Handhabung & Technik Zündsysteme

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von craig, 19. Feb. 2002.

  1. Hallo Leute,
    suche ein Zündsystem, welches folgende voraussetzungen habe sollte:

    - funkempfänger
    - pc-software für musiksnchrone zündungen
    - empfänger sollte möglichst viele kanäle haben
    - smpte fähig (showstart von mehrspurgerät mit timecode)
    - verzögerungen der shells sollten ausgerechnet werden
    (zündung -> zerlegung)
    - nicht nur mp3 files, sondern wenn möglich wav 44,1 kHz 16 bit
    (betrifft pc-software)

    habt ihr ein paar vorschläge für mich ? wäre über jede antwort dankbar :)

    auch gerne systeme aus übersee, kenne jedoch nicht sehr viele :(

    p.s.:wenn möglich sollte alles auch noch zahlbar sein (so bis 15000 €)


    danke vorab
     
  2. Funkzündsystem

    Hallo Craig,

    derzeit erfüllt unser System noch nicht alle Deine Anforderungen, aber wir sind auf dem besten Weg dazu.

    Vielleicht schaust Du Dir mal die Antworten zum Beitrag von Vision Effects in dieser Rubrik durch.

    Ich würde Dir gerne Infomaterial per Post und Testsoftware zusenden. Falls dies gewünscht wird, schicke mir ein eMail mit Deiner Anschrift an [email protected].


    Ralph Kränzle
    Galaxis Showtechnik
    www.galaxis-showtechnik.de
     
  3. #3 Techno, 19. Feb. 2002
    Zuletzt bearbeitet: 19. Feb. 2002
    Zündsysteme / Funkzündsystem

    Hallo Craig,

    in Ergänzung zu dem bereits von der Firma Galaxis gegeben Link könnten Dich vielleicht auch noch die beiden folgenden interessieren.


    PYRODIGIT von PYRO-ART

    bzw. dessen Kostenlose Präsentations-CD unter eMail abrufbar


    TX-70K/RX-70K von BLOW UP

    zu kontaktieren unter eMail



    Persönlich habe ich noch keines der System (inkl. Galaxis) praktisch eingesetzt.

    Zum PYRODIGIT ist zu sagen das es ein ganz neues System ist und die ersten wohl erst zu dieser Session an Kunden ausgeliefert werden und soweit ich verstanden habe Rückkanal fähig ist.

    Die Präsentations-CD ist ganz nett aber besteht nur aus einer Slide Show von Bildern und Präsentations-Folien aber für einen ersten Eindruck sehr empfehlenswert.


    Zum TX-70K/RX-70K ist zu sagen das es nicht Rückkanal fähig ist.

    Auf der Nürnberger Spielwarenmesse hatte ich dieses System zum ersten mal in echt gesehen und mich mit Herrn Mathe von BLOW UP ein wenig unterhalten.
    Was mich störte war das Fehlen des Rückkanals und die etwas rudimentäre Art und Weise wie die Empfänger Testfunktion implementiert wurde. Bei der Ansteuerung via Labtop fand ich es bemerkenswert das wohl nach starten des Programms bzw. der Sequenzen einige Arten von Unterbrechungen und/oder Sequenzänderungen möglich sind aber währen des Ablaufes der Sequenzen der Labtop die 100 % Kontrolle hat ohne weitergehende Manuale Dauerfreigabe. (Änderungen und Unterbrechungen primär dann über den Labtop via Maus oder Keyboard.)
    Die Art und Weise wie bei diesem System die einzelnen Kanalausgänge realisiert sind finde ich hingegen vorbildlich.
    Des weitern gibt es wohl auch kleinere Empfangseinheiten mit 20 Kanälen auf Anfrage zu haben.


    Deine preislichenvorstellangen sollte bei beiden dieser System je nach Kanalzahl und Ausbaustuffe hinkommen.


    Hoffe Dir geholfen zu haben, und gib uns doch bitte, hier im Forum, ein Feedback von Deinen eigenen bzw. weitergehenden Nachforschungen.


    Guß und gut Schuß

    Techno


    Ps. :
    Die oben erwähnten Produkte und Firmen stellen natürlich nur eine kleine Auswahl der mir bekannten Systeme/Firmen am Markt dar. Jedem anderem Anbieter sei es freigestellt, im Rahmen der Forums Regeln auf sein Produkt ergänzend aufmerksam zu machen.

    Zu keiner der obigen Firmen habe ich, bis zu heutigen Tage, eine Kommerziellebeziehung gehabt oder würde eine Provision erhalten.

    Meine eMail ist [email protected] bzw. die im Forumsprofil hinterlegte eMail Adresse.
     
  4. #4 sbit, 19. Aug. 2002
    Zuletzt bearbeitet: 19. Aug. 2002
    Re: Zündsysteme / Funkzündsystem

    Hmm...Was hilft der Rückkanal ? Wenn die Bombe nicht PENGT dann ist die Info, dass sie nicht PENGT auch überflüssig oder ?

    Naja, zumindest kann man per Doppelklick Kanäle deaktivieren, wenn auch nur einzeln. Ansonsten ist die Software recht spärlich, aber vielleicht schaffe ich es eine etwas bessere Soft. zu bauen.

    Boris
     
  5. Hi Boris, Hi Techno

    Seit einem Jahr bin ich begeisterter Blow-Up-Benutzer. Wir schiessen zur Zeit mit der Software und 4 Empfängern, wobei drei parallel. Vor zwei Wochen haben wir unser erstes computergesteuertes teilsynchrones Musikfeuerwerk geschossen. Ein unglaubliches Gefühl. Da war ich richtig froh, dass Bill Gates und Acer die Regie übernommen haben. Ich konnte mir nämlich das Feuerwerk anschauen. Ändern hätte ich eh nichts mehr können, wenn's eben nicht mehr geknallt hätte. Fazit dieser Kombination: Einfach genial und genial einfach.

    Die markanten Vorteile bei der Blow-Up: Einfach, robust und preiswert. Ich brauche auf dem Platz nicht mehr, als die theoretische Gewissheit, dass bis und mit Zünder alles i.O. ist, Empfänger und Sender kommunizieren und den schnellen Zugriff auf Ersatzakku, Kabel oder Sicherungen. Die Funktionalität begeistert mich immer wieder. Und selbst wenn ich Trampel über eines der Kabel stolpere, die intelligenten Stecker am Empfänger halten stand.

    Zur Software. Sie ist tatsächlich sehr einfach gestrickt. Genau richtig für jemanden, der ohne Handbücher und auch nach einer längeren Zeit einfach mit der Funkzündanlage arbeiten will. Natürlich hört die Wunschliste nie auf. Aber ich denke, auch bei Galaxis (ist nur eine Annahme) könnte man dies und das und jenes ..... Was mich immer wieder begeistert, ist die Hilfe und Kompetenz von Hersteller Blow-Up. Wenn's brennt, dann ist Harald Kulterer immer präsent. Und dank der "einfachen" Konstruktion lässt sich fast jede Frage per Telefon oder E-Mail beantworten. Alles zusammen ergibt für mich als durchschnittlichen Anwender eine Höchstnote für das System.

    Keine Frage, die Blow-Up hat Ihre Grenzen. Hinsichtlich Preis/Leistung für Feuerwerke bis xx Euro ist sie aber schlicht und einfach eine Sensation.

    Gruss

    Beat
     
  6. Hallo Beat,

    ich wollte "um Himmelswillen" die blow-up nicht schlecht machen, nein ich finde die Anlage, was die "Einfachheit" und Elektrik/Mechanik angeht, Klasse. Sie ist, genau wie Du gesagt hast, GENIAL EINFACH und ebend dadurch auch EINFACH GENIAL. Ich hatte mich nur auf die Software bezogen, die erweckt in mir (liegt wohl daran, dass ich täglich Software entwickle) einfach so ein bischen ein Gefühl von "Bastelsoftware" (Möge Harald mir verzeihen). Ich bin gerade auch dabei mich Softwaretechnisch mit der Anlage auseinander zu setzen. Will für meinen Kumpel, den teufel, gerne eine "nach Seinen Vorstellungen" benötigte Software bauen. Bin gerade auch im Begriff mich mit Harald in Verbindung zu setzen, vielleicht können wir ja zusammen ein Proggy auf die Beine stellen, welches viele Wünsche erfüllt, aber dennoch kompakt und einfach bleibt (passend zur Anlage natürlich).
    Wie gesagt, hinsichtlich der technischen Ausführung habe ich nichts zu meckern, da ist das Preis/Leistungsverhältnis wirklich Oberklasse !

    P.S. Wenn Du Anregungen zur Software hast, schick mir die doch einfach.

    Boris
     
  7. Grüss Dich Boris

    Ist alles ok. Ich habe Deine Meldung keinesfalls als Abwertung der Blow-Up interpretiert, sondern wollte einfach die Kompaktheit des gesamten Systems nochmals in Erinnerung rufen. Mit der Software hast Du ganz klar recht. Ich bin gespannt, was der Harald meint und bin überzeugt, dass er gerne zuhört und mitdenkt. Ich jedenfalls freue mich darauf, von Euch zu hören. Und natürlich auf Verbesserungen/Erweiterungen, die bezahlbar bleiben ;-). Wie die Anlage eben.

    Gruss und Dank

    Beat
     
  8. @Beat

    Über Preise reden wir später, erstmal wird das Ganze auf unbürokratische Weise geklärt, dann überlegt, was Sinn macht und was nicht und dann die ERSTEN Schritte. Und bei mir kommt NICHTS ungetestet aus dem Haus. Ich denke eh das "zu haben" sein wird werden einige Show-Programme öfter durchlaufen, als ihnen das lieb ist. Und wahrscheinlich kann ich dann die Musik dieser Shows nicht mehr hören oder ich singe die schon im Schlaf und zucke in den Effekt-Momenten! :D

    Ihr hört auf jeden Fall von uns....

    Boris
     
  9. Zündung über Notebook mit Blowup

    @Beat

    Lieber Beat,

    es freut mich, daß Du mit den Produkten von Bill Gates so gut zurechtkommst, jedoch finde ich es eher riskant wenn ich bedenke wie oft ich schon die Meldung "Schwerer Ausnahmefehler an Adresse XY" auf den Bildschirmen unserer Rechner gelesen habe und das bei absolut simplen Aktionen.

    Wer garantiert Dir, daß Dein Notebook nicht mitten im Feuerwerk auch eine solche Meldung präsentiert ?

    Eine Notebook-Lösung ist natürlich immer preiswert realisierbar, weil der Anweder die Bedienelemente stellt.

    Wie zündest Du im Winter mit dem Notebook bei -15 Grad Celsius ?. Der Bildschirm ist dann kaum lesbar und das Akku innerhalb von Minuten leer.
    Eine Netzversorung mit 230VAC ist zwar auch mobil machbar, aber dann hängt man wieder an einem lästigen Kabel.

    Für uns kommt jedenfalls keine Notebook-Zündlösung in Frage, auch wenn es für den Kunden teurer wird.

    Eine weitere Frage zur Funktionalität bei Blow Up:

    Wenn ich richtig informiert bin, dann sind die einzelnen Ausgänge nicht frei programmierbar. D.h. wenn man ein Feuerwerk mit drei Abbrennplätzen hat, wo gleichzeitig Zündungen erfolgen sollen, dann braucht man "parallele Empfänger". Wenn man aber ein etwas umfangreicheres Feuerwerk auf nur einem Abbrennplatz hat, dann benötigt man "hintereinander vorprogrammierte Empfänger".
    In der Praxis heißt das, daß Ausgänge immer wieder unbelegt bleiben, weil nicht frei zuweisbar.

    Anzumerken bleibt noch, daß wir mit einer Vielzahl an Empfängervarianten wirklich alle Bereiche der Pyrotechnik (Indoor, Outdoor, SFX) abdecken und das Konzept Funk auch konsequent umsetzen. Wenn wir z.B. bei eine Höhenfeuerwerk an einem See vorher noch eine Illumination am Ufer machen, dann setzen wir für u.U. für jeden Illuminationspunkt einen 3er-Empfänger (auch beliebt: Ausgang 1 Illu rot, Ausgang 2 Stroboskop-Effekt) ein.
    Ein Blow-Up-Anwender würde bestenfalls einen Empfänger für die Illu opfern und das ganze Ufer verkabeln.


    MfG


    Ralph Kränzle
    Galaxis Showtechnik
     
  10. #10 sbit, 21. Aug. 2002
    Zuletzt bearbeitet: 21. Aug. 2002
    @Ralph:

    Hallo Ralph,

    soweit ich informiert bin bietet blow-up auch kleinere Empfänger an, die sind allerdings nicht "Standard". Ich glaube da gibt es eine 10-Kanal Variante. Also opfert man nicht unbedingt zu viel.

    Man sollte auch UNBEDINGT das Preis/Leistungs-Verhältnis im Auge haben. Natürlich kann man mit einer blow-up keine GIGA-Show machen, aber wer solche Shows macht, der sollte sich sowieso eine Fire-One anschaffen !!!!

    Was die Billy-Software angeht: Ein "schlank" installierter Rechner mit Win2K ist reichlich stabil. Da er NUR zum Abspielen verwendet wird und keine andere Software drauf kommt sind auch keine unerwarteten Probleme zu erwarten. Wer mit seinem Lappy ständig neue Treiber und allerhand Software testet, der muss sicherlich damit rechnen.
    Was die Temperaturen betrifft, so reicht der Lappy für die "normale" Saison allemale aus und da ist es noch nicht so kalt.

    Na gut, Ihr macht ja "immer und jeden Tag, 24h rund um die Uhr" Shows, dann ist sowas nicht für Euch, aber wenn man eine solche Auftragslage hat, kann man sich auch "besseres" leisten.

    Parallele Zündung bestimmter Kanäle ist übrigens auch bei der blow-up möglich. Und auch wahlfreie Zuweisung, man muss nur einen PC/Laptop zur Ansteuerung verwenden !

    Werte das bitte nicht als Angriff. Jedem das Seine....sag' ich nur ! Für uns reicht z.Zt. die blow-up !

    Gruß
    Boris
     
  11. Grüss Dich Ralph

    Herzlichen Dank, dass Du mitredest. Um es vorweg zu nehmen: Wären unsere Aufträge gross genug, dann hättest Du bestimmt schon von uns gehört. Meine Begeisterung für "Blow Up" ist also keinesfalls eine Absage an "Galaxis".

    Grundsätzlich bin ich mit all Deinen Gedanken einverstanden und kann nicht kontern, sondern höchstens ein paar Graustufen zufügen. Ich bin gar kein Fan von Windows und mir sträuben sich vor jedem Einsatz des Notebook meine Nackenhaare. Du bist vom Fach und weisst besser als ich, dass aber immer ein gewisses Restrisiko bleibt. Ich erinnere da an irgend einen Wettbewerbsbeitrag, wo wahrscheinlich eine teurere Anlage nicht mehr zünden konnte, weil ein oder mehrere Kabel durch herabfallendes Feuer beschädigt wurden. Da nehme ich das Risiko "Windoof" eben in Kauf.

    Tatsächlich muss auch das Notebook in die Kalkulation mit einbezogen werden. Wir haben eines nur und ausschliesslich für die Blow-Up-Software und Excel. Unsere Gedanken hinsichtlich die Zuverlässigkeit sind also nicht sehr weit auseinander.

    Ja, das mit den Minustemperaturen ist so eine Sache. Im Moment bleibt wohl nichts anderes, als mit einem Begleitfahrzeug auf den Platz zu fahren und fleissig zu heizen.

    Auch das mit der fehlenden freien Zuweisung stimmt. Wir schiessen zur Zeit wohl mit 4 Empfängern, verfügen aber nur über 140 (2x70) Kanäle. Nächstes Jahr werden es sechs Empfänger sein, weil wir auch für unsere Grösse mehr Zündungen brauchen.

    Meines Wissens sind kleinere Einheiten in Vorbereitung. Es ist tatsächlich so, dass wir bei unserem letzten Feuerwerk einen Empfänger für ganze drei Zündungen "opfern" mussten. Es hat sich wohl gelohnt, ist aber sicher unverhältnismässig.

    Du siehst, grundsätzlich bin ich vollumfänglich Deiner Ansicht und zweifle keinen Moment an der Galxis (obwohl ich Sie nicht kenne). Unter dem Strich bleibt aber selbst bei zusätzlichen Empfängern noch eine rechte Preisdifferenz. Korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege.

    Abschliessend noch ein Gedanke, der nur indirekt zum Thema gehört. Ich bin stolz auf die Blow-Up und habe Freude daran, weil Sie meinem Können und unseren Feuerwerken (grössenmässig) entspricht. Natürlich gibt es Grenzen. Aber ehrlich, wenn 90 Prozent der Show gut sind und 10 Prozent wegen zu kurzer Intervalle oder ähnlichem nicht realisierbar sind, dann wachsen mir mittlerweile keine zusätzlichen grauen Haare mehr. Und wenn ich in einem Fernsehbeitrag von Nico-Feuerwerkern höre, dass sie mit 50-70 Zündungen grosse Feuerwerke zünden, dann fühle ich mit meinen bald 280 Zündungen schon gesegnet.

    Ein Jahr lang habe ich an die "Grossen" im Forum geglaubt und gedacht, wir seien die Einzigen, deren Feuerwerke sich im Bereich von 2000 bis 10000 Euro bewegen. Heute weiss ich, dass es nur sehr wenige Forumsmitglieder sind, die regelmässig grösser schiessen. Weshalb also soll ich mich um Zündanlagen kümmern, die mein Budget sowie eben Können und Feuerwerksgrösse übersteigen?

    Nichtsdestotrotz würde mich ein weiterer Dialog mit Dir freuen, bzw. ich würde mich gerne einmal in die "Galaxis" einlesen. Aber, und das ist eben auch einer der springenden Punkte für die "Blow-Up": Ich bin ein Technik-Banause und mag mich nicht um komplizierte Abläufe oder Bedienelemente kümmern. Ich hab schon genug mit der Choreografie und den Artikeln zu tun. Könnte man über eine längere Zeit so genau mit dem Nagelbrett schiessen wie mit der Blow-Up, ich würde sofort wieder damit beginnen.

    Wie gesagt, freue ich mich auf Deine Antwort und lasse mich auch sehr gerne belehren und begeistern.


    Gruss


    Beat
     
  12. Hallo Boris

    Jetzt bis Du mir doch tatsächlich zuvorgekommen. Aber über weite Strecken sind wir ja gleicher Meinung und beide sind wir zufrieden mit der "Blow-Up".

    Aber sag, hab ich da nicht aufgepasst? Wir verwenden ja auch die Software, schaffen es aber nicht, kürzer als in 0.5 Sek.-Sequenzen zu schiessen. Und dann gehen doch jeweils sämtliche Empfänger mit der gleichen Adresse hoch. Oder? Oder reden wir hier von zwei verschiedenen Sachen?

    Eine Frage an Dich als Software-Guru: Liesse sich die Blow-Up auf z. B. Midifiles mit direktem Bezug (Auslösung) über die Musik modifizieren?

    Gruss

    Beat
     
  13. @Beat

    Hallo,

    mensch, Du hast die besser Wortwahl und Formulierung getroffen. Wenn ich mir meinen Text @Ralph so durchlese....sieht sehr "patzig" aus :(, naja, ich hoffe die Leute nehmen es mir nicht übel. Vom Inhalt sind wir ja so in etwa gleicher Meinung.

    Die Zeiten mit 0,5sec. sind schon richtig, liegt an der Funk-Übertragung. Die PC->Master Übertragung schluckt lediglich ca. 40ms. Also, soweit ich das mitbekommen habe gibt es wohl eine Software-Version der blow-up slaves (nicht PC), welche auf 2 Kanälen lauschen kann. Also z.B. lauscht Slave 1 auf Kanal 1 und 3, und Slave 2 auf Kanal 2 und 3. Wenn man nun also als Adresse 3/4 einträgt, bekommen das beide Slaves mit, da sie ja Kanal 3 "beherrschen" und zünden daher BEIDE den Slot 4 ! Ansonsten sind sie natürlich auch einzeln erreichbar (in diesem Fall ist Slot 4 natürlich nicht mehr erreichbar). Da müsstest Du aber mal mit Harald Kulterer reden, vielleicht habe ich da auch was Mißverstanden. Ansonsten hast Du Recht, wenn 2 Boxen die gleiche Adresse haben, dann zünden Sie natürlich auch beide gleichzeitig, allerdings auf allen Slots !!!

    Midi ?! Ja, also grundsätzlich sollte das kein Thema sein, aber der Sound...:eek:....wenn Du es aber nur als Zeitbasis verwenden willst ist dieses sicherlich möglich. Die Idee hierbei....Anstatt WAV eine MID laden und abspielen lassen. Wenn Du allerdings mit dem "direkten Bezug" den Bezug zu bestimmten Instrumenten im MIDI-File meinst, dann wird es etwas komplizierter. Aber sicher wäre auch das irgendwie machbar.

    Gruß
    Boris
     
  14. Blow-up - Galaxis und kein Ende...

    Hallöle,

    jetzt muss ich als Blow-up Verkäufer in D auch mal was dazu sagen.

    Zur Durchführung eines Programmes mit mehr als 70 Zündungen habe ich 2 Möglichkeiten.

    Einmal ohne Software, dann benötige ich, wie galaxis schon angedeutet hat 2 Empfänger in "Reihenanordnung", d.h. die Schussanzahl am Sender erhöht sich auf 140. Prinzipiell machbar, aber nicht unbedingt notwendig.

    Dann lieber über die Software gezündet, hier kann ich jeden Empfänger einzeln ansprechen.

    z.B. Empfänger 1 Kanal 1, dann Empfänger 2 Kanal 35, dann Empfänger 3 Kanal 5 und dann wieder Emfänger 3 Kanal 65. Ich bin also vollkommen frei in der Belegung meiner Kanäle. Will ich an allen Empfängern gleichzeitig einen bestimmten Kanal zünden, gebe ich einfach als Empfänger einen Wert höher an als Empfänger eingesetzt werden. Bei 3 Empfängern also Empfänger 4 Kanal x. Dadurch wird bei allen Empfängern der Kanal gleichzeitig ausgelöst.

    Dann mal etwas, was in den ganzen Diskussionen irgendwie aussen vor bleibt. ( die Rede ist hier von Großfeuerwerken, nicht indoor )

    man baut sein Feuerwerk ja nicht über hunderte Meter verteilt im Gelände auf. Man geht zwar u.U. in die Breite, hat aber doch definierte Abschussplätze, an denen sich dann die verschiedenen Rohre ansammeln. Also im Prinzip mit einem 10-20m Kabel problemlos zu erreichen.

    Jetzt kommt ein wichtiger Punkt:

    Für 140 Kanäle muss ich für die Blow-up folgendes rechnen:

    Sender: 1700 €
    Empfänger: 1670 € (70 Kanal)
    Empfänger: 1670 € (70 Kanal)
    PC-Software: 1600 €

    macht zusammen 6640 €
    Alle Preise übrigens netto.....

    Im übrigen ist es auch möglich, die Empfänger in Gruppen zu fassen, so dass ich z.B. Empfänger 1 und 3 parallel zünde und 2 und 4 nochmals separat. Und das gilt für jeden einzelnen Kanal !

    Und von der Wirtschaftlichkeitsseite gesehen, ist es mir nicht egal ob ich irgendwo einen 70 Kanal Empfänger hinstelle, und nur 6 Kanäle benutze oder einen 10 Kanal Empfänger der teurer ist als die 70 Kanäle

    Und zum Zünden per Notebook. Ein W2k Rechner ohne große Softwareapplikationen ist sehr stabil. Daher sehe ich die wenigsten Probleme. Und bei Kälte machen auch die Akkus in den Empfängern schnell schlapp. Da lobe ich mir die Möglichkeit der Blow-up kurz vor dem Feuerwerk einen vollen Ersatzakku einfach via Steckverbindung von aussen anschliessen zu können. ( wir haben es selbst an Silvester (-18 Grad) nicht gebraucht, aber es ist beruhigend.....

    Und am Zündplatz ist es doch wohl egal, ob mein Notebook am Netz hängt oder nicht oder läuft man jetzt mit dem Sender über den Abschussplatz? Wir haben grundsätzlich immer ein Stromaggregat bei Feuerwerken dabei ( es räumt sich bei Licht einfach besser auf) also kann man den Saft auch für den Rechner benutzen. Die andere Frage ist, wieviele Feuerwerke schiesst man pro Jahr unter diesen unangenehmen Bedingungen ? Für die paar Feuerwerke an Silvester und in den Wintermonaten nehme ich ein gewisses Quentchen Mehrarbeit ( Kabel anschliessen) gerne in Kauf.

    Pyrodance
     
  15. Gibts eigentlich irgendwelche Richtlinien, nach denen eine Zündanlage gefertigt werden muß? Ich bin grade dabei eine eigene digital gesteuerte Zündanlage zu entwickeln. Die geplanten Features sind:

    Akkubetrieb bis zu einer Saison ohne nachladen.

    19" Rack-gehäuse

    Ausbaufähig bis zu 256 Kanälen

    Parallelporteingang fürs Notebook

    Verteilung über Stageboxen.

    Freiprogrammierbare Stepper bis 0,1s

    Vollautomatik/Halbautomatik/Handbetrieb

    Und das wichtigste: Not-Aus *ggg*
    (Zündstromunterbrecher)
     
  16. Re: Blow-up - Galaxis und kein Ende...

    Habe ich Dich richtig verstanden, dass ich meine Empfänger alle mit verschiedenen Adressen versehen könnte und bei einer synchronen Zündung über alle Empfänger einfach mehr Empfänger als vorhanden angeben müsste?

    Nb. Es gibt durchaus Plätze, wo man über mehrere hundert Meter Distanz zwischen den einzelnen Distanzen schiessen muss.


    Gruss

    Beat
     
  17. Immer noch blow-up...

    @Pyrodance:

    Na da sind wir ja einer Meinung. Haben sich ja auch die technischen Hintergründe bestätigt ! Es geht also mit dem Parallel-Zünden. Wie ist denn das mit der Gruppierung der Empfänger ? Wenn ich z.B. 4 Empfänger habe, kann ich dann z.B. E1K2+E2K2 parallel und E3K2+E4K2 parallel, jedoch zu einer anderen Zeit zünden ? Dan müsste ja irgendwo festgehalten werden dass E1+E2 zusammen gehören und E3+E4 !?


    @Beat:

    Na da guckst Du, was ?! Hast wohl garnicht gewusst, was Deine schöne blow-up so alles kann !!!;) Ist ebend ein einfaches, aber dennoch flexibles System !

    P.S. Freue mich ja auf Freitag, da setzen wir das 1.Mal 2 Empfänger ein (haben die Anlage ja erst seit ein paar Tagen).

    Boris
     
  18. @Beat

    Unsere Projekte und die unserer Kunden liegen auch oft in diesem Rahmen. Die meisten unserer Kunden wollen sich halt durch konsequente Anwendung der Funktechnik Arbeit sparen.

    Gerne sende ich Dir Unterlagen zu. Mail mir doch Deine Postanschrift. Vielleicht solltest Du auch mal mit Erich Frey von Crazy Flash, unserem Schweizer Händler, telefonieren.

    @Sile

    Außer VDE und CE gibt es nichts zu beachten. Die BAM interessieren Deine Produkte erst wenn es um Sprengungen geht. Natürlich haftest Du im vollen Umfang für Deine Produkte, also solltest Du auch sorfältigtst entwickeln (Relais, Triacs, Tyhristoren vermeiden...).

    Viele Grüße,


    Ralph Kränzle
    Galaxis Showtechnik
     
  19. Hallo Ralph

    Danke für Deine Antwort. Ich vermisse aber die Antworten auf meine "Einwände". Ehrlich gesagt, schätze ich dieses wieder einmal konstruktive Thema im Forum sehr und würde gerne mehr von Dir hören. Ungeachtet oder gerade der Tatsache wegen, dass wir unterschiedliche Zündanlagen verwenden. Eine direkte Frage vielleicht: Was bemängelst Du konkret an der "Blow-Up", wenn Du den Preis mit der Leistung und dem effektiven und realistischen Bedürfnis eines Anwenders vergleichst? Was genau würde mir die Galaxis mehr bringen, was ich mit der "Blow-Up" nicht realisieren kann? Ein paar Meter Kabel mehr oder die schnellere Schussfolge mal ausgeschlossen? Machen in der Praxis nicht fehlende oder ungenaue Verzögerungszeiten, auseinderlaufende Kometenrohre, die für Otto Normalfeuerwerker schwer erhältlichen (hinsichtlich Preis, Auswahl und Verfügbarkeit) Single-Shots, unterschiedliche Standzeiten, etc. etc., nicht sehr viele und mitunter relativ schwer zu erlernende technische Tüfteleien zu Nichte? Um nicht abzudriften: Ich rede nicht von den sehr seltenen Events im 6. Feuerwerkshimmel, sondern von den soliden Feuerwerken auf dieser schönen Erde.

    Falls Du nicht magst, dann beende den Disput. Falls es gute Argumente gibt, dann lass Sie uns wissen. Ich denke, das Thema interessiert alle. Und wenn wir zwei gute Produkte praxisbezogen näher bringen können, dann gewinnen letztlich alle. Oder?


    Gruss und Dank

    Beat
     
  20. Pause-Funktion ?!

    @Beat

    Sag mal, hast Du jemals die PAUSE-Funktion während des Feuerwerks (also im "Scharf"-Mode) gebraucht ? Oder hast Du überhaupt eine Idee, wann man die braucht ? Wenn ich NotStop machen muss ist es halt STOP, und dann ist das Ganze ja sowieso egal, oder ??

    Boris
     
  21. Hallo Boris,

    ganz kurz zur Hilfe. Man schiesst ja nicht nur Musikfeuerwerke mit der Zündanlage. Bei einem Notstop steht die Anlage, das komplette Programm.

    Solltest du als Feuerwerker u.U. irgendeinen Fehler auf dem Platz bemerken ( Zuschauer o.ä.) kannst du mit der Pause Taste das Programm anhalten und auf einen weiteren Tastendruck an exakt der Stelle fortsetzen. Setzen wir übrigens gerne ein, wenn wir Laternen oder Fallschirme schiessen oder Goldbilder abbrennen. Wie du weisst kann man diese Effekte nie 100 % timen, (je nach Wind, Luftfeuchtigkeit etc) Bevor ich also z.B. in eine Laternengruppe was reinschiesse, drücke ich kurz die Pause-Taste und danach geht das Feuerwerk exakt nach Plan weiter.

    Wenn Fragen Ihr habt ja unsere Nummer.

    Pyrodance
     
  22. Guten Morgen Boris

    Sagen wir so, ich hätte kürzlich auf "Pause" klicken sollen, weil die Abstände zwischen den Musikstücken zu kurz "programmiert" waren.... Die Wasserfälle brannten noch, die Zuschauer waren noch mit Applaudieren beschäftigt und das zweite Stück begann zu spielen. Schade, wäre nicht nötig gewesen. Mit "Pause" hätten wir zudem ein paar "Organisatoren-Sekunden" gewonnen.

    Im Gegensatz zur "Stop"-Taste bleibt nach dem Klick auf "Pause" das Programm inklusive Musik stehen. Nach einem erneuten Klick auf "Pause" oder auf "Play" läuft beides synchron weiter. Die Stop-Funktion hingegen beendet das Programm und dieses seht dannach wieder am Anfang. Die "Pause"-Funktion ist für nicht geplante oder zusätzliche Unterbrüche an einer bestimmten Stelle gedacht. Und natürlich für Korrekturen am Programm im Offline-Mode.

    Schiesst Du morgen auch mit der Software? Und mit Musik? Teilsynchron? Wenn nicht, dann musst Du es irgendwann versuchen. Dieses "erste Mal" vergisst Du nicht wieder.


    Gruss


    Beat
     
  23. Re: Pause

    @Pyrodance:

    hmm..an die "ohne Musik" Geschichte habe ich noch garnicht gedacht (Bin selbst nur Helferchen und habe bisher noch nicht so einen tollen direkten Kontakt gehabt, wie jetzt). Ja, da kann ich das verstehen, das macht Sinn. Wie ist das eigentlich in einem solchen Fall mit dem Timing ? Habe es noch garnich ausprobiert, wer ist dann für die Software der Zeitgeber ?


    @Beat:
    Dieses verwenden wir heute Abend so (hab' ich erst vorhin erfahren, da hätte sich meine Frage schon erledigt). Da macht der Chef ein paar "Gimmicks" und auf Zeichen wird "weitergemacht" im Programm. Schiessen heute Musikfeuerwerk, gemischt Höhen-/Bodenfeuerwerk, vollsynchron und diesmal ENDLICH ALLES mit der Anlage. Ich hoffe ich komme dazu ein paar Fotos zu machen, die kann ich ja dann hier publizieren.


    Gruß
    Boris
     
  24. Vorteile der Galaxis-Anlage

    Hallo Beat und an alle andere Leser,

    gerne führe ich an, welche Vorteile aus meiner Sicht gegenüber der Blow Up-Anlage bestehen. Alle hier gemachten Aussagen sind meine persönliche Meinung.

    Richtig ist, daß der Preis je Output bei Blow Up gering ist. Ob man von einem guten Preis/Leistungs-Verhältnis sprechen kann, muß jeder für sich selbst entscheiden.

    Für die Anwender, welche sich nach mehr Galaxis-Kanälen sehnen, werden wir zur nächsten Saison einen Outdoor-Empfänger, eingebaut in einer Zarges-Box, mit 90 Outputs anbieten.
    Dieses Gerät ist dann ideal, wenn ich ein großes Bombennest mit nur einem Gerät versorgen will.

    Meine Argumente:

    1. Notebook für Automatische Zündung unabdingbar

    Für Dich scheinbar kein schwerwiegender Nachteil, für andere sicher. Abgesehen davon, daß es unpraktisch ist, immer das Notebook mitzunehmen, birgt es einfach auch Risiken in der Zuverlässigkeit. Je mehr Komponenten notwendig sind, desto höher die Havariewahrscheinlichkeit. Die Windows-Problematik und klimatische Einflüsse wurden eh schon diskutiert und schade ist es auch, wenn ich mir nur für Blow Up ein Notebook anschaffen muß.

    Wir zünden stets auch unsere kleineren Feuerwerke bei Volksfesten etc. mit der Automatik unseres Senders. Das ist einfach praktisch, wenn ich nur ein Gerät habe und das auch noch in der Hand halten kann.


    2. Störfestigkeit

    Unsere Funkkomponenten sind sehr immun gegenüber starken Trägern auf benachbarten oder weit entfernten Frequenzen. Führ doch einmal folgenden Test durch: Der Abstand zwischen Sender und Empfänger sollte ca. 100m betragen. Beginne mit einem Handy ein Telefonat in unmittelbarer Nähe zum Empfänger. Bei Galaxis kein Problem, selbst wenn die Handyantenne die Geräteantenne berührt und das Telefon mit 8 Watt Durchschnittsleistung sendet. Was passiert bei Blow Up? Unsere Empfänger funktionieren sogar auf den Flachdächern von Hochhäusern, wo massig D- und E-Netz-Stationen installiert sind.
    Auch wenn auf dem Nachbarkanal mit ein paar Watt geholzt wird - kein Problem dank Schmalbandigkeit.


    3. Universelle Einsetzbarkeit und Gerätevielfalt

    Auch wenn für Dich nicht wichtig - andere schätzen den Vorteil eines universellen Systems. Viele Pyrotechniker machen Höhen-, Bodenfeuerwerke, Indoor-Pyrotechnik und SFX. Ein Blow Up System ist eigentlich nur für Outdoor gedacht. Wir haben Miniaturempfänger für den Theaterbereich oder Körpereinschüsse oder auch den Power Empfänger, wenn es mal viele Zünder sein müssen. Einmal werden die Empfänger verteilt aufgestellt, ein anderes Mal wieder an einem Platz, wenn viele Zündstellen am gleichen Ort anzuschließen sind.


    4. Reichweitenangaben

    Die propagierte Reichweite von 800 Metern halte ich für übertrieben. Mit unseren Geräten schafft man bei guten Bedingungen 1.000 Meter über die Standardantenne. Wir geben dennoch nur 200 Meter als sichere Reichweite an. In fast allen Bereichen der Funktechnik findet man diese übertriebenen Reichweitenangaben a la Conrad-Katalog. Wenn man 5 Kilometer liest, muß man auf zwei Hügeln stehen, die Geräte in die Luft halten, der Wind muß in Richtung Empfänger gehen und es muß Dienstag sein, damit man überhaupt 2 Kilometer erreicht.


    6. Die Betriebszeiten sind eher gering.

    Bei unseren normalen Empfängern mit 3/10 Outputs reicht der Akku über 40 Stunden. Das Gerät kann ständig betrieben werden, wenn das Ladegerät angeschlossen wird.
    Übrigens: Unsere Akkus vertragen Kälte sehr gut. Normal ist, daß bei Minustemperaturen der Prozentwert für die Akkukapazität zurückgeht. Ein Notebook z.B. entzieht seinem Akku etwa 50mal mehr Strom als unsere Empfänger. Weil Akkus bei Kälte Ihre Energie nicht gut abgeben können (hoher Entladeverlust) werden sie sehr schnell leer. Zum Zünden von Pyrotechnik reicht es aber bei Kälte allemal.


    7. Unsere Zündverzögerung ist viel kürzer

    Eine Zündverzögerung von 0,3 Sekunden halte ich für zu lang. Hier entlarvt sich die Verwendung von Low-Tech. Meiner Meinung kann die lange Verzögerung folgende technischen Ursachen haben: Bei hardwaremäßig aufbereiteten Telegrammen muß man die Übertragungszeit so lange belassen, um eine gewisse Sicherheit zu erzeugen. Ein anderer Grund für die lange Zündverzögerung könnten Funkmodule mit sehr geringer Datenrate sein. Ich kann nicht für die Technik von Blow Up sprechen, vielleicht kann Herr Kulterer aufklären warum bei seinem Produkt die Zündverzögerung so lang ist. Wir schaffen 0,05 Sekunden.


    8. Keine CRC-Prüfsummen

    Das sind spezielle Prüfsummen die nur bei Verwendung von softwaremäßig aufbereiteten Telegrammen verwendet werden können und ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Im Bereich Pyrotechnik sollte man nie auf diese Verfahren der Mathematik verzichten. Selbst wenn Daten in einem kabelgebundenen Netzwerk verschickt werden, greift man zu dieser Technik.
    Natürlich kann man sich darüber streiten, ob dies unbedingt notwendig ist und argumentieren "bei mir hat es immer funktioniert, ich brauche das nicht für die paar Bytes".


    9. Unsere Codierung ist wesentlich höher

    Eine Codierung von 48 Bit ist für ein Garagentor hoch, für eine Funkzündanlage gering. Wir arbeiten mit 72 Bit + Manchester Coding + CRC.
    Ein Rechenbeispiel:
    48 Bit = 2,8 x 10^14 Codierungen
    72 Bit = 4,7 x 10^21 Codierungen
    daraus folgt: unsere Codierung ist, Manchester Coding und CRC unberücksichtigt, um das 16.785.714fache sicherer als die von Blow Up! Und das bei einem Sechstel an Zündverzögerung.
    Wieder kann man argumentieren, daß das übertrieben ist, aber in diesem Bereich haben wir eben sehr viel getan.


    10. Zündleistung

    Im Text der Homepage von Blow Up steht: "2,8 Ampere - Zündstrom 45V". Diese Angaben sind etwas wirr. Ich gehe davon aus, daß der maximale Zündstrom 2,8 Ampere und die maximale Zündspannung 45 Volt beträgt. Diese Spannung ist deutlich höher als bei uns und auch notwendig, weil durch die A-B-Lösung längere Kabelwege auftreten. Kurze Kabel vorausgesetzt lassen sich damit maximal 3 Zünder parallel und 22 Zünder seriell zünden. Mit unseren Geräten lassen sich maximal 20 Zünder parallel und 7 Zünder seriell zünden. Maximal kann man durch die Verkettung von 20 Serienschleifen zu je 7 Zünder
    140 Zünder auslösen. Wenn viele Zünder gefragt sind, eignet sich besonders unser Power-Empfänger mit einer Zündmöglichkeit von über 200 Zündern. Die Blow-Up-Anwender können mit Ihrem Gerät also im Wesentlichen nur Serienschaltungen zünden. Es handelt sich also um ein Gerät mit reiner Spannungszündung ohne hohe Stromlieferfähigkeit.


    Wenn unser neuer Empfänger PFE Profi Audio lieferbar ist (in einigen Wochen) haben Galaxis-Anwender zusätzlich die Möglichkeit, Musik synchron zum Feuerwerk dort abzuspielen, wo sie benötigt wird. Blow Up hat nur eine Musikquelle - eine erschütterungsempfindliche Festplatte eines hochempfindlichen Gerätes auf dem Abbrennplatz.

    Übrigens: Immer wenn in diesem Thema der Name Fire One o.ä. fällt, dann werden Äpfel mit Birnen verglichen. Diese Anlagen mögen exzellente Kabelsysteme sein, aber hier geht es um Funkzündtechnik. Also bitte Kabelanlagen mit Kabelanlagen vergleichen und Funkanlagen mit Funkanlagen. Wie Du richtig erkannt hast, ist die Wahrscheinlichkeit, daß Datenkabel bei einem Feuerwerk schaden nehmen, nicht zu unterschätzen.

    In dieser Rubrik wurde des öfteren der Begriff "Rückkanal" bzw. "rückkanalfähig" gebraucht. Nennen wir es besser bidirektionale Datenübertragung. Wir bieten nur ein unidirektionales System an. Das hat viele Gründe. Zum Einen erhöht bidirektionale Technik nicht die Sicherheit, weil für TalkBack-Telegramme beim Zünden eh keine Zeit ist. Natürlich ist es komfortabel, am Sender zu sehen, ob Output X am Empfänger Y Durchgang hat oder nicht, jedoch würde diese Feature eine empfängerspezifische Adressierung erfordern. Dies wäre für den Anwender eine Verkomplizierung. Je mehr Empfänger eingesetzt werden, desto länger würde die "Befragung" durch den Sender dauern, die ständig wiederholt werden muß, damit die Informationen einigermaßen aktuell sind. Nach dem Anklemmen der Zünder führt man bei unseren Geräten einen Reichweitentest durch. Das Gerät zeigt die Restreichweite in Prozent an und die OK-LEDs werden eingeschaltet. Keiner unserer Kunden hat je die bidirektionale Übertragung als fehlende Eigenschaft empfunden. Spuckt die Blow Up Anlage ein Reichweitentest-Ergebnis aus? Hat die Blow Up eine Überwachung des Funkkanals zur Ermittlung von Funkstörungen?

    Nebenbei bemerkt: Was mich schockiert hat, als ich die Blow Up Homepage zum ersten Mal gesehen habe war, daß diese Firma ihre offensichtlich selbstgeätzten Leiterplatten der Geräte abgebildet hat. Mich schreckt so etwas als deutliches Zeichen für Unprofessionalität ab.

    Worüber ich heute noch lachen muß, sind die Märchen von RDFI, daß das System auf exklusiven Frequenzen arbeitet, die so geheim sind, daß man Sie nicht sagen darf u.v.a.m.

    Entschuldigung, daß mein Beitrag etwas länger wurde.

    Viele Grüße,

    Ralph Kränzle
     
  25. Grüss Dich Ralph

    Danke für Deine Ausführungen. Einiges davon kann ich Technikbanause zwar nicht verstehen, aber ich habe keinen Moment daran gezweifelt, dass die "Galaxis" ein starkes System sein muss und bin mir sicher, dass auch Harald Kulterer sich nicht rühmt, besser zu sein. Also versteh mich bitte nicht falsch. Ich bin wohl begeistert von der "Blow-Up", verschliesse mich aber nicht der Tatsache, dass es stärkere Systeme gibt. Für mich ist letztlich alles eine Frage der Verhältnismässigkeit.

    "Grössen" beeindrucken mich schon lange nicht mehr. Sei es hinsichtlich von Namen, Budgets oder eben von Reichweiten. Die weiteste Distanz, die wir zur Zeit benötigen, sind 200 Meter. Werden es mehr, so stehen ganz sicher zuerst Tests auf dem Programm. Auch hier wieder: Im Moment brauchen wir nicht mehr. Was wiederum keine Absage an die "Galaxis" ist.

    Wer ärgert sich nicht über zusätzliche Geräte wie ein Notebook? Aber lieber den gut genährten Spatzen in der Hand ...

    Wir brauchen keine 40 Stunden Betriebszeit. Unsere Feuerwerke dauern höchstens 15 Minuten und wir haben pro Unit ein geladenes Ersatzakku dabei.

    Über die technischen Features kann ich mich nicht unterhalten, weil ich sie nicht verstehe. Von da her kann ich nicht einmal beurteilen, wer welche Platinen selber äzt. Und ich werde mich hüten, ein Gehäuse zu öffnen. Aber den Natel-Test werde ich auf jeden Fall einmal versuchen. Und Du darfst sicher sein, dass ich mich melde, wenn ich negative Erfahrungen mache.

    Zusammenfassend ein vielleicht etwas dümmlicher Vergleich. Dennoch: Ich weiss wohl, dass Mercedes das bessere Auto sein soll als mein Citröen. Da beginnt vielleicht alles etwas früher zu quitschen. Aber ich brauche nur meine 200000 Kilometer mit wenig Reparaturen pro Auto, dann fliegt es eh weg. Kein Gedanke also an Restwert, Ansehen, oder ähnliches. Und so denke ich bei der Zündanlage. Schiessen muss sie, mehr nicht.

    In diesem Sinne hoffe ich auf weitere Inputs von Dir und bleibe auf jeden Fall am Ball, wenn meine "Blow-Up" ihre "Kilometer" gemacht hat.

    Gruss und Dank

    Beat
     
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