Verabredung [Wichtig für alle] Das Feuerwerk-Forum gegen Goliath

Dieses Thema im Forum "Termine, Neuigkeiten" wurde erstellt von HoPa, 31. Juli 2019.

  1. #876 Blast Maniac, 27. Aug. 2020
    Zuletzt bearbeitet: 27. Aug. 2020
    Natürlich, diese frei öffentlichen Umfragen können manipuliert werden indem ganze Wellen von Forumsmitgliedern abstimmen und somit die Abstimmung auf ihre Seite ziehen.
    Auf der einen Seite sind wenige Aussenstehende die daran teilnehmen, auf der anderen Seite eine ganze Forums-Division.
    Das gleiche gilt auch bei politischen Umfragen.
    Hier müsste eine Ausgewogenheit herrschen um zu einem 100 prozentigen realitätsnahen Ergebnis zu kommen.

    Es gab schon viele Experimente die Bestätigen das sich Personen in einer gemischten Gruppe gegen ihren eigenen Willen entschieden haben, weil sie bei der Abstimmung in der Unterzahl waren.
    Prominente sagen in der Öffentlichkeit nicht mehr ihre eigene Meinung sondern nur noch die Meinung die sie vorgehalten bekommen.
    Sagt man "A" geht die eine Gruppe auf sie los, sagt man "B" die andere.
     
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  2. 60 zu 40 für uns.
    Aber mal wieder 4200 to Feinstaub und hochgradig gefährliche Chemikalien, mal wieder die DHU zitiert und mit falschem Wissensstand :confused:
     
  3. Ich zitiere mich mal - denke der Post oben bezieht sich darauf.

     
  4. ...gerade nochmal drüber gestolpert:
    Deutsche Umwelthilfe DUH prüft Klage gegen Silvester Feuerwerk wegen Feinstaub - manager magazin - Politik

    Zum einen hat die DUH anfangs, offensichtlich einen anderen Ton angeschlagen, von dem sie dann ein wenig runter gekommen ist...

    ...zum anderen sehe ich es jetzt deutlich:

    Klagen, Abmahnen, Geld verdienen!

    Das klappt nicht? Keine gesetzliche Grundlage?

    Na dann sehen wir halt zu, das wir eine Grundlage (Gesetzsänderung) für unser Gewerbe schaffen!


    – weitersagen –
     
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  5. https://www.youtube.com/watch?v=m8hbPkU-wlU

    Ich bin mal gespannt ob und in wiefern sich das auf die Machenschaften der DUH auswirken wird
     
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  6. Hat jemand zufällig ein paar aussagekräftige Quellen bzgl. CO2-Belastung durch Feuerwerk zur Hand? Zuletzt dreht sich die Debatte ja fast ausschließlich um Feinstaub.

    Am Sonntag ist OB-Stichwahl in meiner Stadt und ich möchte vorher das Gespräch mit der Grünen Kandidatin zum Thema suchen, da ein Verbot Teil ihres Programms ist. Darin wird auch CO2 als Begründung angeführt.
     
  7. #883 Excalibur75, 24. Sep. 2020
    Zuletzt bearbeitet: 24. Sep. 2020
    Kohlendioxid(CO2)-Emissionen aus Feuerwerkskörpern sind nach Schätzungen des Umweltbundesamtes von geringer Bedeutung. Feuerwerkskörper enthalten zu rund einem Drittel Schwarzpulver. Bei einem Emissionsfaktor von 50g CO2 pro 100g Schwarzpulver ergibt sich eine Emission von ca. 7.200 Tonnen CO2. Dies ist ein Anteil von 0,0008% an den deutschen Treibhausgasemissionen.

    Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/site.../hgp_wenn_die_luft_zum_schneiden_ist_2019.pdf

    In dieser wird auch der Feinstaubanteil beschrieben. Die darin enthalten Werte tauchen jetzt auch gerne bei unseren "Freunden" der DUH auf. Inhaltlich wird auch der VPI genannt, die auf geringere Feinstaubbelastung hinweisen....die Daten werden noch geprüft heißt es.

    Zum kleinen Vergleich bezüglich CO2. Mein morgendlicher Wegweiser nach Hamburg (die Rauchsäule :D) des Kohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg verursacht alleine, volle Auslastung vorausgesetzt, ca. 8,5 Millionen Tonnen CO2 jährlich !!!! Damit die ganzen Yuppies schön auf ihren E-Bikes oder E-Rollern ins Büro gleiten können, oder noch schlimmer, zur FFF-Demo zum Rathaus fahren können. Bei dieser ganzen Doppelmoral könnte ich im Strahl kotzen, ehrlich
     
  8. @spezialeffekte glaube ich hatte da mal einen schönen Vergleich. Da ging es um den CO2 Ausstoß vom Feuerwerk der Kölner Lichter. Dieser war meine ich so hoch wie 200 gebrauchte Zigaretten, wenn ich mich richtig erinnere.
     
  9. Auf die Schnelle:
    Politik-News - Fakten statt Fiktion
    Züri-Fäscht: Der CO2-Ausstoss ist geringer als gedacht
    CO2-Bilanz: 1h Feuerwerk belastet Klima gleich wie 1h surfen

    CO2 und Feinstaub - Wie schädlich ist Feuerwerk?
     
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  10. #886 D-Böller, 26. Sep. 2020
    Zuletzt bearbeitet: 27. Sep. 2020
    Danke @Excalibur75 und @derVolk, das war hilfreich! Ich habe mich heute im Politikdialog versucht.

    Unterm Strich: Die Pläne, dass durch eine Änderung des SprengG ("reine Knallwirkung") eine Einschränkung auf kommunaler Ebene ermöglicht werden soll scheinen sich zu bestätigen. Aber: Offenheit für eine Neubeurteilung der Sachlage, wenn es stichhaltige Belege gibt. Natürlich erstmal Skepsis gegenüber der VPI-Studie, weil durch den betroffenen Interensverband finanziert. Überraschung darüber, dass es Wahlberechtigte gibt, die begeistert und verantwortungsvoll mit Feuerwerk umgehen und denen die Sache wichtig ist. Also sprecht mit euren Volksvertreter/innen!

    Ich habe darauf eine Mail geschrieben, welche die aussagekräftigsten Informationen m. E. zusammenfasst und deren Mittelteil gerne von anderen genutzt werden kann:

    Die Studie des Umweltbundesamts (UBA) nimmt für die Quantifizierung der durch Feuerwerk verursachten Feinstaubmenge einen Standardemissionsfaktor von 99,92 kg PM10/t Feuerwerkskörper (pyrotechnischer Satz + Baukörper) an. Wie aus dem EMEP/EEA Air Pollutant Emission Inventory Guidebook 2019 hervorgeht, basiert dieser auf Schätzungen aus den Jahren 2002 und 2012, dessen Methodik nicht eindeutig nachzuvollziehen ist. Unter der Annahme, 43.000t eingeführtes Feuerwerk würden vollständig abgebrannt kommt das UBA auf eine Emission von 4.200t PM10 (2% der jährlichen Gesamtemissionen).

    Die
    Ergebnisse der VPI-Studie kommen auf der Basis von real gemessenen Werten beim Abbrand im geschlossenen Raum zu einem Emissionsfaktor von 286,2 kg PM10/ t pyrotechnischer Satz (ohne Baukörper). Unter Berücksichtigung der jährlichen Retouren ergibt sich für 2019 ein "Netto-Abbrand" von 5.159t und somit Emissionen von 1.477t PM10 (0,7% der jährlichen Gesamtemissionen).

    Obwohl - oder grade weil - Daten in die Studie des VPI eingingen, welche nur von der Industrie bereitgestellt werden können, hat auch das UBA die Methode als plausibel und "realitätsnäher" anerkannt und auch das
    Greenpeace Magazin hat sie für zitierfähig befunden.

    Bezüglich des Gesundheitsrisikos der in der Silvesternacht für wenige Stunden auftretenden Spitzenwerte verweise ich auf die Stellungnahmen des
    Max-Planck Instituts für Bildungsforschung, des Helmholtz-Zentrums München und des Deutschen Allergie- und Asthmabunds.

    Zur Quantifizierung der Kohlenstoffdioxid-Belastung durch Feuerwerk übernimmt das UBA einen Emissionsfaktor des Umwelt-Blogs "Treehugger" (50g CO2/100g pyrotechnischer Satz) und kommt zu der Einschätzung, dass "CO2-Emissionen aus Feuerwerkskörpern [..] von geringer Bedeutung sind (0,0008% der dt. THG-Emissionen)."

    Der VPI rechnet mit einem geringfügig niedrigeren Emissionsfaktor von 0,46t CO2/t pyrotechnischer Satz (ein drittel davon aus fossilen Quellen) und kommt Aufgrund einer ebenfalls niedrigeren Annahme bei den Gesamtemissionen auf einen Anteil von 0,0003% von Feuerwerk an dt. THG-Emissionen.


    Laut einer nicht im Orginal abrufbaren Studie von Allianz und LVM von 2007 mit halb so großem Emissionsfaktor (2300t CO2/10.000t Feuerwerk), könnte die Belastung für das Klima sogar nochmals niedriger liegen.

    Einen schönen Abend euch,

    D.
     
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  11. Wie gesagt, nutzt diese Zusammenstellung gerne um eure Städträte und MdBs anzuschreiben, insbesondere natürlich die Grünen unter ihnen. Als Feuerwerksnutzer/innen sind wir gegenüber der Politik bislang so gut wie unsichtbar und der VPI gilt (nachvollziehbarer Weise) vielen als nicht neutral.

    Mich würde außerdem die Allianz-Studie von 2007 interessieren. Der user @Falco hatte damals auch hier darauf verwiesen. Vielleicht lässt sie sich noch auftreiben?

    Dort heißt es: "Um Klarheit in Sachen Klimaschädigung zum Jahreswechsel zu gewinnen, hat die Allianz die 3C Consulting GmbH, eines der europaweit führenden Emissionshandels- und CO2-Asset-Management-Unternehmen beauftragt zu errechnen, wie hoch der Kohlendioxid-Ausstoß bei einem Silvesterfeuerwerk ist. Eine gute Nachricht: Der CO2-Wert beim Silvesterfeuerwerk ist vergleichsweise gering.

    Laut der Landwirtschaftlichen Versicherungsanstalt Münster 2002 verbrauchen die Deutschen rund 10.000 t Feuerwerkskörper zu Silvester. "Diese Menge Feuerwerk ergibt 2.100 Tonnen CO2. Somit entfallen auf jeden Deutschen anteilig 25 Gramm CO2 beim Silvesterfeuerwerk", erklärt Mara Zimen, Projektmanagerin bei 3C Consulting GmbH. In Anbetracht dessen, dass jeder Deutsche im Jahr rund 12 Tonnen Kohlendioxid freisetzt, fällt dieser Beitrag vergleichsweise gering aus. Die Menge von 12 Tonnen entspricht in etwa den CO2-Emissionen, die bei 50 Fahrten von München nach Berlin und wieder zurück mit einem Mittelklassewagen anfallen."
     
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  12. Gerade die aktuellen Nachrichten geben Anlass dazu...
    Im NRW haben Aachen, Bonn und Wuppertal nun grüne Bürgermeister...
     
  13. #889 D-Böller, 28. Sep. 2020
    Zuletzt bearbeitet: 28. Sep. 2020
    Wobei man sagen muss, dass das Verbot nicht in jeder Stadt Teil des Grünen Wahlprogramms war. In meiner Heimatstadt Münster stand dazu bspw. kein Wort davon drin. Aber schaden tut es sich nicht, wenn sich die Aachener, Wuppertaler und Bonner unter uns an ihre Bürgermeister/innen wenden. Grade in Wuppertal könnte das interessant werden. Als ehemaliger Leiter des Wuppertaler Klima-Instituts dürfte dem neuen OB an einer sachlichen und faktenbasierten Beurteilung gelegen sein.
     
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