiert da intern etwas bei zuviel Feuchtigkeit, ich hatte da schon so meine Probleme damit.

    Grüsse,
    Walter
     
  19. Oha, gut zu wissen. Ich hatte die bisher nicht lange im Einsatz. Gibt es irgendwelche guten Alternativen?
     
  20. Der HDC1080 wurde weiter oben erwähnt
     
    pingufreak83 gefällt das.
  21. pingufreak83 gefällt das.
  22. Primitiv aber funktioniert

    Liebe Freunde:

    Ich habe in Portugal eine ganz primitive Lösung des Problems selbst gesehen:
    Wenn der Bunker gross genug ist, stellt man einfach einen oder mehrere für Feuerwerk zugelassene Transport-Container hinein.
    Dazu bricht man die schmale Wand auf der Eingangsseite weg und fährt bzw. stellt den Container hinein.
    Im Inneren des Container installiert man zulässige Regale. Der Eingang des Containers wird jetzt Lagereingang.

    Der Container hat Luft zu den Seitenwänden, zur Decke, und sein Boden liegt normalerweise auch nicht voll auf dem Bunkerboden auf.
    Dieses Luftkissen und die Luftzirkulation rundum verhindern ein Übergreifen der Feuchtigkeit aus den Bunkermauern auf die Ware im Container. Funktioniert wunderbar, ganz ohne zusätlziche Stromkosten.

    Wenn der Container für Feuerwerk zulässig ist, ist alles legal, und man kann es sich von den Behörden abnehmen lassen.

    Grüsse: Toivo
     
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