Pyrotechniker Österreich F3 Lehrgang über Wifi

Dieses Thema im Forum "Beruf Pyrotechniker" wurde erstellt von RobertP, 23. Jan. 2018.

  1. Mahlzeit aus Salzburg
    Hab gerade gesehen, dass es in Österreich im Wifi Wien einen Lehrgang für F3 Feuerwerke gibt.
    Kann mir jemand sagen ob dieser Sinn macht? Bzw welche Vorteile er bringt.
    Würde gerne zu Silvester für mich privat ein Feuerwer zünden, was wen möglich etwas über den F2 Standart liegt.
    Leider bin ich nicht schlau geworden ob man in Österreich F3 Feuerwerke auch an Silvester anmelden muss? Natürlich nach bestandener F3 Prüfung muss.

    Sry für die Fragen aber da der Kurs nicht mehr all zu viele Plätze frei hat dacht ich ihr wärt die schnellste und beste Anlaufstelle
    MfG robert
     
  2. Hallo Robert,


    Zum Wifi Lehrgang kann ich leider nichts sagen, wohl aber zu den anderen Punkten.

    Silvester stellt nach den Buchstaben des Gesetzes bzgl Feuerwerk in Oesterreich keinerlei Ausnahme dar. Es gilt alles genauso wie an jedem anderen Tag (z.B. Verwendung F2 innerorts verboten, etc).

    In Oesterreich werden Feuerwerke nicht "angemeldet" sondern man stellt einen "Antrag auf Besitz und Verwendung von Feuerwerkskoerpern der Kategorie F3 und/oder F4" bei der zustaendigen Behoerde (meistens die BH). Das ist ein kleiner aber sehr wesentlicher Unterschied.

    Dir sollte bewusst sein, dass der "F3 Schein" notwendig aber bei weitem nicht hinreichend ist um ein F3 Feuerwerk zu schiessen. Ob Du letzteres darfst oder nicht teilt Dir die Behoerde in jedem Einzelfall, fast sicher unter Erteilung von Auflagen, per Bescheid mit. Dass damit natuerlich auch Gebuehren anfallen weiss der gelerne Oesterreicher ohnehin.

    Mein Vorschlag: Wenn es Dir lustig ist und Du den EUR nicht umdrehen musst, mach den Kurs und berichte uns dann wie er war.
    Vorher kannst Du Dich auch schon mal ins Pyrotechnikgesetz einlesen. Kostet nix und kann nie schaden:
    RIS - Pyrotechnikgesetz 2010 - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 24.01.2018


    gut Schuss
    Roland
     
  3. Eine erfolgreich abgelegte F3 Prüfung ist erst die Voraussetzung zur Antragstellung bei der zust.Behörde, um pyrotechnische Gegenstände der Kat. F3 überhaupt besitzen und verwenden zu dürfen. Darüber hinaus muß man bei der Antragstellung auch das Einverständnis des Grundstückeigentümers vorlegen und auch den Nachweis einer abgeschlossenen Haftpflichtversicherung immer für DEN Einzelfall. vorlegen. Weiters kann die Behörde einen entsprechenden Brandschutz vorschreiben ( Feuerwehr mit Tanklöschfahrzeug), dann, so habe ich gehört wird seit geraumer Zeit in manchen Bundesländern ein Umweltschutzgutachten gefordert.
    Also der F3 Kurs mit Prüfung alleine berechtigt eigentlich noch zu gar nichts, er ist lediglich ein "Sprungbrett" zu F4. Ja und anmelden kann man in Österreich gar nichts, sondern IMMER ein Ansuchen stellen, das dann positiv oder negativ beantwortet wird. Das gilt AUCH für F2 innerhalb des Ortsgebietes. Hier stellt man das Ansuchen an das zust. Gemeindeamt.
     
  4. Ich weiß nur, dass bei dem Wifi Kurs in Wien der Herr Christoph Mayerhuber einer der Referenten ist. Das ist der Mann über den der Antrag zum Abbrennen eines Kat. F3 bzw. F4 Feuerwerkes läuft. Ohne ihn oder seine Assistentin geht gar nichts. Ich habe voriges Jahr mit ihm gesprochen über den Kurs. Ohne jetzt Werbung machen zu wollen hat sich das, was er mir erzählt hat, gar nicht so schlecht angehört. Zumindestens soll der Kurs nicht soooo überlaufen sein, wie bei so manchem anderen Veranstalter.
    Auch der Abbrandplatz ist anscheinend nicht weit weg von Wien.
    Aber es würde mich auch interssieren, wie die Auszubildenden den Kurs empfinden. Denn wenn er wirklich zu empfehlen ist, kann ich den Kurs unseren ausbildungswilligen Helfern nahelegen :).
     
  5. Herr Mayrhuber hat sich mit Ellenbogentechnik hinaufgearbeitet. Er ist hauptsächlich im Wien vertreten und wird nur manchmal im Umland als "Sachverständiger"beigezogen.Die Kurse allgemein sind hauptsächlich auf Das ausgelegt, Was man grade mal zur Prüfungsbewältigung braucht. "Gelernt" im Sinne von "Jetzt weis ich Was" hat man da eher nicht, sondern hauptsächlich nur "Jetzt darf ich auch" ! Lernen im Sinne von Wissen ansammeln geht da wie auch Anderswo nur in jahrelanger Mitarbeit bei Feuerwerken.
     
    Marius0705 gefällt das.
  6. Das stimmt leider, Anton! Ich hab damals den Kurs auch relativ zackig hinter mich gebracht, aber als Pyrotechniker konnte man mich nicht bezeichnen. Ich hab mir mein Wissen durch Learning by Doing, sowie durch Versuch und Irrtum angeeignet. Sicherheit stand aber immer an erster Stelle - das ist auch heute noch so!
    Aber so ein Schnellsiederkurs bringt in Wirklichkeit kaum was... Besser bei 15 Feuerwerken mitarbeiten und dann zur Prüfung antreten. Da weiß man erst, was man anderen Teilnehmern voraus hat. So würde ich das heute machen.
     
    anton gefällt das.
  7. Unsere Gesetzgebung erlaubt (leider) den Unfug. (Meine Meinung) Man ist nach dem Kurs nicht viel mehr als ein "Anwender", der das Gesetz nachweislich? kennt, das sowieso Jeder kennen sollte. Eine Batterie F2 wird grade genauso angezündet wie eine F3 und viel mehr gibt´s da eh nicht.
    Mir ist auch noch immer nicht klar, Was so ein Kurs mit anschließender Prüfung überhaupt bringen soll. Möglicher Weise profitieren da einige verantwortungslose und gierige Händler, welche so hört man - manchmal kann man es , besonders vor Silvester auch auf manchen Internetseiten lesen, lediglich einen Ausweis für Kat. F3 verlangen, um eben F3 zu verkaufen. Dass man eine beh. Bewilligung braucht, wird da oft und gerne "übersehen". Diese Kat. F3 ist, so wie auch der Kurs und die Prüfung der größte Humbug. Entweder man schießt F2, Was nach dem neuen jetzt auch schon alten Gesetz über die Maßen ausreicht um ein schönes "Gartenfeuerwerk" zu machen, wie´s früher geheissen hat, oder man macht Feuerwerk als wirklicher Profi mit fundierter Ausbildung, dann braucht man sowieso F4. Und DAS eben nur gewerblich.
     
  8. Seit wann gibt es bei euch dieses Verbot und was waren die Beweggründe?
     
  9. 1974 bekamen wir in Östereich das Österreichische Pyrotechnikgesetz 1974 in dem geregelt war,dass die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II innerhalb des Ortsgebietes generell verboten ist. Ausnahmen gab es nur, wenn der Bürgermeister mittels Verordnung gewisse Teile des Ortsgebietes vom Verwendungsverbot ausnahm.
    Diese Bestimmung wurde praktisch 1:1 im Pyrotechnikgesetz 2010 für die Kat. F2 übernommen.

    Warum Das 1974 so eingeführt wurde, wird man heute nicht mehr leicht eruieren können.
     
    Marius0705 und Feuer_und_Flamme! gefällt das.
  10. #10 Ausserferner Feuerwe, 4. Aug. 2018
    Zuletzt bearbeitet: 4. Aug. 2018
  11. Und auch gleich dazu sagen/schreiben, dass so ein Kurs allein für A&F ist. (Heißt ausgeschrieben Arsch und Friedrich).

    Man braucht, um F3 erwerben, besitzen und verwenden zu dürfen, eine behördliche Bewilligung und um die zu bekommen muß man ein Ansuchen stellen und da wiederum ist neben einem Hauffen anderer Papierl auch der Nachweis erforderlich, dass man für die Kategorie F3 Sach.-und Fachkunde besitzt.
     

  12. Kann DAS bitte Wer in verständliches Deutsch übersetzen?
     
  13. Mich würde interessieren ob Doppler wirklich was mit Kajagu am Hut hat,weisst du da was Anton?
    BG
     
  14. Meine schon Was gehört zu haben, aber nix Genaues.
     
    ferl gefällt das.
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