Handhabung & Technik [FireLinx Zündsystem] Erfahrungen und Infos gesucht

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von Sancho, 9. Feb. 2007.

  1. Hallo!
    Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit dem FireLinx-System gemacht oder weitere Infos dazu? (Vielleicht die Leute die auf der pyronale letztes Jahr waren?!)
    Klingt für mich alles sehr durchdacht und praktisch, aber das ist meistens bei Firmen-Produktbeschreibungen der Fall.
    Was sowieso erstmal interessant wäre, wäre ob man die Anlagen auch in Einklang mit den hiesiegen Post-/Fernmeldebeschränkungen bekommt (fürchte ja fast nicht)

    Bin für jede Zusatzinfo oder Erfahrungsberichte dankbar...

    Schönen Gruß
    Sancho
     
  2. Würde mich auch interessieren. Hat jemand Preise?
     
  3. Da die ersten FireLinx Module erst diesen Januar ausgeliefert wurden, wird hier wohl kaum jemand Erfahrung damit haben.
    Bei diesem Amerikanischem Feuerwerk wurde FireLinx schon 2005 vor dem offiziellen Verkauf getestet. Auf der Haupseite kann man sich auch ein Video der Show herunterladen.
     
    floralat gefällt das.
  4. > Was sowieso erstmal interessant wäre, wäre ob man die Anlagen auch in Einklang mit den hiesiegen Post-/Fernmeldebeschränkungen bekommt

    Ohne besondere Zulassung wohl nicht... 900 MHz liegt in Nordamerika und Australien im ISM-Band, nicht aber bei uns.

    Ansonsten sieht das schon technisch interessant und innovativ aus; fiel mir erstmals beim Symposium in Berlin auf.
     
  5. Hallo Ihr!

    Ich kenne das System - es ist für mich schlichtweg das überzeugenste und durchdachteste System, das ich bisher gesehen habe, ohne Übertreibung. Und ja, es wird eine europäische Version geben ;)

    tschüß
    Alex
     
  6. Supi!
    Ich hoffe du hälst uns auf dem Laufenden?!

    Gruß
    George
     
  7. Sehr interessant... Man lädt praktisch die einzelnen Boxen mit den jeweiligen Zündzeiten, baut alles auf und gibt praktisch nur noch den Startschuß?

    Erinnert mich an die Füchse für das Funkpeilen (ARDF) - die werden auch vor der Veranstaltung auf ihren Code eingestellt, mit der Startzeit gefüttert und synchronisiert. Dann zuschrauben und auslegen...
     
  8. BTW: Weiß jemand zufällig die minimalen Delays zwischen 2 Zündungen (und wie exakt gearbeitet werden kann)?
    Und wie genau die Synchronisierung der einzelnen Boxen ist?
    Und was die Teile kosten (werden)?
     
  9. - Die Delay-Zeit ist Null, auch kannst du an jedem Modul bei Bedarf alle Zünder gleichzeitig auslösen

    - Die Synchronisierung ist timecodegenau für alle Module gleichzeitig
     
  10. Das Besondere ist wohl, dass
    1. das Funksignal während des Feuerwerks quasi nur noch die Funktion eines Totmannschalters hat, kein Signal-->Stop.
    2. ist die Funkstrecke durch FHSS (Frequency Hopping Spread Spectrum) recht robust, so dass einzelne belegte Funkkanäle nicht stören.
    3. agiert jeder Empfänger auch als Sender, so dass eine "Funkwolke" aufgebaut wird, die leicht um Hindernisse "herumfunken" kann.

    Wen es interessiert, hier die Patentanmeldung: System and method for zero latency distributed processing of timed pyrotechnic events.
    Freie Übersetzung der Zusammenfassung:
    "Eine Methode für das Erzielen einer Latenzzeit von Null, oder nahe Null, bei pyrotechnischen Ereignissen mittels dezentrale Verarbeitung wird vorgestellt.
    Eine Cueliste kann benutzt werden, um eine pyrotechnische Zündreihenfolge mit Musik oder anderen externen Ereignissen zu synchronisieren. Diese Liste wird über eine Anzahl von eingebetteten Mikroprozessoren verteilt. Jeder Mikroprozessor wird dann mit der Uhr des Mastercontrollers synchronisiert und ermöglicht es so, dass jeder Prozessor unabhängig von den anderen gemäß der Cueliste feuern kann.
    Dieser verteilte Prozess nimmt die Last der Timing-Anforderungen im Sekundenbruchteilbereich vom Mastercontroller, ermöglicht das Erreichen einer Latenzzeit von Null, und erlaubt viel mehr zeitgleiche Cues, während gleichzeitig diverse Probleme gelindert werden, beispielsweise Verzögerungen durch Störung der Funkstrecke durch Interferenz.
    Jedes Modul ist in der Lage, Information zu anderen Modulen weiterzuleiten, welche auch an einem Ort aufgestellt sein können, der die drahtlose Kommunikation direkt mit dem Mastercontroller ausschließt."
     
  11. Wobei sich trotzdem die Frage der Synchronisation ergibt. Vorstellbar wäre ja eine Strecke über mehrere "Hops" (die, je nach Technik, jeweils wieder ein kleines Delay hinzufügen). Somit *könnte* dann wiederum eine Asychronität (meinetwegen im ms-Bereich) zwischen der Box ganz links und der ganz rechts (bildlich gesprochen) entstehen. Vermutlich nicht bemerkbar, aber trotzdem ;)
    Allerdings liesse sich auch dieses Problem in den Griff bekommen (ist ja nicht unbedingt ein neues, sondern eines, dass besonders bei Computernetzwerken sehr massiv auftritt ;) )
     
  12. @tirsales: Ist ja nicht TCP/IP. Denke nicht an "ping", sondern eher an eine Funkuhr, von denen Du ja sicher eine irgendwo im Haus hast. Beispielsweise kann der Master einen Zeitcode senden. Sobald die Module "in Sichtweite" "ihre Uhren gestellt" haben, können sie selbst zu "Zeitcode-Sendern" werden, und so in wenigen Schritten alle "Uhren" im Feld millisekundengenau stellen. Dann nur noch Zündzeitpunkte übertragen und in den Modulen speichern, und es kann los gehen.
     
  13. @Vesuvio: Das war eine der Möglichkeiten, auf die ich anspielte ;-)
     
  14. Wenn die Uhren erstmal richtig ticken, dann hat nur die Zeitkorrektur eine gewisse Latenz, sprich wenn die erste Reihe synchronisiert hat, gibt sie die neue Zeit an die zweite Reihe weiter usw. Theoretisch könnten die Dinger sogar eine Art NTP fahren, so daß Master und Slave sogar die Laufzeiten erkennen und wegrechnen, bis in den hintersten Winkel des Abbrenners...

    Klingt alles in allem vielversprechend.
     
  15. ....und sehr teuer :( . BTW, für was steht denn "NTP"?? Ich steh' da momentan etwas auf der Leitung.
     
  16. Network Time Protocol, wird im Netzwerk verwendet um Rechner-Zeiten synchron zu halten.
     
  17. Network Time Protocol. Damit kann man bspw. die Rechneruhr recht genau über Internet oder LAN mit einem Timeserver abgleichen, obwohl das Internet ja für ständig wechselnde Latenzen und Verzögerungen bekannt ist.

    Dieses Grundprinzip kann man natürlich auch ohne IP-Netz anwenden, ob es hier der Fall ist, weiß ich natürlich nicht.
     
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