Kleinfeuerwerk Leitwerk-Repliken

Dieses Thema im Forum "Museum Effekte" wurde erstellt von juhench, 26. März 2013.

  1. So wie es aussieht, gibt es hier einige Fans von Leitwerkraketen, die ja heute rar geworden sind. Viele von uns haben aber noch das eine oder andere Exemplar zu Hause. Wie wäre es denn, Abgüsse von den alten Teilen zu machen, z. B. mit sowas: http://www.aura-shop.de/biresin.htm ?

    Man könnte dann diverse alte Rakteten zumindest für die Vitrine oder auch als Modellrakete (zumindest mit einem zugelassenen Schwarzpulvermotor C, D) wieder fliegen lassen.

    Ich selbst habe noch 4 verschiedene alte Leitwerke:

    WECO Jupiter Rakete
    COMET Apollo 11 Rakete
    ZENITH Moon Racker I (USA)
    PHOENIX (USA)

    Ich frage mich, ob diese Kunstharze aus 2 Komontenten so hitzestabil sind, dass sie als Baustoff taugen. Der Nachdruck der entsprechenden Etiketten sollte ja heute mit Farblaserdrucker kein Problem sein:

    [​IMG]

    Original ist hier nur das Styropor (sogar innen ausgebrannt) und das Leitwerk. Vielleicht fange ich mit Jupiter/Apollo 11 an, da hier nur die Flossen und ein Ring zum Einrasten nötig sind. Hat jemand das schon mal probiert? Oder haltet ihr das für zu viel Nostalgie und zu wenig Feuerwerk?
     
  2. Hallo,
    zwar kenne ich das von Dir genannte Produkt nicht, habe aber schon reichlich Erfahrungen mit Epoxidharz machen können. U.a. habe ich auch schon Leitwerkflügel damit reproduziert. Optisch ist das Ergebnis recht gut, aber was die Festigkeit angeht, so hat zumindest der Epoxidharz Probleme mit Wärme. Schon bei relativ niedrigen Temperaturen (ca 25° aufwärts) läßt die Festigkeit nach und die dünnen Flügelchen bekommen X- oder O-Beine. Vielleicht sollte man es mit dem PU-Harz einfach mal versuchen!
    Andere Ku.-Teile von Raritäten habe ich ebenfalls schon nachgegossen mit teils sehr guten Ergebnissen!
     
  3. nimmste gießharz?
    mit füllstoffen?

    bei polyester harz ist die schrumpfung nach der härtung deutlich höher als bei epoxid,denk bei so kleinen pass teilchen könnte das zum problem werden...
     
  4. Ich habe zwar keine Erfahrungen im Bereich Gießen, aber vielleicht wärs ja einen Versuch wert mit einem hitzebeständigen Flüssigkleber zu arbeiten? Die gibt's zb von Ulfalux oder bei Kaminbauern.
     
    Stoppinchen gefällt das.
  5. Vielen Dank für die Inputs. Ich hatte noch überlegt, in die Leitwerke Glasfasern (wie beim Auto-Rostflick-Set) einzugiessen. Aber wahrscheinlich sieht man das dann an der Oberfläche. Ich werde mal sehen, was sich machen lässt und berichte wieder.
     
  6. google mal nach thixotropiermittel, damit dicken wir harz an..
    ich habe immer wenn ich normales up harz gießen wollte feinen schleifstaub (aus der filteranlage) mit reingemischt,denn nur harz ohne zusatzstoffe bricht schnell...

    bin laminierer... :D
     
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  7. Hitze an den Leitwerken ?
    Ich füttere die Leitwerksraketen (reine Funktionsmodelle, null ästhetischer Anspruch) mit den D-Treibern.
    Bestehen aus Holzleim(PVAC) -Pappflügeln mit 1mm CFK-Strebe. Kopplung mit 2K-Expoxy: Keine Probleme mit Hitze.
    ... nur leider etwas unscharf, das Bild ...[​IMG]
     
  8. Hallo Toro,
    wie gesagt, ich habe bisher die besten Erfahrungen gemacht mit Epoxidharz, schrumpft aber auch etwas, trotz Farbpulver-Zusatz. Allerdings ist die Elastizität sehr gut, ähnlch wie bei einem Thermoplast. Polyesterharz nehme ich gar nicht mehr, der ist wirklich zerbrechlich.
    Ansonsten werde ich gerne auch die Tipps von Euch allen mal in weitere Versuche einfließen lassen. Auch werde ich gerne mal ein Auge auf "juhench's" Versuche werfen!
     
  9. Nochmals Dank für so viele Tipps. Das wird eine Zeit gehen, bis ich mit Probieren durch bin. Und die meisten von uns haben wohl eher nur an Wochenenden Zeit für das Hobby, bei mir ist das jedenfalls leider so...
     
  10. Ein 3D-Drucker ist da theoretisch hilfreich, Links dazu am Ende des Beitrags.

    Theoretisch, weil ich selbst erfahren musste, dass gerade größere Objekte beim aktuellen Stand der Technik wirklich schwer zu drucken sind. Mit wirklich meine ich, dass selbst eine Frontplatte drei Wochen kosten kann, bis sie inkl. zahlreicher Fehlschläge halbwegs ausgereift und passend aus dem Drucker kommt. Das Berechnen der Druckdaten dauert auf einem alten Atom-Netbook 35min, der Druck jeweils 4-12 Stunden, je nach Druckqualität. Jeder Fehlschlag kostet echt Zeit, jede Änderungen am Drucker, der Druckauflösung oder der Druckfläche kostet locker drei Fehldrucke.

    Angefangen von der Materialauswahl (PLA/ABS) und der jeweiligen Vor- und Nachteile, über diverse Druckerprobleme, z.B. Auswahl der idealen Druckfläche, Leveln der Druckfläche, optimale Temperaturen der Extruder, ungleichmäßiges Filament, gebrochene Lötstellen an Steckern, lose Pulleys, klemmende Kabel beim Druck, Softwarebugs (wirklich lästig), und und und. Zur Zeit vergeht kein Tag, an dem nicht ein weiteres Problem am Drucker auftritt.

    Druckt er, ist das wirklich toll, aber zur Zeit überwiegen die Tage, die echt Nerven kosten. Zwar gibt es die Drucker angeblich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, aber ausgereift ist anders.

    Wer es trotzdem probieren will: http://www.thingiverse.com/search?q=rocket&sa=

    Speziell diese Rakete wurde angeblich bei der NASA getestet:
    http://www.thingiverse.com/thing:8754
    http://www.flickr.com/photos/jurvetson/8564855081
     
    hesi gefällt das.
  11. Wie stabil wird das denn? Eine Sache ist sicher das Aufgewahren in einer Vitrine, die andere ist das Fliegenlassen. Wenn ich so einen Drucker hätte, würde ich wohl eher Satans- und Hexenrakete von COMET drucken :) Wobei es erstere ja sogar noch zu kaufen gibt. Die waren schön, und vielleicht sollte ich meine drei (ein Satan, eine rosa Hexe und eine braune) auch als Modellraketen umfunktionieren... Aber jetzt komme ich von Thema ab. Vielen Dank für den hilfreichen und warnenden Beitrag zum Thema "Leitwerke drucken"!
     
  12. #12 Senf_dazu, 5. Apr. 2013
    Zuletzt bearbeitet: 6. Apr. 2013
    Das ist sehr stabil, da gibt es nichts zu Kritisieren. ABS kennt jeder vom eigenen Auto (nicht das Bremssystem) oder der Computertastatur, PLA z.B. von Joghurtbechern (nicht alle), deren Wandung natürlich sehr dünn aber ausreichend stabil ist. Ich bevorzuge PLA, es stinkt nicht so beim Druck und ist generell einfacher zu handhaben. Die Temperaturfestigkeit ist gegenüber ABS geringer, aber das spielt in der Praxis kaum eine Rolle. (https://de.wikipedia.org/wiki/Polylactide)

    Die Satansrakete hätte ich auch noch übrig (nein, ich sammle kein Feuerwerk ;), siehe anderer Thread), aber ohne 3D-Scanner wird es schwierig sie nachzudrucken. 3D-Scanner gibt es z.B. auf Basis des Kinect-Scanners der XBox 360, siehe YouTube.

    Rein vom Druck her stellt so ein relativ kleines Objekt kaum ein Problem dar (wenn man den Dreh mal raus hat), eine exakte Nachbildung wird es aufgrund der schichtweisen Herstellung nicht. Die Oberfläche ist immner rau und leicht unregelmäßig, man kann das auf den Fotos hier ganz gut erkennen: http://www.flickr.com/photos/jurvetson/8564855081. Bei ABS kann man die Oberfläche mit Aceton etwas glätten. http://www.form3d.com/3d-druck-teile-aus-abs-mit-aceton-dampf-glatten/

    Standard sind Düsen/Extruder mit 0,5 oder 0,35 mm. Dünnere, aber nicht schmälere Schichten, sind je nach Drucker möglich, erfordern aber bei großen Objekten ein langes und aufwändiges Justieren der Druckfläche. Unter 0,2 mm (immerhin 1/5 mm) macht bei meinem Drucker kaum Sinn, weil die Druckzeit und damit auch das Fehlerrisiko ansteigen. In der Regel drucke ich einfach mit 0,35 mm.
     
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