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SSW Umarex Walther PPQ für Silvester?

Dieses Thema im Forum "Waffen, Geräte, Bestimmungen" wurde erstellt von Cherry_Flamenco, 5. Aug. 2019.

  1. #1 Cherry_Flamenco, 5. Aug. 2019
    Zuletzt bearbeitet: 5. Aug. 2019
    Wie der Titel schon sagt, möchte ich mal ein Thema dem Umarex Lizenznachbau der Walther PPQ widmen. Grund ist recht einfach, bräuchte ich nicht lange ausschweifen ... mach ich jetzt aber trotzdem. :p

    Ich habe die letzten fünf Silvester die Zoraki 914 genutzt, ist ne tolle Pistole, Abzug top, Verarbeitung top, Munitionsfühligkeit top - aber trotzdem die Sache mit der Haptik, das ist einfach nicht schön an dieser Pistole. Die letzten beiden Silvester hatte ich zusätzlich die 906 im Silvestereinsatz. Die Taschenflak ist richtig toll für Silvester, macht nen Mordslärm. Wie schon anderswo geschrieben, finde ich die neue PTB besser, einfach weil der Abzug mit nen richtig tollen Druckpunkt nachgebessert wurde - nur ist die Magazinkapazität nicht so toll für Silvester.

    Aber mit der 906 hab ich dann wieder gemerkt, wie schön doch ein modernes Griffstück ist. Jetzt gehöre ich auch zu denen, die sagen, Kunstoff an eine Waffe ist nicht verkehrt, wenn es ein guter ist und vernünftig verarbeitet wurde (Thema: Spaltmaße). Wisst ihr eigentlich, wie ihr ganz einfach einen guten Kunststoff erkennen könnt? Ich zeig euch das mal schnell anhand einer Umarex Walther P22Q, PTB 778:
    16.jpg
    Ihr seht, an welcher Stelle ich Daumen und Zeigefinger habe. Diese Stelle an den äußersten Punkten der Pistolenfront des Griffstücks, ist eigentlich immer gleich. Je schwerer die gegenüberliegenden Kanten sich zusammendrücken lassen, desto besser ist der Kunststoff. Geht bei der P22Q wirklich nur extrem schwer, da ist viel Kraft nötig. Bei Zorakis geht das leichter, ist aber noch im Rahmen, das ist noch grüner Bereich. Bei der 906 muss man ja noch dazu erwähnen, dass es eigentlich auch nicht die Silvester-Hardcore-Pistole, im Sinne des Erfinders ist.

    Jetzt war ich im Herbst letzten Jahres am Überlegen, welche Pistole ich noch dazu nehmen könnte, mit Schwerpunkt Haptik. Ich habe absolut kein Faible für alte Nachbauten, außer nen 1911. Da bin ich dann für einige vielleicht ein Rätsel, ich habe auch keinen Sinn für alte Autos, außer ne 69er Corvette Stingray oder einen Toyota Trueno, bei denen würde ich meine Ausnahmen machen und keiner weiß warum gerade diese beiden. Mit dem Umarex Colt 1911 habe ich es tatsächlich mal Silvester versucht, PTB weiß ich nicht mehr, war noch die alte schwarze mit polierter Oberfläche, war in Sache Munitionsfühligkeit alles andere als toll. Bei eGun bekommt man zwar ab und zu geänderte Rückholfedern inkl. Federstange, mit denen soll es angeblich zuverlässig funktionieren, aber nachdem mich eine Pistole "out-of-the-box" enttäuscht, habe ich eigentlich schon das Interesse daran verloren.

    Da habe ich mir selbst zur Wahl gestellt: Die Zoraki 917 oder die Umarex Walther PPQ (M2). Entschieden habe ich mich für die Zoraki. Liegt richtig toll in der Hand, muss man echt anerkennen, ist ne tolle Glock 19 Kopie (ich weiß nicht, warum viele die mit ner Glock 17 vergleichen, für mich ist es von den Abmessungen her ne Glock 19 mit 17 Schuss), aber überzeugt hat mich die Pistole nicht. Abzug finde ich gar nicht gut, hat mit dem Glock-Abzug gar nichts gemein. Ne Glock hat nen super leichtgängigen DA-Abzug mit Züngel, das mussten se ja bei Atak Arms weglassen, weil es zu sehr nach Glock aussah und Atak Arms keine Glock-Lizenz hat. Die Zoraki-Kopie hat DA/SA und auch wenn einige sagen, der Abzug ist besser, als bei den ersten Versionen der 917, so ist er für meinen Geschmack etwas zu kratzig, wo wir dann auch bei einem anderen Problem wären; du kannst da nicht seitlich die Bolzen rausdrücken, um an das "Innenleben" zu kommen, du kaufst da quasi ne Einwegpistole. Zudem kamen dann noch die extremen Probleme mit der Geco Superflash, wo ich dann für mich auch sag, es macht keinen Spaß mehr.

    Aber warum von Zoraki auf Umarex Walther schielen, fragen sich jetzt einige?
    Drei hatte ich schon im Einsatz. Die PPK fällt raus, .315 Oldschool, das wolln wir nicht mehr. Die P99 war bei mir Silvester mal im Einsatz, ich weiß leider nicht mehr welche PTB und welche Kartuschen ich verwendet habe, ich sage unter Vorbehalt, es waren RWS und/oder Geco. Materialwahl sichtbar nicht toll, hat aber trotzdem sauber funktioniert, die Befürchtungen, dass der Entspanndrücker zu einem zweiten Abzug werden könnte, traten bei meiner nicht auf, die Einkerbung im Hahn, war zwar da, aber - sie funktionierte. Abzug war allerdings mies. Der sah modern aus, soweit ich weiß, wurde der auch nach meiner, mind. zweimal schon nachgebessert, aber es war auf Dauer richtig unangenehm, diese Pistole zu schießen.
    Die P22Q hatte ich kurz nach der Verbesserung am Demontagebügel erworben, hat natürlich, in Sache Stahleinlagen, mehr zu bieten. Die hatte ich im Jahr, wo die Perfecta Titan Munition rauskam, gleich damit eingesetzt. Das Internet war am Fluchen über diese "unzuverlässige und grottig geladene" Munition, meine P22Q hat die Munition (fast) sauber mit einer einzelnen Auswurfstörung durchgejagt, in dem Jahreswechsel hatte ich wirklich schlagartig ein anderes Bild über aktuelle Umarex-Pistolen. Es gibt sogar Gourmets, die sagen, in Sachen Geräusche (Magazin in den Schacht einlegen, Durchladen, Verschlussfang), ist das der realistischte Nachbau, den es gibt. Find ich echt super, dass es Leute gibt, die auf solche Feinheiten achten, aber mein Negativpunkt an dieser Pistole ist mal wieder: Der Abzug. DA hat einen recht schweren Weg, SA ist das reinste Geschlabber.
    Jetzt gibt es ja noch die PK380 - ja und es gibt ja auch noch die RG 96 und die Zoraki (2/4)918 - aber ich sag mal so: Die gefallen mir schon grundsätzlich nicht. Das ist dann wirklich was persönliches; ich mag diese Pistolen einfach nicht besitzen wollen.
    ... und dann gibt es ja noch die PPQ, mit dem Kaufargument: Abzug! Das was ich an der P99 und P22Q so bemängelt habe, kann diese Pistole, plus eine richtig gute moderne Haptik.

    Jetzt brennt es mir natürlich im (Abzugs-)Finger, aber bevor ich ich eine weitere Katastrophe auf meine Abschussrampe (in Form meines kleinen Dachgeschossbalkons) hole, will ich hier mal nachfragen, wer schon eine PPQ Silvester einsetzt und wie zufrieden ihr damit seid? Gibt es irgendwas, dass ihr der Pistole nicht verzeihen könnt?

    Ich sag mal die Punkte, die für mich keine No-Gos wären:
    1. Fake-Verschlussfanghebel rechts: Nicht schön, stört mich aber nicht.
    2. Die 30-Schuss-Magazine sollen angeblich unsauber funktionieren: Werde ich eh nicht benutzen.
    3. Keine wirkliche Sicherung, nur SA mit Abzugszüngel: Hey, das ist ne PPQ, die funktioniert nunmal so!
    4. Möglicherweise stark verkratztes Kartuschenlager: Hat mich schon bei der P22Q nicht gestört.

    Welche Munition habt ihr genutzt? Die P22Q scheint ja trotz recht freiem Lauf (für aktuelle PTB-Versionen) ganz gut zu funktionieren, wie sieht es mit der PPQ aus?

    Ihr merkt schon, ich bin ein schwieriger Kunde. Die einzige Pistole, wo ich wohl nichts dran zu kacken hätte, wäre ein 20.000 Euro 9mm PAK Umbau, eines Infinity-1911er. Aber dann würde ich doch eher den Trueno auftreiben ... :D
     
  2. Da wüsste ich jetzt spontan niemanden, der so eine hat.

    Ich selbst habe sie nur mal beim Händler in der Auslage gesehen, kam mir ziemlich groß vor, größer als eine P99. Aber ich hatte da keinen direkten Vergleich, kann mich auch getäuscht haben.
     
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  3. Ach ja, ich selbst habe keinerlei Ambitionen, mir so eine zu holen.

    Single Action Only in Verbindung mit Schlagbolzenschloss und ohne gesonderte Sicherung ist mir einfach zu gruselig.

    Aber als reine Silvesterwaffe zum Volladen und fix Leerballern mag sie vielleicht angehen.
     
    Zup 7, tribun77 und westfeuer gefällt das.
  4. Wenn ich das so lese wirst du mit der PPQ auch nicht glücklich. Wenn sie dir gefällt Kauf sie dir egal ob sie vernünftig funktioniert oder nicht was Zuverlässigkeit an geht wirst du eher Zoraki nehmen müssen.
    Mit welcher Munition sie funktioniert wird dir glaube auch keiner so Recht beantworten können. Wenn einer eine Charge besitzt wo sie funktioniert heißt es leider noch nicht das sie mit der neuen Charge genauso gut geht.
    Es kommt ja schon in den gleichen Chargen zu schwankungen
    Ich besitze sie selber auch nicht bin auch nicht so der Walther bzw. Umarex fan. Besitze zwar die ein oder andere Uma/Röhm aber finde die Verarbeitung besser als die reinen Umarex Produkte. Schon alleine das Lizenz Gedöns auf den Reinen Uma Waffen sind mir ein Dorn im Auge.
     
  5. westfeuer, Mofafreund und tribun77 gefällt das.
  6. Ich möchte nochmal auf eine Sache zu sprechen kommen, ich weiß nur nicht genau, wie ich es am besten ausdrücke ... egal.

    Und zwar geht es mir darum, wie Umarex die PPQ darstellt. Im Promo-Video geht es ganz klar um Actiööön. Dauerfeuer mit dem Teil, Pistole liegt locker in der Hand und wird nach jedem Schuss zusätzlich noch künstlich "verrissen", damit es nach mehr Wumms aussieht. Ja - das kann man mit dem Abzug machen, muss man aber nicht.
    Jetzt schaut man sich mal auf YouTube das Review von hickok45 zur scharfen PPQ an. Der erzählt da auch ständig was von "nice trigger, nice trigger", aber der schießt die nicht wirklich schnell. Einfach nur auf ein Ziel viele Schuss auf einmal oder quer durch eine Reihe rattern, mit was kompaktem, das ist eher die Eigenschaft einer UZI, aber nicht einer PPQ.

    Die vollautomatische UZI wird es als SSR, so wie es das aktuelle Waffenrecht will, hier nie geben, aber die PPQ zum Ersatz machen und ihr Dauerfeuer als Hauptverkaufsargument zu verpassen, halte ich für falsch. Damit zu werben, dass du Fullauto umgehen kannst, indem du Abzugswiderstand, Rückstellweg und Druckpunkt so harmonisch gestaltest, dass es von vorne wie Fullauto aussieht, das ist meiner Meinung nach nicht richtig, dafür wurde die PPQ einfach nicht entwickelt.
     
  7. @Cherry_Flamenco Ich habe mir mal die Mühe gemacht, dieses Video von Umarex zu suchen. Meinst Du das hier?



    Von "Dauerfeuer" im Sinne von "Full Auto" ist das Gezeigte aber noch meilenweit weg. Das macht nämlich brrrp-brrrp und nicht bummbummbummbummbumm... das schafft man mit jeder anderen Automatik-SSW genauso schnell wie in dem Video. Mit etwas Übung sogar noch schneller...

    Wer unbedingt etwas MPi-ähnliches haben möchte, wird zu einer Ekol Asi, einer Zoraki 925 oder gar zur MP 38 oder zum StG 44 greifen. Eine PPQ ist dafür weder geeignet noch konstruiert, da hast Du Recht.

    Dass Umarex seine Produkte auf diese Art darstellt, entweder als durchgestylte, coole Lifestyle-Artikel für eine aktive, actiongeladene Freizeit, oder auch als Mittel zur Verteidigung, ist jetzt nicht so neu.

    Mich kann man mit dem Argument "schnelle Feuergeschwindigkeit" jetzt auch nicht so packen. Ich bin keiner, der nur magazinweise die Kartuschen raushaut. Mein Ansatz zur Tauglichkeit einer SSW für Silvester ist daher ein völlig anderer.

    Ich nutze SSW primär zum Verschießen von Feuerwerk, also Pyromunition, und bei Zentralfeuermunition (ich verwende nur 8 mm und 9 mm PAK bzw. RK) primär mit Multishooter.

    Daher stehen für mich für eine Silvesterwaffe Munitionsverträglichkeit, Zuverlässigkeit, gute Steighöhe der Effekte und Sicherheit der Handhabung an vorderster Stelle, sowie eine gute Haltbarkeit durch Stahlteile an den meistbelasteten Stellen.

    Das Bestücken eines Multishooters dauert seine Zeit, manchmal will man ja ausgeklügelte Effektmischungen laden, ein andermal sortenrein schießen. Hektik ist hier also fehl am Platz. Daher ist es meiner Ansicht absolut nachrangig, wie schnell man mit der SSW schießen kann. Auch die Kapazität der SSW ist mir persönlich dabei nicht so wichtig.

    Ein gutes Gefühl habe ich aber immer dann, wenn die Waffe beim Laden des Multishooters entspannt ist.

    Ideal für die verschiedenen Multibecher sind daher grundsätzlich Revolver. Nach jedem Schuss ist der Revolver wieder entspannt, und der Hahn liegt dann auf einer in der Regel abgefeuerten Kartusche. So lässt sich der Multishooter zu 100% sicher nachladen (man hat dabei ja die Hand vor der Mündung). Erst zum Schießen spannt man dann den Hahn, oder drückt den Abzug.

    Sehr gut ist z. B. auch die Röhm/Umarex RG 96 mit ihrer ergonomisch guten und zuverlässigen Entspannsicherung. Aber zumindest ein außen liegender Hahn ist das Mindeste, was ich dazu brauche. Dass die RG 96 recht groß ist, stört an einer reinen Silvesterwaffe nicht. Mit montiertem Multishooter ist sowieso keine SSW mehr so richtig kompakt.

    Grüße

    sureshot
     
    tribun77, Zup 7 und westfeuer gefällt das.
  8. #8 Cherry_Flamenco, 14. Aug. 2019 um 08:27 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14. Aug. 2019 um 08:54 Uhr
    Genau diesen 1:30-Clip. Das Teil mal von allen Seiten gezeigt, mit ein paar eingeblendeten Schlagworten und Actiööön. Vor allem mit zwei gleichzeitig, wer macht so was denn? Ich kenne keinen.
    Kann man diesem Clip schon ansehen, dass der Abzug in Sache Rückstellweg so genial an der scharfen PPQ dran ist? Nö, warum auch? Die sieht schön modern aus und macht Actiööön. Ich hätte da so eine Xray-Animation machen lassen, die zeigt, wie das funktioniert.
    Aber falls du es nicht wusstest; du kannst mit der linken und der rechten Hand gleichzeitig eine PPQ schießen. Gerüchten zufolge steigt dadurch allerdings der Kaufpreis um 100%.

    Ist doch kacke ...
     
  9. Für mich muss eine SSW vor allem sicher und zuverlässig sein. Wie schnell man damit schießen kann ist mir eigentlich völlig egal. Und wie ein Hersteller seine Waffen präsentiert ist doch eh fast wurscht. Natürlich wird ein Hersteller immer versuchen eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen und hier und da etwas übertreiben. Das macht im Endeffekt fast jeder. Ich vertraue da eh Erfahrungsberichten hier aus dem Forum oder dem CO2. Und speziell was das Thema Sicherheit betrifft wäre eine PPQ nicht so mein Fall, da ich einfach nicht sehen kann ob die Waffe fertiggeladen ist.
     
    Zup 7 gefällt das.
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