Handhabung & Technik Scotchloks pro und contra

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von Sandoril, 18. Mai 2019.

  1. Liebe Forumsgemeinde,

    im vierten Jahr meiner elektrischen "Zündkarriere" möchte ich meine Abläufe weiter optimieren, daher möchte ich euch um eure Meinung zu den Scotchloks bitten. Vom Prinzip her sollen die ja das Kabel verdrillen, verknoten und mit Gaffa abkleben ersetzten, was auch ich bisher so gemacht habe, Status bis heute, keine Ausfälle. Wie sieht es hier bei den Scotchloks aus? Welche Erfahrungen habt ihr bisher damit gemacht, benutzt ihr diese regelmäßig oder nur für bestimmte Zwecke? Müssen die Kabel trotzdem zugentlastet werden oder reichen die Loks dafür aus?

    Danke für eure Hilfe und liebe Grüße

    Sandoril
     
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  2. Also Ich habe die Dinger noch nie genutzt. Ich weiß auch nicht ob du die für Profi-Feuerwerke nutzen willst oder im Hobby Bereich. Meine erste suche hat ergeben, dass 100 Stück bei Amazon 3-4 Euronen kosten... Vielleicht besorgst du die und testest die mal an nem Kat 1 Verbund? Vielleicht wäre dein Erfahrungsbericht hier der erste. :)
    Finde die selber auch interessant. Der Post ist auch eher als Anregung gemeint und dass der Thread oben bleibt, falls es doch Leute gibt, die die Teile nutzen! :)
    VG
     
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  3. Bei Weco wo ich manchmal Helfer bin, werden nur Scotchloks benutzt.

    Absolut sicher schnell und 100% isoliert. Bei richtiger Anwendung ist eine sichere Verbindung garantiert. Ich kann dir die Scotchloks nur ans Herz legen du spars damit etwas Zeit.

    Nein das Kabel musst du nicht vorher absolvieren. Und ja eine Zugentlastung ist trotzdem ratsam.

    Bei der ersten Anwendung musst du umbedingt drauf Achten (eigentlich immer) dass die Scotchloks richtig geschlossen sind, sonst gibt es beim Testlauf Überraschungen.

    Der Nachteil hat nur dass die Dinger relativ teuer sind. Ich Rate dringens ab die billigen Imitationen die 3-4€ für 100Stk kosten zu benutzen, damit machst du dir kein Gefallen, da kannst du gleich weiter verdrillen. Benutzte wenn schon immer die original 3M.

    Frage doch mal dein Pyrotechniker des Vertrauens der gibt dir bestimmt ein paar um sonst mit zum test (falls er dann welche einsetzt)

    Das sind so meine Erfahrungen damit.Viel Spaß
     
  4. Ich kann mich Derik nur zu 100% anschließen! Wir nutzen ausschließlich und nur Scotchlok und würden nie etwas anderes verwenden... Das elende verdrillen und abkleben ist derart zeitraubend und umständlich, nein danke!
     
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  5. Ich will dieses Jahr die Teile auch mal ausprobieren.

    Kann jemand was zu denen von sstotz sagen (Kabelklemmen 100er Beutel Die sind wohl von KFE haben aber zumindest mal innen die Doppelklinge.
     
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  6. Nutze die Teile auch hin und wieder....
    Man sollte einfach darauf achten, dass die Kabelenden ganz vorne an die Runde Stirnseite anstoßen, was man durch die transparente Rückseite aber sehr gut kontrollieren kann. Kann die Kabelklemmen durchaus empfehlen!
     
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  7. Bei großen Feuerwerken, wo Zeit Geld ist, werden international Scotchlock o.ä. eingesetzt. Die Dinger sparen Zeit, gerade bei Feuerwerken mit 1000enden von Verbindungen. Wenn ich Zeit habe nutze ich sie nicht, da ja jedes Stück mittlerweile ?/0,5 Eu.kostet. Das muß jeder für sich entscheiden.
     
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  8. Viele Dank für eure Antworten!

    Ich freue mich besonders, dass ihr eure persönlichen Erfahrungen mit mir geteilt habt:good:
     
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  9. Ich hab mir vorhin mal direkt ne 100er Packung bei Amazon geordert. Allerdings die Chinavariante, die muss reichen.
     
  10. Ich klemme die Enden der Zünderkabel (nutze unterschiedliche Längen) direkt in meine Stagebox bzw. abgesetzte Klemmboxen und brauche keine Scotchlokverbinder. Ist ein Kabel doch einmal zu kurz wird verlängert, verdrillt und isoliert. Seit 15 Jahren noch nie ein Problem gehabt und auch immer im vorgesehenen Zeitrahmen mit dem Aufbau fertig geworden.

    Am 5.1.2017 wäre es allerdings fast ein Problem geworden denn bei -18 Grad am Abbrenner spürte ich nach einer Weile meine Finger nicht mehr um die Kabel gut abzuisolieren und zu verdrillen. Ein kleines Lagerfeuer am Rand des Platzes war hier die Lösung und es ging weiter. Auch bei der Kälte hat alles funktioniert ohne Scotchlock.
     
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  11. Selbst ich als Elektriker bleibe dem verdrillen treu! :)
    Ich halte nichts von den Scotchlocks. Selbst im Sprechanlagenbereich nutze ich dann lieber Klingelwagos.

    Mittlerweile besitzen wir ohnehin genug Zündmodule um so ziemlich jeden Effekt einzeln programmieren und anschließen zu können. Private habe ich nicht so viele Module, arbeite dann aber mit 2x 0,75mm2 Leitungen auf Wago Leuchtenklemmen und kann mir mit den Serviceklemmen in Windeseile Reihenschaltungen durchklemmen. Ohne Müll und Wegwerfkosten.
     
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  12. Also ich finde die Kabelklemmen super!

    Hält auch ordenlich :) beim testen habe ich meistens eher die Kabel abgerissen bevor sich die Kabel aus den verpressten Klemmen gelöst haben....

    Ich habe die von Kingdom inklusive der dazugehörigen Zange
    Kostet so knapp 20€ für die Zange und 100 Klemmen... zb bei Firesystems
     
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  13. Ich nutze die Scotchlok's (verschiedene Hersteller) beruflich für Fernmeldekabel. Wenn man darauf achtet, dass die Aderenden oben (in der Rundung) anstoßen und man sie vollständig quetscht (passende Zange verwenden; bei vielen Verbindungen ist die 3M Handzange E-9BM deutlich angenehmer als die kleine) sind sie nur zu empfehlen.
     
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  14. scotchlok verwenden wir schon immer. Nicht unbedingt die von 3M, auch von anderen Herstellern, und das wird auch weiterhin so bleiben. Es gibt für mich keinen Grund irgend etwas anderes zu verwenden. Verdrillen, und dann mit Klebeband....nö!

    Gruß,
    Nisch`l
     
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  15. Habe auch bei unzähligen Feuerwerken Kat4 und auch im SFX- oder Sprengbereich Scotchloks verwendet. Und bin davon echt begeistert - es geht schneller, unkomplizierter und spart nen Haufen Arbeit und ermüdete Finger.
    Im Lauf der Zeit hat sich keine einzige von sicherlich >> 1000 Verbindungen als fehlerhaft erwiesen. Bei einigen Kollegen/Bekannten halten sich negative Meinungen, über Versager etc. - was meines Erachtens nach auf unsaubere/falsche Anwendung zurückzuführen ist. Wichtig bei den Teilen:

    - Kabel NICHT abisolieren
    - die Kabel auch wirklich GANZ bis zum Ende einschieben, das kann manchmal fummelig sein
    - eine geeignete Zange mit parallelen Greifern nehmen und NICHT mit Leatherman o.Ä. zusammenquetschen
    - eine Zugentlastung drauf - entwedet Kabel verdrillen oder einen Knoten machen.
    - Qualitätsware benutzen schont Nerven und bewahrt vor Ausfällen (mir sind da schon Modelle begegnet, die einem bei etwas robusterem Anfassen in ihre Bestandteile zerfallen...)
     
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  16. Ich benutze sie nicht. Warum sollte ich noch mehr Kosten verursachen?
    Jeder Artikel hat bei mir seinen eigenen Zündkreis bis auf Frontstücke (Vulkane, Lichterbild).

    Die 3,4 Verbindungen kann ich auch verdrillen. Na gut, bei den paar Verbindungen sind es ja nur paar Cent, aber ich verdrille dann wirklich lieber.
     
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  17. Dann ist ja nicht viel um zum altherkömmlichen verdrillen.

    Sicher haben beide Methoden Ihre Vor- und Nachteile und ich denke jeder macht es so wie er es gut findet.
     
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  18. Naja, für die Zugentlastung muss ich nicht so penibel verdrillen wie für eine sichere elektrische Verbindung. Ich würde ohnehin den Knoten bevorzugen, der geht Ruck-zuck.

    Weiterer Punkt: Das abisolieren entfällt. Und egal ob man das mit dem Fingernagel oder einer Abisolierzange macht, das kostet Zeit.

    Ich hab die Scotchloks jetzt noch nicht verwendet und beim Feuerwerk immer verdrillt, kenne aber ähnliche Verbinder von Berufs wegen. Will sie dieses Jahr Mal ausprobieren.
     
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  19. Da kann ich aber auch dagegenhalten:

    Entweder schaffe ich eine Zugenlastung die hält und verdrille so das die Kabel eine Zugbelastung stand halten und ich damit auch einen definitiven elektrischen Kontakt hätte oder ich schaffe nur eine pseudo Zugentlastung.


    Beim Scotchlok muss ich erst mal die Enden beider Drähte auf eine Länge bringen, dann die 2 Drähte parallel in den Verbinder einführen, während ich die Presszange nehme muss ich darauf aufpassen das die 2 Drähte auch wirklich ganz im Verbinder bleiben und anschließend muss ich den Verbinder mit der Zange verpressen.


    Ich will jetzt nicht beurteilen was mehr Zeit kostet... wie oben erwähnt - jeder so wie er es will.
     
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  20. Wie bei so vielen Dingen hat jeder seine eigenen Vorlieben :)
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man mit etwas Übung wesentlich schneller und angenehmer damit ist. Klar, das lohnt sich auch erst so richtig bei einer hohen Anzahl an Verbindungen.

    Zugentlastung ist immer so ein Thema, eine wirklich stramme und feste Entlastung braucht man ja auch nicht bei jeder Verbindung - z.B. ein 13er Singleshot-Fächer, da kann ich die Leitungen auch ohne verdrillen verbinden.
     
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  21. Als ich vor über 20 Jahren eine Tüte mit Scotch-Lok Verbindern erhielt, brauchte ich die Zange dafür. Die habe ich mir dann für ein "stolzes Sümmchen" im Sprengzubehörhandel, bestellt. Es ist Qualitätswerkzeug und ich bin froh es zu haben. In den letzten 10 Jahren sind so manche chinesischen Imitate auf den Markt gekommen. Die machen aber auch einen "Baumarktqualität" Eindruck auf mich. Gerade habe ich auf dem "digitalen Flohmarkt" nachgeschaut. 15,40 ist die am meisten angebotene. Original nur 1 für 79,- Ich habe schon so manches Lehrgeld für billiges Werkzeug zahlen müssen. Hat denn hier schon jemand mit beiden gearbeitet ? Richtig vergleichen kann man erst bei sehr vielen Verbindungen über Stunden.
     
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  22. Seit 2 Jahren i.d.R. nur noch Scotchlok.

    Ich bin lediglich im Hobby Bereich tätig aber missen möchte ich sie auch dort nicht mehr.

    Geht sehr schnell, schutz vor Regen sowie zugfest. Ich empfehle druchaus diese Verbinder einmal zu testen, wenn man bisher immer per Hand die Kabel verdrillt und das ganze mit Gaffer eingewickelt hat.

    Gruß
    ®Salute®
     
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  24. #24 Pyrodaemmi, 30. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juni 2019
    Ich habe gestern zum ersten mal aber im großen Stil (mehr als 100) der Kabelverbinder von Stotz-Zündanlagen (die Scotch-Lock-Imitate) benutzt und bin sehr zufrieden damit. Meine Tochter hatte Hochzeit und von mir gab es ein großes F3 Feuerwerk...
    Da es um was ging, habe ich sehr sorgfältig gearbeitet und jeden Zündkreis vor dem Anklemmen an die Zündanlage durchgemessen. Teilweise hingen für die Fronten 8 Zünder in Reihe. Man muss nur darauf achten, dass die Kabelenden bis auf Anschlag geschoben werden.
    Hat alles 1a funktioniert und ich hatte keine wunden Finger vom verdrillen -> kann ich empfehlen, hat ne Menge Zeit gespart und werde ich wieder nutzen.
    Ist zwar off-Topic, aber ich muss auch mal unser Landratsamt Annaberg Buchholz sowie unser Ordnungsamt nebst Feuerwehr Ehrenfriedersdorf loben, trotz kritischer Trockenheit wurde mir in Absprache mit allen Behörden und der Feuerwehr das Feuerwerk genehmigt (kostenlos!!). Ist heute nicht mehr überall der Fall... Ich hatte von mir aus allerdings schon extrem vorgesorgt, jede Menge Brandwachen mit Decken, Gießkannen und Feuerlöschern in allen Ecken ;o) Und unsere örtliche Feuerwehr war in Bereitschaft, den Jungs bringe ich demnächst bisl Bier vorbei..Danke!!
     
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  25. Vor dem Hintergrund der Umwelt- und Klimaproblematik mache ich mir zunehmend Gedanken über Feuerwerk und was ich tun könnte um meine Dienstleistung möglichst positiv darstellen zu können und auch selbst einen Beitrag leiste.

    Ich hatte dieses Wochenende am Donnerstag und am Freitag je ein Musikfeuerwerk und probierte dabei erstmals wiederverwendbare Zündkabel mit Wago-Klemmen aus. Der Test hat einwandfrei funktioniert.

    Statt dünner Einwegzündkabel die man verdrillt bzw. mit Scotch Lock verbindet und das ganze nach dem Feuerwerk wegschmeisst werde ich nach und nach zu 2x0,5qmm Stromkabel umsteigen die für Frontstücke nach gewissen Metern eine Wago-Klemmstelle haben.

    So habe ich mir das inzwischen für 2 bis 6 Effekte in Reihe mit 3m bis 10m Abstand zwischen den Klemmstellen wiederverwendbare Zündleitungen hergestellt die ich ab sofort mehrmals verwenden werde.

    Somit wandert bei mir nach einem Feuerwerk kein grosser Einwegzünddrahtknäuel mehr in die Mülltonne - mein aktueller Beitrag zum Umweltschutz.
     
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