Südeuropa [Video, Bericht] Malta - Festa Santa Marija & Italien - Festa di San Rocco 2018

Dieses Thema im Forum "Feuerwerke, Events" wurde erstellt von HoPa, 10. Dez. 2018.

  1. Hallo zusammen,

    auch in diesem Jahr wage ich es, einen sommerlichen Bericht mitten in der Silvester-Zeit zu platzieren und hoffe, dass er erneut nicht in der Flut an Themen rund um den Jahreswechsel untergeht. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich wieder das Video, an dem ich seit August intensiv gearbeitet und heute final fertig gestellt habe. Wer also nicht gerne liest, sondern sich audiovisuell unterhalten lassen möchte, der kann das gerne sofort tun:



    Da der Thread im letzten Jahr einigen ungewollt durch die Lappen ging, verlinke ich Euch gerade einmal: @Pyro @Gothic Light @Scherzartikel @NightFlyer (hat auf YouTube schon gespickt) @Dobi @Koala @Royan @svenboom @Talfeuerwerk @powerfluse (zur Info). Tolle Funktion, die das neue Forum hier bietet. :)

    Nach unserem erstmaligen Trip nach Malta im letzten Jahr stand für uns ziemlich schnell fest, dass wir in diesem Jahr erneut auf die kleine, feuerwerksverrückte Insel zum „Festa Santa Marija“ möchten. Vom 11.08. - 16.08. waren wir vor Ort, verlängerten somit unseren Aufenthalt um zwei Tage und reisten dementsprechend einen Tag früher an und einen Tag später wieder ab. Auch unsere Truppe hat sich vergrößert: neben der Stammbesetzung Dani ( @RREEYY ), Michi und mir, kamen noch Dominik und Micha (Michis Onkel, der aufgrund meines letztjährigen Videos einmal live dabei sein wollte) hinzu. Die drei letztgenannten Herren blieben sogar noch einen Tag länger auf Malta. Für Dani und mich ging es am 16.08. weiter nach Italien, um zwei Tage lang eine ganz andere Feuerwerkskultur beim „Festa di San Rocco“ kennenzulernen.

    Um eins vorweg zu greifen: ein erholsamer Urlaub war es in diesem Jahr wieder nicht. Zwar hatten wir – sofern das durch die anhaltende Hitze und fehlende Klimaanlage überhaupt möglich war – mehr Schlaf als im Vorjahr, doch dank der morgendlichen Saluts war ab 8 Uhr allenfalls Dösen angesagt. Außerdem musste ich lachen, als Dani sich verschlafen umdrehte und verständnisvoll aber auch kopfschüttelnd murmelte: „die spinnen doch…“. Denn sicherlich frohlockt das Pyroherz bei den unterschiedlichen Knallfacetten der typisch maltesischen Zylinder; doch es ist schon pervers laut zu einer eher unchristlichen Uhrzeit, vor allem in Verbindung mit langen Feuerwerksorgien und Heimwegen in der Nacht zuvor. Nicht nur die Heimwege waren lang: insgesamt legten wir im Schnitt knapp 20.000 Schritte zurück. Die in diesem Jahr gefühlt schwülere Luft tat ihr übriges, sodass Energiereserven nicht aufgetankt, sondern aufgebraucht wurden. Aber all die Anstrengung war es auf jeden Fall wert!

    Für die Beschreibung vom Festa Santa Marija, zitiere ich aus meinem letztjährigen Bericht: „Hauptgrund und Ziel unseres Trips war das bekannte und traditionelle Festa Santa Marija, das zugleich für die Feuerwerks-Hochsaison auf Malta steht und mit jeder Menge Glaube, Freude und positiver Eskalation verbunden werden darf. Bis zum eigentlichen Feiertag steigern sich die pyrotechnischen Aktivitäten von Tag zu Tag merklich. Man spürt eine gewisse Rivalität zwischen den unterschiedlichen Orten bzw. Fabriken und ist sich selten sicher, welches Feuerwerk man sich zu welcher Uhrzeit am besten aussucht - Klonen wäre in diesem Fall eine super Sache. Aufgrund der Nähe der verschiedenen Feuerwerke (die übrigens fast alle zu festen Zeiten abgebrannt werden, wodurch es dem Zuschauer nicht leicht gemacht wird) kann es sein, dass man bis zu 4-5 Feuerwerke am Horizont verfolgen kann und eines direkt vor der Nase hat.“

    Dem ist wenig hinzuzufügen, außer der Tatsache, dass wir das Gefühl hatten, die Menge und Größe der Bomben habe sich merklich vergrößert. So war es irgendwann fast normal, 500er oder 600er am Himmel zu sehen. Das war im letzten Jahr ganz gewiss noch nicht so groß. Manchmal hatte man das Gefühl, die Lager müssten schnellstmöglich leer werden, so wurden die Bomben aus den Rohren geschickt – und wir sprechen hier von einer Qualität der obersten Liga.

    Aber der Reihe nach. Bevor ich Euch unseren Tagesablauf übersichtlich gliedere, noch eine lustige Anekdote zur Hinreise: Wenige Tage vor unserem Abflug verfolgten wir in den Medien einen angekündigten Streik der berühmt-berüchtigten Airline Ryanair. Demnach sollten sämtliche Flüge höchstwahrscheinlich gestrichen werden. Doch wir hatten extremes Glück, denn der kleine Flughafen Baden-Baden war – warum auch immer – als einziger nicht vom Streik betroffen. So richtig glauben konnten wir es erst, als wir pünktlich in der Luft waren. Man kann ja auch einfach mal Glück haben. Während des Flugs war unser geschenktes „Dosen-Luft-Bier“ für einen Fünfer natürlich wieder Pflicht – zumindest für Dani und mich, die anderen ließen uns im Stich. Pfeifen! Der Flug verlief bis auf die Landung unspektakulär. Kurz vorm Aufsetzen konnte man beobachten, wie die Boeing bzw. der oder die Piloten (zu) viele Meter Landebahn hinter sich ließen und nach dem herbei gesehnten Bodenkontakt die Funktionstüchtigkeit der Gurte mit einer brachialen Bremsung auf Herz und Nieren testeten. „Das kann ja was werden“, hatten wir im letzten Jahr nicht schon genug Nahtoderfahrungen erlebt. So freuten wir uns auf ein Abenteuer, das programmtechnisch wie folgt aufgebaut war:
    • Samstag, 11.08.:
      • Hinflug von Baden-Baden nach Malta, Mittagessen bei McDonalds
      • via Bus zur Unterkunft nach Hal-Safi und im tiefgekühlten Lidl einkaufen
      • erstes Tagesfeuerwerk um die Mittagszeit in Mqabba
      • in der Unterkunft ankommen, entspannen, schlafen
      • Abend- und Nachtfeuerwerke in Qrendi
    • Sonntag, 12.08.:
      • Busfahrt zum Bootsverleih
      • Bootstour zur Blauen Lagune (diesmal wirklich)
      • Abend- und Nachtfeuerwerk in Ghaxaq
    • Montag, 13.08.:
      • Besichtigung „Dorfzentrum“ Mqabba
      • Aufbau der Feuerräder
      • Abend- und Nachtfeuerwerke in Qrendi
      • Party, Musik und Tanz in Mqabba
      • musiksynchrones Dachfeuerwerk in Mqabba
    • Dienstag, 14.08.:
      • Busfahrt nach und Besichtigung von Valetta
      • Tagesfeuerwerk am Abend in Mqabba
      • „Tower of Light“ und große Bomben in Mqabba
      • Feuerräder und Abschlussshow in Qrendi
    • Mittwoch, 15.08.:
      • choreographiertes Tagesfeuerwerk in Mqabba
      • große Bomben in Qrendi
      • Feuerräder in Mqabba
    • Donnerstag, 16.08.:
      • Hinflug nach Neapel (nur Dani und ich)
      • Abholung Mietwagen in Neapel
      • Autofahrt nach Locorotondo (Region Bari)
      • Feuerwerkswettbewerb „Sagra Pirotecnica Della Valle d'Itria“
    • Freitag, 17.08.:
      • Autofahrt nach Siano zum „Siano S'Illumina“
      • Tagesfeuerwerk auf dem Berg
      • Batterie Sanseverese in der Grube
      • Mascolate in der Innenstadt
      • Accensione Luminare
      • Feuerwerkswettbewerb „Palio dei fuochi d'artificio“
    • Samstag, 18.08.:
      • Autofahrt nach Neapel und Abgabe Mietwagen
      • Zugfahrt nach Rom und kurzes Sightseeing
      • Rückflug nach Baden-Baden
      • Heimfahrt nach Hause
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    Nach der Ankunft am Samstag haben unsere beiden Neulinge erste Eindrücke von der Insel gesammelt, während unsere Erinnerungen erfrischt und bestätigt wurden. Entfernt man sich vom modernen Flughafen mit angrenzender Wirtschaft in Form von großen Firmengebäuden namhafter Konzerne, stellt man schnell fest: Malta ist karg und dreckig. Teilweise wirkt es trostlos und dennoch können wir dem Ganzen alle etwas abgewinnen. Es hat einen gewissen Charme, den man definitiv mögen und an den man sich auch ein Stück weit gewöhnen muss. Weniger an den Charme an sich, sondern eher an die Kultur, die Landschaft und die Bauweise. Hat man sich nach einigen Tagen dran gewöhnt, ist man aber auch wirklich froh, bald wieder abzureisen. Ich möchte definitiv nicht auf Malta wohnen – in der Touristen-Region schon eher, aber diese permanente Hitze, diese extreme Umweltverschmutzung und dieses absolut nicht deutsche ungepflegte und dreckige Erscheinungsbild, taugt mir auf Dauer nicht. Für die paar Tage genieße ich aber die Abwechslung und ganz nebenbei gibt es auch noch das ein oder andere Weltklasse Feuerwerk zu sehen.

    Jetzt wurde es langsam Zeit und wir freuten uns auf das erste Tagesfeuerwerk zur Mittagszeit. In Mqabba machten wir es uns an unserem Stammplatz gemütlich und genossen die ersten maltesischen Bomben. Druckvoll, akkurat, immer gleich und doch irgendwie immer anders – man muss es erlebt haben. Wir waren auf jeden Fall eingestimmt und wussten, dass wir noch eine Menge vor uns hatten und dieser kleine Auftakt erst der Anfang war.

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    Nachdem wir zurück zur Unterkunft in Hal-Safi gekehrt waren, unsere Einkäufe sortiert und versucht hatten, uns etwas zu erholen, stand der nächste Programmpunkt auf dem Plan: Abend- und Nachtfeuerwerk in Qrendi. Wir waren uns im letzten Jahr nicht wirklich sicher, ob wir Mqabba oder Qrendi favorisieren sollten. Michi war ob der großen Kaliber von Anfang an ein Qrendi-Verfechter, während Dani und ich die Detailverliebtheit u. a. mit dem Tower of Light in Mqabba bevorzugten. In diesem Jahr wurde eines auf jeden Fall klar: Qrendi hatte mehr Material, deutlich mehr Material. Am Abend aßen wir in unserem Standard-Restaurant, das sich optisch gemacht und scheinbar auch einen neuen, ziemlich guten Koch eingestellt hatte. Trotzdem gibt es in Malta hauptsächlich Fast Food, wodurch ein kulinarisches Highlight höchstens in Valetta oder anderen schicken Regionen zu finden ist.

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    Ein kleiner Fußmarsch Richtung Feldwege und roten Container (beim Lidl stand gar kein blauer, fällt mir gerade auf) vorbei an den armen, dem Lärm viel zu nah ausgesetzten Pferden und Hühnern und wir waren wieder da. Erneut offen und herzlich wurden wir empfangen und staunten beim Blick in den Container nicht schlecht, waren wir zeitlich doch noch weit vom Höhepunkt des Festes entfernt. In Malta kommt man dem Feuerwerk so nah wie man möchte. Relativ schnell merkt man aber, dass zwischen „so nah wie man möchte“ und „so nah wie möglich“ ein feiner Unterschied namens Respekt liegt. Qrendi steht sowieso total darauf, Bottom Shots auch wirklich erst kurz vorm oder am oder im Boden zerlegen zu lassen, wodurch besonders Dani und ich gerne noch ein, zwei oder zwölf Meter zurück gehen. Erstaunlich war, dass Micha, unser ältestes Mitglied, immer am nächsten dran war und auch nach einigen kritischeren Situationen höchstens jubelte, aber keinesfalls zurückweichte. Ebenfalls erstaunlich, dass die Malteser vor Kugelbomben gehörigen Respekt, fast schon Angst haben. An ihrem Sprint und riesig nehmenden Abstand merkt man immer direkt, ob jetzt eine Zylinder- oder Kugelbombe folgt. Warum das so ist? Keine Ahnung. Vielleicht trauen sie dieser nicht so gängigen Machart noch nicht so sehr und sehen es jedes Mal als ein Experiment an. Nach der abschließenden Batteria (die Malteser nennen es anders) gingen wir heim und hatten dann völlig unerwartet das Glück, von unserem Fenster und Balkon aus noch ein paar Bomben beobachten zu können.

    Am frühen Sonntagmorgen fuhren wir für die gängigen und läppischen 2 Euro mit dem Bus nach Mellieha, um unserer Reise zur Blauen Lagune eine zweite Chance zu geben. Kleiner Rückblick ins letzte Jahr: bei unserer Bootstour schafften wir es aufgrund des zu kleinen Bootes und der zu hohen Wellen nicht bis zur Blue Lagoon und kehrten aus Vernunft und da uns unser Leben doch einiges wert ist, wieder um. In diesem Jahr waren wir zwei Mann mehr und mussten alleine aus diesem Grund auf ein größeres Schiffchen ausweichen. Wir bekamen ein wirklich schönes Boot, das neben ordentlich Leistung (2x 60 PS) auch Musik mit an Bord hatte. Nach der wieder sehr langwierigen Anmeldung begann endlich die Einweisung und dank unserer beiden Bootsführerschein-Inhaber Michi und Dominik waren wir gewappnet für eine actionreiche und gleichzeitig erholsame Wasserfahrt. Schnell waren wir auf dem offenen Meer und beobachteten auf Gozo sogar eines der Mittagsfeuerwerke. Die Blaue Lagune war schließlich schnell erreicht und so ließen wir es uns mit Bier auf dem Boot, Schnorchel im Wasser oder Essen am Strand gut gehen. Dani war so schlau und legte seine Taucherbrille samt Schnorchel kurz ins Wasser. Was auch immer er dachte passiert, beide Sachen gingen natürlich unter. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich wollte mit einem Tauchgang Brille und Schnorchel wieder über Wasser bringen. Nach zig Versuchen merkte ich aber, dass das Wasser hier einen Ticken zu tief war. Die geschätzten 5-6 Meter habe ich alleine einfach nicht ganz gepackt. Nur mit Michis Unterstützung, der mich mit voller Kraft nach unten drückte, gelang letztendlich die Bergung.

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    Nach stundenlangem Wellenreiten, Sonnen und Relaxen steuerten wir gegen Nachmittag die Heimfahrt an und marschierten den weiten Fußweg nach Ghaxaq (unaussprechlich, wir nennen es Kack-Sack). Uns waren die herausragende Farbintensität und die kreativen Bomben von Ghaxaq bereits im letzten Jahr am Horizont aufgefallen, dieses Jahr wollten wir einmal direkt dorthin. Wir kamen an und fanden eine Straße voller Feuerräder vor. Es ist schier unglaublich, wie unbekümmert die Malteser ihre Aufbauten stehen lassen. Einerseits ist das Thema Sicherheit gar keine Frage und andererseits hätte in Deutschland längst einer eine oder alle der Stoppinen angezündet – man gelangt nämlich problemlos und ohne Anstrengung daran.

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    Wieder wurden wir herzlich empfangen und trafen auch noch einige Holländer, die seit über zehn Jahren nach Malta reisen. Wir durften uns den Abbrennplatz für das Hauptfeuerwerk am 14.08. anschauen und staunten nicht schlecht, als wir an einer aufgetürmten Steinmauer entlang liefen, auf der Halbschalen von Kugelbomben samt E-Anzünder lagen – fertig verkabelt! Da fehlen einem schon etwas die Worte. Egal, der Abbrenner war gespickt mit steigenden Kronen, einigen Einzelschüssern und vor allem jede Menge großer Kaliber. Ghaxaq ist nicht nur bekannt für seine besonderen Effekte, sondern – und das vor allem in diesem Jahr – für seine vielen großen Shells. Da flogen manchmal 400er, 500er oder 600er Shell of Shells im Sekundentakt nach oben – Wahnsinn! Leider hatten wir an diesem Abend etwas Pech, denn es war bei weitem nicht so viel aufgefahren, wie wir es uns erhofft hatten. Auch die Qualität der Bomben lag etwas hinter unseren Erwartungen. Die Batteria hingegen war eine Pracht. Farbbomben kombiniert mit Salut und Wasserfall ergab eine ganz tolle „Wand“, die nicht mehr aufhören wollte zu leuchten.

    Noch eine weitere Überraschung waren ganz ungebetene Gäste: Sandmücken. Wir merkten die ganze Zeit etwas an unseren Armen und Beinen, waren uns aber nicht sicher, ob wir spinnen. Außerdem kann man die Regentage an Malta an einer Hand abzählen und Gewässer sind fehl am Platz, also wieso sollte es hier Mücken geben. Sandmücken aber benötigen warme Temperaturen und Pflanzen, die sie mit den vielen Kakteen haben. Diese Biester haben uns und vor allem mir ordentlich zugesetzt, sodass ich in Italien und Deutschland zur Apotheke musste.

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    Einer neuer Tag mit noch mehr Feuerwerk. Gemütlich starteten wir in diesen Montag und schliefen dementsprechend etwas länger. Obwohl, nachdem wir die morgendlichen Saluts überstanden hatten, weckte uns Micha aufgebracht, da auf unserem Plan eigentlich schon der nächste Feuerwerk-Programmpunkt stand. Doch wir verzichteten bewusst auf die Bomben zum Mittag und schauten uns etwas später die Vorbereitungen im „Dorfzentrum“ von Mqabba an. Richtig schön wird hier alles geschmückt. Von Girlanden über Lichterketten bis hin zu riesigen Statuen ist alles dabei und zeigt nochmal eindrucksvoll, wie ernst dieses Fest genommen wird und welcher Glaube als Motivation dahinter steckt. In diesem Jahr nutzten wir auch die Gelegenheit, uns einmal den Aufbau der Feuerräder anzuschauen. Sehr schön zu sehen, wie in Malta nicht das Geld regiert, sondern der Zusammenhalt. Jeder hilft hier jedem und das völlig selbstverständlich und ohne egoistischen Hintergedanken. Alle möchten nur eines: ein grandioses und tadelloses Festa Santa Marija. So ist es völlig klar, dass eine Kranfirma beim Aufbau des Tower of Light hilft oder beim Aufrichten der Feuerräder. Bränder werden befestigt, Stoppinen verleitet und jedem ist es egal, dass wir mittendrin sind und uns alles ganz genau anschauen. Wenn man dann nach Deutschland guckt, stellt man die ein oder andere Sitte noch mehr infrage. Obwohl unsere Sicherheitsabstände wiederum etwas sehr gutes in meinen Augen haben.

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    Am Abend teilten wir uns die anstehenden Feuerwerke auf: das frühe Abendfeuerwerk schauten wir in Qrendi und stellten erwartungsgemäß fest, dass die Anzahl, Größe und Qualität der Bomben nun immer weiter steigt. Das spätere Feuerwerk genossen wir in Mqabba, da wir im Anschluss auch zur Party und der Stepporgie auf dem Dach wollten. Mqabba legte auch einen ordentlichen Zahn zu und zeigte neben intensiven Farbbomben ihre Spezialität: die Brutalo-Tremolant-Bombe. Sie zählt zu meinen absoluten Lieblingen in Malta, ist heftig und wunderschön zugleich. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen und jede ist ein Augen- und Ohren- und Druck-auf-die-Brust-Schmaus. Leider habe ich mit meiner Kamera keine von ihnen wirklich zufriedenstellend filmen können. Da entscheidet man sich einmal, die Kamera auszulassen und dann kommt natürlich das Prachtexemplar per se an den Himmel…

    Die bereits erwähnte Party zog uns wie viele weitere Menschen wieder in das bei Nacht noch viel schöner aussehende Zentrum. Eine große Kapelle spielt eigentlich immer wieder dasselbe Lied, die Malteser – allen voran die jungen Gruppen und gleichzeitigen Organisatoren – feiern, singen und tanzen zur viel zu lauten Musik. Trotzdem habe ich das Gefühl, als wären die Malteser etwas emotionslos. Sie feiern, sie jubeln und manch einer rastet auch mal vor Freude aus, aber wo wir nicht mehr den Mund zu bekommen, schaut dieses Völkchen eher neutral durch die Gegend. Wahrscheinlich ist das alles einer Frage der Gewohnheit.

    Auf einer Video Leinwand wird allen Unterstützern gedankt. Es erinnert ein bisschen an schlechte, lokale Kinowerbung, aber der Inhalt der Botschaft zählt. Hier sieht man, wie viele Firmen, Vereine oder Privatpersonen das ganze Fest am Leben erhalten. Im Anschluss startet das musiksynchrone Dachfeuerwerk mit prominenter Unterstützung von Pyroemotions. Beim Dachfeuerwerk war der Wurm drin, denn ungefähr 60 % der Artikel waren falsch angeklemmt, wodurch manche Bilder sehr wirr aussahen. Gefetzt hat es trotzdem gewaltig – ganz besonders die musiksynchronen Saluts am Himmel. Im Video habe ich versucht, die schönen 40% zu verarbeiten. ;)

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    Der Höhepunkt, aber nicht letzte Tag des Festes stand an. Dieser Dienstag startete mit einer bekannt günstigen Busfahrt nach Valetta. Dominik und Micha hatten die Hauptstadt noch nicht gesehen und auch wir anderen drei hatten wieder Lust auf den schönen Kontrast. Wir blieben nicht ganz so lange in Valetta, aßen hier zu Mittag, stöberten in Souvenir-Shops und saugten das Flair der schicken, direkt am Wasser gelegenen Stadt auf.

    Zurück in Mqabba stieg die Anspannung mehr als die Vorfreude. Anders als in Valetta hatte es in der Region Mqabba tatsächlich geregnet und sogar gewittert. Schaut man sich die Höhe des Tower of Light und die nicht vorhandenen anderen hohen Gebäude, Bäume o. ä. an, ist die Gefahr eines Blitzeinschlags absolut nicht gering. Die Lichterbilder in Hannover hatten keine 55 m Höhe… Der Blitz schlug zwar nicht ein, aber die Feuerräder haben den ganzen Regen einige Zeit abbekommen. Wir schauten uns die Situation im Zentrum an und sprachen mit den Pyros. Die Prognose war schlecht und sie waren sich noch nicht sicher, ob sie die Feuerräder am Abend zünden können oder wollen. Wir hörten, dass Qrendi trockener davon gekommen sein sollte und entschieden uns, eventuell spontan nach dem Tower of Light dorthin zu laufen und die Feuerräder "gegenüber" zu bestaunen.

    Das abendliche Tagesfeuerwerk schauten wir uns von unserem Stammplatz in Mqabba an und gingen nach kurzer Stärkung langsam Richtung unseres für wenig Geld erworbenen Sitzplatzes. Nach der letztjährigen Panne, hofften wir sehr, dass beim Tower diesmal alles glatt gehen würde. Die ganze Arbeit und der enorm komplizierte Aufbau sollten richtig belohnt werden, das war uns am aller wichtigsten. Nach kurzer Wartezeit ging es auch schon los. An diesem Abend gab es standardgemäß mehrere Feuerwerk-Parts. Dabei kommen musiksynchrone Shows (hauptsächlich der Tower) und einzelne Bomben sowie als Finale musikuntermalte, sehr große Kaliber zum Einsatz, u. a. die auf facebook vorab beworbenen 600 mm Bombe( n ).

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    Was soll man groß sagen? Man sitzt in Malta auf einem Stuhl – und ganz abgesehen davon, ob in Sichtweite rechts von einem in Qrendi ebenfalls einiges geboten wird, das man verpasst – ist man bzw. waren wir völlig glücklich und zufrieden. Die Leidenschaft, die bei uns allen durch einen Funken irgendwann entfacht wurde, wird hier zu 100 % gelebt und ohne Wenn und Aber durchgezogen. Der Tower of Light lief perfekt durch und hat uns immer wieder in Jubelstürme versetzt, die einzelnen Bomben sind um ein Vielfaches größer als die ersten Bomben der Anfangstage und als zu „Conquest of Paradise“ bis zur 600er ein Großkaliber nach dem anderen zündete, ist man einfach nur noch ergriffen und dankbar. Dankbar dafür, das alles erleben zu dürfen. Schaut Euch das Video an, es ist zwar schwer einzufangen, aber einzelne Bomben lassen sich in Worten nicht beschreiben, da muss man die maltesische Kunst in Bildern sprechen lassen. Einzig und allein die Dramaturgie dieses abendlichen Spektakels ist in unseren Augen fragwürdig. Der Tower of Light sollte das Finale darstellen, die einzelnen Bomben eher den Anfang. Aber sei’s drum, ich will hier auf keinen Fall meckern. Wenn das Team unten vorm Abbrenner die Sirenen aufheulen lässt und mit roten Bengalfackeln winkt, sind wir eins.

    Wie schon angekündigt, war Qrendi in diesem Jahr in Feuerlaune und so konnten wir auf dem Weg dorthin noch jede Menge schöner Bomben sehen. Als dann auf der Zielgeraden noch eine 600er Shell of Shells am Himmel aufging, waren wir alle des Atems kurzzeitig beraubt. Die Feuerräder wurden in Qrendi tatsächlich gezündet und funktionierten bis auf wenige Ausreißer ohne Probleme. Die Räder sind alle hintereinander und schräg aufgestellt, das gefällt mir in der Häuserschlucht in Mqabba deutlich besser. Zudem gab es durch die falsche Windrichtung arge Rauchprobleme und so standen wir oftmals mittendrin und schnappten nach Luft. Im Anschluss gab es noch eine musiksynchrone Abschlussshow mit riesigen Feuertöpfen, steigenden Kronen, vielen Kometen, Ground Salutes und einigen Feuerrädern, die ich so nicht erwartet hatte. Wir saßen auf einer Mauer und waren relativ nah dran. Doch dass die weit hinten stehenden Feuertöpfe den Boden bis zu uns vibrieren lassen würden, damit haben wir nicht gerechnet. Wir sahen in Qrendi noch PyroExtrem und sprachen kurz mit Markus (Pyro), der sich über das Forum angekündigt hatte und samt großem Stativ und riesiger Kamera am Start war.

    Endlich wieder ausschlafen, denn am Tag unserer Abreise in 2017, der in diesem Jahr ein Mittwoch war, hatten wir noch einiges in Malta auf dem Plan stehen. Wenn man denkt: „jetzt müsste es doch mal gut sein“, gibt es in Malta erst mal eine Zugabe, und was für eine. Am Abbrenner des Towers werden am frühen Abend ein programmiertes Tagesfeuerwerk sowie einzelne sehr große Mehrschlagbomben gezündet. Die Show geizt nicht an Saluts und auch werden endlich mal mehrere der sonst nur im Genießer-Modus gezündeten „Salamis“ geschossen. Ein Rohrkrepierer ließ uns kurz die Luft anhalten, doch nach kurzer Pause ging es weiter. Erstaunlich wie niedrig die Fehlerquote bei der Masse an Feuerwerk doch ist. Die großen und sehr langen Bomben wurden zu zweit aus dem Container im Sprint zu den Rohren getragen und von Hand geschossen. Das war ein würdiger Abschluss der Tagesfeuerwerke auf Malta.

    Doch wir hatten ja noch etwas vor, denn Qrendis Lager waren noch immer nicht leer – im Gegenteil. Man hatte das Gefühl, dass die Crème de la Crème für diesen Abend aufbewahrt wurde. Wir landeten zunächst wieder in unserem diesmal überfüllten Standard-Restaurant. Leider ging es zu früh los, sodass wir unsere Bestellung später abholen wollten. Während die schönsten Bomben am Himmel standen, rannten Dominik und ich einige Minuten später zurück zum Restaurant, um Pizza & Co. abzuholen. Ich drückte Dani meine Kamera in die Hand und sagte: „halt einfach drauf“. Über die Häuser sah ich einige abgeschnittene Effekte und bekam dabei schon den Mund kaum noch zu. Qrendi hat in diesem Jahr den Vogel abgeschossen. Kommentare wie: „JA, SPINNE DIE?“, „WAS WAR DENN DAS??“ oder „WIESO RASTET IHR NICHT AUS???“, verdeutlichen die Unfassbarkeit dieser Effekte. Nach einer endlosen Batteria folgten nun die großen Kaliber, die wir so ähnlich am Abend zuvor in Mqabba gesehen hatten. Ich habe noch Michis Gesicht vor mir (man muss dabei wissen, dass er große Feuerwerks-Kaliber vergöttert), der nach der Nummer wie entgeistert durch die Gegend stierte. Selbst auf dem Video denke ich bei der ein oder anderen Bombe manchmal noch: „Was zur Hölle?“. Eine letzte 600er bildete auch in Qrendi den Abschluss und machte es uns schwer, all diese Eindrücke irgendwie zu filtern, ohne besondere Effekte oder Erlebnisse abzuschwächen. Doch wir hatten ja noch die auf den heutigen Tag verschobenen Feuerräder in Mqabba vor uns. Also gingen wir wieder Hase und Igel wieder zurück und waren gespannt, was der Regen oder viel mehr die Sonne danach geschafft hatte.

    Die Feuerräder in Mqabba sind toll. Die angesprochene Häuserschlucht gibt ein Gefühl von Geborgenheit und ermöglicht die Konzentration auf jedes einzelne Rad. Es waren altbekannte – darunter ebenfalls unser simpel aufgebautes, aber unfassbar schönes Liebllings-Rad – Räder und auch neue Bauten dabei. Leider hatte es die Sonne nicht geschafft, alle Bränder zu trocknen, sodass die Ausfälle schon ziemlich schmerzhaft trafen. Zum Glück funktionierten auch einige Räder nahezu tadellos und vor allem die neuen Räder konnten durch die Bank überzeugen oder mehr. Froh über diesen letzten Eindruck liefen wir abermals die bekannte Strecke „nach Hause“ und bereiteten uns schweren Herzens auf unsere Trennung vor. Dani und ich packten unsere Koffer für Italien und den anderen dreien gaben wir noch Tipps für den letzten Tag in Malta.

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    Nach so viel Feuerwerk muss man doch endlich mal die Schnauze voll haben, oder? Ja und nein. Teilweise ist es in Malta tatsächlich so, dass man nach einem sehr feuerwerksintensiven und langen Tag sagt: „ok, reicht für heute“, aber die Euphorie und Vorfreude auf die nächsten Shows schneller wieder da ist, als man das Geschehene richtig verarbeitet hat. Somit freuten Dani und ich uns auf den frühen Flug am morgigen Donnerstag nach Neapel, um Italiens Feuerwerkkultur kennen- oder weiter kennenzulernen; denn Dani war bereits mehrmals im Land des Stiefels, sollte in den kommenden Tage aber seine größten italienischen (Nacht-)Feuerwerke erleben.

    Nach der Verabschiedung und letzten Absprache mit Michi, Micha und Dominik nahmen wir den Bus Richtung Flughafen und flogen entspannt mit Easyjet von Malta nach Italien. Für satte sechs Euro gönnten wir uns traditionell unser Dosenbier und freuten uns sogar ein bisschen über die plötzliche Ruhe, die durch die Verkleinerung der Gruppe eingekehrt war. Der Anflug auf Neapel sieht toll aus, mit dem Vesuv im Hintergrund, der dicht besiedelten und teils bergischen Stadt im Vordergrund und dem Flughafen mittendrin. Gelandet und ausgestiegen, suchten wir nach dem Schalter für die Abholung unseres Mietwagens. Ein noch leerer Schalter wurde gefühlt nur für uns geöffnet und von der netten Dame erhielten wir alles, was wir für unseren süßen Smart brauchten. Dieses kleine Go-Kart war uns ein treuer Begleiter, der doch ganz schön viel Spaß machen kann – besonders in den Haarnadel-Kurven der italienischen Berge.

    Die Autofahrt dauerte ungefähr drei Stunden und ging dank sehr schöner und eindrucksvoller Landschaften, guter Musik und netter Unterhaltung schnell vorüber. In Locorotondo (wer kommt eigentlich auf die Idee, FÜNF gleiche „O-Vokale“ in ein Wort zu packen?) angekommen, stießen wir auch prompt auf den Abbrennplatz und waren schon vom Auto erstaunt, wie voll dieses große Feld mit Mörsern gepflastert war. Wir bogen in eine Seitenstraße und betrachteten den noch im vollen Gange befindlichen Aufbau von der Seite. Jede Menge kleine Kaliber, einige sehr große Kaliber und wenige extrem hohe Rohre zeigten zweifellos, dass wir in Italien angekommen waren. Das dazugehörige Fest („Festa Patronali San Rocco“) spielte sich in der Stadt auf dem Berg ab. Hierzu zählen, ähnlich wie in Malta, hübsch geschmückte Gassen, Fassaden und Gebäude, kleine Stände, Bühnen und aller Art Fressalien. Meine immer stärker juckenden und auch nicht mehr allzu harmlos aussehenden Mückenstiche brachten uns zunächst zu einer Apotheke, in der ich mir eine helfende Salbe sowie ein Anti-Mücken-Spray erhoffte. Die Apothekerin sprach jedoch kein Englisch, weshalb ich ihr mein Anliegen mit affigen „Summ-Summ-“ und „Piks-Piks-Geräuschen“ sowie wildem Gefuchtel versuchte, nahe zu bringen. Das Ende vom Lied war, dass ich bzw. wir für teuer Geld zwei Artikel kauften, die präventiv wie kurativ helfen sollten, dies aber nur bedingt taten. Egal, wir hatten Hunger und wollten geile Feuerwerke sehen, also weiter.

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    Nach kurzer Recherche machten wir eine gut bewertete Pizzeria aus und fragten völlig underdressed nach zwei Sitzplätzen. Wir haben uns umgeben von all der Schickeria wirklich etwas unwohl gefühlt und versucht, all das mit bestem Benehmen und Höflichkeit wieder wett zu machen. Das Restaurant war absolut schick und hatte ein ganz tolles Flair, zudem waren Essen und Trinken sehr lecker. Wir machten uns ein bisschen Gedanken, denn zwei Unbekannte standen uns bevor: bleiben die Italiener ihrer Unpünktlichkeit hinsichtlich des Startzeitpunktes treu oder starten sie früher? Und wo parken wir, sodass wir einen bestmöglichen Schauplatz bekommen? Um 23 Uhr sollte es losgehen und wir lagen gut in der Zeit. Man möchte meinen, dass die südländische Kultur locker mit dem Thema Sicherheitsabstand umgeht – Pustekuchen! Zumindest hier im Osten Italiens. Weit vor dem Abbrennplatz standen Straßensperren samt Polizei oder Security, die uns keinesfalls passieren ließen. Unser Auto war längst abseits geparkt, also waren wir auf unsere zwei bzw. vier Beine angewiesen. Es waren noch viele hunderte Meter bis zu den Feuerwerken, sodass wir langsam in Panik gerieten und etwas ratlos umher irrten.

    Der weite Weg, all die Strapazen und auch das investierte Geld für diesen Trip waren es nicht wert, drei riesige Feuerwerke aus einer kaum wirkenden Entfernung anzuschauen. Uns blieb nur eine Option: querfeldein. Vorbei an abgelegenen Grundstücken, Obstgärten, kleinen Wäldern, Mauern, Dornensträuchern und Äckern rannten wir wie auf der Flucht. Alles abenteuerlich, nicht ganz korrekt, aber noch im Rahmen. Hätte es da nicht kurz vorher lange und intensiv geregnet. Unsere Schuhe waren ab den ersten Metern mit Schlamm und Lehm vereint und nahmen an Größe und Gewicht immer weiter zu. Meine Schuhe habe ich bis heute nicht wieder blitzeblank bekommen. Und es kam, wie es kommen musste: der erste Salut war zu hören und wir waren noch viel zu weit weg. Als wäre der Teufel hinter uns her, rannten wir um unser Leben und das alles für – genau – für ein bisschen Feuerwerk. Am Himmel bahnte sich außerdem ein fettes Gewitter an, das sich durch intensives Wetterleuchten drohend ankündigte.

    Endlich, eine Straße in Sicht. Wir endeten an einem einzelnen Grundstück, auf dessen sich eine kleine private Feier abspielte. Die Gäste bestaunten das Feuerwerk von Hof und Balkon aus. Kurz davor stand die Feuerwehr und Security, die den Weg versperrten. Wir durften hier also stehen. Warum so viele hunderte Meter vorher bereits abgesperrt wurde? Keine Ahnung. Wir hatten super Sicht und lediglich einen Baum vor uns. Die Frage, ob wir zum Filmen nur fünf Meter vor dürften, wurde verneint. Drei Teams traten an diesem Abend gegeneinander an: Bruscella, Romano und Senatore (die Reihenfolge ist mir entfallen). Das erste Feuerwerk brillierte gerade am Himmel und wir wurden direkt abgeholt. Das war ganz anders als Malta. Nicht schlechter, auch nicht besser, einfach anders. Einfach mehr auf die Fresse. Zwischenzeitlich hatte es recht ordentlich angefangen zu regnen – so dachte ich jedenfalls. Aber nach einigen Minuten habe ich schlauer Fuchs gemerkt, dass das lediglich Fallout ist, der glühend oder nicht auf uns hinab rieselte. Selbst viele, viele Meter hinter uns lagen später noch große, glühende Pappreste.

    Alle drei Firmen zeigten atemberaubende Feuerwerke auf extrem hohen Niveau. Da jagte eine Stutata die andere, da war eine Fermata schöner als die andere, da war eine Kugelbombe fülliger, imposanter und druckvoller als die andere und da war fast jedes Finale gleich krank. Wir brachen regelmäßig in Jubel aus und sorgten sicherlich für Aufsehen bei den Nachbarn. Viel näher wollten wir auch gar nicht dran sein; der fluchtartige und dreckige Springt hatte sich so oder so gelohnt. Nach einem langen, aber gemütlichen Heimweg zum Auto, fuhren wir zu unserer sehr urigen, romantischen und idyllischen Unterkunft. Da war es fast schade, dass Doppelbett mit dem männlichen Dani teilen zu müssen. ;)

    Am nächsten Tag, dem Freitag, mussten wir so früh raus, dass wir gar nicht mehr in der Lage waren, das besondere Frühstück der Hausdame( n ) in Anspruch zu nehmen. Vor allem die jüngere Chefin war etwas enttäuscht und hat nicht verstanden, warum wir sie nicht über unsere Abreise informiert hatten, sie wäre doch selbstverständlich früher aufgestanden. Wir hätten das etwas anmaßend gefunden und holten uns unser Frühstück auf dem Weg nach Siano.

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    Nachdem wir getankt hatten, fuhren wir wieder entlang schöner Landschaften und freuten uns auf das „Siano S'Illumina“ mit seinem berühmten Feuerwerkswettbewerb „Palio dei fuochi d'artificio“ auf dem Berg. Außerdem sollten wir ein Tagesfeuerwerk um 11 Uhr sehen (daher die frühe Abreise), eine „Batteria Sanseverese“, eine seltene Schwarzpulver-Zerstörung in Form der „Grande Mascolata“ sowie eine musiksynchrone Beleuchtung namens „Accensione Luminare“. Wir kamen mehr oder weniger pünktlich bei bestem Wetter an, erwarben günstig ein Parkticket und warteten auf einem Schotterplatz unten am Berg auf das bzw. die Tagesfeuerwerke.

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat es durch extreme Brände im vergangenen Jahr Probleme mit der Feuerwerksveranstaltung auf dem Berg gegeben. Wir waren gespannt, denn es war heiß, trocken und der Berg voller Feuerwerk. Zeitlich wurde diesmal nicht zu früh, sondern deutlich zu spät gezündet. Aber in der Sonne unter einem Baum bei entspannter Atmosphäre lässt es sich ja aushalten. Wäre da nicht dieser kleine Junge gewesen, der unbedingt unser Freund werden wollte, wir ihn aber leider einfach nicht verstehen konnte und er das nicht verstanden hat. So wurden wir permanent auf italienisch bequatscht und kamen aus dieser Lage nicht so wirklich raus. Selbst der Google Translator hat nicht geholfen, denn nach einem kurzen Nicken stellte er die nächste Frage. Schon ein süßer Zwoggel.

    Auf einmal knallte es und der erste Mehrschlag-Zylinder breitete sich aus – und mit ihm der erste Brand. Wir wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. Die Stoppine hatte ausgereicht, um ein ordentliches Feuer in Gang zu setzen. Pause. Löscharbeiten. Irgendwann ging es weiter und jedes Team kam einmal an die Reihe. Saluts, erwähnte Mehrschlag-Zylinder und farbige Rauchbomben ergaben ein tolles (Klang-)Bild, wobei die komplette Eskalation erst einmal ausblieb. Schön anzusehen war es trotzdem und so ein ganz bisschen hat es uns an unsere vielen Sessions in Malta erinnert, auch wenn die Bomben sich etwas unterscheiden. Der Berg stand nach dem Spektakel über weite Strecken in Flammen und die Feuer breiteten sich aus. Die Feuerwehr tat ihr Bestes und konnte die Brände zumindest eindämmen. Wir waren skeptisch, ob die abendlichen und deutlich größeren sowie mit tiefziehenden Effekten bestückten Feuerwerke eventuell abgesagt werden würden. In Deutschland wäre das eine glasklare Sache gewesen…

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    Weiter ging es am Nachmittag mit der Batteria. Auf einer tiefer gelegten Wiese sah man die typischen „Wäscheleinen“ und Mörser stehen. In einem „U“ versammelten sich die Zuschauer, was der Polizei nicht gefiel. Denn man ist in Italien wirklich nicht (mehr) so entspannt. Auch wir mussten einige Schritte weiter nach vorne gehen und den Sicherheitsabstand vergrößern. Für mich war es die erste Batteria dieser Art und ich war respektvoll gespannt. Zeitgleich begann es etwas zu regnen, was für die späteren Feuerwerke auf dem Berg ganz gut, für uns eher nicht so gut war. Zum Glück hielt es sich aber sehr im Rahmen. Der werte Pyrotechniker zündete schließlich die nach oben gelegte Lunte und rannte sofort nach unten aufs Feld ins Getümmel. Die Show bahnte sich ihren Weg und bot mit viel Boden- und Höhenfeuerwerk viel Abwechslung. Schnelle Blitz-Reihen, heftige Saluts, farbige Rauch-Saluts (ich muss echt ein paar Vokabeln lernen) und ein Finale, dass die Hosen nicht nur metaphorisch hat flattern lassen. Da kann man ja nur ausrasten und zitternd das Salutfinale am Himmel weiter filmen. War das eine Gaudi! Muss man unbedingt erlebt haben, kommt auf Video schon heftig rüber, knallt in echt aber zig mal mehr.

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    Fast alle Zuschauer zogen nun gemächlich in die Stadt, um die abendliche Mascolata zu sehen. Man muss mal dazu sagen, dass die Zuschaueranzahl sowohl in Malta als auch in Italien sowas von überschaubar sind. Das steht in absolut gar keinem Verhältnis zu dem Gebotenen. Da haben die Kölner Lichter fast eine Million Besucher und hier sind es einige Hundert oder wenige Tausend und die bekommen ein Tagesprogramm an Feuerwerk, wonach sich jeder Freak von uns die Finger leckt. Man fühlt sich wie in einer eigenen Welt, zu der nur wenige Zugang haben und gleichzeitig denkt man sich: „wie schade, das hätte alles viel mehr Zuschauer verdient“. Aber vielleicht bleibt es deshalb auch so gesittet und familiär, ich will mich gar nicht beschweren.

    Am Platz in der Innenstadt angekommen war die Mascolata noch nicht mal aufgebaut. Allmählich begann man damit, die mit Schwarzpulver gefüllten kleinen und großen Kegel sowie die langen mit kleinen Löchern gestanzten „Schienen“ auf dem Platz nach einem ganz besonderen Muster aufzustellen. Man merkte, dass die Herren wussten, was sie hier taten. Hand in Hand ergab das Gebilde schnell eine Struktur. Als Zündwerkzeug dienen lange Bambus ähnliche Stäbe, die vorne starke Bränder befestigt haben und an jedem Schwarzpulver gefüllten Objekt bis zum Knall vom Verantwortlichen Pyro vorbei gezogen werden. Wir wurden schon wieder von Mücken geplagt und waren uns gerade am Präventiv-Spray einsprühen, als es plötzlich losging. Und wie es losging. Hektisch steckte ich mir die Ohropax in die Ohren und hielt mit der Kamera drauf. Sowas geiles habe ich lange nicht erlebt. Keine fünf Meter Abstand hatten wir zu den nächsten Effekten und zuckten immer wieder vor Schreck zusammen. Die kleinen Kegel knallen schon wie blöd, aber wenn die mittleren und zum Schluss die ganz großen folgten, hat selbst das Schild vor uns vibriert. Das Finale bilden zwei lange Strecken, die erst gejoggt und dann gesprintet mit dem riesigen Streichholz tangiert werden. Dann folgen fünf absolut kranke Schlussschläge, alles ist voller Rauch, die Menge tobt und der Pyro lässt sich exzentrisch feiern. Auch hier: muss man erlebt haben, bringt kein Handy- und kein professionelles Video rüber. Nüchtern betrachtet etwas Banane – wie eigentlich so vieles hier – aber trotzdem sau geil und ein Lächeln ins Gesicht zaubernd, das erst mal bleibt.

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    Ich merke gerade erst beim Schreiben, wie vollgeladen dieser Tag doch war. Wir hatten Hunger und gönnten uns – wie kann es anders sein – ein sowas von leckeres italienisches Eis. Es folgte die Accensione Luminare, eine feuerwerksarme Lichtshow, abgestimmt auf die Musik. Wir wussten nicht so genau, was wir erwarten sollten und waren daher eher ent- als gespannt. Tja, unverhofft kommt oft. Zu vielen Liedern unterschiedlicher Genres tanzten tausende von Lichtern synchron im Takt. Dazu die filigrane und helle Fassaden-Beleuchtung der Stadt im Hintergrund. Wir waren super gut unterhalten und voll des Lobes über diese Luminare. Es muss nicht immer knallen und es muss nicht immer rauchen, es kann auch mal alternativ echt schön und fast schon umwerfend sein. Obwohl die Show echt lange ging, hätten wir uns problemlos und voller Freude weitere Songs gegeben.

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    Nun wurde es ernst und der pyrotechnische Abschluss unserer einwöchigen Reise stand bevor. Mit einem Bier oder Radler machten wir es uns am Fuße des Berges bequem und warteten gespannt auf den finalen Feuerwerkswettbewerb, der aus einer Eröffnungsshow und drei bewerteten Feuerwerken bestand. Folgende Firmen schossen an diesem Abend: Ugo Lieto Fireworks, Pepe Luca & Figli, F.lli Di Candia, Russo & Albano. Mir sagten die wenigsten Firmen etwas, aber ich muss ja auch noch ein paar Vokabeln lernen. Wir waren vor allem auf die möglichen Brände gespannt und hofften, dass der Regen präventiv besser wirkte als unser Mückenspray. Ich kann vorweg greifen, dass es komischerweise zu keinem weiteren Brand kam. Fast schon unerklärlich, wenn man bedenkt, dass am Tag schon eine Stoppine genug Potenzial für einen großflächigen Brand hatte.

    Was soll ich sagen? Wir waren etwas weiter weg als in Locorotondo, doch die Perspektive und Kulisse mit dem Berg war mega. Jedes Team startete mit einer gewaltigen Stepper-Einlage und zeigte dann feinste italienische Ware, die immer wieder mit Highlights gespickt war. Ich habe noch nie solche krassen Blinker-Bomben gesehen. Eine Dichte, eine Fülle, ein kreisrundes, riesiges, nicht enden wollendes Blinker-Meer, das mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Aber auch die ganzen Zylinder und riesigen Kugelbomben waren wieder so stunning, um mal anglizistisch zu Werke zu gehen. Das letzte Team hatte dann definitiv Hummeln im Hintern. Eine gefühlt doppelte Feuerrate, ein insanes Opening mit reichlich Salut und ein kesselndes Finale. Wenn man so will, der italienische Steffes-Ollig. Wir hatten noch die Option, das letzte Feuerwerk auszulassen und mit dem Auto ein Stückchen weiter für ein nahe gelegenes Pyromusical zu fahren. Wir entschieden uns aber, den Wettbewerb ganz anzuschauen und unsere erlebte Feuerwerksflut in Ruhe ausklingen und nicht unnötig im Stress überfrachten zu lassen.

    Anschließend aßen wir noch eine Kleinigkeit auf dem Fest, fuhren zu unserer klimatisierten Unterkunft und traten am nächsten Morgen, dem Samstag, die smarte Heimreise nach Neapel an (welch geniales Wortspiel). Frisch getankt stellten wir unser liebes Autochen ab und warteten auf den Zug nach Rom, denn von dort sollte unser Flug zurück nach Baden-Baden gehen. Die eine Stunde Zugfahrt verging wie im Flug und sorgte für eine kurze Erholung. Mittlerweile taten meine Stiche so weh, dass ich kaum noch laufen konnte. Was für aggressive Mistviecher! Deshalb machte mir das kurze Sightseeing von Rom – allen voran des Colosseums – nur bedingt Spaß. Egal, irgendwann haben wir es geschafft, wollten uns in den Flieger setzen und endlich wieder im ruhigen Deutschland ankommen. Schon wieder Pustekuchen! Das Glück vom Hinflug musste ja ausgeglichen werden und so wurde eine erste Verspätung unserer Ryanair-Maschine angezeigt. Wir vermuteten das Unwetter draußen, erhielten aber keine eindeutigen Hinweise. Aus einer halben Stunde Verspätung wurde eine, wurden zwei, wurden fast vier. Wir kauften uns ein Quartett und spielten und warteten und spielten und warteten und.. Dani hat alles gewonnen, war mir aber egal. Irgendwann war der Flieger da und wir nach einer anschließenden Autofahrt zuhause.
    Ja, der letzte Absatz liest sich anstrengend und das war es auch. Ich besuchte – wie bereits erwähnt – noch die glücklicherweise auf meinem Weg liegende Nachtdienst-Apotheke und bekam dankenswerter Weise hilfreiche Arznei gegen meine bösen Stiche. Danach fiel ich ins Bett und machte mich am nächsten Morgen gleich an die Sichtung des schier endlosen Videomaterials.

    Rückblickend betrachtet war dieser Trip eine sehr geile Zeit mit sehr coolen Typen. Wir haben uns alle top verstanden, viel gelacht und diesen „Urlaub“ einfach intensiv genossen. Dass im April wieder eine Reise geplant ist – diesmal nach Sizilien – zeigt offensichtlich, wie süchtig dieser Pyro-Tourismus (ich mag das Wort ja gar nicht) macht, wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs und der richtigen Einstellung bzw. Leidenschaft dabei ist.
    Malta und Italien sind beide auf ihre Art und Weise reizvoll und das nicht nur wegen ihrer Feuerwerkskultur. Malta ist die Wüste, Italien mehr die Oase. In Malta kommt man dem Feuerwerk und den Ausführenden noch deutlich näher als in (diesem Teil von) Italien. Allerdings wiederholt sich das Schema in Malta irgendwann und irgendwann ist die siebenhundertdreiundzwanzigste Tagesbombe dann doch nicht mehr so spannend wie noch am ersten Tag. Mein Gott, sind wir verwöhnt. Wer Feuerwerke genießen will – gerne auch Bombe für Bombe – und ein Weltklasse Pyromusical an einem überdimensionalen Turm sehen will, mehr auf Klasse als auf Masse steht, wird sich in Malta pudel wohl fühlen. Ein Inferno darf man in Malta nicht erwarten. Malta hat zig Fabriken, Malta hat zum Festa Santa Marija eine unzählige Menge an Feuerwerk, aber die Maltester möchten einfach genießen und das ist auch völlig in Ordnung so. Soll es dann aber mal ein bisschen heftiger und intensiver zur Sache gehen, mit Finals, die einem die Augen zerblitzen oder die Falten (welche Falten?) aus dem Gesicht prügeln, dann fahrt oder fliegt nach Italien. Wir haben beide Stationen auf unserer Tour geliebt und in höchstem Maße wert geschätzt. Wir wissen um die Arbeit dahinter und sind dankbar für jede Bombe, für jeden Effekt und für jede Mühe – es war uns ein Fest(a)! :)

    Jetzt habe ich so viel geschrieben. Ist überhaupt noch jemand dabei? Last and absoluteley not least steht nämlich das Herzstück dieses Berichts – das Video. Seit August sitze ich – mit kurzen Pausen – daran und bin am gestrigen Sonntag endlich fertig geworden. Ungefähr 1.000 Szenen habe ich in Malta und Italien mit meinem kleinen Camcorder aufgenommen. Alleine die Sichtung und Auswahl der besten Szenen hat mich extrem viel Zeit und Nerven gekostet. Ich beschäftige mich nun seit über 15 Jahren mit der Videobearbeitung und habe die Freude an audiovisuellen Erinnerungsstücken, die passend zur Musik geschnitten sind, noch lange nicht verloren. So habe ich ein bewegtes Bilderbuch, das ich immer wieder zücken kann, um mir wunderschöne Erlebnisse wieder so nah wie möglich vor Augen zu führen. Wenn ich damit meine mitgereisten Freunde und sogar Außenstehende – wie in diesem Fall Euch Forianer – auch noch erfreuen kann, dann gibt mir das eine ganze Menge zurück.

    Daher tut mir den Gefallen und schaut dieses Video nicht mal nebenbei auf dem Handy, sondern bestmöglich an einem großen Bildschirm mit aufgedrehtem Ton. Wichtig: Leider habe ich mit der Kamera offenbar ein Problem mit der Schärfe. Mir ist es zu spät aufgefallen, dass sowohl im manuellen als auch im automatischen Fokus viele Szenen unscharf aufgenommen wurden. Dass es ausgerechnet den Tower of Light volle Kanne erwischen musste, tut weh. Ich habe ihn trotzdem mit rein genommen und bitte Euch, mir manch unscharfe Szene zu verzeihen.



    Jetzt aber viel Spaß damit, ich habe fertig!

    Danke
    Timo
     
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  2. Kraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaassssss, unglaublich.
    Jetzt erst einmal in Ruhe genießen, Dein Bericht ist rein aufwandsmäßig schon der absolute Wahnsinn, danke für Deine 8 Stunden, 10, 20? Das muss ich mir ganz sorgfältig anschauen. Daaaaaanke!
     
    TOMQX, Jürgen, HoPa und einer weiteren Person gefällt das.
  3. Danke für die Verlinkung !!!

    Solch Berichte darf man einfach nicht verpassen und somit weiß ich jetzt schon, was ich morgen genießen werde.
     
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  4. :phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka::phantastic::applause::schacka:

    Also wirklich Hut ab für das mega, mega, gelungene Video!
    Was da für eine Wahnsinns Arbeit hinter steckt, Wahnsinn!
    Ich bin ehrlich, den sehr, sehr langen umfangreichen Text habe ich nicht gelesen,
    da werde ich wohl auch leider nicht so schnell zu kommen.
    Ich vermute, das ich in diesem Jahr noch nicht so viele Worte hier im Forum geschrieben hatte. ;)
    Mir fehlen echt die passenden Worte, denn ich bin immer noch geflasht von dem Video.

    Dankeschön!

    Viele Grüße
    Scherzartikel


    .
     
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  5. Was für ein gooooooooiiiiiiler Schnitt. Wie sagen die Profis im Filmbusiness? Nicht die Kamera macht den Film, sondern der Inhalt + Schnitt - trifft hier absolut zu, anschauen, und zwar vollständig von Start bis zum Ende!
     
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  6. Tolles Video. Danke! Das einzige was mich stört ist die Musik, aber das ist Geschmackssache.
     
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  7. Also ich finde die Musik ziemlich passen, halt sehr Episch! Ist wie gesagt Geschmackssache.
     
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  8. @HoPa Super, dass Du mich für Deinen diesjährigen Bericht verlinkt hast.

    Und um auf Deine Frage "Ist überhaupt noch jemand dabei?" zu antworten: Ja! bin ich. Deinen Bericht habe ich geradezu verschlungen. Das müssen echt intensive Eindrücke gewesen sein.

    Da ich momentan Urlaub habe, werde ich mir Dein Video morgen in aller Ruhe ansehen und genießen, was Du so hart erarbeitet hast.
     
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  9. #9 PyroWolle, 11. Dez. 2018
    Zuletzt bearbeitet: 11. Dez. 2018
    Ich bin gestern auf Deinen Bericht gestoßen und hob ihn mir bewusst für heute auf. Gestern Abend konnte ich aber doch nicht mehr abwarten, und genoss dein Video auf der Couch sitzend über den Fernsehr.... Gut, dass ich mir vor kurzem eine Surroundanlage zugelegt habe, die dem Video den nötigen Druck verlieh. (Sehen meine Nachbarn beistimmt etwas anderes, aber egal :D)

    Das Video war einfach grandios. Die Szenen haben mich sofort gepackt und einige haben mir sogar Gänsehaut bereitet... Wenn mir das auf der Couch passiert, wie müsst ihr das dann erst vor Ort erlebt haben....

    Dein Bericht ist einfach erstklassig. Solche Berichte werden immer seltener, da freut es uns denke ich alle doch sehr, einen so detaillierten und mühevoll erarbeiteten Eindruck vermittelt zu bekommen... Ich konnte nicht aufhören zu lesen....

    Ich durfte auch bereits in den Genuss des Maltesischen Flairs kommen, jedoch blieb mir der Tower of Lights bisher verwehrt.
    Es ist einfach eine ganz andere Lebensweise und Atmosphäre, die man einfach selbst erleben muss und sollte.

    Danke Timo für deine tolle Arbeit :applause:
     
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  10. Das Video ist einfach nur Mega!
    Welches Schnittsystem setzt du ein?
    Komplett manuell oder Assistenten gestützter Schnitt? (für den Musiksynchronen Schnitt)
     
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  11. Zunächst einmal herzlichen Dank an Euch alle für das in dieser turbulenten Zeit so zahlreiche und ausführliche Feedback! :)

    Den Bericht habe ich in ungefähr 6-7 Stunden geschrieben, beim Video landen wir im dreistelligen Bereich.

    Ja, die Musik an sich passt meinem Geschmack nach schon sehr gut, aber über vier Songs war es vielleicht etwas drüber. Ich habe zwar darauf geachtet, möglichst unterschiedliche Stücke aus diesem Genre zu verwenden, aber sie gleichen sich ja doch im Kern.
    Beim nächsten Mal werde ich sicherlich etwas mehr experimentieren, da schwebt mir schon das ein oder andere vor.

    Ich verwende aktuell Sony Vegas Pro 14.0. Den Schnitt mache ich komplett manuell. Hier kommt mir mein extremer Perfektionismus wohl zugute, der an anderer Stelle in meinem Leben nicht immer sein müsste...
     
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  12. ALTER FALTER!!!
    Nicht nur die Feuerwerke allein in Malta sind der Hammer, sondern auch dein Bericht mit dem 1A Video!
    Vielen Dank für die ganze Mühe :) Du hast uns ja schon persönlich total angefixt, dass wir unbedingt auch mal nach Malta müssen.

    So viel Spaß es auch macht die ganzen Geschichten zu lesen, finde ich den Text doch etwas lang.
    Eigentlich müsste man so einen Beitrag im Forum anpinnen. Ich glaube jeder Feuerwerksfan hat Spaß daran und kann gut nachvollziehen wie toll so ein Ausflug nach Malta sein muss.
     
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  13. Das ist mal ein mächtiger Bericht... Danke dafür bzw. für die investierte Zeit. Macht direkt Lust sich das in Malta mal selbst anzusehen... :)
    Ehrlich gesagt fühlt man sich aber fast ein wenig "erschlagen" davon. Kann auch einer der Gründe sein, dass die Rückmeldung eher gering ausgefallen ist. V.a. wenn man den enormen Aufwand den du dir gemacht hast mal mit einbezieht. Ich z.B. hab den Bericht am ersten Tag gleich entdeckt, hatte aber jetzt erst Zeit und Lust ihn mir durchzulesen.

    Auch das Video ist dir echt gut gelungen. :)
    Man merkt deutlich, wie sehr das Videomaterial an der Musik klebt und das auch über weite Strecken sehr passend... Evtl. aber sogar fast schon ein bisschen zu viel. Es erzeugt bei mir zumindest ein klein wenig ein "gestresstes" bzw. "erzwungenes" Gefühl beim Ansehen... ;)
    Da solche Art von Videos (sehr synchroner Schnitt zur Musik) aber eher die Ausnahme darstellen, freut es mich aber, dass du dich für diese Art entschieden hast.
    Evtl. hat man dafür beim Videoschnitt auch eine Vorliebe, wenn man gerne und viel in diesem "Bereich" zu tun hat und da auch mit Herzblut dabei ist (wie z.B. dem Erstellen von professionellen und emotionalen musiksynchronen Feuerwerken - was bei dir auf jeden Fall der Fall ist, wenn man dein bzw. euer letztes öffentliches Feuerwerk in Wiesentheid gesehen hat).
    Ich pers. hatte bei selbst erstellten Videos für diese Art von Videoschnitt auch immer eine große Vorliebe bzw. hab fast ausschließlich so geschnitten, wenn ich mir meine eigenen (nicht pyrotechnischen) Videos so ansehe. Somit weiß ich auch, dass das in der Regel einen enormen Mehraufwand zum klassichen, lediglich untermalenden Videoschnitt bedeutet, den man jedes mal aufs Neue wieder unterschätzt (Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum die meisten Videos/Filme nicht komplett synchron ausgerichtet sind)... ;)

    Gruß
    Martin
     
  14. Vielen Dank für Lob und Kritik!

    Wenn es Gleichgesinnte gibt, die sich an so einem langen Erfahrungsbericht, dann hier – so dachte ich. Sicherlich ist es ein ganz schöner Roman geworden, der mich als Außenstehender auch zunächst erschlagen würde. Mir lag es einfach am Herzen, Euch so nah wie möglich mitzunehmen.

    Auch das Video ist kein Kurzclip geworden, vereint aber alle Highlights und mir wichtigen Szenen. Die absolute Musiksynchronität ist mein höchster Anspruch und davon weiche ich – trotz intensivem Zeit- und Arbeitsaufwand – auch nicht ab. Mir gibt das am Ende unendlich viel. Sicherlich sieht man hier Parallelen zu unseren Musikfeuerwerken. Die gute alte Perfektion. ;)
     
    TOMQX und Feuer_und_Flamme! gefällt das.
  15. Kurz und knapp: WOW! Danke. :shok::applause:

    Bin gerade über den Bericht gestolpert und habe Ihn verschlungen. Werde ihn mit Sicherheit auch nochmal lesen. Das inspiriert :D

    Nach dem Lesen dann das Video geschaut, da sieht man schon das ein oder andere mal die beschriebenen Emotionen deutlich in euren Gesichtern. So sieht pure Freude aus! :)

    Klasse!
     
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