Handhabung & Technik Zündsysteme

Dieses Thema im Forum "Professionelle Technik, Sicherheit, Handhabung" wurde erstellt von craig, 19. Feb. 2002.

  1. Blow Up

    auch ich bin ein zufriedener BLOW UP Benutzer, wobei ich auch manche Feuerwerke mit dem Galaxis System geschossen habe. Beide Zündsysteme haben ihre Vor- und Nachteile wie es im direkten Vergleich bei allen Systemen der Fall sein wird. Über die angezweifelte Störfestigkeit kann ich nur sagen, daß unsere BLOW UP sich schon auf Flachdächern mit Mobilfunkantennen und in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Hamburg als sehr zuverlässig erwiesen hat. Die Ansprechbarkeit der Emfpänger kann jederzeit über ein Testsignal, welches durch rote LED´s quittiert wird überprüft werden. Zusätzlich kann ich bei Sichtkontakt zu den Emfänger auch noch aus größerer Entfernung feststellen in welchem Modus ich bin. (Test -einmalige Aufblinken oder Scharf dreimaliges Aufblinken) Die Reichweite ist, sollten Feuerwerke nach wie vor auf der Mutter Erde stattfinden bei beiden Systemen vollkommen ausreichend. In Sachen Zündleistung ist die Blow Up ganz klar vorn. Sicherlich würde ich mir auch eine kürzere Zündverzögerung wünschen, aber eigentlich ist dieser Aspekt bei unseren Shows zu vernachlässigen. Da ärgern mich eher die ungenauen Steigzeiten der Bomben usw. Und unter Softwarebetrieb wird diese Zeit sowieso rausgerechnet. Alles in allem war für meine Entscheidung was kaufe ich, der Preis entscheidend.Gerne lasse ich 60 Kanäle zum gleichen Preis frei.

    Gut Schuß
     
  2. Hallo Ralph (und natürlich auch die Anderen),

    ich selbst bin kein Feuerwerker, sondern der Software-Spezi für meinen Feuerwerker. Ich kann daher Deine technischen Ausführungen verstehen, aber letztendlich solltes Du das Ganze nicht technisch sehen, denn den Feuerwerker interessiert es nicht, ob eine 48Bit oder 72Bit oder "512Bit RSA-verschlüsselt mit 128Bit CRC"-Codierung verwendet wird, er will lediglich, dass die Kiste die Effekte zu der Zeit zündet, die er vorgegeben hat. PUNKT ! Und wenn es gerade nicht einer der "Großen" ist, dann interessiert ihn selbstverständlich auch der Preis. Das war's auch schon, was primär von Interesse ist. Alles weitere lehnt sich dann an "Verständnis der Technik", "Vorlieben" und "Geschmack" an. Ich bin sicher, es gibt eine Menge an sehr zufriedenen Galaxis-Anwendern, aber ebendso verhält es sich auch bei blow-up, fire-one und allen Anderen die es so gibt. Da entscheidet jeder für sich, was ihm am besten "gefällt".

    Also, mich als Hard- und Softwarefanatiker interessieren solche techn. Details schon, aber selbst ich muss bei der Entwicklung der Schiess-Software auf den Boden der Tatsachen zurück und dabei "denken wie ein Pyrotechniker" (zumindes versuche ich das). Ich gehe dann auch mit zu den Shows um mir alles anzuschauen und bin teilweise auch bei der Planung der Show zu gegen. Nur so kann ich den "echten" Einblick in das vom Feuerwerker benötigte erhalten.

    Ein kleines Appel: Hört bitte auf eine bestimmte Anlage als "Ultraobermegahammermaschine" darzustellen, oder diese
    in den kleinsten Details miteinander zu vergleichen, jede Anlage hat ihre Pros und Kontras und solche "Vergleiche" bringen doch meist nur unnötige Reibereien. Natürlich sollen die Anwender hier weiterhin ihre Erfahrungsberichte einbringen, genau dazu ist so ein Forum gedacht, damit Andere vom Wissen profitieren können.

    Gruß Boris
     
  3. Hallo zusammen

    Jetzt wird es wirklich spannend. Es haben sich bis anhin vier Blow-Up Besitzer und leider erst ein Galaxis-Verfechter zu Wort gemeldet. Ich denke, über das "schlecht-machen" einer Anlage sind alle hinweg. Mich faszinieren nun auch zwei Aspekte, die wohl angerissen, aber noch nicht ausdiskutiert wurden.

    Es gab eine Zeit im Forum, da musste sich jeder "durchschnittliche" Feuerwerker als Depp vorkommen. Namen, Produkte oder Budgets wurden hochgejubelt, sodass sich "Otto Nomalfeuerwerker" kaum mehr zu einer Wortmeldung traute. Die jetzt laufende Diskussion bringt aber wieder das "solide" Feuerwerk als wichtigstes Kriterium zur Sprache.

    Meine Fragen: Legt der Anwender "wieder" vermehrt Wert auf das Resultat am Himmel statt der ausgefeiltesten Technik am Boden?

    Will der "durschnittliche" (nie wertend gemeint, aber man soll ja den Pyrogöttern Tribut zollen) Feuerwerker funktionierende, erweiter- und bezahlbare Zündsysteme, oder hängt er in seinen Träumen lieber einem Olympia-Feuerwerk und damit einer FO nach.

    Sollte sich die Branche nicht um genaue Verzögerungszeiten/Effekte kümmern, statt bei den Zündanlagen um Zehntel zu feilschen, die eben durch das zu schiessende Material wieder aufgehoben werden?

    Vielleicht ist das ein anderes Thema. Trotzdem wäre es schön, wenn sich noch ein Galaxis- oder Pyrodigit-Anwender zu Wort melden würde. Ich meine, es könnte jeder vom anderen profitieren.


    Gruss und Dank

    Beat
     
  4. Re: Vorteile der Galaxis-Anlage oder der Blow-up-Anlage

    Die Frage, ob Software über Notebook angesteuert oder implementiert ist eigentlich hirnrissig. Auch die Galaxis ist nicht frei von Fehlern... Was passiert, wenn die Elektronik bei Eurer Anlage aussteigt? Die Blow-up kann ich dann immer noch von Hand zünden....... Aber wie gesagt, beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die jeder für sich abwägen muss, aber keinesfalls aussagekräftig für die Qualitäten einer Zündanlage

    Wir haben gestern von einem Hochhaus ein Feuerwerk gechossen. Wobei im Abstand von etwa 75 m Luftlinie auf gleicher Höhe ein kompletter Antennenwald von D-Netz, E-Netz, Betriebsfunksendern stand und es gab null Probleme! Soviel zur Störsicherheit.

    Wir haben unsere Blow-up Anlage auf eine Entfernung von 500 m ohne Sichtverbindung getestet. Ohne Probleme. Was anderes: Die Angaben, sowohl bei Blow-up als auch bei der Galaxis sind doch sowieso nur rein theorethischer Natur, da kein Feuerwerker sich soweit vom Platz entfernt, dass er diese Entfernungen überbrücken müsste. Würde er es tun, müsste man ihm wegen Fahrlässigkeit den Schein abnehmen ;)

    Nur so zum Vergleich. Ich habe unsere letzten 4 Feuerwerke mit jeweils über 120 Zündungen ohne zwischenzeitliches Aufladen hinter mich gebracht. Also mir reicht das....

    Einerseits könnt ihr nicht über die Technik der Galaxis sprechen, andererseits wisst ihr angeblich über die Technik sehr gut Bescheid. Fragen über Fragen.

    Zur Zeitverzögerung. Es ist erstaunlich, wie man sich an Daten aufgeilen kann. Ist wunderbar, wenn man eine Zündfolge von 0,05 Sekunden erreicht, aber allein die Schwankungen in der Herstellung ( und das hat nichts mit Qualitätsware zu tun) und beim Abschuss ( wann bekommt die Verzögerung Feuer, schlägt die Stoppine schnell genug durch..) diesen Zeitvorteil zunichte machen.


    Frage, wollt ihr Fort Knox sichern oder nur ein Datenpaket. Jeder, der sich auch nur ansatzweise in der Verschlüsselung auskennt, wird erkennen, dass sowohl 48 bit als auch 72 bit Verschlüsselungen eigentlich Perlen vor die Säue geworfen ist. Was soll eigentlich die Verschlüsselung. Das Signal im Prinzip eindeutig machen, um Fremdeinflüsse auszuschliessen. Die Argumente, die ich schon gehört habe, reichen von absoluter Sicherheit bis zur Abwehr von Konkurrenten, die ja einem das Feuerwerk mit einer anderen Anlage zerschiessen könnten. Humbug. Sicherer ist da eine Mehrfachsendung des Signals, was zwar eine etwas längere Zündfolge bewirkt aber wesentlich sicherer ist. ( 3 x den Befehl senden und bei 2-facher übereinstimmung zünden. Damit eliminiere ich u.U. auch Störungen, die mir mein Signal zeitweise unterdrücken.)

    Dazu nur eins. In jedem Lehrgang wird einem deutlich gemacht, dass eine Parallelschaltung in der Pyrotechnik nichts zu suchen hat. Wie willst du bei parallelgeschalteten Zündern die Funktionsweise überprüfen?

    Da muss ich Dir aber widersprechen. RDFI redet nicht von der Blow-up sondern von der Phönix-Zündanlage. Und durch den Aufkleber (RDFI) auf der "Blow-up" Anlage könnten sich die Frequenzen schon mal geheimnisvoll aus dem Staub machen.....

    By the way, und nicht persönlich nehmen, aber Eure Argumente gleichen sich denen von RDFI langsam an....

    Es kommt doch nur darauf an, dass ich eine Bombe zu einem von mir gewünschten Zeitpunkt x an den Himmel bekomme. Ob ich dafür ein Volkswagen mit Porsche Innenleben oder einen Porsche mit Volkswageninnenleben benutze ist doch sch...egal. Es muss funktionieren.

    Und bei alledem spielt auch der Preis eine Rolle....................

    Pyrodance
     
  5. Der Beitrag des Herrn Kränzle von 23.08.2002 „Vorteile der Galaxis-Anlage“ soll nicht unwidersprochen bleiben. Für all jene, die es nicht wissen sollten: Herr Kränzle, bzw. die Firma Galaxis sind ein und dieselbe Person (bzw. Firma).

    1. Dem Verfasser des Artikels sollte klar sein, dass er aufgrund der Tatsache, dass er sich in einer direkten Wettbewerbssituation mit der Firma Blow-UP (und allen anderen Herstellern befindet) nicht als „Privatperson“ zu Wort melden kann. Er vertritt immer die Meinung der Firma Galaxis!

    2. Herrn Kränzle ist die Blow-UP Anlage nicht bekannt. Seine Auslassungen basieren ausschließlich auf Spekulationen und Vermutungen. Anlässlich eines nicht ganz zufälligen Zusammentreffens auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg hat er allen Ernstes von uns die kostenlose Zurverfügungstellung einer Blow-UP Anlage verlangt. Der Hintergrund: Von uns daraufhin angesprochen, dass es grob unfair sei, ein Produkt das man gar nicht kennt zu beurteilen erklärte er uns, dies liege ausschließlich daran, dass wir ihm noch keine Anlage für eine Analyse überlassen hätten.
    Dieses Begehren muss man wohl nicht weiter kommentieren und Herrn Kränzle sei gesagt: Er ist nicht das Maß aller Dinge!

    3. Wir haben es nicht notwendig Fachdiskussionen über technische Details, die ausschließlich für den Hersteller von Funkzündanlagen, nicht jedoch für den Pyrotechniker als Anwender von Interesse sind, im Forum zu führen. Für den Käufer einer derartigen Anlage sind ausschließlich die praxisbezogenen technischen Eckdaten, sowie ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis von Interesse.
    Um Missverständnisse zu vermeiden: Unseren Kunden und potentiellen Interessenten stehen wir jederzeit mit Auskünften und exakten technischen Details zur Verfügung.

    4. Einige im o.g. Beitrag getroffenen Feststellungen (oder besser Spekulationen“) zur Technik unserer Anlagen sollen nicht unwidersprochen bleiben.
    Glaubt die Firma Galaxis allen Ernstes, dass unsere Anlagen nicht auf Störfestigkeit überprüft sind?
    Erstens verwenden wir FM-modulierte Module Deutscher Herstellung, die extrem schmalbandig und quarzstabilisiert sind und zweitens verfügen wir über die Möglichkeit der Überprüfung unserer Bauteile und Fertiggeräte auf den derzeit modernsten Prüfständen.
    Unsere Datenverschlüsselung wird ausschließlich über die software gesteuert und allen Anwendern sei versichert, dass die von uns verwendete Verschlüsselung (CRC-Prüfsummen, Manchester-Codierung, etc.) „mehr als ausreichend“ ist.
    Sämtliche von uns veröffentlichten Angaben zur Leistung unserer Geräte sind jene, welche unter den jeweils ungünstigsten Vorrausetzungen (extrem niedrige Temperaturen, Angaben zu Batteriekapazitäten, Störsignale, etc.) entstehen können.
    Die von uns entwickelte Software ist so konzipiert dass die Zündverzögerung bei der Erstellung der Pyroshow automatisch berücksichtigt wird.
    0,3sec. sind praxisgerecht und völlig ausreichend, vor allem unter dem Aspekt, dass der pyrotechnische Artikel aufgrund der Trägheit des Schwarzpulvers noch immer das schwächste Glied in der Kette ist.

    „Diskussionen“, wie sie aufgrund der Auslassungen des Herrn Kränzle hervorgerufen werden sind unserer Ansicht nach absolut entbehrlich. Letzt endlich wird sich jenes Produkt am Markt durchsetzen oder höhere Marktanteile erringen, welches beim Anwender auf bessere Resonanz stößt. Daran wird auch die „Privatmeinung“ der Firma Galaxis nichts ändern, denn der Markt unterliegt eigenen Spielregeln.

    Für die Firma Blow-UP Zündtechnik
    Harald Kulterer & Team
     
  6. Liebe Leser,


    die Tatsache, daß ich Mitinhaber der Firma Galaxis Showtechnik bin habe ich nie verschwiegen. Alleine durch den Benutzernamen dürfte das wohl jedem klar sein. Auch in anderen Forumbeiträgen habe ich das nie verheimlicht.

    Damit mir Herr Kulterer nicht seinen Anwalt aufhetzen kann - wie von ihm schon einmal angedeutet - habe ich den Disclaimer vorangestellt.

    Daß ich bei unserem Gespräch in Nürnberg verlangt habe, daß uns die Firma Blow Up eine kostenlose Vorführanlage für irgendeinen Zeitraum stellen soll oder muß ist eine ABSOLUTE LÜGE !

    Ich bin in diesem Forum von Beat aufgefordert worden meine Meinung zu sagen. Das habe ich getan und jetzt werden manche nicht damit fertig, daß ich überwiegend nur Vorteile für unser Produkt sehe. Daß es dabei schnell um technischen Krimskrams geht ist halt mal so weil das Argument, daß mir unsere Gehäusefarbe besser gefällt nichts wert ist.

    Und wenn jemand glaubt es gäbe so gut wie keine Galaxis-Anwender, weil sich diese an dieser Diskussion nicht beteiligen, der kann sich die Kundenliste unter Referenzen auf unserer Homepage ansehen.

    Ich habe darüber hinaus nie behauptet daß man mit dem Produkt von Blow Up nicht arbeiten kann. Es ging nur um die Vorteile die ich bei unserem Produkt sehe.


    Ralph Kränzle
     
  7. Schade, schade, schade ...

    Hallo Ralph, Hi Harald und all die viele Leser dieser Rubrik

    Es läuft wieder einmal klassisch "schön" nach Feuerwerker- oder Formsmanier ab. Eine gute Ausgangslage, die ersten Inputs und dann der Eklat, endend in mehr oder weniger offensichtlichen Beleidigungen und Unterstellungen. Schade, weil das Thema Zündanlagen offensichtlich interessiert.

    Dennoch versuche ich beim Ball zu bleiben. @Ralph: Erfahrungsberichte müssen nicht zwingend mit allzu vielen technischen Details verbunden sein. Diesbezüglich hast Du verschiedene Antworten auf Deine Feststellungen hisichtlich Distanzen, Leistung, Sicherheit, usw., erhalten, welche die "Blow-Up" in der Praxis ganz klar aufwerten. Was meinst Du dazu? Mehrere Benutzer haben sich auch klar für das Preis-Leistungsverhältnis der "Blow-Up" ausgesprochen. Ist längerfristig damit zu rechnen, dass die "Galaxis" sich diesbezüglich entwickelt? Passen sich auch andere Hersteller diesen Wünschen an oder lässt sich fast jeder sein Süppchen vergolden?

    Wäre schön, wenn die Diskussion weiterlaufen würde. Vor allem von Dir aus Ralph. Wir kennen jetzt ein paar technische Details der "Galaxis". Aber was bringt Sie (sachlich) auf dem Platz mehr? Die Frage drängt sich auf, weil ja Angriffe auf die Funktionalität und Funktionstüchtigkeit der "Blow-Up" mit Erfahrungsberichten klar abgewehrt wurden.

    @Harald: Wie Du weisst, schätzen wir nicht nur die "Blow-Up", sondern auch Dich und Deine ruhige, zurückhaltende Art. Lass Dich also nicht allzusehr aus der Reserve locken. Hast Du noch ein paar Erfahrungs/Messwerte aus der Praxis hinsichtlich der Meinung von "Galaxis" auf Lager. Oder muss ich mich nach Beendigung dieser Diskussion wie bis anhin fast ganz alleine auf dem Schiessplatz an der Prachtsanlage erfreuen?


    Gruss


    Beat
     
  8. Hallo zusammen,

    mit unserer ersten Wortmeldung im Forum möchten auch wir als BLOW-UP - User kurz unsere Meinung darstellen und ähnlich wie Beat diese auf einer rationalen Ebene halten - doch eines können wir uns nicht verkneifen:

    Eine Grundregel des Marketings/Verkaufs ist: "Sprich niemals negativ über einen Mitbewerber," (Herr Kränzle) "denn damit disqualifiert man sich selbst."

    Wir haben das gesamte Spektrum von BLOW-UP (Sender, Empfänger, Stepper, Software) seit einem Jahr in Verwendung und damit nicht nur einen erfolgreichen fireact (Pyromusical) gestaltet - als erster BLOW-UP Choreografie-Softwareverwender nach Harald selbst.

    Nebst einfacher Handhabung der Choreografie-Software und mehr als ausreichender Möglichkeiten der Nutzung der sich am Markt befindlichen Pyroeffekte, überzeugt die BLOW-UP durch ihre absolute Zuverlässigkeit, auch unter widrigster Umstände (Schnee, Wasser, Minusgrade, ...). Auch das Software-Feature der sich automatisch erstellenden Excel-Datei über die verwendeten Pyroeffekte, erleichtert nicht nur die Kalkulation eines Feuerwerks, sondern auch (bei entsprechender Verknüpfung) die Lagerhaltung derselben.

    Weiters konnten wir uns auch davon überzeugen, daß die BLOW-UP auch bei Abständen von über 500 m zwischen Sender und Empfänger tadellos funktioniert.

    Nichts desto trotz hat sicher auch die GALAXIS ihre Vorteile, wie dies bei jedem Produkt der Fall ist. Jeder Pyrotechniker sollte sich die für ihn und seine Anforderungen optimalste Anlage suchen.

    Wir stehen jederzeit gerne für eine praxisorientierte Diskussion zu diesem Thema und direkter Anfragen zur Verfügung.

    Gut Schuss

    www.fire-event.com
     
  9. Hallo Zusammen,
    ich möchte doch auch noch gerne meinen Senf dazugeben...
    als Vertreter der gegenfraktion ;)

    Ich besitze zwar noch keine, benutze aber Regelmässig die Galaxis, und bin absolut überzeugt von der Qualität des Produktes...

    da Ich öfters gemischt Indoor-Outdoor Sachen habe, verteilt auf mehrere Abschussplätzen (auch mal ein kleiner See dazwischen) find ich die vielen kleinen 10 Kanal empfänger Super, und ich kann mit dem Fernsteuerpult wunderbar umherlaufen, und immer bei der Action sein.....

    Wir haben die Galaxis auch schon inmitten von Mikrofunk, Lichtdimmern, Natelantenen etc. etc. benutzt, und hatte nie auch nur das kleinste Problem.....

    Ich konnte mich dank Beat zusammen mit Harald und anderen von der Qualität der Blow-Up überzeugen. Ich habe keinen Zweifel, dass auch die Blow-Up ein super System ist, aber für meine Anforderungen sind halt die 10 Kanäler besser geeignet....(@Galaxis: Ralf, soll nicht heissen, dass ich keinen 50 Kanäler möchte ;)

    Aber ganz klar, die Galaxis macht mich arm !!! Da ich auch bei kleinen Feuerwerken gerne so meine 100 Queues habe, geht das grausam ins geld....deswegen optimal währe ein 50er und 5 10er Boxen

    Gruss an alle
    Daniel
     
  10. Galaxis oder Blow Up ???

    Auch ich möchte an dieser Stelle (wieder einmal) Partei für die Galaxis ergreifen. Jedes Produkt hat sicher seine Vor- und Nachteile. Ich möchte es mir hier auch nicht anmaßen einen Vergleich anzustellen, dazu habe ich zu wenig Erfahrungswerte mit der Blow Up. Ich hatte die Gelegenheit mich mit Herrn Helmut Mathe, von Blow Up, auf der Spielwarenmesse länger zu unterhalten und habe mir die verschiedenen Bauteile und Software Möglichkeiten genau erklären lassen, trotzdem habe ich die Blow Up noch nie im Einsatz erlebt. Mit der Galaxis hingegen arbeite ich seit mehreren Jahren. Hinzu kommt noch das für mich im SFX-Bereich andere Kriterien von Bedeutung sind als für einen Großfeuerwerker.

    Ich bin kein Elektronik- oder Softwarefreak deshalb hier ohne technische Details die Vorteile die ich im der Galaxis sehe:

    1. Die einzelnen Elemente der Galaxis, insbesondere die Empfänger sind sehr robust. Meine Empfänger haben schon viel Hitze, Wurfstücke, Dreck, Flüssigkeiten, Stürze und Autounfälle überlebt. (Leider nicht alle, aber das kann auch kein Mensch erwarten ;)

    2. Mit den verschiedenen Empfängern (1,3,5,10 Kanäle) bin ich sehr flexibel.

    3. Die Empfänger sind sehr leicht und kompakt. Ich mußte z.B. einmal einen Modellhubschrauber in der Luft zerlegen. Funkempfänger + Ladungen durften dabei 300 g nicht übersteigen. Mit dem Galaxis Einkanalempfänger kein Problem.

    4. Die Software ist bis jetzt noch nie abgestürtzt.

    5. Ich hatte bis jetzt noch nie eine Fehlauslösung durch Funkstörungen, und ich habe mehrfach alles was ich finden konnte ausprobiert um die Galaxis zu stören. (div. Telefonnetze, Betriebsfunk, Bündelfunk, CB-Funk, Modellbaufernsteuerungen, Funkmikros, CAMS, andere Galaxis-Sender, Hochspannungsleitungen, Travostationen, alles.) Das Ding macht genau dass was es machen soll, ausnahmslos! Genau deshalb vertrauen beispielsweise viele Stuntleute die z.B. für Dreharbeiten zwischen Granateinschlägen hindurchrennen müssen ausschliesslich der Galaxis.

    6. Die Automatikfeuerfunktion in Verbindung mit der Steppfunktionen, die extrem kurzen Verzögerungszeiten, und die "Leerstepp"-Funktion der Galaxis sind im SFX Bereich einfach genial, insbesondere für Highspeedaufnahmen fast unerlässlich. Ich kenne keine andere Funkanlage die da mithalten kann.


    7. Mit der Power der Kanalausgänge von 3 / 10 Kanalempfängern kann ich neben el. Zünderen auch Magetventile für Wasser, Pressluft, Hydraulikanlagen, Propangas etc. ansteuern.

    8. Die Zündleistung der Galaxis, wie auch der Blow Up bei Reihen- und Parallelschaltung wurde ja bereits angegeben. Die Power der Galaxis überzeugt mich hier, insbesondere bei Parallelschaltungen. (An Thomas: Was Feuerwerke angeht magst Du mit deiner Aussage das nur Reihenschaltung verwendet sollte recht haben. Im SFX-Bereich aber ist die Parallelschaltung manchmal unumgänglich. Z.B. bei Einsatz von A- und U-Zündern in einen Zündkreis, oder beim Einsatz von Squibs)

    9. Die Galaxis bietet mir neben der Automatikfunktion und der manuellen Auslösung eines Kanals noch die Möglichkeit ein externe Auslösungen zu benutzen, z.B. Reißleinen, Lichtschranken, Schallauslösung, Überfahrzünder usw.

    10. Zum Schluss, noch ein kleiner Nachteil der Galaxis der hier schon mehrfach angesprochen wurde: Der Preis. Das die Galaxis nicht die billigste Lösung ist die man bekommen kann ist jedem der den Vergleich macht klar. Auch ich muß immer wieder schlucken wenn ich einen Blick auf die Preisliste werfe. Andererseits weiß ich von meinen Besuchen bei Galaxis auch wie viel Arbeit sich Ralph Kränzle, Alexander Buchner und ihr Team machen um ihre Anlagen ständig weiter zu entwickeln und noch sicherer zu machen. Und wenn ich dann bedenke das ich dieser Anlage das Leben meiner Stuntkollegen (und natürlich auch meins) anvertraue, dann bin ich bereit diesen Preis zu zahlen. Eine Meinung mit der ich übrigens nicht alleine dastehe. Im SFX-Bereich arbeiten fast alle größeren Firmen mittlerweile fast ausschliesslich mit der Galaxis.

    Andreas Tügel
     
  11. Schade, dass es hier zu Reibereien gekommen ist.

    Bis sich einige "Hersteller" gemeldet haben, klappte es hier ganz gut. Es wurden Meinungen und persönliche Eindrücke der "Anwender" im Forum eingestellt. Die letzten Beiträge sind glücklicherweise wieder in dieser Form, so dass ich noch Hoffnung habe dass wir hier wieder MIT- anstatt GEGENeinander diskutieren.

    Boris
     
  12. Hallo Andreas und die anderen Pyrofans,

    ursprünglich ging es um " Feuerwerke". Wir haben die Galaxis ebenso wie die Blow-up ausgiebig getestet.

    In einem mehr oder weniger ergiebigen Gespräch mit Meister Kränzle, habe ich auch ihm unsere Erfahrungen und Meinung zu beiden Systemen mitgeteilt.

    Für den SFX-Bereich ist die Galaxis hervorragend geeignet und da gibt es auch meines Wissens nach zur Zeit wenig Alternativen.

    Im Indoorbereich müsste ich schon stark überlegen, da es von Blow-up auch kleinere Empfänger gibt.

    Für Großfeuerwerke fällt meine Entscheidung ganz klar zur Blow-up und nicht nur, weil wir sie in D vertreiben. Das Handling, die Ausstattung und vor allem das Preis-Leistungsverhältnis sind Agumente, die nicht von der Hand zu weisen sind.

    Und hier sehe ich das große Problem auch in dieser Diskussion. Die Anforderungen in den einzelnen Bereichen sind so unterschiedlich, dass man sie auch getrennt bewerten muss.

    z.B. Großfeuerwerk, hier mal der vielgequälte Begriff "Pyromusical" und die von vielen Fans immer wieder geforderten Zündfolgen im Millisekundenbereich. Nett, wenn die Anlage das kann und man beim Programmieren exakt auf die Musik zünden und den "wahrscheinlichen" Bang am Himmel simulieren kann. Nur wie sieht die Realität aus?

    Die Beschallungsanlagen sind von den meisten Zuschauern einige Meter entfernt, d.h. der Schall des Musikereignis benötigt eine gewisse Zeit x um beim Zuhörer zu sein. Durch die unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeiten sehe ich u.U. den Effekt also früher, als ich die dazu passende Musik wahrnehme. Wer mal in sich geht, realisiert bei einem Feuerwerk den Effekt meistens erst dann, wenn man die Zerlegung wahrnimmt, vor allem, wenn mehrere Effekte am Himmel zünden. Allein der Abstand einer großkalibrigen Bombe bedingt dadurch eine Verzögerung bis zu 0,7s..... ( 330 m/s Schallgeschwindigkeit, Abstand Bombe - Zuschauer gute 250-300m)
    Im Endeffekt macht man sich die nicht beeinflussbare Kombinationsfähigkeit des menschlichen Gehirns zu nutze, einen optischen Reiz ( hier Bombe) einem akustischen Reiz ( hier Musik) zuzuordnen. Wir haben schon Filmaufnahmen mit der Kombination Zündung, Musik vor Ort und Effekt und Musik beim Zuschauer analysiert und obwohl schon für unsere Begriffe riesige Differenzen zwischen Effekt und Musik beim Zuschauer auftraten, wurden die feuerwerke als absolut synchron bezeichnet.

    so, etwas vom Thema weggekommen, aber es musste mal sein, um klarzumachen, dass technische Daten nicht alles sein können. Wichtig ist der Einsatzzweck und ich denke für fast alle Feuerwerker auch ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis und eine große Zuverlässigkeit.

    Leider neigt man dazu Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ein Mercedes G-Modell und ein Porsche haben beide grundlegende Eigenschaften, nämlich motorisiert von A nach B zu gelangen. Beide haben u.U. auch den gleichen Preis. Auf unsere Problematik bezogen, Feuerwerke zünden, kann ich mit beiden Anlagen, mehr oder weniger bequem, mehr oder weniger umständlich etc) Aber bei einer Fahrt quer durchs Gelände taugt das G-Modell mehr als der Porsche, wogegen auf der Autobahn der Porsche die Nase vorn hat. Die Analogie zur Zündanlage kann sich jetzt jeder selbst denken....

    In der Hoffnung, neue Denkanstösse für diese Diskussion geliefert zu haben.....

    Pyrodance
     
  13. Na wunderbar!!

    Gut, dass wir das Thema wieder ein wenig ruhiger angehen...

    @Pyrodance: na Frage, von den kleineren Blow-up empfängern höre ich das erste mal....hast du mir da ein paar infos dazu ? Kanäle, Preis ?

    Und zum Thema Musiksynchronität:

    Ich bahaupte zwar nicht, dass ich da den grossen was vormachen kann, aber bei den wenigen FW's bis jetzt habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und das eine und andere Ausprobiert....

    wir gehen mit den Lautsprechern so nahe wie möglich an die Leute ran (10-20m) , damit möglichst keine Schallverzögerung auftritt. Mehrere Lautsprecheranlagen mit verzögerung kann man da bei grossen Veranstaltungen nutzen..Da ich primär Firmenevents mit 'wenigen' Zuschauern schiesse, hatte ich aber bisher noch nicht die notwendigkeit grössere Soundanlagen zu nutzen....

    Die Zerlegung SEHEN alle Leute gleichzeitig, da hier die Lichtgeschwindigkeit massgebend ist....dass der Zerlegerknall nicht synchron machbar ist, liegt in der Natur der Dinge...

    Ich schiesse auch nicht ein ganzes FW Musiksynchron, da habe ich weder Aufträge noch Budget für :( aber im Finale die letzten paar grossen Bomben zu Dramatischer Musik auf Takt haut halt schon immer gut rein....

    so viele gute Ideen, so wenig Budget...

    Daniel Rudin
     
  14. Re: Na wunderbar!!

    Diese Entfernungen sind allerdings wirklich nur bei ganz kleinen Events machbar. Jetzt stell Dir mal folgenden Event vor: 5000 Leute ( und das ist für ein öffentliches großes Feuerwerk nicht viel) und die notwendige Beschallung.... der Großteil der Zuschauer steht garantiert weiter als 10 Meter von den Lautsprechern weg. Und selbst bei einer Lautsprecherkette und einer multiplen Beschallung ( also Lautsprecher an möglichst vielen Stellen) habe ich allein durch die dafür notwendigen Elektronik Delays von über 0,2 Sekunden. Und glaub mir, wir machen sowas regelmäßig, auch für andere Feuerwerker bzw für andere Anlässe.

    Das habe ich auch nie in Abrede gestellt. Aber mach mal folgenden Test. Stell Dich mit einer Kamera bei einem Feuerwerk in die Zuschauerreihen und filme das Feuerwerk. Dann sprichst du die entsprechenden Punkte, wenn Du die Effekte wahrnimmst aufs Band und schaust dir das zuhause an. Du wirst merken, dass du die Effekte meistens erst mit dem Knall oder ganz kurz davor wahrnimmst.


    Noch ein Test ( ist zwar etwas teuer, aber sehr eindrucksvoll )

    Mach ein Musikprogramm ( ein paar Sekunden reicht) dann lässt du dieses Programm ablaufen und zündest ein paar Bomben. Das ganze am besten 2-3 Mal. (gleiches Stück, gleiche Bomben) Selbst da wird Dir ein Unterschied auffallen, der ja eigentlich gar nicht sein dürfte. Dann änderst du die Zündzeitpunkte um einen Punkt x nach vorne oder nach hinten. Und ich rede hier von Zeiten im Bereich von 0,2 - 0,4 sekunden. Dieses sollte aber eine 2. Person ausführen, damit du neutral in der Beobachtung bleibst. Und dann schiesse wiederum diese Sequenzen mehrmals. Du wirst garantiert eine gewollte Synchronität feststellen, die man absolut in das Geschehene reininterpretiert.

    Was ich damit einfach sagen will: Klar, muss man sich dem Punkt x bei einem Musikfeuerwerk annähern. Aber allein durch die Ungenauigkeiten bei den Bomben und den anderen Einflüssen kommt es nicht auf eine 100stel Sekunde an, wie das einige Pyrofans hier immer wieder fordern. Andererseits sollte man nicht ewig neben dem Takt liegen ;)

    Fazit: Aus meiner Erfahrung heraus ist eine Zündverzögerung von 0,1-0,4 Sek unproblematisch, insofern sind beide Firmen und andere auf dem Markt befindlichen im grünen Bereich. Und wenn über die Software dann diese Verzögerung auch noch automatisch rausgerechnet wird...........

    Pyrodance
     
  15. hallo feuerwerker und zündanlagenhersteller.
    ich möchte mal ein paar Fragen in die Diskussion werfen, die vielleicht etwas unangenehm sind, aber sicherlich für viele potentielle Anlagenkäufer interessant.
    Man stelle sich mal den "worst case" vor, der in diesem Falle wäre:
    (System Blow Up) halbe Show ist vorbei, PC zeigt auf einmal
    bluescreen oder friert einfach ein........
    musik bricht ab....
    soll heissen, PC fällt aus. Was tun ?
    (System Galaxis)
    Show ist mit dem Pyrotec Composer erstellt und ins PFS Steuergerät kopiert.
    ansonsten hier selbe Situation: plötzlich keine Zündung, keine Musik. Was tun ?
    (ich weiss, das soll nie vorkommen, aber was wäre wenn?)

    Welche techn. Möglichkeiten habe ich nun (mal angenommen, die Musik habe ich als Backup noch von Dat oder Minidisk laufen, und ich wechsele dann am Audio-Mischpult auf diese externe Quelle) , die Show manuell weiterzufahren (wenn auch nicht perfekt, aber
    zumindest so, dass es nicht ganz peinlich wird)
    vorausgesetzt ich kenn die wichtigsten cues und bin auch nicht ganz unmusikalisch ???

    in der Hoffnung auf friedliche und hilfreiche Antworten,
    gruesse
    rockman
     
  16. @rockman:

    hmm.....noch besseres worst-case: Beim DAT oder Mini-Disc ist die Batterie alle ! was machst Du dann ? ein weiteres Backup mitlaufen lassen ? Und ein Backup für`s Backup .......

    bleib bitte realistisch, in solchen Fällen hast Du ebend PECH GEHABT ! :D . Wenn Dir bei 180km/h ein Reifen platzt, dann bläst sich automatisch der nächste auf ?

    Boris
     
  17. Hallo Rockman,

    manchmal kommt nun der worst case und dann kann man nur noch sagen: Das war´s. Pech gehabt. Kommt vor. Aber nicht nur weil die Anlage ausfällt. Den ganzen Tag Sonnenschein, am Abend ein paar Wölkchen und zum Zeitpunkt des Feuerwerkes Gewitter, Sturm etc.... Das war´s, Pech gehabt. Siehe oben.....

    Mal ernsthaft. Bei "kleinen" Feuerwerken, also bis 70 Zündungen auch über mehrere Boxen baue ich mir ein kleines Sicherheitspolster ein, d.h. ich belege jeden Kanal nur einmal ohne Rücksicht auf die Empfängeradresse. Im "worst case" nur den Stecker vom Sender abziehen und von Hand (über Funk! nicht missverstehen) weiterzünden oder schalten. Feuerwerk gerettet, Kunde zufrieden.

    Wobei ich bei den vielen Antworten doch mal etwas über die Stränge schlagen muß und mal eine Frage in die Runde werfe: Wieviele synchrone Musikfeuerwerke schiesst man den so im Laufe des Jahres? bzw überhaupt?. Und ich meine hiermit nicht die Feuerwerke mit Musikbegleitung, die dann als Musikfeuerwerk angeboten werden.

    Vor kurzem gab es bei uns in der Nähe ein Musikfeuerwerk. 20 Minuten Höhenfeuerwerk. Budget 2.500 € Kein Kommentar zur Veranstaltung. Nur soviel, zum Feuerwerk hätte man auch das Radio laufen lassen können, der Bezug Musik, Feuerwerk wäre der gleich gewesen.... Sowas meine ich nicht

    Für alle, die wieder nur Böses ahnen. Ich möchte niemanden an den Karren fahren, nur man sollte bei einem solchen Thema auch mal den Einsatz der Zündanlage relativieren. Brauche ich jedesmal die eierlegende Wollmilchsau, dann sollte ich mich unter kabelgebundenen Systemen umschauen oder will ich einfach per Funk und mit oder ohne Software meine Feuerwerke zünden und bei Bedarf die Möglichkeit haben, musiksynchrone Feuerwerke zu realisieren.

    Pyrodance
     
  18. Hallo.
    Ich konkretisier es lieber nochmal:

    Die FRAGE war:
    Kann man bei Ausfall von Laptop bzw Automatikfeuerung
    per Hand (also am Pult) weiterzünden oder nicht ?

    Wenn ich Pyrodance richtig verstanden habe, lautet die Antwort
    (hier auf die Blow Up bezogen, richtig?) eindeutig JA !

    Wie oft der Fall wirklich eintritt und wie oft man das ganze wirklich
    braucht lasse ich hier mal aussen vor.


    in der Hoffnung aus friedliche und hilfreiche und sinnvolle Antworten

    @boris: sehr sehr schlechte Metapher ....dran arbeiten :)

    gruesse
    rockman
     
  19. Liebe Leser,


    es ist einfach traurig, wenn man dafür kritisiert wird, daß man seine Meinung gesagt hat. Zudem habe ich dies nicht unaufgefordert getan.

    Für meine Meinungsbildung habe ich die Informationen auf der Homepage von Blow Up und einem Prospektblatt von Blow Up herangezogen. Für die Diskussion von technischen Details, die der Sicherheit dienen, bin ich jederzeit bereit.

    Schön ist, daß mittlerweile nicht mehr darüber diskutiert wird, ob man sein Feuerwerk überhaupt per Funk zünden soll. In den Anfangsjahren ab ca. 1995 mußten wir hier massive Überzeugungsarbeit leisten, um aus einen Handanzünder oder Nagelbrettler einen Funkkunden zu machen.

    @rockman

    Der worst case ist sehr selten. Die Musik würde bei uns auf alle Fälle weiterlaufen (externe Quelle). Ob man bei einem Ausfall der Automatik manuell weiterzünden kann, hängt vom Fehler ab. Grundsätzlich gilt: Gerät aus- und wieder einschalten, Zündmodus aktivieren und man kann normal manuell schießen. Die Betriebszuverlässigkeit eines Microcontroller-Systems ist sehr hoch. Die Firmware (Software) stammt aus unserem Hause und wird natürlich reichlich getestet. Bei PC-Lösungen ist immer das Problem, daß zum Betriebssystem viel Fremdsoftware beteiligt ist, schließlich benötigt jede Hardwarekomponente ihre Treiber.


    @Beat

    Leider läßt Du meine Argumente nicht an Dich ran. Daß Du Dich z.B. von großen Zahlen nicht beeindrucken läßt, kann ich nicht ändern. Ich habe nur versucht, einen für Laien einigermaßen verständlichen Vergleich anzustellen.

    Deinem Wunsch nach Konkretisierung möchte ich doch nachkommen. Mit der Galaxis wird Dein Feuerwerk nicht bunter, besser oder präziser. Der Unterschied liegt mehr in der Projektierung und evtl. bei Angeboten. Wenn ich als Pyrotechniker keine ausreichende Zündanlage besitze, dann werde ich meine Kunden nicht dazu drängen, an mehreren Plätzen zu schießen oder zusätzlich bei einem Open Air Bühneneffekte zu machen. Wenn ich einen Blow-Up Sender und einige 70-Output-Empfänger besitze, dann werde ich dem Kunden nicht gerne ein Lichterbild an einem weiter entfernten Gebäude aufschwatzen oder eine 200m Illu-Linie an einem Seeufer, weil ich dann je 69 Ausgänge verloren habe. Einige unserer Kunden nutzen sehr gezielt die Vorteile und punkten bei der Auftragsvergabe durch Machbarkeit des für andere eben nicht machbaren.

    Wir verkaufen eigentlich keine Zündanlage sondern Flexibilität und Einsparung von Manpower und Kabeln. Wir wollen den Empfänger so nah wie möglich am Effekt stehen haben. Wir wollen mehr als einen bloßen Nagelbrett-Ersatz verkaufen.

    Zu den Preisen: Wir wissen, daß wir teuer sind. Wir wissen, daß sich viele nach einem Empfänger mit vielen Ausgängen sehnen und deshalb wird dieses Gerät auch kommen. Der Preis je Output wird dabei sicherlich signifikant geringer sein als bei den jetzt verfügbaren Empfängern. An den Preisen für die bisherigen Produkte sind keine Veränderungen geplant. Diese sind seit 1995 bis auf eine geringfügige Aufrundung bei der Euroumstellung konstant und wurden damals zu einem Dollarkurs von DM 1,40 kalkuliert. Alle Halbleiter kaufen wir also seit langem viel teurer als kalkuliert. Durch größere Mengen beim Einkauf konnten wir diese Entwicklung allerdings auch etwas kompensieren. Trotzdem, wir fertigen ein Nischenprodukt und die Umlage für Weiterentwicklungen ist hoch.

    Seit gut einem Jahr entwickeln wir am Audioempfänger. An diesem Gerät hängt jetzt ein Mannjahr. Müßten wir diese Manpower zukaufen, wären dafür mindestens 40.000 € plus Arbeitgeberanteile notwendig. Das Gerät wird etwas mehr als der 3er Empfänger kosten, obwohl der Chipsatz für die Audioausgabe ungleich teurer ist. Hinzu kommen die Kosten für fünf Prototypen. Wir planen in den nächsten Jahren einen Absatz von ca. 50 Stück. Jeder, der ein wenig rechnen kann weiß nun, daß dieses Gerät keinen Gewinn erwirtschaftet, zudem man sämtliche Bauelemente vorfinanzieren muß. Dieses Gerät wird durch andere mit höherem Deckungsbeitrag quersubventioniert um das Anwendungsspektrum der Anlage zu erweitern.


    Viele Grüße,



    Ralph Kränzle
    Galaxis Showtechnik
     
  20. @rockman:

    Zunächst: Metapher, Meinst Du den Satzbau, oder den inhaltlichen Vergleich ? Woran muss ich nun arbeiten ?

    Und nun: Fällt bei der Blow-Up der PC aus, kann selbstverständlich per Hand weiter gezündelt werden. Da braucht man dann aber sicherlich einen "Handzettel" und die "Ruhe weg" um nicht überstürzt irgendwas, sondern wenigstens die Haupt-Acts zu feuern.

    Boris
     
  21. #46 Beat, 26. Aug. 2002
    Zuletzt bearbeitet: 26. Aug. 2002
    Grüss Dich Ralph

    Wir scheinen uns grundsätzlich falsch zu verstehen. Benutze ich ein Notebook, schliesst Du daraus, ich wäre glücklich damit. Schiesse ich mit Windows, interpretierst Du gewisse Sympathien zu Bill Gates, usw. Das ist nicht so. Ich lebe mit dem Notebook und Windows, weil ich mich damals für die Blow-Up entschieden habe. Und folgerichtig schleppe ich den Rechner mit auf den Platz. Niemand ist aber scharf auf zusätzliches Material. Auch ich nicht.

    Dass ich Argumente nicht an mich heranlasse, ist ebenfalls nicht richtig. Ich verstehe einen Teil davon einfach nicht und damit wird die Thematik (das Innenleben) für mich zweitrangig. Was wiederum nichts mit der Qualität zu tun hat. Wir versuchen, die Klasse am Himmel zu zeigen und brauchen am Boden "nur" Masse. Viele mögliche Zündungen also zu einem günstigen Preis. Dass es andere Anwendungsmöglichkeiten gibt, davon hat mich Andreas Tügel mit seinem Beitrag überzeugt. Auch hier wieder keine Absage an die Technik der "Galaxis", aber wir sind klassische "Outdoorler" und realisieren nicht jene Projekte wie eben beispielsweise Andreas. Dennoch macht mich bei Dir und bei Andreas etwas gemeinsames nervös:

    Mehrere Anwender haben sich zufrieden über die "Blow-Up" geäussert. Sie sei zuverlässig, sicher, preiswert und verrichte ihre Arbeit auch in heiklen Umfeldern ohne Probleme. Ich höre aber bei Dir und bei Andreas mehr oder weniger direkt formulierte Angriffe auf die Machart, bzw. das verwendete Material heraus, bzw. habe von Dir noch keine Antwort auf die positiven Aussagen z. B. hinsichtlich Funkstörungen gelesen. Damit die Kirche im Dorf bleibt: Andreas schreibt, die Sicherheit sei ihm den höheren Preis wert. Woraus man eben interpretieren könnte, die "Blow-Up" sei qualitativ minderwertig. Und dagegen wehre ich mich. Sauber verarbeitet, robust sowie einfach gehalten und zuverlässig. Das sind für mich genügend Argumente. Ob letztlich eine selber geätzte oder eingekaufte Platine einen Fehler macht, interessiert mich bei Eintreffen des Defektes nicht mehr.

    Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass sich die "Galaxis" ihren guten Ruf sicher verdient hat und ich durchaus Anwendungen sehe, die wir nun einmal nicht realisieren. Die "Blow-Up" hat sich für uns bewährt und ich verwehre mich gegen Angriffe auf Harald Kulterer. Er bringt uns das, was wir brauchen, so wie Du mit der "Galaxis" offensichtlich ein Gerät für "Deine" Leute entwickelt hast. Ist doch gut so, oder? Schade ist einfach, dass plötzlich unter die Gürtellinie geschossen wird. Und in diesem Falle stelle ich mich ganz klar und abseits der Produkte ohne Einschränkungen hinter Harald.

    Als Schlussfeststellung möchte ich erwähnen, dass selbst Mercedes mittlerweile auf bestimmte Veredelungen verzichtet, weil diese sich einfach nicht mehr bezahlt machen. Wenn Du den Standard Deiner Geräte beibehalten willst, dann finde ich das gut. Solange aber andere Hersteller preiswerte Anlagen bauen, die ihren Dienst so problemlos erfüllen wie die "Blow-Up", dann muss und werde ich mich an diesen orientieren. Wieder keine Absage an die "Galaxis" oder ein abschmettern von Gegenargumenten, sondern einfach auf meinen Geldbeutel gemünzt. Und wenn ich die vielen Zugriffe auf dieses Thema sehe, bin ich mit dieser meiner einfachen Denkart offensichtlich nicht alleine.

    In diesem Sinne bleibe ich auf jeden Fall am Ball, wenn sich unser Bedarf ändert. Sollte Harald dann nicht mehr helfen können, hast Du mich blitzschnell auf dem Teppich.

    Noch eine Anmerkung für Andreas: Ich bin mir absolut bewusst, dass Dein Sicherheitsdenken kein Misstrauensvotum an die "Blow-Up" war, sondern wollte nur mal aufzeigen, wie sensibel man reagieren kann, wenn man will. Also danke für Deinen Beitrag.


    Gruss und Dank

    Beat
     
  22. Hallo Boris

    Was ist, wenn ich mit der "Blow-Up" mehrere Empfänger mit unterschiedlichen Adressen ansteuere? Meines Wissens braucht es dann zwingend einen PC, bzw. die SW. Oder?

    Gruss und Dank


    Beat
     
  23. Hallo Beat,

    es gibt prinzipiell 2 Möglichkeiten.

    1. Dein Sender geht bis Kanal 70, die Empfänger unterscheiden sich nur softwaremässig in der Adresse, dann zündest du per Hand immer nur den Kanal, egal bei welcher Empfängerbox. Sprich, du zündest Kanal 4 dann rappelt es an allen Emfängern auf Kanal 4

    2. Dein Sender ist erweitert ( z.B. auf 140 oder 210 Kanäle ) dann kannst du nacheinander deiner Boxen runterschiessen, also Box 1 Kanal 1-70, Box 2 Kanal 71-140 usw.

    Somit könnte man sich bei entsprechender Belegung von vornherein ein Notprogramm realisieren und im worst case durchzünden.

    Du siehst, es gibt Möglichkeiten...

    Gruß ins Alpenland

    Pyrodance
     
  24. PC futsch und nu ?

    @Beat:

    Hups, da war Pyrodance doch schneller als ich ! Hätte ich auch nicht gewusst, mit dem "erweiterten" Sender ! Danke für den Hinweis Pyrodance !

    Boris
     
  25. Hallo Boris,

    Siehste, wozu eine sachliche Diskussion alles gut sein kann ;-).

    @rockman: Ich finde Deine Frage gar nicht so "doof". Wohl jeder Feuerwerker hat schon Sachen erlebt, die es eigentlich nicht gibt. Betreffend den Ausfall des PC's führen wir immer einen Diskman mit der entsprechenden CD mit. Notfalls schiessen wir halt auch notfallmässig. Das war bis jetzt noch nie der Fall, aber man soll niemals "Nie" sagen .... Vor dem Einsatz dieser Notlösung würden wir den Rechner "schnell" neu booten. So viel Zeit müsste sein. Ja, und wenn die Elektronik der Zündanlage aussetzen würde, dann bliebe noch die Zündung mit dem Ersatzakku beim Empfänger. Und wären auch noch alle Akkus leer, so bliebe wohl nur noch die Zündung mit Zündlichtern. Und reichen auch die nicht, dann bin ich als Raucher immer mit mindestens zwei Feuerzeugen bestückt.

    Wie gesagt, die Frage ist weder blöd, noch ist meine Antwort so gemeint. Der Ausfall so wichtiger Komponenten ist wahrscheinlich die grösste Anspannung vor jedem Klick auf "Start". Müsste es sein, so würden wir mit allen Mitteln retten, was noch zu retten ist. Siehst Du, deshalb schiessen wir keine Olympia-Feuerwerke und tragen keinen grossen Namen. Da sind Fehler nämlich grundsätzlich ausgeschlossen ;-).


    Gruss

    Beat
     
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