Besucher Feuerwerksbatterie zu weit fliegende Funken

Dieses Thema im Forum "Kurze Fragen, schnelle Antworten" wurde erstellt von Lechfeuerwerk, 15. Apr. 2019.

  1. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. :good:
     
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  2. Ja, so dachte ich (und vermutlich einige andere wohl auch) mal.
    Ich habe damit eine schlechte Erfahrung gemacht, welche aber glimpflich ausging. Gelernt habe ich daraus jedoch.
    Und hätte ich VORHER auf die Profis hier gehört wäre mir ne Menge Ärger mit dem Nachbarn erspart geblieben.

    Leider herrscht oftmals immer noch das Denken vor "ich gehe mal eben vor die Haustüre und brenne was ab". Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist sind schon allein die 8m von Rechts wegen kaum einzuhalten. Es hält sich de facto auch kaum jemand daran, aber wenn es Schäden gibt - egal ob Materiell oder Gesundheitlich - dann geht das Gejammer los. Und es wird i.d.R. für den Verursacher oder seiner PHV, sofern vorhanden - sehr schnell sehr teuer.

    Muss jeder selber wissen ob er das Risiko eingehen will ..
     
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  3. Das kommt eben raus wenn eine Gesellschaft komplett bevormundet wird. In anderen Ländern weiß man das Feuerwerk gefährlich ist (und trotzdem können Kinder problemlos damit spielen, siehe Spanien).

    Bei uns meint doch jeder, ist ja zugelassen, kann nicht gefährlich sein.
     
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  4. #29 ViSa, 25. Apr. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 25. Apr. 2019
    Das ist exakt das was ich seit Jahren predige, auch wenns Grotesk klingt ist aber ernst gemeint.
    "Zu viel Sicherheit macht einfach dumm!!"

    Das ging bei mir schon in den frühen 80ern los als ich damals in einem ADAC-Heft las das die Unfälle trotz ABS stiegen oder schlimmer wurden. Damals war ABS brandneu und tatsächlich dachten viele "Mir kann ja nichts passieren, weil ich habe ABS"

    Leider zieht sich das bis heute ... auch beim FWK. Es wird suggeriert das nur BAM-FWK "sicher" sei. Nur ist Sicherheit ein sehr dehnbarer Begriff.

    Wenn ich mir jedoch die Verarbeitungsqualität einiger Böller ansehe, wo die tollen BAM-Böller schon aus der Verpackung rieselten. Die sind nur in der Hinsicht besser das die so schwach sind das selbt beim dümmsten anzunehmendem user die zu erwartenden Schäden möglichst minimal bleiben. Das wars dann aber auch ..

    Aber genau hier liegt der Hase im Pfeffer, die Leute "verharmlosen" das FWK und betrachten es irgendwann als "Spielzeug" weil es ja so sicher und damit vermeintlich ungefährlich ist.

    Ist bei modernen Autos doch nicht anders ... die sind so vollgepackt mit allem erdenklichen technischen Assistenz-Systemen das die Fahrer denken das ihnen nichts passiert analog meinem erstgenannten Beispiel.

    Als ich Kleinkind war hatten meine Eltern noch einen Gasofen zu Hause, an dem ich mir mal böse die Hand verbrannt hatte. War eine Schmerzhafte aber vor allem Lehrreiche Erfahrung. Das ist heute doch alles gar nicht mehr gegeben ... ich weiß nicht ... heute ist alles i-wie nur noch weichgespült ... :rolleyes:
     
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  5. Sorry, das ist unkorrekt.
    Die Zahlen an tödlich verunglückten Personen im Strassenverkehr ist massiv zurückgegangen.
    Eben weil die Fahrzeuge immer sicherer wurden.
    Richtig ist - mental beschädigte Personen, für die ein PKW eine "Waffe" darstellt oder die unter Drogen- und Alkohol-Einfluss fahren verursachen immer noch zu viele tödliche Unfälle. §1 Strassenverkehrsordnung im Hinterkopf behalten und alles ist gut.
    Du machst hier meiner Meinung nach den Fehler, einzelne schwerwiegende Unfälle zu verallgemeinern.
    Wenn ich mir überlege wie oft ich - als ich noch einen A6 mit Vollausstattung fuhr - über die Helferlein froh war (die mich beim Spurwechsel vor schnellen Fahrzeugen auf der linken Spur warnten) wäre es Unfug zu behaupten "ohne wäre es besser". Sicherlich kann man auch mit einfachen Fahrzeugen (derzeit ein 70PS-Benzin-Fabia ohne alles) gut zu recht kommen, aber man muss sein Fahrverhalten ANPASSEN.

    Was die Sicherheitsabstände beim Feuerwerk betrifft - die 8m sind aus Zeiten als man primär Knaller und Raketen zündete. Da machte das Sinn (weil eine 20g-NEM-Rakete die in 8m Entfernung durchzündet richtet kaum Schaden an), heute aber mit teilweise 2kg-NEM, Fächerbatterien, Blitzsatzsaluts und 60m Steighöhe braucht es schlicht andere Abstände.

    Ob man im Ausland da fahrlässiger handelt als in Deutschland? Müsste man sich jedes Land einzeln anschauen.
    Beispielsweise:
    wie viele Leute zünden da auf engstem Platz?
    wie teuer sind die Artikel -> relativ zum einkommen -> wird viel oder wenig geschossen?
    wie sind die Konsequenzen für Fehlverhalten? Greift die Polizei rasch ein und durch (inkl.Silvester in der Zelle?) oder ignoriert man es.

    Wenn man sieht das früher Kinder auf der Ablage herumkrabbelten (bei Tempo 150 auf der Autobahn), stundenlang zum Passivrauchen gezwungen wurden oder sinnfreie Kommentare zur Anschnall-Pflicht kamen, dann muss man halt feststellen dass das alles Ausreden waren. Oder würden moderne Frauen den 7.Sinn und seine offen frauenfeindlichen Herabwürdigungen ("der Spiegel ist nicht dazu da die Frisur zu kontrollieren oder den Liedstrich nachzuziehen") aus den 70ern als "normal" bewerten? Nur mal so gefragt.

    Nein - heute handeln Leute bei Feuerwerk schlicht asozialer weil sie selbst asozialer geworden sind. Batterien in die Menschenmenge stellen und - meist unter Drogen und Alkohol "Spass haben" - ist halt Normalität.

    Wir reden nicht vom klassischen Familienvater, der mit 2 Wein und 2 Sekt um 12:00 Uhr 2 größere Batterien zündet. Der war schon immer ein Problem, da er sich nicht damit auseinandersetzt.
    Wird es mal brenzlig hat er es um 1:00 Uhr schon wieder vergessen. Stünde aber "30m Abstand zu Personen und Gegenständen" auf dem Artikel, dann würde er ihn überhaupt nicht kaufen.
     
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  6. Ja, mit dem Autovergleich sehe ich ähnlich wie @Adnan Meschuggi , wobei man hier korrigieren muss, dass @ViSa nicht explizit von tödlichen Unfällen sprach, sondern von der Erhöhung der Unfallzahlen. Ein Punkt könnte da durchaus gewesen sein, dass einige gedacht haben, dass das Auto (in dem Beispiel das ABS) einen Unfall schon verhindern wird. Wieviele Unfälle durch so ein Denken tatsächlich verursacht wurden lässt sich aber wohl schwer feststellen..

    Aber grundlegend möchte ich auf keines der Sicherheitsfeatures verzichten. Ich bin froh, dass es diese gibt, völlig egal ob Gurt, Airbag, Seitenaufprallschutz, ABS usw.

    Selbst Assistenzsysteme, wo ich vor einiger Zeit gesagt hätte "...braucht kein Mensch..." möchte ich nicht mehr missen.
    Speziell in Situationen wo man lange Stop and Go, Stau oder dicken Stadtverkehr hat, könnte ich mir sogar ein Auto vorstellen was autonom agiert. Entspannter geht es dann ja kaum.

    Da, wo ich dann frei fahren kann und darf, wird der "Autopilot" halt deaktiviert und dann fahre ich auch gerne mal zügig bis schnell. :)

    Aber ich glaube wir schweifen etwas ab. ;)
     
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  7. #32 ViSa, 25. Apr. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 25. Apr. 2019
    Natürlich ist all das sicherlich nicht verkehrt, aber wie Adnan das schon richtig erkannt hat gibt es "einfach gestrickte Menschen" die der Meinung sind das ihnen mit den technischen Gimmicks halt nix passieren kann .. genau das wollte ich damit ausdrücken. Es wird mit einer Sicherheit geworben die die Leute dadurch zu asozialem und/ oder riskanten Handeln bewusst oder unbewusst animiert. Sein Begriff des "Asozialen Handelns" trifft es da wohl am ehesten. Ob das nun in böser Absicht oder aus Unwissenheit geschieht möge jeder für sich selbst beurteilen.

    Und es ist hierbei völlip Piepe ob die Rede von Autos - bzw. dessen Assi-Fahrern oder FWK - bzw. dessen Assi-Zündlern ist ..
    Und dieser (Ex) slogan mit "nur BAM-geprüftes FWK ist sicher" suggeriert eine Art Sicherheit das schon nix passieren wird. Zumindest habe ich diesen Eindruck ..

    Wer auf 100% Sicher gehen will kommt nicht umhin sich Adnans Vorschläge zu Herzen zu nehmen. Der eine oder andere mag es übertrieben finden, aber das halt immer was passieren kann sieht man im ersten Beitrag dieses threads. Wären die Abstände entsprechend eingehalten worden, wäre nix passiert. Dass muss man ehrlicher und fairerweise zugeben.
     
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  8. Meiner Meinung nach, suggerieren Assistenzsysteme nicht vorhandene Sicherheit. Zur Unterstützung alles gut, aber der Mensch neigt dazu, sich irgendwann auf erprobte Dinge zu verlassen. Es geht 1000x gut, doch 1001x kracht es ...

    *schwarzerhumorein*

    Betrunken macht's mehr Spaß

    *schwarzerhumoraus*
     
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