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Foto & Video Schwarzpulver fotografieren

Dieses Thema im Forum "Foto- und Video" wurde erstellt von Pyromartin, 7. Juli 2019.

  1. Hallo,
    gerade bin ich von Rapallo zurück und bin mit meinem Fotoergebnis nicht zufrieden. Mit welchen Einstellungen bekomme ich mehr Details einer Schwarzpulverexplosion (sehr schneller Abbrand) ohne das die Helligkeit der Explosion alles überstrahlt. Anbei 2 Fotos um zu sehen was ich meine. Im 2. steht die Person vor dem Zentrum der Explosion und man kann einzelne Funkenstrahlen herausschießen sehen. Im 1. ist alles nur hell. Was sagen die Fotoexperten ? Rapallo 7-2019 160 (800x533).jpg Rapallo 7-2019 161 (800x533).jpg
     
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  2. Daten erstes Bild:
    1/160 s
    f/5,6
    ISO 10.000

    Daten zweites Bild:
    1/125 s
    f/5,6
    ISO 12.800

    Das liegt schon sehr nah bei einander, so dass es da zumindest aus Sicht der Kamera keine nennenswerten Unterschiede gibt.
    Der Unterschied zwischen 1/160 und 1/125 ist jetzt allerdings auch nicht so groß, wahrscheinlich waren beim ersten auch schlicht nicht so viele Funken sichtbar.
    Wenn du besser sichtbare bzw. längere Funken haben möchtest, musst du (etwas) länger belichten. Allerdings kann man dann aufpassen, da alles schneller verwackelt. Die andere Parameter müssen dann halt entsprechend angepasst werden, evtl. hilft es auch, generell etwas zu unterbelichten.

    Ob das erste Bild wirklich "zu hell" ist, wäre ich mir gar nichtmal sicher. Auf den ersten Blick sieht es eigentlich nicht hoffnungslos überbelichtet aus, aus dem RAW müsste man in der Nachbearbeitung noch gut was rausholen können.
     
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  3. HDR bzw. Blendenreihe und dann HDR erstellen. Gegenlicht bleibt aber Gegenlicht, Blende hoch und Blitzlicht wäre da am hilfreichsten, mit nem farblichen Diffusor davor damit das Licht nicht so hart wirkt, oder Funkblitz.
    Oder mal die Hand im 45 Grad Winkel vorn Blitz halten :D
     
  4. die Bilder sind mit meiner neuen, Sony Alpha 7 III gemacht, die gar keinen Blitz hat und trotzdem ohne Blitz gute Aufnahmen mit Restlicht macht. Längere Belichtung, denke ich, würde das Problem nur schlimmer machen.
     
  5. Schöne Kamera, gute Wahl!
    Zum Thema selbst kann ich nicht viel beitragen, dafür gibt es Fotoprofis. Aus meinen Videoerfahrungen würde ich kürzere Belichtung, geringere ISO und/oder Blende weiter schließen in Betracht ziehen. Ansonsten finde ich die Aufnahmen eigentlich attraktiv und nicht wirklich überbelichtet.
     
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  6. Die Aufnahmen als solches finde ich auch nicht schlecht. Nur möchte ich mehr Detail haben. Die Explosion des Schwarzpulvers besteht ja aus ganz vielen, einzelnen, brennenden Kohlepartikeln. Anbei mal ein Foto das leider sehr unscharf ist, aber schon mehr Detail zeigt. Rapallo 7-2019 185 (800x533).jpg
     
  7. Ich würde mich zwar nicht als Profi ansehen, aber ein paar Fragen, Tipps hätte ich:

    Hast du in der Kamera die Fotos nur als Jpeg anfertigen lassen oder liegen auch die Raw Dateien vor?
    Dann vielleicht in einem Raw-Entwickler mit den Reglern bei Schatten (heller) und Lichter (dunkler) rumspielen.

    Wenn man kein Bock auf Raw hat, vielleicht würde es helfen wie oben schon erwähnt die Cam auf einen Gegenlicht-Modi einzustellen.

    Wie gesagt, habe selbst keine große Erfahrung sowas zu Fotografieren.
     
  8. Kannst du technisch lösen oder per Photoshop.

    Ich würde mit Photoshop ran. Lichter runter usw.

    Brauchst du nichmal RAWs für. Geht mit JPGs auch prima :)
     
  9. Ich würde es vllt mit einer lichtstarken Festbrennweite und Fokus auf unendlich versuchen.....
     
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  10. Hallo,
    vielen Dank für all eure Ideen. Da werde ich so einiges auszuprobieren haben. Ich glaube ich habe die RAW Speicherung ausgestellt, da ich noch nie damit gearbeitet habe. Überhaupt habe ich bisher eigentlich fast ausschließlich Fotos von alten Dokumenten/Büchern (Nahaufnahmen) bearbeitet, da diese nie zufriedenstellend waren. "Normale" Fotos habe ich eigentlich nie nachbearbeitet.
     
  11. Hallo Martin

    Bei solch eher schwierigen Motiven ist Ausprobieren angesagt. Vom Bauchgefühl her würde ich dir raten, entweder die Blende etwas zu schliessen oder kürzer zu belichten (oder sogar beides), wobei ich den ISO-Wert auf 10.000 fixieren würde. Aber auch hier wieder: Ich kenne das Rausch-Verhalten der Kamera nicht, sicherlich ist die Sony Alpha 7 III da in der oberen Liga dabei. Meine alte Nikon rauscht schon bei deutlich tieferen ISO-Werten, da wären solche Aufnahmen vermutlich im Grenzbereich des Möglichen.

    Du kommst wahrscheinlich nicht drum rum, in RAW zu fotografieren. Ich selber fotografiere fast immer in RAW + JPEG, so kann ich die JEPG-Bilder ein erstes Mal durchgucken am PC und dann die besten davon im RAW-Format bearbeiten, welche dann wiederum als JPEG (oder Ähnliches) final gespeichert werden.

    Das Ziel wäre ja, dass du mehr Details der Verbrennung mit möglichst guter Schärfe auf dem Bild hast. Da kommst du fast nicht drumrum, ein etwas zu "dunkles" Bild zu machen für möglichst viele Details der Verbrennung, um dann in der Nachbearbeitung die dunklen Bereiche aufzuhellen. Das geht deutlich besser als die hellen Bereiche im Nachhinein abzudunkeln. Besonders beim Aufhellen macht sich dann das RAW-Format bemerkbar. Den Fokus solltest du natürlich möglichst gut treffen und auf ein helles Objekt in ähnlicher Distanz vorab fokussieren. So kommen möglichst viele der feinen Funken mit aufs Bild.
    Als Programm zur Nachbearbeitung von RAW-Bildern nutze ich nebenbei den Cyberlink PhotoDirector, der immer wieder mal gratis als Voll-Version erhältlich ist. Lightroom oder Photoshop sind natürlich wiederum eine andere Liga was die Möglichkeiten anbelangt, für mich reicht jedoch der PhotoDirector vollkommen.

    Grüsse
    Patrick
     
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  12. Die Schwarzpulvermenge, die verbrennt, ist ja jedes Mal ziemlich unterschiedloch. Dazu kommt, dass mal mehr, mal weniger Rauch da ist der von sich aus leuchtet - und schon haben wir mindestens 2 Faktoren, die bei jedem Abbrand und zu jeder Millisekunde eine vollkommen unterschiedliche Lichtintensität bedeuten.
    Da kann man also schlecht mit fixen Werten arbeiten.
    Mal andersrum gefragt, wie soll denn das Bild für dich nachher aussehen? Willst du einen Moment der Explosion einfrieren (=kurze Belichtungszeit, < 1/200stel) oder willst du eher etwas dynamischer den Funkenflug mit leichten Leuchrspuren (Entsprechend längere Belichtungszeit) haben?
    Iso 10.000 wäre mir persönlich, ohne die Situation zu kennen, etwas hoch gegriffen. Ich wäre da wohl eher im Bereich 3200, 2000 oder so unterwegs (wenn überhaupt).
    Ganz GRUNDLEGENDER Tip wenn du was mit Pyrotechnik fotografierst: Immer in Raw. Der Dynamikumfang ist bei Feuerwerk so dermassen groß zwischen zappenduster (Umgebung) und gleissend hell (fliegende Funken, am besten noch brennende Metallpartikel). Da kann man per Raw sowohl in den Tiefen als auch den Lichtern viel mehr rausholen als bei Jpeg geht.
    Ansonsten ist das Thema leider so speziell, dass nur eines hilft: Üben, üben, üben
     
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  13. #13 Gipsbombe, 9. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2019
    Ich habs mal ein bisserl bearbeitet und wahrscheinlich werde ich jetzt wieder als "Depp" hingestellt.
    Aber mittlerweile ist mir das egal, nennt mich wie Ihr wollt, aber so gefällt es mir schon etwas besser:

    NEU:

    375881_43c0180f3935f28d08e7f5bda34674a7 (2).jpg

    ALT:

    375881_43c0180f3935f28d08e7f5bda34674a7.jpg
     
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  14. Habs auch mal bearbeitet, fand ich gerade recht interessant.

    56fa1f39ff6db84b724b08642323 (4).jpg
     
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  15. Das Feuer, das man auf dem Foto sieht, rührt ja nicht von den Böllern her, sondern von den offen gestreuten Pulverzündspuren, die untereinander verbunden sind, sodas eine grosse Fläche "brennt". Das Pulver in den Böllern scheint darinnen so schnell zu explodieren, das keine Feuererscheinungen über den Böllern zu erkennen waren. Am liebsten würde ich den Funkenflug von möglichst vielen Partikeln im Foto festhalten.
     
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  16. Ich empfehle dir erstmal eine Packung Wunderkerzen zu kaufen und mit denen Testfotos im manuellen Modus zu machen. Wie bereits von widofnir geschrieben die Isowerte sind zu hoch, ich fotografier auch maximal mit 3200 wegen Bildrauschen, das ist aber von Kamera zu Kamera unterschiedlich also musst du da erstmal die Grenze deiner Cam ausloten.
    Als simple Faustregel für wackelfreie Bilder (ohne stativ) : maximale Belichtungszeit = 1/(Brennweite x Cropfaktor)
    Verdoppelung des Isowertes = Verdoppelung der Belichtungszeit = Eine Blendenstufe.

    Am Ende landest du dann bei einem lichtstarken Objektiv mit Festbrennweite 50mm und f/1.8 oder besser.
     
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  17. Das funktioniert aber nur wenn die Aufnahem nicht schon "ausgebrannt" ist.
     
  18. Wobei es doch so ist, daß gerade beim Abzündern von SW recht viel Rauch untenherum entsteht. Auch wenn es hervorragend hergestellt wurde.
    Und diesen darf man meiner Meinung nach ruhig auch sehen.
    Oder? Was meint Ihr?;)
     
  19. Ich finde Rauchwolken in maßen eingesetzt sind toll da sie vom Licht angestrahlt werden und eine eigene, sich verändernde Textur haben. Besonders schön fand ich einige Aufnahmen der Mascleta vertical in Valencia dieses Jahr. Ohne den Rauch der Explsoionen und sich den darin wiederspiegelnden Explsionen wären die Aufnahmen (nach meinem Geschmak) nicht so schön geworden.


    https://youtu.be/vNPWA4Cv6lA?t=556


    Bei Tagfeuerwerken nimmt der Rauch noch mehr Raum rein. Natürlich doof wenn man gar nix mehr sieht, aber schön z.B. beim Finale von Di Candia in Adelfia zu sehen. Zuerst kommt eine Szene die zeigt was man mit verschiedenen Rauchfarben machen kann und dann kommt schon das Finale. Ich finde es schön wie die Rauchwolke von den Blitzen puntuell angeleuchtet wird.


    https://youtu.be/Hzwg4IwdPYU?t=700


    Sorry das ich keine Fotos präsentieren kann. Drückt einfach Pause :)
     
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  20. #20 Gipsbombe, 13. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2019
    Das ist doch gerade das Schöne, daß sich das Licht im Rauch verteilt und ihn von innen heraus durchleuchtet.:)
    Vielleicht bin ich da selber auch zu sehr romantisch durchleuchtet?
    Die Aufnahmen sind übrigens spitze!
     
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